In einer dystopischen USA der nahen Zukunft ist die Arbeitslosigkeit auf unter ein Prozent gesunken. Die Lösung der Regierung für gesellschaftlichen Frust? Die jährliche „Purge“. Zwölf Stunden lang sind alle Verbrechen, inklusive Mord, legal.
Regisseur James DeMonaco inszeniert dieses radikale Szenario nicht als globalen Actionfilm, sondern als beklemmenden Home-Invasion-Thriller, der ohne jegliche Längen direkt an die moralischen Abgründe unserer Leistungsgesellschaft führt.
Ethan Hawke glänzt als James Sandin, ein wohlhabender Verkäufer von High-Tech-Sicherheitssystemen. Er profitiert direkt von der Angst der Menschen. Doch als sein Sohn Mitleid zeigt und einem blutenden Fremden Zuflucht im verbarrikadierten Luxushaus gewährt, bricht die Hölle los. Eine Gruppe wohlhabender, maskierter Purger belagert das Anwesen und fordert die Herausgabe des Opfers.
Hier entfaltet der Film seine Sozialkritik: Die Gewalt ist kein zufälliges Chaos, sondern ein systematisches Werkzeug. Die „Säuberung“ dient der Oberschicht dazu, die Armen und Schwachen – jene, die sich keine teuren Schutzsysteme leisten können – gezielt zu eliminieren. Es ist eine mörderische Umverteilung von unten nach oben, getarnt als kathartische Reinigung für das Vaterland.
Die dichte Atmosphäre im verfinsterten Haus sorgt für nervenzerreißende Spannung. DeMonaco verzichtet auf unnötiges Vorgeplänkel und wirft das Publikum direkt in ein ethisches Dilemma: Ist das eigene Überleben den Tod eines Unschuldigen wert? The Purge ist ein kompromissloser, brutaler Spiegel der Gegenwart. Er zeigt auf erschreckende Weise, wie dünn die Decke der Zivilisation ist, wenn der Staat die Brutalität legalisiert und Mitgefühl zur Schwäche erklärt. Ein meisterhafter, finsterer Albtraum, der lange nachwirkt.
Das Bild ist gestochen scharf, zeigt jede Hautpore der Protagonisten, etwas kühlere Farben und bietet satte schwarzwerte ohne Detailverlust in dunklen Szenen. HDR sorgt für schöne Farbverläufe und Highlights wie metallische Gegenstände oder helle Lampen. Filmkorn ist fein aufgelöst und sorgt für ein filmisches Bild.
Der deutsche DTS;X Ton steht dem in nichts nach. Dialoge kommen präzise und sauber aus dem Center, der Subwoofer sorgt immer wieder mal für den nötigen Druck in den spannenden Szenen und auch der Score verteilt sich schön im Raum. Auch die Deckenlautsprecher werden sehr aktiv zum Beispiel beim Countdown zum Purge oder wenn die Sicherheits-Rolläden heruntergefahren werden.
Ein kleines Extra gibts nur auf der beiliegenden Blu Ray.
Der Film hält sich inhaltlich an die Spielvorlage und schließt die Lücke zwischen den Spielen „Red Faction: Guerrilla“ (2009) und „Red Faction: Armageddon“ (2011).
Die Besetzung ist passend und die Geschichte größtenteils spannend. Leider krankt die Inszenierung an zu viel Dialoglastigkeit, was den Film oft ausbremst. Wäre das nicht der Fall, wäre der Film richtig gut. So ist er leider nur Mittelmaß.
Bild
Das Bild hat eine ordentliche Schärfe, Details sind gut erkennbar. Die digitalen Effekte und Raumschiffe sind allerdings weniger detailliert als bei großen Kinoproduktionen. Die Farben sind kräftig. In sehr dunklen Passagen fehlt es manchmal an Tiefe. Schwarztöne tendieren eher zu einem sehr dunklen Grau.
Ton
Der deutsche Ton liegt in Deutsch DTS-HD MA 5.1 vor und nutzt die Surround-Kanäle solide aus. Dialoge sind jeder Zeit gut zu verstehen.
Bonusmaterial ist knapp. Das 8-minütige Making-of ist interessant, aber zu kurz.
Fazit: Brauchbare Sci-Fi-Kost, die sich aber selber ausbremst. Wer die Spiele kennt, hat noch mehr Freude beim schauen.
Ich würde den Film wahrscheinlich jedem empfehlen, der sich einfach nur entspannen und einen Film zum Abschalten anmachen möchte. Es ist ein schneller, unkomplizierter Film, den man sich auch gut noch einmal ansehen kann.
– Ich glaube, das ist genau das, was man einen Feel-Good-Film nennt.
Mir hat der 2004 entstandene „Monster-Action-Film“ immer schon gefallen. Er vermischt gekonnt die Universal-Monster aus der S/W-Zeit mit moderner Action und Ausstattung. Ich mag das düstere Setting Transilvaniens mit seinen alten Bauten, dem dunklen Himmel, dem schaurig schönen Schloss Frankensteins/Draculas, der Beginn der Industrialisierung und eben auch die toll inszenierte Over-the-Top-Action.
Hugh Jackman spielt Helsing sehr cool und Kate Beckinsale gibt den lasziven weiblichen Part.
Tolle sowie simple Hollywood-Action vor düsterer Kulisse.
Das 4K Bild ist toll. Obwohl nur ein 2K DI macht es dennoch was her. Klar, Detailvorteile gegenüber der BR halten sich in Grenzen, dafür hat der Kontrast und die Farben dank HDR einen Mehrwert. Alles wirkt plastischer. Sehr gut haben mir die vielen Spitzlichter gefallen: egal ob helle Fackeln, Funken aus Maschinen oder Highlights wie bunte Blitze von Frankensteins Maschinen - alles strahlt sehr hell. Feines Filmkorn lässt sich immer wieder ausmachen, stört aber niemals. Die Farbpalette reicht von warm in gut ausgeleuchteten Szenen bis kühl in dunkler Umgebung. Der Schwarzwert ist satt, verschluckt aber auch ab und an Details im Schatten und dunklen Szenen.
Nichtsdestotrotz lohnt sich das Upgrade zur UHD.
