[FONT="]Das vor allem die Studios in Hollywood ihren größten Hits in regelmäßigen Abständen ein Facelift, sprich ein Remake, verpassen ist neben der Produktion aufeinander aufbauender Filmreihen ein alter Hut, auch wenn man aktuell der Meinung seien könnte, dass es zur Zeit einen Remake-Wahn gibt. Etwas neuer hingegen die Form, Remakes vom Trickfilm in den Realfilm zu verlegen, wie es Disney seit einigen Jahren äußerst erfolgreich praktiziert, sowie ein sogenanntes weibliches Reboot eines Films zu starten. Vorläufer solcher Filme war unter anderem die Action-Comedy „New York Taxi“ mit Jimmy Fallon, Jennifer Esposito und Rap-Kaiserin Queen Latifah. Diese weiblichen Reboots zeichnen sich dadurch aus, dass mehrere im Original von Männern gespielte signifikante Rollen nunmehr von weiblichen Darstellern übernommen werden. Diese Form von Remake liegt nun mit dem Film Ghostbusters aus dem Jahr 2016.[/FONT]
[FONT="]Inhalt:[/FONT]
[FONT="]Dreißig Jahre nachdem das Original die Welt im Sturm erobert hat, kommen die GHOSTBUSTERS zurück auf die große Leinwand - wiederbelebt für eine neue Generation. Regisseur Paul Feig kombiniert die altbewährten Methoden der Geisterbekämpfung, die das Franchise zum Kult gemacht haben, mit neuen Hauptcharakteren, gespielt von den witzigsten Schauspielern, die Hollywood derzeit zu bieten hat. Machen Sie sich bereit und schauen sie den GHOSTBUSTERS dabei zu, wie sie diesen Sommer die Welt retten! [/FONT]
[FONT="]Quelle: Amazon[/FONT]
[FONT="]Umsetzung:[/FONT]
[FONT="]Soviel also nun zur grauen Theorie. Entstanden ist ein durchaus gelungenes Remake, das aber nie den Charme und die Klasse der beiden Originale erreicht. [/FONT]
[FONT="]Aber der Reihe nach. Für die Regie konnte man Paul Feig gewinnen, der sich zu einer Art Haus- und Hofregisseur für Hauptdarstellerin Melissa McCarthy entwickelt. Er hatte bereits bei ihren Filmen „Brautalarm“, „Taffe Mädels“ und „Spy“ auf dem Regiestuhl gesessen. Da Feig auch sonst eher durch Komödien als durch Actionfilme in Erscheinung getreten ist, fallen die Actionsequenzen des Films auch eher sachte aus, haben dafür aber den einen oder anderen Lacher auf Ihrer Seite. Insgesamt ist die Regiearbeit Feigs wirklich gelungen, wenngleich ein Stück weit die „persönliche Handschrift“ fehlt. [/FONT]
[FONT="]Die Darstellung der 4 Ghostbusters wird wie oben beschrieben von 4 weiblichen Darstellern übernommen. Neben den beiden Comedy-Schwergewichten Melissa McCarthy (Gilmore Girls) und Kristen Wiig (Saturday Night Live) spielen mit Leslie Jones und Kate McKinnon zwei Darstellerinnen, die vor allem durch ihre regelmäßigen Auftritte bei Saturday Night Live in den USA Bekanntheit genissen. Hierzulande sind sie eher unbekannt. Trotzdem wirkt gerade das Spiel von Melissa McCarthy etwas „to much“ mitunter und vor allem Kate McKinnon stiehlt den Kolleginnen dank einiger lustiger Szenen und mit trockenem Humor ein Stück weit die Show. Neben dem Auftritt von Chris Hemsworth ist sie einer der Lichtblicke im Film. Der Australier nimmt sein eigenes Image und seine Rollen gekonnt aufs Korn und beweist perfekt, dass das „dumme Blondchen“ schon lange nicht mehr nur auf Frauen zutreffen kann. [/FONT]
[FONT="]Der Gegenspieler der Mädels bleibt den kompletten Film eher blass und unscheinbar. Es fehlt die gewisse charismatische Note. Lediglich als sein Geist vom Körper von Chris Hemsworths Charakter besessen ist, macht er etwas Spass. Hier ist einiges an Potential verloren gegangen. [/FONT]
[FONT="]In den Nebenrollen ist der Film recht gut besetzt. Vor allem Schauspiellegende Andy Garcia bleibt als Bürgermeister im Gedächtnis. Es gibt im Film auch zahlreiche Gastauftritte, unter anderem auch der nach dem Tod von Harold Ramis verbleibenden 3 Ur-Ghostbuster. Während das Cameo von Ernie Hudson noch recht gelungen ist, enttäuschen die von Dan Aykroyd und Bill Murray ziemlich. Weitere Gastauftritte gibt es unter anderem von Ozzy Osbourne und Sigourney Weaver. [/FONT]
[FONT="]Das Wichtigste im Film sind die Effekte und die natürlich die Geister. Hier hat man sich wirklich Mühe gegeben und neue Techniken sinnvoll eingesetzt. Bei der Vielzahl an Geistern gerade im Finale verliert man schnell mal den Überblick. Schade ist allerdings, dass die Auftritte der Kultgeister „Marshmallow-Man“ und Slimer recht kurz ausfallen und die beiden Figuren im Vergleich zu früher recht grimmig und verkniffen dargestellt sind. [/FONT]
[FONT="]Die Story als solche bietet ein solides Vehikel für die Damen um ihre Gags an den „Mann“ zu bringen und die Geisterszenen einzubauen. Sie fällt allerdings weder positiv noch negativ sonderlich ins Gewicht. [/FONT]
[FONT="]Fazit: [/FONT]
[FONT="]Ein Remake / Reboot der besseren Art. Die Darstellerinnen können durchaus überzeugen und auch die Effekte sind sehr gelungen. Etwas mau fällt jedoch die Story aus, was aber auch am blassen Gegenspieler der Heldinnen liegt. Chris Hemsworth beweist einmal mehr, dass er eben nicht nur Thor sein kann. Die Gastauftritte von Dan Aykroyd und vor allem von Bill Murray sind allerdings gelinde gesagt mager, fast schon unwürdig.
[FONT="]Ich war positiv überrascht und würde dem Strei[FONT="]fen 7/10 Punkten gebe[FONT="]n. [/FONT][/FONT][/FONT]
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