Zitat:
Zitat von elchbert;3003773
@torsten1010: geht mir ähnlich. Genesis war ne geniale Band. Nach "A Trick of The Tail" gings rasant bergab. Noch ein kleines Hoch mit "Afterglow" und "And then there were three ...", danach nur noch langweilige Standartkost. Wie schade !
Aber auch nur im Vergleich zur Gabriel Ära Standard-Kost.
Natürlich hat sich Genesis in der Collins Ära dem Pop zugewandt, nur gab es damals eben auch noch anspruchsvollen Pop und nicht nur Massenverdummung.
Wenn ich an Abacap oder auch die extrem popige Invisible Touch denke, so waren das dennoch Sterntunden der Musikgeschichte, dann noch das Doppelalbum We can't dance:thumb:
Klar hatte Genesis unter Peter Gabriel einen anderen Status, da sie nunmal kein Mainstream waren und insgesmat auch deutlich sperriger, als zu späteren Zeitpunkten, aber ich persönlich sehe Genesis als eine der wenigen Speerspitzen der 80er, die vorteilhaft gealtert sind. Gutes Songwriting hingegen fand man in den 80ern gerade im Popbereich, der so vielfältig war, wie niemals danach und niemals zuvor.
Zudem auch andere Prog bzw. Art-Rock-Größen der 60er/70er in den 80er-Jahren einen ähnlichen Weg einschlugen.
Rush, Yes, ELP und eben Genesis....
Kann verstehen, wenn ein Fan der frühen Platten aber mit den Collins-Platten weniger anfangen konnte, dürfte doch ein ziemliches Kontrastprogramm gewesen sein. Ich für meinen Teil bin ein Kind der 80er und kannte die Band eben nur mit Phil Collins. Peter Gabriel war in meiner Wahrnehmung ein Solo-Künstler, da ich diese Verbindung erst später entdeckt habe. Musste mich entsprechend aber erst an die alten Genesisplatten wie Foxtrott etc. gewöhnen.
Wobei ich mich dennoch als Fan von "Calling All Stations" outen muss.
Die Platte war von der ein oder anderen "Single" fern ab vom Massenmarkt und wirkte auf mich teilweise deutlich stärker Roots-orientiert. Dabei war ich sogar anfangs entäuscht, aber die Platte wächst mit jedem Hörgang, sofern man mit den weniger kommerziellen Genesis-Platten zumindest was anfangen kann.