Vom DTS: X Ton habe ich mir etwas mehr erwartet. Nicht falsch verstehen, auf der 2D Ebene ist er sehr dynamisch und laut eingepegelt, bietet viele tolle direktionale Effekte, einen potenten Einsatz des Subwoofers und gut verständliche Dialoge. Leider haben die oberen Lautsprecher für den 3D Ton wenig bis gar nichts zu tun, obwohl es die Actionszenen sehr oft hergeben würden.
Immerhin ist die 2D Soundebene Top.
Eine Gruppe von Jugendlichen beziehungsweise unerfahrenen Charakteren wird in eine militärische Situation hineingezogen und muss sich plötzlich mit einer Realität auseinandersetzen, die deutlich brutaler ist als alles, was sie vorher kannten.
Ein großes Problem ist die Handlung. Viele Situationen wirken so, als würde man sie aus zahlreichen anderen Actionfilmen bereits kennen. Statt die Charaktere wirklich ausführlich aufzubauen und ihre Entwicklung glaubwürdig zu zeigen, geht der Film häufig schnell zum nächsten Actionmoment über.
Auch die Charaktere konnten mich nicht vollständig überzeugen. Einige Figuren haben durchaus interessante Ansätze, bleiben letztendlich aber relativ stereotyp. Der harte Anführer, der unerfahrene Kämpfer, der schwierige Charakter und die verschiedenen Konflikte innerhalb der Gruppe sind grundsätzlich nichts Schlechtes. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Figuren mehr Persönlichkeit bekommen.
Immerhin können die Actionsequenzen ein wenig überzeugen. Hier kann der Film zumindest zeitweise unterhalten. Es gibt einige Szenen, in denen ordentlich Bewegung entsteht und das Geschehen deutlich intensiver wirkt. Allerdings fehlt auch diesen Szenen teilweise die besondere Inszenierung, die den Film aus der Masse ähnlicher Produktionen herausheben könnte.
Die Atmosphäre ist zwiespältig. Teilweise schafft es der Film durchaus, eine gewisse Härte und Gefahr zu vermitteln. Gerade die militärische Umgebung und die verschiedenen Bedrohungen sorgen dafür, dass eine grundsätzlich passende Stimmung entsteht. Gleichzeitig wirkt die Inszenierung an manchen Stellen etwas billig oder unausgereift. Dadurch wird die Atmosphäre immer wieder gebremst. Mir kam es vor, als würde ich gerade einen eher durchschnittlichen Actionfilm sehen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Tempo. Der Film hat zwar keine großen Probleme damit, überhaupt etwas passieren zu lassen, aber die Gewichtung der einzelnen Szenen funktioniert für mich nicht immer. Stattdessen gibt es immer wieder Phasen, in denen mein Interesse deutlich nachgelassen hat.
Was ich dem Film zugutehalten muss, ist, dass er sich nicht komplett ernst nimmt und zumindest versucht, ein klassisches Actionfilm Gefühl zu vermitteln. Man kann ihn durchaus nebenbei anschauen, und es gibt genügend Szenen, die für ein gewisses Maß an Unterhaltung sorgen. Wenn man seine Erwartungen entsprechend niedrig hält, kann Soldier Boyz deshalb durchaus funktionieren.
Am Ende bleibt für mich deshalb ein eher durchschnittlicher Actionfilm, den man einmal anschauen kann, den ich aber nicht unbedingt weiterempfehlen würde. Es gibt einige brauchbare Actionmomente und eine interessante Ausgangslage. Für einen anspruchslosen Actionabend mag er gerade noch funktionieren, zu mehr reicht es aber nicht.
Gesehen im HD TV.
Ich bin großer Fan der Reihe und jetzt weiß ich auch wieder, weshalb der Titel nicht ganz so oft wie die anderen Teile bei uns im Player rotieren durfte…
„Ice Age 4 – Voll verschoben“ ist der vierte Teil der eiszeitlichen Reihe und erweist sich im direkten Vergleich als der bis dahin schwächste Ableger des Franchise.
Das größte Manko des Films liegt in seiner Erzählung. Das Abenteuer auf hoher See rund um die Kontinentalverschiebung ist einfach nicht mehr wirklich spannend. Die Handlung fühlt sich streckenweise erzwungen an, da das bewährte Konzept der Vorgänger ohne echte Innovationen wiederholt wird. Zudem ist nicht jede neue Figur gelungen. Während Sids exzentrische Oma für einige Lacher sorgt, bleiben die gegnerischen Urzeit-Piraten rund um Kapitän Utan seltsam blass und klischeehaft. Sie überladen das ohnehin schon sehr große Figurenensemble, ohne der Story echte Tiefe zu verleihen.
Trotz dieser erzählerischen Schwächen bleibt das Animationsabenteuer immer noch unterhaltsam. Das Herzstück der Reihe, die Dynamik zwischen Mammut Manny, Faultier Sid und Säbelzahntiger Diego, funktioniert weiterhin gut genug, um den Zuschauer bei Laune zu halten. Ein großer Pluspunkt sind zudem die Animationen, die gewohnt gut ausgearbeitet sind… auch wenn der Zahn der Zeit zu nagen beginnt. Die Darstellung des tosenden Ozeans, der massiven Eisberge und der feinen Fellstrukturen ist dennoch optisch auf einem handwerklich absolut hohen Niveau.
Am Ende bleibt „Ice Age 4 – Voll verschoben“ ein absolut familienfreundlicher Film, der vor allem für ein jüngeres Publikum bestens funktioniert. Kinder werden an den bunten Bildern, dem hohen Tempo und Scrats ewiger Jagd nach der Eichel ihre Freude haben. Kein Meilenstein der Reihe, aber eine solide Wahl für den nächsten gemeinsamen Heimkino-Nachmittag.
Bild und Ton können auch heute noch richtig überzeugen.
Für Interessierte gibts auch noch eine handvoll Bonusmaterial zu sichten.
Gerade ist der HORLA durch mein Wohnzimmer gerauscht und ich kann es nicht anders sagen: ich bin begeistert von dieser VÖ von Wicked Vision.
