Ready or Not? - Auf die Plätze, fertig, tot Blu-ray

Original Filmtitel: Ready or Not (2019)

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Verkauf:
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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Französisch DTS 5.1
Italienisch DTS 5.1
Spanisch DTS 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch, u.a.
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
95 Minuten
Veröffentlichung:
06.02.2020
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STORY
8
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
8
 
Gesamt *
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Seit jeher kommt es selbst in den besten Familien vor, dass sich die Verwandtschaft untereinander nicht "grün" ist, oder potentielle (Lebensabschnitts-)Partner der Familienmitglieder im Kreise der Lieben nicht wirklich willkommen sind. Trotz allem fühlen sich die Verliebten aber oftmals stark genug, um auch solche Hürden in Angriff zu nehmen und suchen daher nicht selten ihr Heil im vermeintlich sicheren Hafen der Ehe. Dieser alltäglichen Situation hat sich das Regie-Kollektiv "Radio Silence Productions" angenommen und das Thema in eine bitterböse Horrorkomödie implementiert. Im Vertrieb von Twentieth Century Fox Home Entertainment erscheint der Film nun auf Blu-ray und will die Zuschauer im Heimkino-Sektor mit auf eine irrwitzige Familienfeier nehmen. Wie sich die Full HD Fassung dabei schlägt, zeigt nachstehendes Review.

