Zitat:
Zitat von Peter von Frosta;3429578
Um noch mal zum Film zurück zu kommen.
Es gab ja mehrere Dinge, die dem Film dann das Genick brachen. Das IMO schwerwiegenste war, das sich Hal mehr wie Guy Gardner benommen hat. Aber auch die Tatsache, das so viel in den Film gepackt werden musste.
Parellax, Hecktor Hammond, das Training auf OA, die Liebesgeschichte.
Man muss nicht immer eine komplette Origin bringen. Natürlich ist Green Lantern nicht soooo bekannt wie der Hulk, bei dem man das Origin noch im Vorspann abarbeiten kann. Aber wenn man das Origin z.B. nicht gezeigt hätte, dann hätte man sich z.B. mehr auf Parallax konzentrieren können. Aber IMO ist Parallax auch nix für den ersten Film, da hätte es gereicht von der gelben Verunreinigung und der Schwäche zu sprechen und darauf hinzudeuten, das da mehr dahintersteckt.
Hecktor Hammond passt hingegen perfekt in die Origin, sieht man z.B. auch im letzten Secret Origin Comic wie gut man das einbauen hätte können.
Und die art wie man Parallax dargestellt hat. Ach neeeee. Maaaaaan.
Das ist doch traurig. Bei einem Sequel sollte man sich wirklich auf einen Gegner konzentrieren, dem eine gute Origin und Charakteraufbau verpassen (Atrocious?) und dem Film eine klare Linie verpassen. Das wäre cool.
Der Film hatte eigentlich auch nicht wirklich mehr Zutaten zu verarbeiten, als ein durchschnittlicher Marvel-Film, aber dabei hat sich der Regisseur oder auch die AUtoren, oder von mir aus auch alle miteinander, komplett verzettelt!
Zum einen sind keine Doppelerklärungen in einem Film notwendig oder hilfrich.
QAnfangs hat man den Sprecher aus dem Off, der schon ziemlich tief in die Materie einsteigt, aber dann erfährt man es zusammen mit Hal Jordan im Verlauf des Films nochmal, dann zeigt man sein Verhältnis zur Frau seines Herzens und ebenfalls zu seinem Neffen. Damit soll ja Hals Problem mit Verantwortung etc. herausgestellt werden, aber dennoch wurde gerade seine Beziehung zu seinem Neffen nur ganz grob skizziert, weshalb es Hal nicht großartig geholfen hat eine, für den Zuschauer, erkennbare Tiefe zu entwickeln, dann Paralax, der komplett verheizt wurde und dann noch solche Fehler, wie die Tatsache, dass mehrere erfahrene Lanterns inklusive Sinestro keine Cahnce gegen Para hatten und Hal es dann letztlich allein packt und das obwohl er sich gerade entschieden hatte, dass er keine gute Lantern ist und diese Bürde weder haben will, noch ihr gerecht werden könnte.
Dann OA: Nahezu alles was man aus den Trailern kannte (mit ein paar wenigen Schnitten von Szenen auf der Erde, waren eben besagte Szenen mit dem Corps. Im Film ist OA aber vielleicht 10 Minuten zu sehen, während der Film ansonsten fast vollständig auf der Erde stattfindet und der besagte Endkampf hatte dann auch noch keinerlei Dramatik und doch eher biedere ideen mit der Energie des Kraftrings umzugehen, die mich zeitweise ein wenig an "Die Maske" erinnerten, oder die Loony Toons.
Letzteres finde ich nicht mal generell schlimm, aber wie gesagt ging dem Film letztlich durch die ganzen einzelnen aufgezählten Elemente so einiges flöten.
Die Zutaten ansich hätten einen großartigen Lantern-Film abgeben können (und ich oute mich auch als Sympathisant des Films), aber man hat sich bei der Umsetzung leider verhauen und dann noch unbedingt direkt den Bogen spannen müssen zum Sinestro-Corps-War. Das ging dann letztlich einfach auch noch zu schnell.
Teil 1 hätte sich viel mehr der Ausbildung von Hal widmen müssen und zwar nicht mit dem flachen Slapstick-Humor von Kilowog sondern ein wenig ernsthafter.
Zudem es der erste Superheldenfilm gewesen wäre, der dann überwiegend fern ab der Erde gespielt hätte und allein schon damit hätte der Film, vom Budget mal abgesehen ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dr Konkurrenz gehabt, welches ich als recht gewichtig ansehe...