Nicht nur, daß dieser Vincent-Price-Klassiker in phantastischer Bildqualität daherkommt (Technicolor at it´s best und eine Bildschärfe, die man sonst nur von 4K-Abtastungen von Filmen dieses Alters kennt kennt), sondern auch durch eine mehr als solide Besetzung: Price in Top-Form in der Hauptrolle und Nebendarsteller und -innen, die so solide spielen, wie man es von Titeln dieser Dekade gut kennt.
Und allein das einstündige Interview mit Vinvent Price im "Bonus"-Teil, auch wenn es logischerweise schon viele Jahre auf dem Buckel hat, sind hier ein weiterer Pluspunkt.
Klare Kaufempfehlung, Nein: Eher Kaufaufforderung an Alle, die mit dieser Art von Filmen glücklich sind.
Ich muss vorausschicken, dass ich mir die bisher erhältliche Blu-ray von Constantin nie angeschafft habe - zumal diese für ihre schlechte Bildqualität berüchtigt war. Vergleiche anstellen kann ich deshalb lediglich mit der deutschsprachigen DVD von Constantin und der englischsprachigen Blu-ray von Miramax.
Was man leider vorausschicken muss: Keine (!) mir bisher bekannte Heimkino-Veröffentlichung von "Hero" bietet eine wirklich vollumfänglich zufriedenstellende Bildqualität, die dem nahe kommt, an was ich mich von der damaligen Kinoauswertung her zu erinnern glaube! Die beiden Grundprobleme sind dabei immer dieselben: Eine absolut enttäuschende (!) Schärfe bei Weitwinkelaufnahmen (die ich mir gar nicht erklären kann - was ist da bloss mit dem originalen Filmmaterial passiert?) sowie aus meiner Sicht eine zu geringe Fabsättigung (ich habe die Farben im Kino als deutlich "knackiger" erlebt).
Abgesehen davon gibt es aber natürlich Abstufungen - was ist nun also konkret von den Neuveröffentlichungen von Turbine zu halten?
Die Pluspunkte sind: Das Mediabook ist hochwertig gemacht und gibt wirklich etwas her. Was an Bonusmaterial existiert, ist hier anscheinend alles vorhanden (und das ist mehr, als bei der mir bekannten englischsprachigen Blu-ray!). Die Tonspur, die offenbar auch bei der ersten deutschen Blu-ray schon ziemlich stark war, ist hier wieder an Bord - ergänzt durch eine zusätzliche Dolby-Atmos-Tonspur beim Director's cut (die ich aber noch nicht im Detail testen konnte).
Was die Bildqualität angeht, ist der Eindruck aus meiner Sicht hingegen durchzogen: Ich würde auf keine Fall so weit wie andere gehen, und sagen, dass die DVD den neueren Ausgaben überlegen sei - das ist sie auf keinen Fall, auch wenn sie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung eine für DVDs vergleichsweise überdurchschnittliche Bildqualität gehabt haben mag. Gerade bei Nahaufnahmen, an denen bildtechnisch am wenigsten auszusetzen ist, bringen die Blu-rays auf jeden Fall ein Plus an zusätzlicher Auflösung.
Leider definitv NICHT bestätigen kann ich, dass für den Director's Cut und die Kinofassung der hier vorliegenden Ausgabe ein unterschiedliches Master verwendet worden sein soll! Beide Schnittfassungen weisen aus meiner Sicht dieselbe störende Grieseligkeit und den damit einhergehenden unruhigen Bildstand auf. Bei einer kleinen Bilddiagonale des Bildschirms fällt das nicht so stark auf; je grösser das Bild, desto auffälliger wird es allerdings.
Das sogenannte Miramax-Master, welches bisher nur im englischsprachigen Raum erhältlich war, unterscheidet sich davon sehr deutlich: Das Bild ist entschieden weniger grieselig, ruhiger und der Kontrast ist deutlich stärker eingestellt (was zu einem besseren Schwarzwert führt). Zusätzlich fällt das erkennbar unterschiedliche Color Grading auf.
Dass sich die beiden Discs der Turbine-Ausgabe bezüglich all dieser Punkte NICHT voneinander unterscheiden, kann zweierlei bedeuten:
1. Es wurde (entgegen den Aussagen von Turbine) eben doch für BEIDE Discs das bisher erhältliche Constantin-Master verwendet (ob aus Versehen oder nicht, lasse ich mal dahingestellt).
2. Man hat für die Kinofassung zwar das Miramax-Master genommen, aber irgendjemand hat daran so lange "herumgedoktert", bis sich der Bildeindruck möglichst stark dem Directors Cut angenähert hatte - sehr zum Nachteil der Bildqualität!
Ich weiss nicht, welche Version zutrifft - mit Sicherheit sagen kann ich nur: Auch diese Neuveröffentlichung von "Hero" hinterlässt am Ende leider einen zwiespältigen Eindruck - und das ist gerade bei diesem Film, der so stark von den fantastischen Bildern und dem ausgeklügelten Farbkonzept lebt, sehr, sehr schade!
Ich mag so kleinere, charmante doch schon etwas in die Jahre gekommene 80er und 90er Horrorfilme. Egal ob Kings „Katzenauge“, „Needfull Things“, "The Gift", "Skeleton Key" oder klassische X-Faktor Folgen - so in der Art eben. :)
Der 1995 erschienene „Die Mächte des Wahnsinns“ ist ein, mMn, gelungener Genrebeitrag aus der Feder von John Carpenter. In der Hauptrolle Sam Neill der hier mal keine Dinos jagt, dafür aber nicht mehr weiß, was real und was Fiktion eines Romanes ist. Auch als Zuschauer tappt man lange im Dunkeln, was hier eigentlich so vor sich geht.
Auch die Carpenter-typischen Monster-Masken und sein Score dürfen nicht zu kurz kommen und geben dem Film diesen markanten Look seiner Filme.
Wie gesagt, dieser Mystery Film ist beileibe kein Triple A Blockbuster, gefiel mir aber um Welten besser als der viel zu überschätzte „Sie leben!“, ebenfalls von Carpenter.
Ich mag den “cheesigen“ Charme, die Atmosphäre, das Setting einer verlassenen Stadt, die vielen Anspielungen auf King, die Maskeneffekte und die kurzweilige Laufzeit von knapp 90Minuten. Lediglich das Overacting, etwas Verwirrung in der Story und einige Klischees sorgen für Minuspunkte.
