Sleepy Hollow (Neuauflage) Blu-ray

Original Filmtitel: Sleepy Hollow

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, 16:9 Vollbild, HD Sound (englisch)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DD 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Französisch DD 5.1
Spanisch DD 2.0
Italienisch DD 2.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Dänisch, Französisch, Niederländisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.78:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
105 Minuten
Veröffentlichung:
21.05.2020
 
STORY
7
 
Bildqualität
7
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
4
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Bereits 2008 erschien die Tim Burton Verfilmung des amerikanischen Schauermärchens "Sleepy Hollow" auf Blu-ray. Diese Erstauflage ist über die Jahre jedoch kaum noch im Laden erhältlich, weshalb man sich im Hause Universal Pictures Home Entertainment bzw. Paramount Home Entertainment zu einer Neuauflage entschied. Damit man Fans aber auch anno 2020 etwas Besonderes bieten kann, erscheinen neben der normalen Amaray auch insgesamt drei verschiedene Mediabook Varianten, von denen aktuell Cover C und B exklusiv über Saturn bzw. MediaMarkt und Cover A alleinig über Amazon bezogen werden können. Was genau nun die Neuauflage zu bieten hat, soll anhand des nachstehenden Reviews ermittelt werden.

Story

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Im Jahre 1799 kommt es in dem verschlafenen Nest Sleepy Hollow zu einer Reihe bizarrer Morde, denn innerhalb weniger Tage werden gleich drei Dorf-Bewohner ohne ihre Köpfe aufgefunden. Aus dem nahegelegenen New York wird daher der Ermittlungsbeamte Ichabod Crane (J. Depp) gesandt, der mit seinen modernen Ermittlungsmethoden den Täter überführen soll. Vor Ort wird Crane von einer Gruppe Dorfältester mit einer recht mystischen Erklärung für die Vorkommnisse konfrontiert: Denn angeblich soll der Kopflose Körper eines im Krieg gefallenen hessischen Söldners (C. Walken) für die Taten verantwortlich sein. Crane glaubt zunächst nicht an übernatürliche Ereignisse und vermutet vielmehr weltliche Dinge hinter dem Verbrechen. Bei seiner Aufklärung erhält er Unterstützung von der schönen Katrina (C. Ricci) und dem jungen Masbath (M. Pickering), dem verbliebenen Sohn eines der Opfer. Schon bald müssen die drei jedoch feststellen, dass die Dorfältesten gar nicht so falsch mit ihrer Vermutung lagen. Doch auch Cranes Spekulationen können sich bestätigen, denn nach und nach kommen sie einer gefährlichen Verschwörung im Dorf auf die Spur. Wird es ihnen Gelingen, die wahren Machenschaften hinter den grässlichen Taten zu enthüllen, bevor auch sie Opfer des reitenden Schlächters werden?
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Bei "Sleepy Hollow" handelte es sich seinerzeit nach "Edward mit den Scherenhänden" und "Ed Wood" bereits um die dritte Zusammenarbeit zwischen Regisseur Tim Burton und Hauptdarsteller Johnny Depp. Die beiden schienen über die Jahren einen Narren aneinander zu fressen, denn es sollten bis heute noch 5 weitere gemeinsame Projekte folgen. Burton war damals schon für seinen besonderen Fantasy-Stil bekannt und damit auch der passende Mann auf dem Regiestuhl. Die Geschichte selbst basiert auf der Erzählung "The Legend of Sleepy Hollow", welche aus der Feder des amerikanischen Schriftstellers Washington Irving stammt und als eines der wenigen amerikanisch-stämmigen Märchen bekannt wurde. In den USA fand die fantastische Gruselgeschichte vor allem zu Halloween besonderen Anklang. Nachdem bereits 1949 ein Walt Disney Zeichentrickfilm namens "Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte" zum Thema entstand, entschloss sich 1999 Tim Burton der Geschichte einen durchaus erwachseneren Anstrich zu verpassen und erschuf seine eigene, sehr düstere und teils recht blutige Version einer Märchenverfilmung, die er jedoch mit jeder Menge Witz und schwarzen Humor anreicherte. Johnny Depp mit seiner kauzigen Art passte dabei sehr gut in die Rolle des eigenwilligen Ermittlers, welcher seiner Zeit mit modernen Methoden voraus war. Depp gelang es hier sehr gut, Ichabods exzentrischen und überempfindlichen Charakter zu spielen und ihm gleichzeitig aber auch eine sehr zerbrechliche Seite zu verleihen. Getrieben von der Wissenschaft wächst Ichabod während dieses Falles über sich hinaus, besiegt Ängste, die schon seit seiner Kindheit bestehen und löst dadurch seinen bis dato größten Fall seiner noch jungen Karriere. An Depps Seite stellte man mit der noch blut-jungen Christina Ricci in der Rolle der Katrina von Tassel einen Prinzessin-gleichen Charakter, welche sich offenherzig präsentiert, aber gleichzeitig auch mit einer mystischen Aura umgibt. Passend wurde auch die Rolle des kopflosen Reiters mit Christopher Walken besetzt. Sein schon fast wahnsinnig wirkender Gesichtsausdruck verleiht dem hessischen Söldner die morbide Ausstrahlung, welche den schwertschwingenden Mörder zu jeder Zeit umgibt. Auch wenn Walken nur in recht wenigen Szenen "komplett" zu sehen ist - bei den kopflosen Momenten setzte man auf einen Stuntman als Körper-Double - so gelingt es ihm dennoch spielend die Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Die Nebenrollen der Dorfältesten wurden ebenfalls sehr passend gewählt. So sind Miranda Richardson und Michael Gambon in den Rollen des Ehepaars von Tassel, Jeffrey Jones als Reverend Steenwyck, Richard Griffiths als Magistrat Philipse, Ian McDiarmid als Dorfarzt und Michael Gough als Notar Hardenbrook zu sehen. Ihnen allen scheinen die Charaktere wie auf den Leib geschneidert worden zu sein, denn sie alle passen perfekt ins 18te Jahrhundert. Kurze Auftritte von Christopher Lee als Richter, sowie Casper von Dien als Geliebter der jungen Katrina runden den Cast dann ebenfalls positiv ab.
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Heimlicher Star ist aber das komplette Set, welches - wie man aus den Bonus-Beiträgen entnehmen kann - größtenteils extra für Film erstellt wurden. Das ganze Dorf, die sich anschließenden Wälder, sowie eine alte Windmühle umgibt eine düstere Aura, die einen mitten in die Geschichte zieht. Burton ließ es sich nicht nehmen und zeigte die Enthauptungen der Opfer, sowie deren Leichname recht explizit. Zwar alles im Rahmen der 16er Freigabe, dennoch spritzt hier ordentlich Blut und es rollen zahlreiche Köpfe. Dabei setzte man zumeist auf praktische Effekte, die auch gut 20 Jahre nach ihrer Erstaufführung noch den Test der Zeit überstanden haben und auch heute noch als äußerst gelungen bezeichnet werden können. Mit einige Action-Einlage wird das recht ruhige, aber nicht minder spannende Tempo, immer wieder aufgelockert. Dies tun auch die vielen kuriosen wie humorvollen Momente, die größtenteils alle von Johnny Depps Charakter ausgehen. Hier gelang ihm wirklich noch die Balance zwischen ernsthafter Darstellung und lockeren Einlagen sehr gut, was in seinen späteren Filmen - allen voran den Darbietungen seiner Parade-Rolle des Piraten Jack Sparrow - doch teilweise etwas zu übertrieben und schräg herüberkamen. Die Ermittlungsarbeiten unterhalten hier jedenfalls über die kompletten 105 Minuten Laufzeit, sodass zu keiner Zeit Langeweile aufkommt. Der Film ist daher sehr gut gealtert und kann auch heute noch mit seiner besonderen Art überzeugen. Schön, dass man ihn nun durch die Neuauflage wieder im Laden finden kann.

