bewertet am 22.10.2026 um 15:51
Bei A24 bin ich immer besonders gespannt, denn auch wenn mich längst nicht alle Filme des Independent-Labels überzeugen können, haben selbst die schwächeren Werke oft interessante Ideen zu bieten. Das trifft definitiv auch auf Eternity zu, denn die Grundidee ist ausgesprochen spannend und erinnert stellenweise an Pixars Soul, während sie gleichzeitig einige interessante Fragen über Liebe, Verlust und die eigene Vorstellung vom perfekten Leben aufwirft. Leider konnte mich der Film trotz dieses vielversprechenden Konzepts am Ende nicht vollständig überzeugen, was angesichts des vorhandenen Potenzials durchaus schade ist. Mein grösstes Problem war die Chemie zwischen den drei Hauptdarstellern, die für meinen Geschmack nicht stark genug war, um die emotionale Geschichte wirklich zu tragen. Dabei sind alle drei Schauspieler für sich genommen überzeugend, doch zwischen ihnen wollte der entscheidende Funke einfach nicht überspringen. Auch Joans grosses Dilemma empfand ich letztlich als weniger spannend, als der Film es gerne dargestellt hätte, da für mich bereits nach kurzer Überlegung feststand, wie ich mich an ihrer Stelle entscheiden würde. Dadurch wirkte der Umweg, den der Film bis zu seiner letztendlichen Entscheidung nimmt, stellenweise unnötig kompliziert und etwas in die Länge gezogen. Auf der anderen Seite hat Eternity durchaus einiges zu bieten, insbesondere die kreativen Einfälle, den humorvollen Ton und das fantasievolle Setting, was immer wieder für unterhaltsame Momente sorgt. Ein besonderes Highlight war für mich Da’Vine Joy Randolph, die in ihrer Nebenrolle mit einigen gelungenen Gags für zusätzliche Leichtigkeit sorgt. Am Ende ist Eternity für mich eine solide romantische Komödie mit einer wirklich starken Ausgangsidee, die mich emotional allerdings nicht so erreichen konnte, wie sie es mit etwas mehr Chemie und erzählerischer Konsequenz durchaus hätte schaffen können.
Player:
Panasonic DP-UB824EGK
Darstellung:
LG OLED77CX
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