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Zitat von Landjunge;3418384
Klipp und klar: JA! Ich will Dialekte haben, Slangs, Akzente. Das birgt Autentizität. Ein Ire muss einen irischen Akzent haben, ein Brite einen britischen, Texaner haben ihren Südstaatenslang, Afroamerikaner haben ihren ganz eigenen Dialekt. Darauf würde ich im Leben nicht verzichten wollen und es nimmt etliches an Atmosphäre. In England beispielsweise gibt es so was gar nicht, das Filme synchronisiert werden.
Zitat:
Zitat von Landjunge;3418400
Ja, und bei denen beschwert sich keiner. Habe in Berlin schon LE HAVRE im OT mit deutschen UT geschaut, das funktioniert sehr gut und ich kann kein Wort französisch!
Kann man grob so vergleichen. Mit der Zeit erkennst du jeden Dialekt. Das war bei mir am Anfang auch nicht so, aber je länger du OT schaust, desto besser erkennst du alles!
Das sehe ich ganz genauso.
Wohl gemerkt schau ich zumindest Filme auch immer wieder gerne mit der Syncro, aber zum einen sind das teils Gewöhnungseffekte (markante Stimmen von Bruce Willis, Nicolas Cage oder eine erträgliche Stimme bei Arni) und zum anderen ist die Syncroqualität allein stimmlich bei Kinofilmen allgemein (Ausnahmen bestätigen die Regel) auf einem anderen Level, als das bei Serien der Fall ist.
Bei Serien schauen ich mir eigentlich alles seit Jahren nur noch auf Englisch an und höchsten beim zweiten Schauen mit der Frau oder im Falle von The Clone Wars mit Frau und Kind eben doch noch in Deutsch.
Bei Serien wie The Wire empfinde ich es aber im Nachgang als extrem Mau sie in Deutsch zu schauen, da die Authentizität aufgrund der ganzen Dialekte und Slangs enorm leidet, wenn diese wegfallen.
Da hörst Du mit geschlossenen Augen, ob es ein Schwarzer aus den Sozialblocks, der Straße oder dem Rathaus ist, ob es ein Ire, oder sonst was ist.
Das kann eine Syncro so niemals leisten und da das Baltimore-Mosaik und Mileustudie namens The Wire hier viele dieser Aspekte und Gruppierungen entsprechend beleuchtet, ist es bei entsprechenden Englischkenntnissen unverzichtbar für den ungefilterten Genuss.
Aber anfangs ist sowas wirklich mit Schulenglisch-Kenntnissen sehr sehr schwer zu verstehen, da man die unterschiedlichen Dialekte nicht nur kaum auseinanderhalten kann, sondern man so viele Dialoge akustisch nicht eindeutig versteht. Aber nach und nach wird das alles transparenter und dadurch auch intensiver.
Und unterm Strich lebe ich dann auch lieber mit der gefahr ab und an mal etwas nicht exakt zu verstehen...