Story

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Die Waise Grace (S. Waeving) scheint endlich am Ziel ihrer Träume angekommen zu sein: in Alex Le Domas (M. O'Brian) hat sie die große Liebe gefunden, mit der sie nun vor den Traualtar tritt. Wäre da nur nicht Alex' skurrile Familie, welche ihr unterstellt, die Heirat nur wegen des Geldes zu vollziehen. Den Reichtum konnte sich die Familie über die Jahrhunderte mit dem Verkauf von Gesellschaftsspiele erarbeiten. Eben jene spielen auch in der Familien-Tradition eine große Rolle, weshalb Grace noch vor der Hochzeitsnacht an den Spieltisch gebeten wird. Denn der Tradition nach wird jedes neue Familienmitglied durch eine Spielrunde in den Kreis der Le Domas aufgenommen. Einem mysteriösen Kästchen wird dabei die zufällige Auswahl des Spieles überlassen. Als Grace mit "Verstecken" ihr Spiel erhält, entwickelt sich die Spielrunde jedoch plötzlich in eine völlig ungeahnte Richtung, denn dieses Spielt steht als Synonym für eine Opfergabe an einen Dämon, welcher der Familie im Gegenzug stetes Glück beschert. Fortan ist nun jedes Familienmitglied schwer bewaffnet hinter Grace her, welche zusammen mit ihrem frisch Vermählten versucht, bis Sonnenaufgang das Familien-Anwesen zu verlassen. Ein erbarmungsloser Kampf ums nackte Überleben beginnt.
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Die Idee zum Film klingt so genial wie spannend. Wer kennt es denn nicht auch, in der ein oder anderen Form schon mal auf schräge Familienmitglieder getroffen zu sein - sei es nun in der eigenen Familie, oder in der seiner Liebsten. Dies dachten sich wohl auch die beiden Autoren Guy Busick und Ryan Murphy, auf deren Drehbuch der Film basiert. Das Regie-Trio von "Radio Silence Productions", namentlich Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett und Chad Villella, adaptierten dann die Geschichte für die große Leinwand. Zunächst werden dem Zuschauer hier dann im Rahmen der Hochzeitsfeierlichkeiten die einzelnen Familienmitglieder kurz vorgestellt. Da wären zunächst die Eltern des Bräutigams, Tony und Becky, welche von Henry Czerny und Andie MacDowell gespielt werden. Beide geben nach außen hin das perfekte Bild sympathischer Schwiegereltern ab, was natürlich alles nur zum Schein passiert. Denn unter Druck geht die Geduld schon mal mit Tony durch und er wird wieder zum quengeligen Teenager. Becky ist da dann genau Gegenteil, behält sie doch stets die Ruhe und versucht damit die Familie zusammenzuhalten. Mit Schwager Daniel und Schwägerin Emilie, die von Adam Brody und Melanie Scrofano in Szene gesetzt werden, befinden sich auch einige gleichaltrige Personen in Grace' neuer Familie. Beide scheinen jedoch nicht sonderlich viel Wert auf Familientraditionen zu legen, machen aber dem Familienfrieden wegen beim Spiel mit. Emilies Ehemann Fitch, gespielt von Kristian Bruun, stellt sich hingegen als liebvoller Tollpatsch heraus, der zunehmend Gefallen an den Traditionen findet. Richtig angsteinflößend wird es hingegen bei Tante Helene, welche perfekt von Nicky Guadagni dargestellt wird. Die stets grimmig dreinblicke Witwe löst schon beim ersten Anblick Unbehagen aus. Dennoch macht Grace gute Miene zum bösen Spiel, ohne zu wissen, dass es gar bitterböse werden soll. Denn nach der Hochzeitszeremonie auf dem antiken Anwesen der Le Domas finden sich alle im "Spielzimmer" des Herrenhauses zusammen, um die wichtigste Tradition der Familie durchzuführen. Allein schon die Einrichtung dieses Zimmers schüchtert Grace ein wenig ein, ist dieses doch mit jeder Menge Jagdtrophäen und Waffen verschiedener Epochen dekoriert. Nachdem die simplen Regeln des Verstecken Spielens noch einmal erklärt wurden, macht sich Grace auf, in dem riesigen Haus ein vermeintlich sicheres Versteck zu finden. Währenddessen bewaffnet sich der ganze Clan bis an die Zähne und macht sich anschließend auf die Jagd nach der jungen Braut. Dieser Hatz schließt sich auch der Diener des Hauses, Stevens - gespielt von John Ralston - an und unterstützt seine Arbeitgeber dabei tatkräftig. Alle Schauspieler könnten nicht unterschiedlicher sein, passen aber sehr gut in ihre Rollen und überzeugen auf ganzer Breite.
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Weiter sei an dieser Stelle nun aber nicht mehr viel verraten, da es sich bei der Horrorkomödie um einen jener Filme handelt, der seine Spannung aus diversen Twists und Geheimnissen zieht. Nur so viel sei noch gesagt: Grace denkt natürlich nicht daran, ihr kostbares Leben einfach so aufzugeben und beschließt, nach anfänglichem Schock, sich gegen ihre Peiniger zur Wehr zu setzen. Dabei entstehen einige humorvolle Einlagen, die einen des Öfteren zum Schmunzeln bringen. Dies geschieht häufig beim Ableben einiger Nebendarsteller, welche auch oft durch die Unachtsamkeit der Jagdgesellschaft ihr Leben lassen müssen. Die Tötungsszenen sind mitunter recht brutal, hier nimmt man kein Blatt vor den Mund. Zusammen mit der humorvollen Darstellung erklärt sich dann aber schnell die Freigabe ab 16 Jahren, welche in einem ernsten Slasher sicher höher ausgefallen wäre. Hin und wieder wird es sicherlich etwas unglaubwürdig, besonders bei dem, was Hauptcharakter Grace alles bewältigt bekommt. Da man sich aber hier zu keiner Zeit bierernst nimmt, ist dies schnell zu verschmerzen. Das Finale bietet gar einen Twist, den sicherlich kaum jemand vorausgeschaut hat. Die knapp 95-Minuten vergehen dann wie im Flug und man fiebert schnell mit Grace mit, welcher man nur zu gerne unter die Arme greifen würde. Wenn man dem Film etwas ankreiden möchte, dann wäre das der relativ offensichtliche Auftakt. Diesen hätte man besser später als Rückblick einbringen sollen, um so den Zuschauer noch ein wenig auf die falsche Fährte zu locken, was dann nochmals um einiges spannender gewesen wäre. Ansonsten handelt es sich bei der Horrorkomödie wirklich um eine kleine Genre-Perle, bei der Fans von Titeln wie zum Beispiel "Wir" oder "Get Out" definitiv einmal ein Auge riskieren sollten.

Bildqualität

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Dem Setting des Films verpasste man einen recht düsteren Look, was vor allem am Ort des Geschehens, nämlich dem alten Herrenhaus und der bei Nacht spielenden Tageszeit, liegt. Die Hauseinrichtung mit ihren dunklen Wandvertäfelungen und den alten Möbeln versprüht dabei den Charme eines alten Schlosses. Ist der Auftakt noch mit ein wenig Filmkorn versehen, so verschwindet dieses dann mit dem Sprung in die Gegenwart. Ab hier überzeugt man mit einer modernen Produktion, die sehr detailreich die feinen Strukturen der antiken Einrichtung wiederspiegelt. Bis ins Kleinste abgebildet werden später auch die Verletzungen, welche dank praktischer Effekte wirklich lebensecht aussehen. Während im Innenbereich der Familienresidenz zumeist immer noch irgendwo genügend Restlicht vorhanden ist, um auch bei weniger gut ausgeleuchteten Abschnitten ohne Detailverluste auszukommen, sieht es auf dem Außengelände schon etwas anders aus: Hier bleiben manche Randbereiche einfach schwarz, ohne dass man noch etwas von der restlichen Umgebung wahrnehmen kann. Allerdings ist es eben nachts auch äußerst dunkel, sodass man ohne künstliches Licht auch nichts anderes erwarten kann. Dafür stimmt der sehr gute Schwarzwert, durch den die absolute Dunkelheit nicht mehr von den formatbedingten schwarzen Balken am oberen und unteren Rand, hervorgerufen durch das Ansichtsverhältnis von 2.39:1, zu unterscheiden ist.