Bildqualität

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Zur Zeit der Entstehung dieses Reviews war es nicht möglich, irgendwelche Informationen zu den bildlichen Eigenschaften der Neuauflage herauszufinden. Allem Anschein nach wurde das Bild aber wohl nicht überarbeitet. Hiervon zeugen zumindest viele weiße Blitzer, ein ab und an unruhiges Bild sowie die oftmals recht gut zu erkennende grobe Körnung während der Wiedergabe. Burton verpasste dem Film einen sehr düsteren Look, der stellenweise schon fast an schwarz-weiß Filme erinnert. Dabei setzte er auch einige CGI-Elemente ein, die jedoch nicht immer überzeugen können. Gerade bei einigen Landschaftsaufnahmen, in denen schlechtes Wetter herrscht, sieht man doch deutlich, dass die dichte Wolkendecke dem Computer entsprungen ist. Dem gegenüber stehen jedoch auch einige sehr detaillierte Close Ups, die feine Härchen und Grübchen in den Gesichtern der Protagonisten erkennen lassen. Ebenso tragen die vielen, sehr detailverliebten Bauten und Kostüme zur Atmosphäre des Films bei. Da es kaum kräftige Farben gibt, muss der Schwarzwert sein Bestes geben, kann aber leider nicht durchweg verhindern, dass es im Dunkeln zu Detailverlusten kommt. Warum man die Chance dieser Neuauflage nicht gleich auch nutzte, um das Bild noch einmal zu überarbeiteten, oder es gar für eine 4K Ultra HD Veröffentlichung aufzubereiten, bleibt daher ein Rätsel.

