The Lodge (2019) Blu-ray

Original Filmtitel: The Lodge (2019)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
108 Minuten
Veröffentlichung:
12.06.2020
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STORY
7
 
Bildqualität
7
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
0
 
Gesamt *
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Mit dem beklemmenden und wendungsreichen Spielfilm-Debüt "Ich seh Ich seh" leistete das österreichische Filmemacher-Duo Veronika Franz und Severin Fiala einen sehenswerten Beitrag für das überschaubare deutschsprachige Genre-Kino. Mit ihrem neuesten Film verabschieden sich die beiden zwar von ihrer österreichischen Heimat, bleiben aber dem Horrorgenre treu. Der englischsprachige "The Lodge" feierte seine Weltpremiere beim diesjährigen Sundance Film Festival und überzeugte anschließend noch auf zahlreichen weiteren Festivals. Nun wurde der Film von SquareOne im Vertrieb von LEONINE auf dem deutschen Heimkinomarkt ausgewertet. Was der Film zu bieten hat und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Als ihr Vater Richard (R. Armitage) seine neue Freundin Grace (R. Keough) vorstellt, reagieren die beiden Geschwister Aidan (J. Martell) und Mia (L. McHugh) mit geradezu feindseliger Ablehnung. Um das zu ändern, plant der Vater eine gemeinsame Reise zu der abgelegenen Hütte seiner Familie. Doch kaum dort angekommen, wird Richard zurück zur Arbeit gerufen und die drei übelwollenden Zurückgebliebenen müssen die nächsten Tage alleine verbringen. Eingeschneit und fern abseits der Zivilisation kommt es bald zu schaurigen Ereignissen, die etwas in Grace auslösen, was lange Zeit tief in ihr verborgenen geblieben war…
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Wenn ein deutschsprachiger Horrorfilm auf den Kinoleinwänden erscheint, dann ist das schon fast eine kleine Sensation, dabei hat der deutsche Film schon filmhistorisch betrachtet hier seine Wurzeln. Die beiden Regisseure Veronika Franz und Severin Fiala stammen zwar aus Österreich, aber das schmälert die Sensation keinen Deut. Mit „Ich seh Ich seh“ gelang den beiden jedenfalls ein Achtungserfolg, mit dem sie über die Landesgrenzen hinaus auf sich aufmerksam machten. Der hier vorliegende zweite Langfilm des Duos wurde daher gleich in englischer Sprache und mit international bekannteren Darstellern realisiert, wobei natürlich die Frage offen bleibt, ob der zweite Film an den Erfolg und vor allem an die Genialität des Erstlingswerks heranreichen kann. Produziert wurde der Film unter anderem von der renommierten Produktionsfirma Hammer Films, die insbesondere in den 1960er bis 80er Jahren mit zahlreichen Horror-, Mystery- und Science-Fiction-Filmen, aber auch mit psychologischen Dramen großer Erfolge feierte. Nachdem das Studio in den 1980er-Jahren seine Tore schloss wurde es im Jahr 2007 unter neuer Leitung wieder eröffnet und brachte seitdem unter anderem Titel wie „The Quiet Ones“, „Let Me In“ und die beiden „Die Frau in Schwarz“-Filme auf die Leinwände.
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Zunächst einmal soll gesagt werden, dass „The Lodge“ ganz und gar in die Vita der neuen Hammer Filme passt, die vornehmlich auf Atmosphäre und Handlung setzen, statt auf blutige Gewaltorgien und typische „Jumpscares“, wie sie in modernen Horrorfilmen vom Fließband zu kommen scheinen. So ist auch „The Lodge“ eher ruhig und besonnen, nimmt sich viel Zeit für seine Figuren, und zieht die Spannungsschraube nur sehr langsam, dafür aber stetig an. Von der Machart her erinnert der Film ein wenig an großartige Titel wie Stanley Kubricks „The Shining“ oder eben an Ari Asters „Heriditary – Das Vermächtnis“, ohne dabei allerdings auch nur annähernd deren Klasse zu erreichen. Immerhin wird der Zuschauer mit einer unheilvollen Grundstimmung, die von Minute zu Minute ansteigt, verwöhnt, und das Finale wartet dann mit einem Storyplot auf, der zwar nicht ganz so unvorhersehbar ist wie man es sich wünschen würde, aber immerhin keine Massenware bietet und obendrein zum mitdenken anregt.
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Darstellerisch wird ebenfalls einiges geboten. Vor allem die beiden Jungdarsteller Jaeden Martell, den wir schon aus Filmen wie dem beiden Teilen des „ES“-Remakes und „Knives Out – Mord ist Familiensache“ her kennen, und Lia McHugh laufen hier zu wahren Höchstleistungen auf und spielen ihren Filmvater Richard Armitag („Der Hobbit“) locker an die Wand, wobei dieser leider auch verhältnismäßig wenig Leinwandzeit spendiert bekommt. Besonders hervorzuheben ist auch Riley Keough die in der Rolle der geheimnisvollen und von ihrer Vergangenheit geplagten Grace vollends überzeugen kann. Alles in allem bietet „The Lodge“ perfekte Gruselunterhaltung mit Niveau und Verstand, womit er vor allem Freunde des subtileren Horrors ansprechen dürfte, während sich Gorehounds und Fans von Teenie-Horrorfilmen vermutlich langweilen werden. Vor allem aber ist der Film eine positive Überraschung und eine kleine Bereicherung für das Genre, auch wenn es keine echten Neuerungen oder großer Überraschungen gibt.

