Feinde - Hostiles Blu-ray

Original Filmtitel: Hostiles (2017)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch Dolby Atmos 7.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
134 Minuten
Veröffentlichung:
12.10.2018
Feinde - Hostiles Blu-ray Review
Story
 
9
Bildqualität
 
7
Tonqualität
 
7
Ausstattung
 
7
Gesamt *
 
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
geschrieben am 09.10.2018
'Cowboy und Indianer' ist vor allem bei Kindern seit vielen Generationen ein beliebtes Rollenspiel. Dabei vergisst man jedoch häufig, dass gerade dieses Spiel auf einem der brutalsten und bis heute anhaltenden Konflikte zwischen den Ureinwohnern Amerikas und den dort einfallenden Immigranten basiert. Damit dieser geschichtsträchtige Kampf auch heute nicht in Vergessenheit gerät, inszenierte Scott Cooper ein packendes Drama, das auch der heutigen Generation noch einmal die Auswirkungen auf beiden Seiten vor Augen hält. Und auch wenn man den Film als eine Mischung aus The Revenant und True Grit bewirbt, steckt so viel mehr dahinter, als nur ein simpler Abenteuer-Western. Das nachstehende Review widmet sich dabei der 4K Ultra HD und Blu-ray Versionen des Titels, welche von Universum Film für den Heimkino-Markt veröffentlicht werden.

Story

New Mexiko, 1892: Captain Joseph Blocker (C. Bale) wird mit einer letzten Aufgabe gegen seinen Willen in den Ruhestand geschickt. Er soll den seit Jahren inhaftierten und nun an Krebs leidenden Häuptling Chief Yellow Hawk (W. Studi) zum Sterben in seine Heimat begleiten. Nur widerwillig nimmt Blocker den Befehl seines Vorgesetzten entgegen, verbindet ihn mit dem Häuptling doch eine lange Feindschaft. Auf dem Weg nach Montana trifft der Trupp die von Komantschen überfallene Rosalee Quaid (R. Pike). Schon bald müssen sich die verfeindeten Parteien jedoch zusammenschließen, um den gefährlichen Ritt quer durch das Land zu überstehen. Doch dies macht die Vergangenheit der durch den Krieg gezeichneten Männer und die dadurch entstehenden Spannungen innerhalb der Gruppe nicht einfacher. Regisseur Scott Cooper stellt in seinem Western vor allem die Auswirkungen des Krieges dar. Dabei ist es eigentlich zweitranging, dass der Film zu Zeiten des wilden Westens spielt – das Grundthema, also wie der Krieg den Charakter der beteiligten Personen verändert, könnte genauso gut in Vietnam oder Afghanistan angesiedelt sein. Der Krieg verändert die Menschen, teils soweit, dass sie gar nicht mehr genau wissen, warum sie eigentlich kämpfen. Noch schlimmer dabei ist, dass die Krieger über die Zeit immer mehr abstumpfen und auch vor dem Töten von Frauen und Kindern nicht Halt machen. Zudem wird in dem hier vorliegenden Drama auch noch einmal klargestellt, dass es immer auf beiden Seiten zu Gräueltaten kommt – unter dem Strich nimmt sich keine der am Krieg teilnehmenden Parteien etwas. In