Thor: The Dark Kingdom 3D (Blu-ray 3D + Blu-ray) Blu-ray ReviewDer Marvel-Zug rollt unaufhaltsam weiter. Nach dem Megaerfolg von
Marvel’s The Avengers befinden wir uns bereits in der sogenannten zweiten Staffel der Marvel Comicverfilmungen, die ebenfalls wieder auf einen ähnlichen Höhepunkt zusteuern werden. Fans aus aller Welt hoffen das jedenfalls. Mit
Iron Man 3,
Thor – The Dark Kingdom,
Captain America 2 – The Return of the First Avenger und dem mit Spannung erwarteten
Guardians of the Galaxy sind die Weichen einmal mehr gestellt. Doch zuerst widmen wir uns
Thor 2, der nun auf Blu-ray vorliegt. Der sympathische Donnergott mit hartnäckigen familiären Problemen in Form seines Bruders Loki ist einmal mehr gefragt, die Welt zu retten. Wobei es ja eigentlich sogar neun Welten sind, die der Rettung bedürfen. Na dann schauen wir uns das mal an.
Story
Zwei Jahre sind bereits vergangen, seit sich Thor (C. Hemsworth) und Jane Foster (N. Portman) das letzte Mal gesehen haben. Während Jane bereits daran zweifelt, ob sie ihren geliebten Donnergott jemals wiedersehen wird, hat Thor ganz andere Probleme. Als Abgesandter der kosmischen Weltpolizei Asgard muss er den Frieden auf den neun Welten wiederherstellen. Doch ein Unheil von weit größerem Ausmaß bahnt sich an. Alle 5.000 Jahre entsteht eine so genannte Konvergenz zwischen den Welten. Das ist ein Ereignis, während dem die neun Welten praktisch den gleichen Raum einnehmen. Das wiederum ruft die bösen Dunkelelfen um ihren Anführer Malekith (C. Eccleston) auf den Plan, die mit Hilfe des mysteriösen Äthers das Universum im Handstreich erobern wollen. Brennpunkt der Ereignisse ist dabei natürlich das gute alte Midgard, und auch Jane nimmt durch Zufall eine entscheidende Rolle im bevorstehenden Weltuntergang ein.
Marvel-Superheldenverfilmungen, die im Avengers-Universum spielen, sind mittlerweile garantierte Blockbuster. Da ist auch Thors zweites Abenteuer keine Ausnahme. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von knapp einer halben Milliarde Dollar ist ein dritter Teil so gut wie sicher. Und warum auch nicht? Schließlich garantieren die Abenteuer um den Donnergott beste Unterhaltung – natürlich nur, wenn man sich auf die Eskapaden im Spannungsfeld zwischen Fantasy und Science-Fiction einlässt. Tatsache ist, dass der Fan hier wieder einmal die Vollbedienung aus Spezialeffekten, Action und einer Prise Humor serviert bekommt, die über so manche Storyschwäche hinwegtäuscht. Denn natürlich darf man hier kein Shakespeare erwarten. Das hat wohl auch Kenneth Branagh erkannt, der den Regiestuhl für Teil 2 an Alan Taylor weitergegeben hat.
Taylor konnte bei diversen Episoden für
Game of Thrones ausreichend Erfahrung im Fantasybereich sammeln und behält auch in dieser Effektorgie einen kühlen Kopf. Die Motivation der Dunkelelfen, bei denen der neunte Doctor Who Christopher Eccleston als Oberschurke agiert, bleibt dabei allerdings ebenso im Dunkeln. Sie sind einfach nur böse, weil sie eben böse sind. Da ist das schwarze Schaf aus Odins Sippschaft Loki, einmal mehr herausragend verkörpert von Tom Hiddleston, wesentlich facettenreicher. Kann Thor seinem Adoptivbruder trauen oder verfolgt er seine eigene Agenda. Natalie Portman als Physikerin Dr. Jane Foster kann sich in diesem Spektakel leider nur bedingt entfalten. Für große Schauspielkunst bleibt einfach keine Zeit, doch als Plotkatalysator macht sie dennoch eine gute Figur. Das gilt freilich auch für Chris Hemsworth, der seinen Thor nicht mehr ganz so tumb anlegt, wie noch in Teil 1. Die vergangenen Ereignisse haben ihn besonnener und nachdenklicher gemacht. Zwischen den Ansprüchen seines Übervaters Odin und den undurchschaubaren Plänen seines Bruders sucht er nach wie vor nach einem Platz in der Welt. Vielleicht findet er ihn ja an der Seite seiner großen Liebe und seinen neuen Kampfgefährten von den Avengers? Wie bei allen Marvel-Verfilmungen sollte man im Übrigen auch hier wieder bis nach dem Abspann sitzen bleiben.