Bildqualität

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Das feinkörnige Bild liegt im Bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis vn 1,85:1 vor und schaut alles in allem sehr gut aus, wenn auch mit gewissen Abstrichen. So ist die Schärfe zwar überwiegend gut und lässt auch kleinere Details scharf erscheinen, allerdings sind viele Bilder etwas weicher als man es erwarten würde, wobei in diesem Zusammenhang auch durchaus von einem gewollten Stilmittel die Rede sein kann, allerdings trifft dies nicht auf alle etwas unschärferen Szenen zu. Die Farben sind etwas entsättigt und trist, aber hier handelt es sich ganz klar um ein Stilmittel, da dadurch die gesamte Atmosphäre unterstrichen wird. Darüber hinaus wirkt das Bild farblich sehr natürlich. Der Kontrast ist gut eingestellt, allerdings wirkt das Bild stellenweise etwas flach und der Schwarzwert hätte hie und da etwas satter sein dürfen. Leider neigen dunklere Bilder hin und wieder zu einem leichten Bildrauschen welches zwar nicht sonderlich stört, aber für einen kleinen Punktabzug sorgt.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprachfassung in dts-HD Master 5.1 auf der Disc vor. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten. Zunächst einmal sollte man sich vor Augen halten dass bei einem Titel wie dem schon von Haus aus kein Effektfeuerwerk zu erwarten ist. Immerhin bekommen wir hin und wieder ein paar dezente Umgebungsgeräusche aus den hinteren Kanälen zu hören, die ansonsten fast ausschließlich von dem außergewöhnlichen Soundtrack beansprucht werden. Die Dialoge bleiben derweil jederzeit glasklar verständlich und klingen ausgesprochen frisch und dynamisch. Die deutsche Synchronfassung entstand bei der TaunusFilm Synchron GmbH unter der Regie von Marc Böttcher und klingt hochwertig.

Ausstattung

Im Bonusmaterial finden sich leider nur eine Handvoll Trailer, darunter auch der zum Hauptfilm.

Fazit

Die technische Seite der Blu-ray Disc ist solide und gefällig, auch wenn es ein paar (teilweise genrebedingte, teilweise gewollte) kleinere Mankos gibt. So ist das Bild alles in allem etwas trist und grau, was zwar die Atmosphäre unterstreicht aber objektiv betrachtet nicht ganz optimal wirkt. Akustisch bleibt der Film ebenfalls eher unauffällig, wobei das auch ganz klar an den begrenzten Möglichkeiten liegt die der Film bietet. Leider wurde komplett auf Bonusmaterial verzichtet, was im Endeffekt für einen weiteren Punktabzug sorgt. Der Film selbst ist ein langsames aber stetig spannender werdendes Stück Genrekino, welches vor allem Fans von ruhigeren und subtileren Titeln begeistern wird. Wer auf Jumpscare-Effekte, fiese Bilder und ähnliches wartet, der wartet vergeblich. Wer aber an Filmen wie „Hereditary“ gefallen fand, der wird auch hier auf seine Kosten kommen, auch wenn „The Lodge“ weder inhaltlich noch inszenatorisch an Ari Asters Film(e) heranreicht. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

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6 von 10

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1 Bewertung(en) mit ø 2,75 Punkten
 
STORY
3.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
3.0
 
EXTRAS
1.0

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