der Hauptrolle überzeugt einmal mehr Christian Bale mit seinem packenden Charakterspiel. Vom zunächst mürrischen und gnadenlosen Captain, wandelt er sich zum mitfühlenden Anführer des Trupps. Mit jedem Mann den er auf dem harten Weg verliert, droht ihm auch der Verlust seiner bis zuletzt treuergebenen Freunde. Auf der weiten Reisen muss er auch erkennen, dass es eigentlich ein völlig sinnloser Kampf ist, den er seit Jahren mit großer Opferzahl führt. Dass er aber auch eine sehr einfühlsame Seite hat, zeigt sich schon bei der ersten Begegnung mit Rosalee, welche ebenfalls sehr überzeugend von Rosamund Pike gespielt wird. Durch den Verlust ihrer gesamten Familie ist sie zunächst in eine Art Schockhaltung verfallen. Erst nach und nach realisiert sie, was genau passiert ist. Auch ihr Charakter macht daraufhin eine Wendung durch, gelingt es ihr doch trotz, oder gerade wegen, ihrer schrecklichen Erfahrungen, gestärkt aus der Situation hinaus zu gehen. Als dritter im Bunde der Hauptdarsteller ist Wes Study in der Rolle des Indianer-Häuptlings Chief Yellow Hawk zu sehen. In sehr ruhiger Art und Weise spielt er das von Krieg und Krebs gezeichnete Stammesoberhaupt, welches nur noch einen Wunsch hat: in der eigenen Heimat zu sterben. Dabei bietet er dem Captain trotz dessen anfänglich mieser Behandlung und trotz seines schlechten Gesundheitszustandes seine Hilfe an, um die Gefahren der Reise gemeinsam zu überstehen. In weiteren Rollen sind Rory Chochrane, Adam Beach, Ben Foster oder Stephen Lang zu sehen, welche ebenfalls sehr passend ihre Charaktere spielen. Auf Seiten der Bösen, wenn man sie den so nennen will, kommt es leider zu keinen nennenswerten Schauspielern. Sie dienen eigentlich nur als 'Kanonenfutter' und machen keine wirkliche Charakter-Entwicklung durch. Zumal sie auch nicht weiter im Focus stehen oder großartig mit einem eigenen Hintergrund bedacht werden. Auch wenn der Film ein sehr ruhiges Tempo hat und nur wenige Action-Szenen besitzt, kommt zu keiner Zeit der rund 134 Minuten Langeweile auf. Die Geschichte der drei Hauptdarsteller ist dazu viel zu packend und sollte keinen Zuschauer so wirklich kalt lassen. Dies ist vor allem auch der schonungslosen Darstellung bei den Kämpfen zu verdanken, welche, Hollywood unüblich, auch vor der Gewalt an Kindern nicht zurückschreckt. Man sollte sich auch von der Inhaltsangabe auf der Cover-Rückseite nicht täuschen lassen, denn die angreifenden Komantschen machen nur einen kleinen Teil des Films aus. Auf dem Weg nach Montana wird der Trupp zum Beispiel nämlich auch mit Wilderern oder selbst ernannten Großgrundbesitzern konfrontiert. Hauptteil der Geschichte bleibt daher die Verarbeitung der eigenen Vergangenheit von Captain Blocker und Chief Yellow Hawk. Ein Film der abschließend zum Nachdenken anregt und auch noch einige Tage in Erinnerung bleibt.

