Nun von den bislang gesehenen Serien hatten folgende einen richtig
guten Abschluß:
-
The Wire: Sehr runde Sache und ein grandioses
Finale für die beste Crime-Drama-Serie, die ich je gesehen
habe!
- Rome: Nach dem Fall von Cleopatra und der
Ernennung von Octavian zum Kaiser, war das Ende der Serie meines
Erachtens sehr gut gewählt, schließlich wären andere Kapitel der
römischen geschcihte weit weniger gut als Abschluß dieser Erzählung
geeignet.
- Star Trek - TNG: "Gestern heute morgen" war für
mich persönlich das erste Serienfinale, welches wirklich überzeugen
konnte. Betrachtet man zudem, dass TNG von grund auf eher
losgelöste Ereignisse schildert, wie auch TOS dies getan hat, ist
den Autoren ein genialer Kunstgriff gelungen, um mit dem im
Pilotfilm eingeführten Q den Kreis der Serie nach 7 Jahren zu
schließne. Dass die Folge selbst zudem eine der besten und
berührensten Folgen der Serie ist, tut sein übriges dazu.
- Star Trek - DS9: Das Ende beantwortet nicht alle
Fragen, aber die offenen stehenden entziehen sich letztlich auch
dem menschlichen Konzept von Zeit, wie die Propheten wohl sagen
würden:-) Mir hat die Aufteilung sehr gut gefallen, denn die
grundlegenden weltlichen Handlungsebenen wurden allesamt
abgeschlossen, leicht verwaschen durch die Aspekte, welche
religiöser/nichtmenschlicher Natur waren, sowie der Fortgang der
Geschichte des Sisko.
- Firefly/serenety: Leider wurde die Serie ja
bereits nach eine Mediumstaffel abgesetzt, doch die Chance den
möglichen Kinofilm so zu konzipieren, dass Nichtkenner, den Film
als solches geniesen können, während die Fans der Serie einen
versöhnlichen Abschluß präsentiert bekommen, fand ich schon recht
beeindruckend in seiner Umsetzung.
- BSG 2003: Battlestar galactica gehört für mich
zum Besten, was es an Serienunterhaltung überhaupt gibt. Aufgrund
der Form der Storyfortführung innerhalb der 4 Staffeln, wäre ein
konventionelles Ende mehr als unbefriedigend gewesen. Und das sich
der Kreis hin zu den ursprünglichsten Fragen beantwortet, ohne eine
definitive Antwort auf alles zu geben, fand ich im Falle von BSG
sehr passend und geschickt gewählt. Gleichzeitig vermittelt das
Finale wirklich das Gefühl von Abschied und dem Ende einer Reise
und dem Beginn einer neuen Epoche, welche letztlich in Mythologie
und Geschichte greift und einen recht esotherischen Kreislauf
zurücklässt. Ich verneige mich jedenfalls vor Ron Moore und seinen
Kollegen für dieses Werk! :pray:
- Star Trek Voyager: Die Serie hat ihr enormes
Potential kaum nutzen können. Zwar gefällt sie mir in ihrer
Gesamtheit mittlerweile ziemlich gut, doch obwohl von Anfang an
klar war, dass die Reise nach 7 Jahren endet, wirkte das
Serienfinale uninspiriert und erzwungen! Letzten Endes kein
Vergleich mit den beiden Vorgängerserien.
- Star Trek. Enterprise: Diese Serie stellt für
mich einen Zwiespalt dar. Zum einen finde ich, wurde nach einem
kleinen Tief in Staffel 2 die Serie mit das Beste, was bis auf BSG
zu diesem Zeitpunktz lief im Sci-Fi-Bereich. Gerade auch die Arcs
der Staffel 3 und natürlich die multiplen Mehrteiler in Staffel 4,
welche sich endlich eingehend mit Völkern und Begebenheiten von TOS
auseinandersetzt, haben mich nach der meines Erachtens sehr guten
1. Staffel völlig begeistert! Das Ende der Serie ist leider so eine
ache, denn es gibt eigentlich zwei!
Ende 1: Ist das offizielle Ende. Die letzte Folge wurde
nicht von Manny Coto kreiert sondern von den beiden Showrunnern und
wurde unabhängig vom Verlauf er 4. Satffel bereits im Vorfeld
geschrieben, um im Falle einer Absetzung ein Finale bieten zu
können. Leider passen die Geschehnisse so garnicht zu den
Entwicklungen innerhalb der 3. und 4. Staffel, gerade hinsichtlich
der Beziehung zwischen Trip und T´Pol. Wodurch das Ende nicht
einfach unbefriedigend ist, sondern in meinen Augen eine Frechheit
darstellt und gegenüber den übrigen Folgen extrem abfällt!
Ende 2: Die Folge davor zeigt die Auflösung eines
interessanten Handlungsstrangs der sich ebenfalls mit Trip und
T´Pol und einer zukünftigen Entwicklung bezüglich Interplanetarer
Beziehung auseinandersetzt, der wir letztlich auch die
ikonenhafteste Figur des Star trek Universums verdanken, nämlich
Spock selbst, zumindest in letzter Konsequenz. Diese Folge bildete
das geplante Staffelende und wäre aus meinem Empfinden heraus, ein
geigneteres Finale gewesen, als das offizielle, in dem die
Enterprise Crew um Archer letztlich halbe Statisten sind! Daher
ignoriere ich auch das offizielle Finale und höre mit dieser Folge
jedesmal auf, wenn ich mir die Serie mal wieder anschaue:)
Vollkommen grausam ist aber an aller erster Stelle das Ende von
Deadwood!
Die Serie endete mitten in der Handlung Ende der dritten Staffel
und wurde nicht wegen schlechter Quoten, sondern einzig aufgrund
des Habitus des Serienschöpfers eingestellt (tatsächlich versuchte
HBO mit Milch noch eine annehmbare Lösung für die Fans der
beliebten Serie zu finden, doch Milch setzte sich durch und drehte
"John from Cincinati" welche danach gründlich im Quotensumpf
unterging)