Die Parallelen zwischen "The Closet" (2020) und dem Kult-Klassiker "House – Das Horrorhaus" (1985) sind unübersehbar. Obwohl The Closet kein offizielles Remake ist, nutzt er fast exakt dieselben erzählerischen und visuellen Bausteine. Der Film erzeugt fast durchgehend eine ordentliche Spannung. Etwas schwächelt er im Mittelteil. Ansonsten werden Leute, die auf Geistergeschichten stehen, bestens bedient.
Bild
Das Bild weist durchgängig eine knackige Schärfe und Detailzeichnung auf. Auch in dunklen Szenen schwächelt es nicht. Schwarzwerte und Kontrast sind ebenfalls exzellent. Die daraus entstehende Tiefenwirkung verstärkt die gruseligen Momente.
Ton
Der deutsche Ton liegt in DTS-HD Master Audio 5.1 vor. Die Surround-Kanäle werden effektiv genutzt, um die unheimliche Atmosphäre des verfluchten Hauses mit präzisen Soundeffekten zu untermalen. Der Sound hat eine hohe Dynamik, wodurch die Schockmomente (Jump Scares) wuchtig zur Geltung kommen.
Die Dialoge sind jederzeit klar verständlich.
Das Bonusmaterial bietet leider nur den Filmtrailer und eine Trailershow.
Fazit: Starker Geisterhorror, der spannend unterhält.
Shape of Water von Guillermo del Toro ist ein Film, der sich nur schwer in eine einzige Kategorie einordnen lässt. Er ist gleichzeitig Fantasyfilm, Liebesgeschichte, Drama, Thriller und modernes Märchen. Genau diese ungewöhnliche Mischung macht den Film schon etwas einzigartig.
Die Handlung spielt während des Kalten Krieges in den USA. Im Mittelpunkt steht Elisa, eine stumme Frau, die in einem geheimen Forschungslabor als Reinigungskraft arbeitet. Ihr Leben ist zunächst sehr eintönig und von Routine geprägt. Gemeinsam mit ihrer Freundin Zelda arbeitet sie in dem geheimen Labor, in dem eines Tages eine außergewöhnliche Kreatur entdeckt wird. Ein humanoides Wesen, das aus dem Wasser zu kommen scheint.
Während die Wissenschaftler und das Militär die Kreatur vor allem als Forschungsobjekt betrachten, entwickelt Elisa eine völlig andere Beziehung zu ihr. Sie erkennt in dem Wesen nicht einfach ein Experiment, sondern ein fühlendes Lebewesen. Zwischen den beiden entsteht schließlich eine ungewöhnliche Liebesbeziehung. Die Geschichte stellt die Frage, ob Liebe wirklich von Äußerlichkeiten, Sprache oder gesellschaftlichen Vorstellungen abhängig sein sollte.
Der Film erzählt eine Liebesgeschichte zwischen zwei Wesen, die beide auf ihre eigene Art Außenseiter sind. Elisa kann nicht sprechen, während die Kreatur nicht einmal zur menschlichen Gesellschaft gehört. Trotzdem verstehen sich die beiden teilweise besser als viele der Menschen um sie herum. Das ist eine schöne und zugleich etwas melancholische Idee.
Besonders gut funktioniert für mich die Darstellung von Elisa. Sally Hawkins spielt die Hauptfigur sehr überzeugend und schafft es, ohne gesprochene Dialoge unglaublich viel über ihre Figur zu vermitteln. Ihre Körpersprache und ihre Mimik sind entscheidend dafür, dass man ihre Gefühle versteht. Gerade weil Elisa nicht sprechen kann, muss der Film andere Mittel verwenden, um ihre Gedanken und Emotionen zu zeigen. Das gelingt in vielen Szenen hervorragend.
Allerdings hatte ich teilweise das Gefühl, dass Elisa als Figur etwas zu idealisiert dargestellt wird. Sie ist sehr verständnisvoll, mutig und liebevoll, während einige andere Figuren wesentlich stärker als Gegenspieler oder gesellschaftliche Außenseiter dargestellt werden.
Besonders deutlich wird das bei Richard Strickland, dem Verantwortlichen für das Wesen im Labor. Er verkörpert die brutale und autoritäre Seite des Systems. Michael Shannon spielt ihn zwar sehr überzeugend und unangenehm, aber seine Figur ist für mich teilweise etwas zu stark ausgeprägt. Man versteht relativ schnell, welche Rolle er in der Geschichte einnimmt und seine Entwicklung ist nicht besonders überraschend.
Trotzdem funktioniert Strickland als Gegenspieler. Seine Anwesenheit sorgt dafür, dass die Beziehung zwischen Elisa und der Kreatur nicht nur eine ungewöhnliche Liebesgeschichte bleibt, sondern gleichzeitig zu einer Fluchtgeschichte wird.
Interessant finde ich auch die Nebenfiguren. Zelda ist eine sympathische und unterhaltsame Figur, die Elisa unterstützt und gleichzeitig für einige humorvolle Momente sorgt. Giles, Elisas Freund und Nachbar, ist ebenfalls interessant. Er ist selbst ein Außenseiter und hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen. Dadurch passt er thematisch sehr gut zur Geschichte.
Gerade diese Figuren zeigen, dass der Film eigentlich nicht nur von der Beziehung zwischen Elisa und der Kreatur handelt. Es geht allgemein um Menschen, die nicht in die gesellschaftlichen Vorstellungen ihrer Umgebung passen. Der Film stellt die Außenseiter in den Mittelpunkt und zeigt, dass Anderssein nicht automatisch etwas Negatives bedeutet.
Die Gesellschaft innerhalb der Geschichte ist stark von Vorurteilen, Macht und Ausgrenzung geprägt. Elisa, Giles, Zelda und die Kreatur befinden sich jeweils auf unterschiedliche Weise außerhalb der gesellschaftlichen Norm. Dadurch entsteht eine Art Gemeinschaft von Außenseitern.
