Weil das respektlos gegenüber der Vorlage ist und weil man damit auch Dinge verwirft die den Stoff überhaupt zum Erfolg gemacht haben.
Alles umzukrämpeln ist nie gut, deswegen polarisieren nicht selten Reboots und schaffen sich Feinde.
Nehmen wir Bond, die neue Reihe hat nichts mit den alten Filmen gemein, nichts.
Und nicht wenige haben berechtigterweise damit ein Problem.
Nimmt man alles weg was so eine Reihe oder einen Film ausmachte, was berechtigt ihn überhaupt noch den Titel zu tragen ?
Zudem ist es nicht Sinn der Sache ein Remake zu machen das so schlecht ist damit alle merken wie gut das Original ist.
Das kann keiner absichtlich machen, man sollte immer bestrebt sein ein möglichst gutes Produkt abzuliefern.
Da das zu selten ist, sind auch so viele Remakes für die Tonne.
Z.B. Ben Hur.
Klar ein Filmklassiker, aber das moderne Kino funktioniert anders, ist dynamischer und bietet genug tolle Möglichkeiten.
Wie soetwas aussehen kann zeigte Scotts Wiederbelebung Gladiator.
Also was machte man, ein Remake.
Aber kein Epos mit einem Meisterregisseur und enialen Darstellern, einem niederstreckenden Soundtrack und einem begnadeten Kameramann.
Sondern eine billige, völlig fehlbesetzte TV Verfilmung unter Federführung von Pro7.
Klar ein Extrambeispiel, aber so sollte man es NICHT machen.
Das ist ja der Punkt den ich ansprach, ein Remake sollte neue Wege gehen und nicht stumpf das Original wiederholen.
Aber das ist nur eine Seite der Medaille.
Es muss auch gewisse Aspekte des Originals übernehmen oder verändern.
Es ist eine gewisse Ballance, ähnlich auch bei einem guten Sequel.
Schlechtes Sequel Higlander 2, da nichts mehr mit dem Original gemein, gutes Sequel Alliens, da anders aber respektvoll vor dem Original und nicht völlig gegensätzlich.
Ich gehöre zu den Leuten die oft mit nichts ihren Frieden finden.
Das Original ist technisch veraltet, hat aber Atmosphäre, Charakter.
Das Remake ist schöner gefilmt, hat einen strafferen Aufbau und bringt die Handlung mehr auf den Punkt, ist aber etwas seelenlos, ihm fehlt der Charme und das Original hat es einfach geschafft eine richtige Atmosphäre zu erzeugen die dem Remake gänzlich fehlt.
Aber das muss doch nicht so sein ?
Heutige Filme müssen nicht diese Mängel haben.
Wenn das Robocop Remake genau diese Überspitzung und den Zynissmus des Originals zeigt, geht es aber wiederum keine neuen Wege sondern wiederholt einfach nur.
Du wirst mir jetzt sicher entgegnen das es dann wiederum, wenn das fehlt, das Original mit Füßen tritt, da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Wo zieht man die Grenze.
Aber die Gesellschafftskritik funktioniert anders auch, vlt. besser, wenn eine Dytropie gezeigt wird.
Das Original war vom Design, den Sets, der Welt nicht gerade futuristisch, alles sah sehr vertraut aus(lustigerweise manches aus heutiger Sicht veraltet).
Eine regnerische Megacity im Remake mit Slums würde da vlt auch funktionieren.
So wie in Judge Dredd, nur ernsthafter, ohne die Trashelemente und etwas in Richtung Blade Runner.