Der neue Statham hat mir trotz teils etwas gemischter Kritiken doch wieder ziemlich gut gefallen.
WILD CARD ist schwer in eine Schublade zu stecken, denn es ist kein richtiger Actionfilm, auch wenn er Actionszenen beinhaltet. Titelfigur Nick Wild ist Personenschützer und kennt die Schattenseite des Spielerparadieses sehr gut. Um an Geld zu kommen nimmt er Jobs aller Art an mit dem Ziel irgendwann man der Stadt den Rücken zu kehren um auf Korsika ein unbeschwertes Leben zu führen. Doch dann legt er sich mit der Mafia an und es kommt alles anders...
Man könnte jetzt meckern und sagen der Film weiß nicht was er sein will. Gangsterposse oder Actionfilm? Rachehthriller oder Mileustudie? Irgendwie ist von alles etwas dabei in diesem Cocktail. Der Streifen ist kurzweilig und bietet wegen der tollen Location genug Abwechslung. Dazu gibt es noch 2 toll inszenierte Actionszenen, die zwar alle erst am Ende kommen, dafür aber genau die richtige Härte haben.
Las Vegas als Kulisse gefällt mir wieder sehr gut, da man viele interessante und bekannte Orte wiederkennt. Generell kommt die Sogwirkung die diese Glitzermetropole auswirkt ziemlich gut rüber, denn auch unser Titelheld Nick Wild ist nicht gefeit vor den Verlockungen.
Jason Statham gibt hier wieder den toughen Typen, eine Rolle die ihn quasi auf den Leib geschnitten ist und mich immer noch sehr gut unterhält. Simon West inszeniert den Streifen schörkellos, man sollte aber wiegesagt jetzt hier keinen Actionfilme Marke "The Mechanic" erwarten.
Etwas schwächer als die letzten Statham-Filme, aber insgesamt würde ich mitFanbonus 8/10 Punkten vergeben. Ein Extended Cut ist hier imho aber definitiv nicht notwendig.