Besonders stark ist die visuelle Gestaltung. Guillermo del Toro erschafft eine Welt, die gleichzeitig düster, märchenhaft und wunderschön aussieht. Die Farben spielen dabei eine enorme Rolle. Besonders Blau- und Grüntöne dominieren den Film und verstärken die Verbindung zum Wasser. Gleichzeitig sorgen rote Farbtöne immer wieder für Kontraste.
Die Kreatur selbst ist ebenfalls sehr interessant gestaltet. Sie sieht nicht wie ein typisches Monster aus, sondern besitzt gleichzeitig etwas Fremdartiges und etwas Menschliches. Doug Jones verkörpert das Wesen mit sehr viel Körpersprache. Besonders bemerkenswert finde ich, dass der Film versucht, den Zuschauer dazu zu bringen, Mitgefühl für eine Figur zu entwickeln, die zunächst eigentlich wie ein klassisches Monster aussieht.
Ein weiteres Highlight ist die Musik. Die Filmmusik unterstützt die märchenhafte Stimmung und sorgt dafür, dass viele Szenen noch emotionaler wirken. Zusammen mit den Bildern entsteht eine sehr besondere Atmosphäre.
Auch die Liebesgeschichte zwischen Elisa und der Kreatur ist für mich etwas widersprüchlich. Die Idee finde ich interessant und ungewöhnlich, aber die Beziehung entwickelt sich teilweise sehr schnell. Der Film erwartet relativ früh, dass man diese Verbindung akzeptiert, ohne das sie ausführlich erklärt wird.
Trotzdem finde ich die Botschaft manchmal etwas zu deutlich. Der Film lässt relativ wenig Zweifel daran, welche Figuren moralisch auf der richtigen und welche auf der falschen Seite stehen. Etwas mehr Ambivalenz hätte die Geschichte meiner Meinung nach noch interessanter gemacht.
Auch das Tempo ist nicht immer perfekt. Der Anfang ist relativ ruhig und nimmt sich viel Zeit, um Elisas Alltag zu zeigen. Das passt grundsätzlich zur Geschichte, kann aber stellenweise etwas langsam wirken. Im späteren Verlauf wird die Handlung deutlich spannender und dramatischer. Dadurch entsteht ein gewisser Unterschied zwischen den ruhigeren und den actionreicheren Abschnitten.
Die Geschichte ist ungewöhnlich, teilweise verstörend und gleichzeitig romantisch. Guillermo del Toro geht bewusst einen eigenen Weg und verbindet verschiedene Genres miteinander.
Dabei entstehen einige wirklich beeindruckende Szenen. Besonders die Momente, in denen Wasser und Fantasie miteinander verbunden werden, gehören für mich zu den schönsten des Films. Man merkt, dass hier sehr viel Wert auf die visuelle Erzählung gelegt wurde.
Shape of Water ist für mich ein außergewöhnlicher und wunderschön inszenierter Film, der allerdings nicht in jedem Bereich gleich stark ist. Die Atmosphäre, die Musik, die Bildsprache und die schauspielerischen Leistungen sind große Stärken im Film. Gleichzeitig bleiben einige Figuren etwas oberflächlich und die Liebesgeschichte entwickelt sich für meinen Geschmack teilweise zu schnell.
Da macht es Pans Labyrinth ein wenig besser, der mir auch etwas mehr gefallen hat.
Gesehen im HD TV.
Die unendliche Geschichte ist ohne Frage ein Film, der einen gewissen Kultstatus erreicht hat. Die Idee einer riesigen, geheimnisvollen Fantasiewelt voller ungewöhnlicher Wesen, Abenteuer und magischer Orte klingt eigentlich nach dem perfekten Stoff für einen zeitlosen Fantasyfilm. Und tatsächlich besitzt der Film einige beeindruckende Momente. Trotzdem konnte mich das Gesamtwerk heute nicht mehr wirklich überzeugen.
Im Mittelpunkt steht Bastian, ein eher schüchterner und unsicherer Junge, der durch ein geheimnisvolles Buch in eine fantastische Welt hineingezogen wird. Dort begegnet er Figuren wie Atréju, dem Glücksdrachen Fuchur und der Kindlichen Kaiserin. Besonders spannend finde ich dabei die Idee, dass die Fantasiewelt nicht einfach nur irgendein magischer Ort ist, sondern in gewisser Weise von den Menschen und ihrer Vorstellungskraft abhängig ist. Dadurch bekommt die Geschichte neben dem eigentlichen Abenteuer auch eine gewisse Bedeutungsebene.
Teilweise wirkt die Handlung sehr episodenhaft. Man erlebt verschiedene Abenteuer und trifft auf unterschiedliche Wesen, aber nicht jede Szene fühlt sich wirklich wichtig für die übergeordnete Geschichte an.
Gelungen ist aber die Atmosphäre. Gerade wenn man bedenkt, aus welcher Zeit der Film stammt, sind einige der Kulissen und Kreaturen bemerkenswert. Die Welt wirkt tatsächlich wie eine eigene fantastische Umgebung und nicht einfach wie eine normale Filmkulisse. Besonders Fuchur ist eine Figur, die man wahrscheinlich nicht so schnell vergisst. Sein Aussehen mag aus heutiger Sicht etwas ungewöhnlich wirken, aber gerade dadurch besitzt er einen gewissen Charme.
Auch die Musik trägt viel zur Atmosphäre bei. Sie vermittelt dieses typische Gefühl eines großen Fantasy-Abenteuers und unterstützt die emotionaleren Momente. Teilweise schafft es der Film dadurch, eine beinahe märchenhafte Stimmung aufzubauen.
Allerdings merkt man dem Film sein Alter natürlich deutlich an. Die Spezialeffekte wirken aus heutiger Sicht teilweise sehr einfach. Bei Die unendliche Geschichte gibt es jedoch Momente, in denen die technischen Grenzen so offensichtlich sind, dass die fantastische Welt etwas von ihrer Glaubwürdigkeit verliert. Manche Kreaturen sehen eher nach großen Puppen oder Kulissen aus als nach lebendigen Wesen einer anderen Welt.
Auch bei den Charakteren gibt es Schwächen. Atréju ist zwar grundsätzlich eine sympathische Hauptfigur, aber seine Entwicklung bleibt für meinen Geschmack etwas oberflächlich.