Bildqualität

Zusammen mit seinem Kameramann Masanobu Takayanagi entschied sich Regisseur Scott Cooper gegen die Verwendung digitaler Kameras. Die Nutzung des analogen Filmmaterials sollte dem Film einen zeitgemäßen Look verpassen. Dies ist den Machern auch sehr gut gelungen, zumal das Filmkorn nur sehr dezent und nicht wirklich störend zum Vorschein kommt. Allerdings fehlt es dem Film an Tiefenschärfe, was vor allem bei den vielen Landschaftsaufnahmen zum Tragen kommt. Hier fallen Wälder oder Gebirge oft etwas matschig aus, klare Objektstrukturen sucht man hier vergeblich. Nur in den Close-Ups kommen dann einzelne Hautporen oder feine Härchen der Protagonisten zum Vorschein. Auch ein großer Mangel des Films sind die vielen dunklen Abschnitte. Zwar stimmt der Schwarzwert, jedoch gehen sehr viele Details verloren, was in teils komplett schwarzen Gesichtshälften mündet. Bei Tageslicht kommt die unberührte Natur New Mexikos jedoch sehr gut zur Geltung und bietet sehr natürliche Farbtöne.

Tonqualität

Sowohl die Blu-ray als auch die 4K Ultra HD Fassung des Films verfügen über die folgenden beiden Tonspuren:
  • Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1
  • Englisch Dolby Atmos
Das ruhige Drama verfügt bei der deutschen Synchronisation - hergestellt durch die Scalamedia GmbH in Berlin, unter der Regie von Martin Halm – auch über eine sehr ruhige Tonspur. Diese muss im Vergleich zu anderen Filmen um einiges lauter eingestellt werden, damit die Dialoge klar verständlich werden. Da in vielen Szenen zu dem sehr leise gesprochen wird, ist ein Dreh am Lautstärkeregler nicht zu vermeiden. Der Vergleich mit der englischen Atmos-Spur zeigt dann aber, dass es auch anders geht, denn diese besitzt einen wesentlich höheren Pegel und tritt viel dynamischer in Erscheinung. Lediglich der Einsatz der Deckenlautsprecher fällt hier sehr selten auf, kommen diese bewusst doch nur bei einigen Wetter-Effekten und einer Dampflokomotive zum Einsatz. Das liegt aber einfach auch daran, dass zum einen Dialoge den Film dominieren und zum anderen sich der Film eben nur auf einer Ebene bewegt. Geräusche von Oben gibt es hier einfach nicht. Die Verteilung der Effekte gelingt vor allem in den Kampf-Szenen sehr gut – hier fühlt man sich dann wirklich schnell von Komantschen umzingelt und kann jeden Schuss perfekt orten. Der Einsatz des Subwoofers ist auch dezent, am ehesten nimmt man ihn noch bei einem Unwetter war. In der englischen Originalspur haben die Waffen noch mehr Druck, vor allem die Gewehre schlagen hier richtig durch.

Ausstattung

Folgenden Extras befinden sich lediglich auf der Blu-ray – die 4K Ultra HD besitzt kein weiteres Bonusmaterial:
  • A Journey of the Soul: The Making of Hostiles
  • -Part 1: Provenance (22:09 Min.) -Part 2: Removing the Binds (18:06 Min.) -Part 3: Don't Look Back (22:47 Min.)
  • Interview Cast & Crew
  • -Christian Bale (5:24 Min.) -Wes Studi (1:57 Min.) -Rosamund Pike (3:09 Min.) -Scott Cooper (2:32 Min.)
  • Deutscher Trailer (2:27 Min.)
  • Trailershow
  • -Angel of Vengeance: Peppermint -Mile 22 -Wind River -Death Wish -The Foreigner -The Homesman -Jane Got a Gun
Mit knapp 80 Minuten Laufzeit bietet der Bonus-Bereich jede Menge interessanter Beiträge für Fans von Zusatzmaterial. Diese sollte jedoch der englischen Sprache mächtig sein, denn sämtliche Beiträge verfügen über keine Untertitel, weder englische, noch deutsche. Der Focus des Bonus-Materials liegt auf den drei Making Of Teilen, welche neben Infos zum Filmhintergrund und den Schauplätzen noch viele Interview-Schnipsel mit dem Regisseur, den Produzenten und Nebendarstellern bietet. Den drei Hauptdarstellern Bale, Study und Pike wird dann noch eine separate Interview-Sektion gewidmet. Hier werden die Interview-Fragen jedoch nur einmal kurz bei Beginn des Berichtes in einer Übersicht schriftlich eingeblendet. Da trotzdem innerhalb des Berichtes immer wieder kurze Schnitte vorhanden sind, wäre es vorteilhafter gewesen, die Fragen vor jedem Schnitt noch einmal einzublenden.

Fazit

Zuschauer erhalten mit Feinde – Hostiles ein packendes Drama, welches einen Teil der Geschichte Amerikas von seiner ungeschönten Seite zeigt. Dabei liegt der Focus des Films auf der Charakter-Entwicklung, welche die Protagonisten während des Krieges durchgemacht haben. Schonungslos werden dabei die Auswirkungen der Kriegserlebnisse dargestellt. Die technische Seite kann da leider nicht ganz mithalten, denn eine fehlende Tiefenschärfe und ein viel zu dunkles Bild, werden von einer sehr leisen deutschen Synchronisation begleitet. Dies ist sowohl bei der Blu-ray, als auch bei der 4K Ultra HD Version des Films der Fall. Vor allem in den vielen Nachtszenen fällt das dunkle Bild sehr negativ auf. Inhaltlich lässt die Geschichte aber wohl niemanden kalt und überzeugt vor allem durch das starke Schauspiel von Christian Bale, Wes Study und Rosamund Pike. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10
Die Kaufempfehlung der Feinde - Hostiles Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Chrono 509 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS PB-1000

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1 Bewertung(en) mit ø 3,75 Punkten
Feinde - Hostiles Blu-ray
Story
 
5.0
Bildqualität
 
4.0
Tonqualität
 
3.0
Extras
 
3.0

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