Wir hatten den Film gestern Abend in der Originalversion gesehen und diese war, obwohl in 2D angekündigt und auch vorbestellt, als 3D Version gezeigt worden. Zwar kann ich die negative Meinungen zur 3D Version ansatzweise nachvollziehen, aber ich persönlich gestehe, dass ich seit Avatar keine bessere Version eines 3D Filmes gesehen habe. Der Film war unglaublich scharf und und vor allem das mich störende "Flimmern" der zuletzt gesehenen 3D Filme war fast gar nicht mehr vorhanden. Der einigen Leuten negativ aufgefallene Soab-Effekt machte den Film für mich extrem "greifbar und plastisch". In meinen Augen Geschmackssache und die Geschmäcker sind nun einmal verschieden.
Ebenso kann ich mich gerade bei einigen hier verlinkten Kritiken nur vor Lachen schütteln, denn sie zeugen von einer offensichtlichen Unkenntnis der Kritiker, bei denen man nur noch Mitleid an den Tag legen kann. Das beste Beispiel hierfür ist in meinen Augen die Kritik von
Volker Robrahn.
Zitat:
Wir erfahren, dass Elijah Wood alias Frodo auch schon sechzig Jahre vor der Ringübergabe im Haus von Bilbo Beutlin ein und aus geht und fühlen uns prompt ebenfalls so richtig zuhause.
Hat dieser Volker Robrahn einen anderen Film gesehen als ich? Für mich begann der Film dort, wo auch schon "Die Gefährten" begann, bei Bilbos 111 Geburstag. Es wurden sogar identische Momente wie im Herr der Ringe genutzt, um den Film abzurunden. Sobald der Marker der Geschichte um 60 Jahre zurückschwenkt, ist auch von Frodo nichts mehr zu sehen.
Zitat:
... und damit sind wir dann endgültig in einem „Prequel“ angekommen, dass in dieser Hinsicht stark der nachgeschobenen „Star Wars“-Vorgeschichte ähnelt.
Eventuell sollte jemand Volker Robrahn einmal erklären, das Der Hobbit als so etwas wie die Vorgeschichte zum Herr der Ringe ist, auch wenn Peter Jackson sich erlaubte die Geschichten deutlicher miteinander zu Verweben, als es das Buch tat. Immerhin wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass es keine reine Verfilmung des Hobbits ist, sondern die Filme mit vielen Informationen aus den Anhängen zum Herr der Ringe und anderen Büchern aus Mittelerde erweitert wurde. Weiter werde ich auf dieses Werk am besten gar nicht mehr eingehen.
Aber rein auf das Buch gesehen, wo wir gerade schon einmal dabei sind, wurde bisher exakt das erste Drittel des Hobbits auf der Leinwand gezeigt, und dies wirklich sehr unterhaltsam. Schön finde ich dabei persönlich, dass Peter Jackson sich bei sich selbst bediente, um sowohl Konsistenz als auch Spannung zu erhöhen. So wurden, als Beispiel, die verfolgenden Wölfe aus dem (Kinder-)Buch zu den Wargs des Herr der Ringe verändert und mit ihnen ein weiterer Gegner eingeführt, den es meiner Erinnerung nach, im Buch so nicht gab. Dennoch, und gerade weil Szenen aus dem Buch wirklich wortwörtlich übernommen wurden, finde ich den geleisteten Spagat als überaus empfehlenswert.
Mich hat er, bis auf minimale Schwächen, abgeholt und wieder in das Mittelerde zurückgebracht, welches ich kennen und lieben gelernt habe. Vor allem das in den Bereichen Bildsprache und musikalische Untermalung die Brücke eindeutig ist, rechne ich dem Film hoch an. Somit freue ich mich schon auf die "deutsche" Version, die wir morgen sehen werden und gebe der Originalversion gute 9 von 10 Punkten.
@Omnicron
Da ich mit
deiner Kritik recht konform gehe verweise ich an dieser Stelle auf diese und Danke dir für deine Zeilen.
@jimmyfloyd
Star Wars war 1977. Wenn schon pöbeln, dann bitte richtig ;)
@xy78
Eventuell solltest du das Buch wirklich einmal lesen, denn deine Vorstellungen und Der Hobbit haben nicht viel miteinander zu tun :). Die Geschichte mit Bilbo und Gollum ist nur eine winzige Nebenhandlung aus dem Hobbit und zwar der Einstieg in den Herr der Ringe, aber genau darum geht es im Hobbit eigentlich nicht.