Bastian ist dagegen eine interessante Figur, weil er nicht als typischer Held beginnt. Er ist unsicher, wird von anderen Kindern ausgelacht und flüchtet sich in seine Fantasie. Gerade die Verbindung zwischen seiner persönlichen Situation und der Fantasiewelt hätte emotional wesentlich intensiver sein können. Stattdessen wird diese Entwicklung teilweise recht einfach dargestellt.
Die unendliche Geschichte hat eine ganz eigene Identität. Der Film versucht nicht, möglichst realistisch oder modern zu wirken, sondern präsentiert seine Fantasywelt mit einer kindlich märchenhaften Vorstellungskraft. Das macht ihn gleichzeitig etwas altmodisch und charmant.
Besonders interessant finde ich den Umgang mit dem Thema Fantasie. Der Film zeigt, dass Fantasie nicht einfach nur eine Flucht aus der Realität sein muss. Sie kann auch ein Teil der eigenen Persönlichkeit sein und dabei helfen, Ängste und Unsicherheiten zu überwinden. Diese Botschaft funktioniert auch heute noch.
Auch die dunkleren Momente funktionieren teilweise erstaunlich gut. Die Bedrohung durch das Nichts vermittelt eine interessante Vorstellung davon, was passiert, wenn Hoffnung und Fantasie verschwinden. Einige Szenen sind dadurch wesentlich ernster, als man zunächst von einem klassischen Fantasy Abenteuer erwarten würde. Gleichzeitig hätte ich mir gewünscht, dass diese Bedrohung noch stärker aufgebaut wird. Teilweise wirkt das Nichts eher wie eine abstrakte Gefahr, und keine wirkliche Bedrohung.
Die unendliche Geschichte ist ein fantasievoller und atmosphärischer Klassiker, mit einigen wirklich schönen Momenten, aber auch deutlichen Schwachpunkten. Die Welt und die Ideen sind interessant, die Umsetzung hinkt heute schon hinterher. Für mich ist er deshalb heute kein starker Klassiker mehr, sondern ein durchschnittlicher Fantasyfilm, den man aufgrund seines Alters und seines Einflusses gesehen haben sollte.
Gesehen im HD TV.
Drei Jahre nach den Klonkriegen hat der Anführer der Separatisten, General Grievous, Kanzler Palpatine (Ian McDiarmid) entführt. Die beiden Jedikrieger Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) und Anakin Skywalker (Hayden Christensen) starten einen Rettungsversuch, bei dem es auch zu einem tödlichen Kampf mit Count Dooku (Christopher Lee) kommt. Die Befreiung des Kanzlers gelingt, doch Anakin wird das Gefühl nicht los, dass der Jedi-Rat ihn und seine Fähigkeiten nicht ausreichend würdigt. Gleichzeitig plagen ihn Visionen vom bevorstehenden Tod seiner schwangeren Frau Padmé (Natalie Portman). Ihm ist klar, dass er alles dafür tun wird, nicht erneut einen geliebten Menschen zu verlieren. Während Obi-Wan General Grievous nachjagt, findet Anakin in Kanzler Palpatine einen verständnisvollen Zuhörer. Er versucht den jungen Jedi mit der dunklen Seite der Macht zu verführen und beschreibt ihm die Kraft, mit der man Menschen sogar vor dem Tod bewahren kann. Anakin steht vor einer schwerwiegenden Entscheidung...
Die Rache der Sith ist nach "Episode IV" der beste, von George Lucas inszenierte Film des Franchise. Für den Film ist es ein erstaunlich geringes Problem, dass die Handlung schon weitgehend bekannt ist. Die Zweikämpfe und Schlachten sind dennoch spannend, aufregend und vor allem spektakulär. Der Film rundet die Trilogie überzeugend ab und schafft es die Geschichte zu einem stimmigen Abschluss zu bringen – und gleichzeitig den Weg für "Eine neue Hoffnung" zu ebnen.
Technisch ist die 4k Blu-ray gut.
Bild 8,5/10
Ton 8,5/10 (Deutsch - Dolby Digital Plus 7.1)
Der Film ist ein unterhaltsamer Actionstreifen mit einer ordentlichen Portion Humor und Action, die aber erst ab ca. 40 Minuten einsetzt. Dann gibt es aber so richtig ein paar Gewaltspitzen und skurrile Tötungen. Bob Odenkirk trägt den Film fast im Alleingang.
Bild
Da die 4K enttäuschte und ich zur Blu-ray wechselte möchte ich an dieser Stelle ein paar Worte zu deren Bildqualität verlieren.
Sehr gute Schärfe,was sich wie auch bei anderen Filmen bei den Nahaufnahmen deutlich zeigt. Die Farben wirken allerdings eintönig und blass,Schwarzwert und Kontrast ebenso. Der Schwarzwert wirkt oft eher wie ein sehr dunkles Anthrazit. Insgesamt trotzdem ein ordentliches HD Bild und besser als die zu dunkle UHD.
Ton
Der Raumklang ist sehr gut mit ordentlicher Dynamik und gut verorteten Klangeffekten in den Actionszenen. Die Dialoge sind klar und deutlich abgemischt, aber etwas zu leise.
Der Film ist ein unterhaltsamer Actionstreifen mit einer ordentlichen Portion Humor und Action, die aber erst ab ca. 40 Minuten einsetzt. Dann gibt es aber so richtig ein paar Gewaltspitzen und skurrile Tötungen. Bob Odenkirk trägt den Film fast im Alleingang.
Bild
Die 4K enttäuschte mich ordentlich durch ein viel zu dunkles Bild, wodurch ich nach 50 Minuten zur beiliegenden Blu-ray wechselte.
Ton
Der Raumklang ist sehr gut mit ordentlicher Dynamik und gut verorteten Klangeffekten in den Actionszenen. Die Dialoge sind klar und deutlich abgemischt, aber etwas zu leise.
Das Bonusmaterial ist auf der Blu-ray in dieser Kombo enthalten und sehr umfangreich.
Fazit: Actionfilm auf gehobenem Mittelmaß, welcher sich aber als 4K nicht lohnt wegen des viel zu dunklen Bildes.