Tonqualität

Die Neuauflage bietet folgende Tonspuren: - Deutsch Dolby Digital 5.1 - Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 - Französisch Dolby Digital 5.1 - Spanisch Dolby Digital 2.0 - Italienisch Dolby Digital 2.0
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Die Erstauflage verfügte seinerzeit nur über zwei Tonspuren - hier gab es Deutsch und Englisch jeweils in DTS-HD High Resolution 5.1. Insofern hat man es bei der Neuauflage auf dem Papier bei der deutschen Synchronisation - entstanden durch die Interopa Film GmbH unter der Dialogregie von Sven Hasper - erstmal mit einem Downgrade zu tun, während man beim Original ein Upgrade geliefert bekommt. Doch sieht man von einem generell etwas zu leise abgemischten Pegel ab, so klingt der deutsche Ton doch wesentlich harmonischer und wärmer, als es beim O-Ton der Fall ist. Dieser macht hier doch einen recht sterilen Eindruck, auch wenn er insgesamt etwas lauter ist. Die Effektverteilung erweist sich hingegen in beiden Fassungen als sehr gelungen: hier galoppiert der kopflose Reiter rasant quer durchs Heimkino, was vor allem in den actionreicheren Abschnitten sehr gut rüberkommt. Der Subwoofer hätte hingegen gerne noch einiges tiefer gehen können, denn das Huf-Gestampfe ist doch recht zart - hier wäre sicher noch deutlich mehr drin gewesen. Die Dialoge sind hingegen zu jeder Zeit klar verständlich, auch wenn es mal etwas hektischer auf dem Bildschirm zu geht.

Ausstattung

Das Bonus-Material wurde im Vergleich zur Erstauflage auf zwei Beiträge reduziert: - Sleepy Hollow - Blick hinter die Legende (30:02 Min.) - Gedanken über Sleepy Hollow (11:25 Min.)
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Die beiden Beiträge liegen jeweils noch im 4:3 Format und SD-Qualität vor. Beim ersten Feature handelt es sich um ein Making Of, in dem Regisseur Tim Burton sowie der Großteil der Hauptdarsteller Informationen zu den Dreharbeiten liefern. Dabei sieht man, dass Burton sehr oft selbst noch Hand an die Dekorationen und Kulissen legte, um alles möglichst genau nach seinen eigenen Vorstellungen anzupassen. Des Weiteren bekommt man hier Einblicke in die Arbeiten der Maskenbildner, wobei hier der Fokus auf den Köpfen und Leichen liegt. Auch zu den Requisiten und Schauplätzen erhält man einiges Wissenswertes: so wurde das Dorf zum Beispiel innerhalb von drei Monaten auf einem passenden Fleckchen Erde in England komplett neu erbaut, ebenso wurde die Windmühle für das Finale von Grund auf neu erschaffen. Den Stunt hieran übernahmen die Schauspieler übrigens selbst. Auch die meisten Wälder wurden extra für den Film angelegt, damit man perfekt die nötige Atmosphäre erschaffen konnten. Einigen Aufwand betrieb man auch bei der Figur des kopflosen Reiters, welcher durch einen Stuntman gespielt wurde, dem man digital den Kopf entfernte. Mehr Einblicke in die Programmierung der digitalen Effekte erhält man dann im weiteren Verlauf des Making Ofs. Zum Abschluss gibt es dann noch einige Impressionen aus dem Training mit echten Pferden sowie einem Stunt zur Verfolgungsjagd mit einer Kutsche. Im zweiten Beitrag erhält man dann Interviews mit Tim Burton und einigen der Hauptdarsteller, in denen sie sich an die Entstehung des Films erinnert. Beide Features zeigen auch viele Ausschnitte aus dem Film und bieten daher nur bedingt wirklich neues Material. Warum man gegenüber der Erstauflage einige Beiträge strich, bleibt jedoch ein Rätsel. Zur Standard-Verpackung oder zu einer der Mediabook-Varianten kann leider keine weitere Aussagen gemacht werden, da der Redaktion zu Testzwecken nur eine lose Test-Pressung zur Verfügung gestellt wurde.

Fazit

Die Neuauflage der Fantasy-Grusel-Mischung lässt den lange vergriffenen Film endlich wieder im Handel erscheinen. Doch leider verpasste man dabei die Chance, Bild und Ton zeitgemäß zu überarbeiten - und da ist noch nicht mal eine 4K Auswertung gemeint, die sich natürlich auch angeboten hätte. Während man das Bild allem Anschein nach unangetastet ließ, erhalten Zuschauer der deutschen Synchronisation beim Ton ein Downgrade, während Fans des O-Tons ein Upgrade geliefert bekommen - zumindest auf dem Papier. In der Praxis macht sich nämlich die deutsche Synchro durch einen wärmeren Sound positiv gegenüber dem sterilen O-Ton bemerkbar - auch wenn man dafür die Gesamtlautstärke erst etwas anheben muss. Insofern bekommt man hier "nur" eine einfache Neuauflage geboten, denen Sammler immerhin vielleicht etwas durch eines der drei verschiedenen Mediabook-Varianten abgewinnen können. Der Film selbst gehört sicherlich zu den guten Burton/Depp Projekten, doch durch die ausgebliebenen Verbesserungen bleibt leider ein fader Beigeschmack. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 18.05.2020

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