Bildqualität
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herausragende Schärfe und Detailzeichnung
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ausgewogene Kontraste
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toller Schwarzwert
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auch in den zahlreichen dunklen Szenen bleibt das Bild immer transparent
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kein Filmkorn erkennbar
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je nach Umgebung teils verfremdete Farbgebung (z. B. auf der „Dark World“ Svartalfheim monochromes grün-braun)
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keine Kompressionsartefakte oder sonstige Beeinträchtigungen erkennbar
Der Transfer in 2D ist schlicht und ergreifend perfekt gelungen. Teilweise strotzen die Szenen nur so vor Details, die man gar nicht alle erfassen kann. So muss es sein.
Bild 3D
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Schärfe und Detailzeichnung bleiben erhalten
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im Vergleich leicht dunkler als die 2D-Version
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durchgängig räumliche Darstellung
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saubere Staffelung der Tiefenebenen
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keine Pop-Outs
Der 3D-Transfer ist gelungen. Die räumliche Darstellung bleibt zu jeder Zeit natürlich, verzichtet aber auf spektakuläre Effekte. Zwar wird hier nicht ganz die Brillanz der 2D-Version erreicht, da die Helligkeit in dunklen Szenen leicht abfällt.
Thor 2 ist in dieser Hinsicht aber immer noch deutlich besser als
Iron Man 3 oder
The Amazing Spider-Man.
Tonqualität
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Deutsch DTS-HD High Resolution Audio 5.1
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Dialoge auch in Actionszenen immer klar verständlich
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räumliche Abmischung
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beständige Einbindung der Surroundkanäle
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klar ortbare Surroundeffekte
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präziser, trockener Tiefbass, der das Sofa zum Wackeln bringt
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ausgeprägte Dynamik
Schon der deutsche HD-Ton rüttelt an der Referenzmarke. Wer sich jedoch den englischen Originalton in 7.1 anhört merkt, dass es noch ein wenig besser geht.
Ausstattung
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Marvel One-Shot: Der Mandarin (ca. 14 Min.)
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Eine Reise von Brüdern: Thor und Loki (ca. 15 Min.)
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Der Soundtrack für Thor: The Dark Kingdom von Brian Tyler
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Zusätzliche und erweiterte Szenen (6 Stk.)
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Pannen vom Dreh (ca. 4 Min.)
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Vorschau: The Return of the First Avenger (ca. 4 Min.)
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Audiokommentar mit Alan Taylor, Kevin Feige (Produzent), Tom Hiddleston, Kramer Morgenthau (Kamera)
Jeder Comicfan, der mit der Interpretation des Mandarin in
Iron Man 3 unzufrieden war, sollte sich unbedingt den Kurzfilm anschauen. Überraschungen sind hier garantiert. Wer im Marvel-Filmuniversum up-to-date bleiben möchte, darf auch die Vorschau zu
Captain America 2 nicht verpassen. Der restliche Content ist mehr oder weniger business as usual. Ganz interessant, aber auch nicht gerade sehr tiefschürfend. Alle Extras liegen in HD vor.
Fazit
Technisch bewegt sich die vorliegende Blu-ray zu „Thor – The Dark Kingdom“ auf allerhöchstem Niveau. Sowohl Bild als auch Ton reizen das hochauflösende Medium fast vollständig aus. Besonders positiv stechen das zweidimensionale Bild und der deutsche Ton heraus, aber auch die 3D-Version darf man als durchweg gelungen bezeichnen. In den Extras ist hauptsächlich der Kurzfilm über den Mandarin absolutes Pflichtprogramm.
Das zweite Soloabenteuer des Donnergottes ist beste Unterhaltung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Story bleibt zwar recht oberflächlich, sorgt aber für mächtig Radau im Heimkino und den einen oder anderen Lacher. Wer mit den Marvel-Verfilmungen bis jetzt nichts anfangen konnte, wird auch mit dieser neuesten Inkarnation nicht warm werden. Alle anderen freuen sich auf knapp zwei Stunden beste Popcorn-Unterhaltung.
Kurzbewertungen:
Story: 7/10
Bild 2D: 10/10
Bild 3D: 8/10
Ton: 9/10
Extras: 6/10
Gesamt*: 8/10
*In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.Kaufempfehlung: 8/10
Die Kaufempfehlung der Thor: The Dark Kingdom Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.Testgeräte:
TV: Panasonic TX-P55VT50E (55“) (kalibriert)
BDP: Panasonic DMR-BST735
AVR: Pioneer SC-LX56
Boxen: B&W 803S (Main), Boston A26 (Front-Wide, Surround), Teufel M-500 (Back-Surround)