Greift zur Blu-ray.
Die politische Situation driftet immer mehr in Richtung Bürgerkrieg, seit eine mit der Republik unzufriedene und vom mysteriösen Count Dooku (Christopher Lee) angeführte Separatistenbewegung an Stärke gewinnt. Anakin Skywalker (Hayden Christensen) und sein Lehrer Obi-Wan (Ewan McGregor) bekommen den Auftrag, Senatorin Amidala (Natalie Portman) zu beschützen, deren Leben in Gefahr ist. Anakin entwickelt bald tiefere Gefühle für die schöne Ex-Königin. Dabei interessiert ihn wenig, dass der Jedi-Kodex Liebesbeziehungen untersagt. Während Anakin und Padmè ihre Beziehung vertiefen und sich auf Tatooine vor weiteren Anschlägen verstecken, begibt sich Obi-Wan auf einen mysteriösen Planeten. Er hat nämlich vor kurzem entdeckt, dass dieser Stern aus der Jedi-Bibliothek gelöscht wurde und will den Grund erfahren. Dort angekommen wird er Zeuge einer gewaltigen Klonarmee die angeblich für die Republik bestimmt sein soll...
Nachdem viele von „Episode I“ enttäuscht und verärgert waren, trumpft das Sequel wieder mit altbewährter Kost auf. Optisch ist „Episode II“ wie nicht anders zu erwarten war, ein Hochgenuss. Auch die Story ist etwas spannender als im Vorgänger. Highlight des Films ist die spannende Verfolgungsjagd auf Coruscant zu Beginn des Films. Aber auch die Mission von Obi-Wan ist gut erzählt.
Technisch ist die 4k Blu-ray gut.
Bild 8,5/10
Ton 8,5/10 (Deutsch - Deutsch Dolby Digital Plus 7.1)
DER RAUSCH ist eine meisterhafte Tragikomödie, die das Thema Alkohol überraschend tiefgründig beleuchtet. Ein emotionaler Streifen über Midlife-Krise, Lebenslust und die Flucht aus dem Alltag. Mads Mikkelsen ist grandios.
Dem Bild fehlt es an Brillanz. Die Schärfe ist ganz ok. Auch der Ton ist eher zurückhaltend. Die Dialoge sind gut, die Räumlichkeit könnte klar besser sein.
Joseph Winter, der hier Hauptdarsteller, Autor UND Regisseur ist, sieht man seine Liebe für das Horrorgenre sofort an. Neben vielen Anspielungen auf andere Genrekollegen sind es auch die vielen praktischen Effekte und Masken, die sich gekonnt vom CGI Mist anderer Horrorfilme abheben.
Er spielt einen liebenswürdigen Streamer, der mit seinen Followern immer wieder interagiert. Sei es, wenn sie ihn als feige abstempeln oder ihn warnen, wenn vor der Tür jemand herumgeschlichen ist. Apropos feige: extrem lustig ist, wenn Shawn sich immer wieder erschrickt und dann wie ein kleines Mädchen kreischt, abhaut und erst mal durchschnauft. Oder wenn er verzweifelt Knoblauch nach einem Dämonen wirft und mit den Worten kommentiert: „Knoblauch hilft‘n Scheiß!“ :) Herrlich.
„Deadstream“ strahlt eine klasse Atmosphäre aus, da auch die Location des abgelegenen Grusel-Hauses alle Klischees abspielt. Fans von „Evil Dead“ und „Blair Witch Project“, die nichts gegen etwas Humor haben, werden den Film definitiv mögen.
Die Balance zwischen Grusel und Humor ist perfekt gewählt, die Masken sind klasse und man muss Shawn einfach mögen… immerhin trägt er auch den ganzen Film.
“Deadstream“ kann ich jedem Horrorfan empfehlen, der auch mal über das Genre lachen kann. Der Film ist einfach witzig, charmant und dennoch gruslig genug, um ihn alleine oder aber auch im Freundeskreis genießen zu können.
Kleiner Geheimtipp!
Das Bild der Blu Ray ist natürlich wechselhaft, da zwischen GoPros und Handykameras gewechselt wird. Dazu kommt natürlich das obligatorische Found-Footage Gewackle, das aber Gottseidank nie überhand nimmt oder gar nervt. Wenn das Bild bzw. die Kamera aber mal stillsteht, ist es einer Blu Ray würdig und bietet neben neutralen Farben auch viele Details und einen guten Schwarzwert, der auch in dunklen Szenen nichts verschluckt.
Der DTS-HD MA Ton 5.1 Ton (am Cover steht fälschlicherweise 2.0) ist sehr frontlastig ausgefallen. Dialoge lassen sich glasklar ausmachen. Wenn Effekte von hinten kommen, dann nur, weil man sie auch von vorne hört. Dies ist ja nur realistisch, da es sich ja um einen „Livestream“ handelt. der sowieso nur Stereoton bieten dürfte. Lustig auch die Tatsache, dass Shawn mittels Kassettenspieler während des streams hin und wieder seinen eigenen grusligen Soundtrack anspielt.Was mich auch positiv überrascht hat, war die Dynamik wenn der Subwoofer mitmischen darf. Wenn es mal an der Tür oder der Holzdecke poltert, dann sehr druckvoll. Hier kann man dann schon mal schön erschrecken.
Klasse.
DOPPELMORD ist ein geradliniger und spannender 90er-Jahre-Thriller, der vor allem von seinen beiden starken Hauptdarstellern lebt. Knappe 4 Punkte.
Das Bild verdient sich knappe 4 Punkte. Die Schärfe ist in den Nahaufnahmen richtig gut. Die Farben sind kräftig und es gibt kaum Verschmutzungen. Der Sound bietet eine ausgewogene Räumlichkeit mit klaren Dialogen.
„Gullivers Reisen – Da kommt was Großes auf uns zu“ aus dem Jahr 2010 ist ein unkomplizierter Klamauk, der vor allem von der enormen Energie seines Hauptdarstellers lebt. Jack Black ist hier voll in seinem Element und trägt den gesamten Film fast im Alleingang mit seinem typischen, überdrehten Humor. Wer auf der Suche nach einer tiefgründigen Adaption des Literaturklassikers von Jonathan Swift ist, wird hier natürlich enttäuscht. Der Film setzt stattdessen auf eine extrem einfach gestrickte Story und setzt voll auf Popkultur-Anspielungen und Slapstick.
