Django (1966) (Neuauflage) Blu-ray

Original Filmtitel: Django (1966)

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Disc-Informationen
Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US Unrated Fassung, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Label:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Italienisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.66:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
91 Minuten
Veröffentlichung:
11.12.2020
 
STORY
10
 
Bildqualität
6
 
Tonqualität
5
 
Ausstattung
0
 
Gesamt *
4
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Der im Jahr 1966 gedrehte „Django“ von Regisseur Sergio Corbucci (Zwei sind nicht zu bremsen) ist sozusagen der Ur-Vater aller nachfolgenden Django-Filme. Im Zuge der Tarantino-Verfilmung „Django Unchained“, brachte Studiocanal den Klassiker den Film erstmals 2013 auf Blu-ray Disc auf den deutschen Markt. Es folgten einige Neuauflagen im Mediabook von '84 Entertainement, und vor kurzem legte Weltkino eine weitere Neuauflage des Klassikers nach. (ms)

Story

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Irgendwo im zum Teil völlig zerstörten Grenzgebiet zwischen Mexiko und den Staaten wandert der ehemalige Armeeangehörige der Nordstaaten, Django, umher. Er ist nicht nur schnell mit dem Colt, sondern schleift außerdem einen alten Sarg hinter sich her. Nachdem er eine Frau aus den Fängen zweier rivalisierender Banden befreit hat, zieht er weiter und landet in einer verlassenen und heruntergekommenen Stadt. Dort herrscht der rassistische und gnadenlose Major Jackson, mit dem Django prompt zusammenstößt und dessen Gefolge ins Jenseits befördert. Jackson schwört daraufhin Rache und kehrt mit dutzenden Männern zurück, doch auch sie finden kein Mittel gegen den wortkargen Amerikaner. Kurze Zeit später kommt sein alter mexikanischer Freund General Hugo Rodriguez in die Stadt. Diesem rettete er vor Jahren im Gefängnis das Leben. Sie beschließen eine neuerliche Zusammenarbeit und planen einen Goldraub auf ein mexikanisches Fort. Django ist einer der ganz besonderen Kultstreifen der Filmgeschichte, vereinte er doch eine extreme Gewaltdarstellung wie das Abschneiden eines Ohres mit einer großen Portion schwarzem Humor sowie jeder Menge Zynismus. Dabei spricht Regisseur Sergio Corbucci im Film viele Themen an, die zur damaligen Zeit durchaus im Fokus waren. Einerseits ist Rassismus anzuführen, der in den 60er Jahren gerade in Amerika seine Spuren hinterlassen hat, als sich ein erheblicher Widerstand gerade der afroamerikanischen Bevölkerung bildete. Ein weiteres Element war der vom Krieg desillusionierte und heimatlose Soldat, der durch das Grauen am Schlachtfeld ehemalige Zugehörigkeiten zu Familie und Freunden völlig verloren hat.
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Diese Rolle nimmt Django ein, der in seiner alten, zerschlissenen Uniform durch die Gegend zieht, auf der Suche nach Gerechtigkeit und auch Frieden für sich selbst. Seine Frau verstarb bereits, insofern ist für ihn der Sinn seiner kläglichen Existenz schon lange verloren gegangen. Aber auch Elemente wie Korruption sowie die Unterdrückung des „einfachen Mannes“ durch die reiche Oberschicht finden ihren Weg in den Plot und lassen Django von einem simplen Italowestern aufsteigen zu einer bedrückenden Geschichte, die ebenso viele dystopische Züge enthält. Zerstörte Häuser, eine vom Krieg verwüstete Landschaft, verschlammte Straßen und entvölkerte Gegenden geben dem Film einen insgesamt deprimierenden Rahmen. Auffällig in Bezug auf den Dreh ist die Tatsache, dass die üblichen weiten Panoramaaufnahmen über die Prärie komplett fehlen. Corbucci verwendet dafür sehr viele „extrem Close-Ups“, also Großaufnahmen der Gesichter, ähnlich, wie sie auch in Comics sehr häufig verwendet werden. Dadurch wird eine maximale Fokussierung auf den Darsteller erreicht, durch die Größe der Shots werden des Weiteren der Ausdruck sowie die emotionellen Hintergründe besser eingefangen. Alles in allem ist Django eines der wichtigsten Werke seiner Zeit und prägte auch andere Genres wie den Action-Bereich mit. (maw)