Tonqualität

Die Blu-ray bietet folgende Sprachvarianten: - Deutsch DTS 5.1 - Englisch DTS-HD MA 5.1 - Französisch DTS 5.1 - Italienisch DTS 5.1
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Bei einer Produktion aus dem Hause Twentieth Century bekommt man weiterhin bei der deutschen Synchronisation eine klassische DTS-Spur geliefert. Diese ist aber qualitativ alles andere als schlecht und steht ihrem englischen Pendant lediglich in Sachen Pegelstärke etwas nach. Denn dieser ist im Original dann doch noch mal ein Ticken höher ausgefallen, was sich besonders bei den Dialogen bemerkbar macht. Zwar sind diese auch in der hiesigen Sprachvariante - hergestellt durch die Interopa Film GmbH aus Berlin, unter der Dialogregie von Christian Schneider - recht gut zu verstehen, schaltet man allerdings auf den O-Ton um, merkt man schon einige Unterschiede. Bei der Effektverteilung liegen beide Fassungen dann wieder gleich auf und präsentieren gelungene Einsätze der umherliegenden Kanäle. Ob knatschende Türen, durchs Haus schallende Musik, oder Schritte von hinten - alles Effekte, die einen guten Horrorfilm eben ausmachen. Insgesamt liegt der Fokus allerdings eher auf den Dialogen zwischen den Protagonisten, weshalb man also kein Effekt-Feuerwerk erwarten sollte.

Ausstattung

Die Ausstattung im Bonus-Bereich liest sich folgt: - Lasset die Spiele beginnen: Making-Of Ready or Not (42:28 Min.) - Spaß am Set (4:05 Min.) - Red Band Trailer (2:26 Min.) - Bildergalerie - Audiokommentar von Radio Silence und Samara Weaving
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Gleich eine Info vorab: Das Making-Of sollte auf jeden Fall nach dem Film angeschaut werden, da es hier schon früh zu Hinweisen auf das Ende kommt. Neben einem Audiokommentar, einer Bildergalerie, dem Rey Band Trailer und einigen verpatzten Szenen, ist das Hauptstück der Extras ein 3-teiliges Making-Of, in dem das Regie-Trio von "Radio Silence Productions", sämtliche Hauptdarsteller, sowie einige der Produzenten und Teile der Crew, immer wieder interessante Hintergründe zur Entstehung des Films geben. Im Verlauf des Making-Ofs werden die wichtigsten Charaktere noch einmal etwas genauer vorgestellt und analysiert. Jeder Darsteller erläutert dabei, was ihm besonders an seiner Rolle gefallen hat und worin für den einzelnen die Herausforderungen lagen. Weiter geht es dann noch mit einer kleinen Waffenkunde, bei der auf die einzelnen Tötungsgeräte genauer eingegangen wird. Im abschließenden Teil wird dann das Finale genauer unter die Lupe genommen - der Spoiler-Gefahr wegen wird hierüber aber nun nicht weiter berichtet. Die Blu-ray wird in einem normalen blauen Amaray-Case geliefert und enthält ein Wendecover, welches sogar ein alternatives Cover-Motiv bietet.

Fazit

Dem Regie-Trio von "Radio Silence Productions" ist mit der Horrorkomödie eine bitterböse Genre-Perle gelungen, bei der die Laufzeit von knapp 95 Minuten wie im Fluge vergeht. Mit zahlreichen Twists und Überraschungen hält man den Zuschauer stets bei Laune und das relativ unvorhersehbare Ende bleibt sicherlich noch lange im Gedächtnis. Bei Bild und Ton liefert man sich kaum Schwächen, auch wenn man sich, was die Pegelstärke betrifft, der englischen Originalspur knapp geschlagen geben muss. Bei der Atmosphäre punktet man dafür mit gut eingesetzten Surround-Kanälen. Das Bonus-Material bietet als Herzstück ein umfangreiches Making-Of, welches einige interessante Hintergründe zur Entstehung des Films liefert. Ein alternatives Motiv auf der Rückseite des Wendecovers rundet den gelungenen Film ab. Diesem sollten Genre-Fans durchaus eine Chance geben. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989
geschrieben am 18.02.2020

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1 Bewertung(en) mit ø 4,00 Punkten
 
STORY
4.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
5.0
 
EXTRAS
3.0

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