Enemy - Review

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25. Oktober 2014
Enemy basiert auf dem portugiesischen Bestseller "Der Doppelgänger" (Ot: O Homem Duplicado) von José Saramago aus dem Jahre 2002. Nach "Prisoners" ist dies die zweite Zusammenarbeit von Regisseur Denis Villeneuve und dem Hauptdarsteller Jake Gyllenhaal.

Adam Bell (Jake Gyllenhaal) ist ein antriebs­loser Geschichtslehrer, der von seinem Leben total gelangweilt ist, da es nur denselben Ablauf gibt: Unterricht, sein schäbiges Hochhaus Apartment und den lieblosen Sex mit Freundin Mary (Mélanie Laurent). In einem Gespräch mit einem Kollegen wird ihm ein Film "lustiger Film" empfohlen, den er sich dann leiht und anschaut.
Dort sieht er einen Mann, der ihm aufs Haar zu gleichen scheint.
Adam fasst den Entschluss ihn aufzuspüren was ihm auch über dessen Agentur gelingt.
Er beobachtet den mysteriösen Fremden und findet einige Dinge heraus: Der Name des Mannes ist Anthony St. Claire und sein Aussehen gleich ihm wirklich exakt, selbst seine Stimme klingt wie die von Adam. Als Adam schließlich den persönlichen kontakt zu Anthony aufnimmt, setzt dieses unerwartete und bizarre Entwicklungen in Gang...

Dieser Film machte mich nach dem Ende sprachlos...
Bizarr, verstörrend und total surreal...
Das in vielen gelbstichigen Bildern eingefangene Toronto wirkt wie eine triste, schwüle Großstadthölle. Unglaublich, SO einen Film habe ich schon lange nicht mehr gesehen! Die Schlusseinstellung dieses abgründigen Doppelgänger Thrillers oder wie man es nennen soll bietet nach den 90 Minuten keine Erklärung, sondern eine Menge Raum für Interpretation, und dafür bietet die gezeigte Symbolik im Film genug Platz. Psychodrama, Mystery, Thriller oder Horrortrip, den Film kann man schlecht in ein Genre stecken, was man aber sagen kann ist; Dies ist kein Film für die Masse!
Wer David Lynch Filme mag wird hier auch gefallen finden! Dessen frühere Lebens­ge­fährtin und "Blue Velvet" Star Isabella Rossel­lini hat im Film auch einen Kurz­auf­tritt als Adam´s Mutter.

Kommentare

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Ein Film soll bei mir in erster Linie eines: gut unterhalten!

Hat "Enemy" das geschafft?

Nein!

"Schräge Filme" hin oder her, "Anspruch" gut und schön, "Kopfkino" meinetwegen auch... Ich bin "Arthouse" durchaus zugetan und habe schon viele aus der Reihe gesehen und auch z. T. in der Sammlung - aber was sollte denn die ganze Geschichte bitte!?!?!

Der Einstieg ist absolut abstrakt und führt einen in keine Richtung. Die Handlung wirr und das Handeln der Protagonisten wenig nachvollziehbar. Die Endeinstellung nach dem Motto "Nun nochmal was waaahnsinnig künstlerisches und anspruchsvolles" dahingerotzt!

Das Steelbook sieht echt gut aus - leider ist nur ein (wenn überhaupt) mittelmäßiger Film drin!
NX-01
24.11.2014 um 14:59
von NX-01
#11
Dein intensiver Einblick weckt Interesse! Wenn ich es auch mit Spinnen nicht unbedingt habe, so muss der wohl mal angesehen werden. Wobei man dann wohl in spezieller Laune sein muss, um sich den möglichen Optionen die der Film einem wohl eröffnet auch hinzugeben *g* Klingt interessant, vielschichtig und sonderbar!!
Danke!
MoeMents
26.10.2014 um 22:06
#10
"Angespornt" durch Deinen Blog habe ich den Film nun gestern in Augenschein genommen - und war schwer beeindruckt! Grandiose Bilder gepaart mit exzellentem Schauspiel Gyllenhaal. Dazu eine Story, die derart vielschichtig und interpretationsoffen ist, dass es eine wahre Freude ist - dennoch aber, zumindest bei geradliniger Betrachtung eine einigermaßen "logische" Auflösung fundbar macht. Dazu ist die inszenatorische Kraft und die Wahl der Einstellungen zu loben. "Dunkles Kunstkino" im besten Sinne - und wirklich in "bester Tradition" zu den Filmen des offenkundigen Vorbildes David Lynch - einzig die Düsternis und Bedrohlichkeit, die den Bilderlandschaften eines David Lynch innewohnt, wird hier für meinen Geschmack nicht erreicht. Dies ist aber kein wirklicher Kritikpunkt, denn der Film versteht sich ja nicht als "Lynch-Plagiat" und steht für sich allein. Besonders fasziniert hat mich die konsequente Fixierung auf das "Spinnen-Motiv", dessen visuelle Einbettung grandios war.
Für mich tatsächlich einer der besten Filme seit langem - man muss sich eben nur darauf einlassen (und wird noch lange gedanklich "daran rumarbeiten"). Außerdem ein Film zum "mehrmals ansehen" :-).
Cineast aka Filmnerd
26.10.2014 um 12:44
#9
Ja das Arthouse Kino spricht nicht jeden an.
prediii
25.10.2014 um 23:13
#8
Ich hatte nach dem Film das Gefühl, warum hast du dir diesen Mist eigentlich angesehen?
Auch hatte ich Mühe ihn mir bis zum Ende anzusehen.
Einige werden denken , der ist zu blöd und hat den Film nicht verstanden.
Mag sein , aber ich würde in keinster Weise unterhalten noch geängstigt oder
gar zum nachdenken angeregt.
Mein persönliches Fazit, zum Glück nur ausgeliehen.
Woktown
25.10.2014 um 23:01
#7
Der Anfang des Films hat mich irgendwie total an die Anfagssequenz von "Melancholia" erinnert.
prediii
25.10.2014 um 22:08
#6
Interessantes Review zu einem Film, den ich auch noch unbedingt sehen möchte. Mir gefällt diese Doppelgängertehmatik sehr und ich bion einmal gespannt, ob er mir auch gefällt.
Merci für diesen Blog!!
Charlys Tante
25.10.2014 um 19:54
#5
Ich war von der Schlussszene zunächst ziemlich geschockt. Ich glaube den Film verstanden zu haben, auch wenn der besagte Schluss für allerhand Diskussionsstoff sorgt. Mir hat der Film sehr gut gefallen. Vielen Dank für dein Review.
OssiKalle
25.10.2014 um 16:32
#4
ich hab den Film gekauft weil ich Mr Gyllenhaal mag.
Aber ich glaube ich bin zu dumm für diesen Streifen...
Ich habe ihn keinen Meter verstanden..
neobluray
25.10.2014 um 15:30
#3
War sehr angetan von dem Streifen und habe auch von einem "Cronenberg" oder ähnlich gelesen, dessen Filme sollen auch eine ähnliche Machart haben.
prediii
25.10.2014 um 14:23
#2
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