Bildqualität

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Qualitativ hat sich zwar (leider) nichts geändert, allerdings schätze ich die Bildqualität anders ein als es mein Kollege vor 7 Jahren tat. Hier ist jedenfalls noch einmal der Text der Original-Rezension: Der Transfer ist leider alles andere als hübsch geworden und lädt zum Gruseln ein. Besonders auffällig sind die extrem eingesetzten Rauschfilter, die das gesamte Bild dermaßen entfremden, wie es bis dato auf Blu-ray in dem Ausmaß nur selten vorgekommen ist. So herrscht ein beständiges, unnatürliches Hintergrundrauschen (wobei dies kein Rauschen im eigentlichen Sinn ist), welches die gesamte Struktur des Bildes verändert. Aufnahmen wirken weitestgehend künstlich und unruhig. Kanten verschmieren und fransen durch die verwendeten Filter aus. Dadurch sehen Texturen sowohl während Close-Ups, wie auch während normalen Aufnahmen stark wachsartig aus und schmieren während Bewegungen. Aufgrund dessen werden sehr häufig feinere Details verschluckt. Die Durchzeichnung leidet darunter ebenso, allerdings sind Schwankungen vorhanden. Teilweise sehen rein auf die Durchzeichnung und Schärfe bezogen manche Nahaufnahmen durchaus sehr gut aus und zeigen einzelne Hautporen. Der Kontrast ist teilweise zu steil und die Farben übersättigt. In Verbindung mit den anderen Problemen wirkt der Transfer immer wieder wie eine Zeichnung mit Öl- oder Wachsfarben. Ab und an mischen sich auch ein paar Kompressionsartefakte unter die DNR-Filterung – gerade während dunkler Szenen. Vereinzelt gesellen sich noch Reste von digitalem Rauschen dazu, Filmkorn, egal ob grob oder fein, sucht man vergeblich. Trotz der Kritik muss fairerweise erwähnt werden, dass der Transfer im Vergleich mit der DVD in Sachen Durchzeichnung und Schärfe als eindeutiger Gewinner hervor geht. (maw) Objektiv betrachtet ist das Bild tatsächlich weit weg davon als optimal bezeichnet zu werden, und aufgrund der Tatsache, dass heuer zahlreiche Klassiker in einer neuen 4k-Restauration erscheinen (auch von diesem Titel gibt es bereits seit geraumer Zeit ein entsprechendes Master) lässt die Notwendigkeit, beziehungsweise Daseinsberechtigung der hier vorliegenden Neuauflage sehr fragwürdig erscheinen. (ms)

Tonqualität

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Die deutsche Tonspur hingegen geht in Ordnung. Die Dynamik ist relativ schwach, die Lautstärke verbleibt durchgehend auf einem Level. Die Dialoge sind einwandfrei abgemischt und sehr gut verständlich. Tieftonelemente sollte man keine erwarten, Stimmen weisen jedoch ein gutes Volumen auf. Dafür allerdings klingen Schüsse aus Kanonen oder aus Djangos Spezialwaffe äußerst dünn. Elemente wie Hintergrundrauschen oder Knacksen sind nicht vorhanden, die Bühne präsentiert sich allerdings nicht sonderlich breit. Dadurch wirkt das Geschehen nicht sonderlich räumlich, die Präzision feiner Geräusche ist eher mau. (maw) Die deutsche Synchronfassung entstand nach einem Dialogbuch von Ursula Buschow unter der Regie von Karlheinz Brunnemann bei der Berliner Union Film GmbH & Co. Studio KG. Über Franco Nero in der Titelrolle bekommen wir Gert Günther Hoffmann zu hören, der dem Blauäugigen Rächer eine ganz eigene Kernigkeit aufdrückte. In weiteren Rollen hören wir unter anderem Beate Hasenau, Eduard Wandrey, Martin Hirthe und Heinz Peturo. (ms)

Ausstattung

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Lediglich in puncto Bonusmaterial gibt es eine kleine Neuigkeit, allerdings ist diese nicht positiv. Die auf der Erstauflage enthaltenen Featurettes und das Interview mit dem Hauptdarsteller Franco Nero fehlen nun nämlich, womit die getestete Disc quasi gar nichts mehr zu bieten hat – mit Ausnahme des Films selbstverständlich. Obwohl diese Beiträge zusammen nur rund 20 Minuten betrugen war der Informationsgehalt doch beträchtlich. Schade, dass uns diese Boni nun nicht mehr angeboten werden. (ms)

Fazit

Technisch hat sich leider nichts gegenüber der Erstauflage aus dem Jahr 2013 getan, lediglich das Bonusmaterial wurde entfernt, so dass diese Disc wirklich nur Puristen empfholen werden kann, und eben jenen, die die Erstauflage nicht mehr bekommen haben. Der Film selbst war und ist bis heute ein absoluter Kultstreifen, der das Publikum alle Höhen und Tiefen der Hauptfigur miterleben lässt. Oft kopiert aber unerreicht zeigt uns Regisseur Sergio Cobucci hier einen Italowestern der Extraklasse, den man sich als Fan des Genres keineswegs entgehen lassen darf. (ms) (Michael Speier)
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7 von 10

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