In meiner Erinnerung war der Film etwas besser, als er sich bei einer erneuten Sichtung präsentiert. Die Witze zünden nicht alle und die visuellen Effekte wirken stellenweise schlecht gealtert. Ein großes Problem des Films liegt im Drehbuch. Die Nebendarsteller wie Jason Segel und vor allem die talentierte Emily Blunt sind aufgrund der flachen Charakterzeichnung extrem begrenzt. Sie bekommen kaum Raum, ihr schauspielerisches Talent oder ihren eigenen Charme zu entfalten, da das Skript jede Szene bedingungslos auf Jack Black zuschneidet.
Dennoch bietet die Komödie 80 Minuten kurzweilige Unterhaltung für einen entspannten Filmabend, an dem man den Kopf komplett ausschalten möchte. Es ist ein harmloser, unbeschwerter Familienspaß, der trotz seiner erzählerischen Schwächen durch Blacks Spielfreude einen gewissen Unterhaltungswert behält.
Starker Thriller und der vergessene Thriller der 90er:
Der Thriller ist von Jonathan Kaplan aus dem Jahr 1992 und gehört zu den Stalker-Filmen, die in den 90ern eine kleine Fangemeinde hatten. Da gab es einen mit Tori Spelling, aber ich weiss nicht mehr, wie der Film heisst. Ich kann mich noch an The Crush erinnern mit Alicia Silverstone. Auch Fatale Begierde machte die Stalker-Runde. Ich meinte damals immer, das seien TV-Produktionen und keine Kinofilme, aber der Unterhaltungswert war immer gross.
Bei Fatale Begierde finde ich vor allem gut, dass man von Kurt Russell und Ray Liotta genau das bekommt, was man von ihnen verlangt. Sie spielen ihre typische Rolle. Nach dieser Rezeptur braucht man keine Zutaten mehr – ja, vielleicht noch Madeleine Stowe, die ich immer sehr gerne sehe.
Aber ansonsten bleibt der Film voll auf der Linie. Logisch bekommt man praktisch nur Stereotypen und Klischees, teilweise schon fast cartoonmässig. Aber eben: Ein Sonntagsmorgen-Cartoon kann einfach Spass machen – kurzweilige Hä-und-Hurra-Unterhaltung, die einem ein Lächeln auf die Lippen zaubert.
Diesmal ist Ray Liotta der Stalker, also der Coyote, der Kurt Russell wegen seiner hübschen Frau das Leben schwer macht. Aber keine Sorge: Der Road Runner gewinnt immer.
„Miep-Miep“
F azit:
Logisch hat der Film seine Schwächen. Die Figuren haben null Tiefe und handeln irgendwie nur durch Drehbuchinstinkt – naiv und gezielt ins Schwarze. Die Dialoge zwischen Kurt Russell und Ray Liotta machen zwar riesigen Spass, aber ich muss schon zugeben, dass sie dämlich und teilweise auch sinnlos sind. Dazu kommt noch, dass die Handlungen der Figuren nicht realistisch nachvollziehbar sind, sondern nur der Unterhaltung dienen.
Trotz all dieser Schwächen hat der Film etwas. Es ist nicht die Spannung, denn das Ganze ist vorhersehbar. Es sind die zwei Schauspieler, die sich stark duellieren, und die dichte Atmosphäre, die den Charme der 90er perfekt rüberbringt.
Im Prinzip ist dies eine ähnliche Geschichte wie „Die unglaubliche Geschichte des Mister C“ von 1957. Nur dass es keinen Entführer dort gibt.
„In den Fängen des Puppenmachers“ (1958) ist durchaus spannend, allerdings auf eine sehr charmante, nostalgische Art. Man darf ihn nicht mit modernen Produktionen vergleichen.
Bild
In Nahaufnahmen ist das Bild durchaus scharf und man sieht z. B. sehr gut Falten und Grübchen in den Gesichtern. Ein echtes „HD-Feeling“ im Sinne einer modernen, gestochen scharfen Blockbuster-Produktion kommt hier aber nicht auf. Schwarzwert und Kontrast sind ganz ordentlich.
Ton
Der deutsche Ton liegt in DTS-HD Master Audio 2.0 Mono vor. Demzufolge gibt es leider keinen Raumklang. Der Ton klingt allerdings sauber und die Dialoge der Neusynchronisation sind sehr gut verständlich.
Das Bonusmaterial wird auch immer weniger. Neben dem durchaus gelungenen und informativen Booklet sind nur noch der Trailer und eine Bildergalerie enthalten.
Fazit: Wer eine Schwäche für Retro-Sci-Fi, charmanten Trash und klassischen Grusel hat, so wie ich, wird den Film definitiv unterhaltsam und kurzweilig finden.Für einen Preis um die 30€ wird aber insgesamt zu wenig geboten.
Im Zentrum dieses tödlichen Katz-und-Maus-Spiels steht Bruce Willis in einer seiner facettenreichsten Rollen. Er verkörpert den eiskalten, namenlosen Auftragskiller „Schakal“, der ein hochrangiges Ziel in den USA eliminieren soll. Seine größte Stärke sind seine verblüffenden Verwandlungen. Willis wechselt Identitäten, Haarfarben und Persönlichkeiten wie ein Chamäleon, was ihn für seine Jäger fast unsichtbar macht.
Um diesen scheinbar unaufhaltsamen Mörder zu stoppen, verbünden sich das FBI und der russische Geheimdienst. Sidney Poitier glänzt hier in einer seiner späten Rollen als besonnener, aber entschlossener FBI Agent Carter Preston. Seine Präsenz verleiht dem Film moralisches Gewicht. Da das FBI den Schakal jedoch nicht allein aufspüren kann, rekrutieren sie den inhaftierten IRA-Scharfschützen Declan Mulqueen, hervorragend gespielt von Richard Gere. Gere bringt eine tiefgründige, emotionale Note in die Jagd ein, da er mit dem Killer noch eine persönliche Rechnung offen hat.
Neben dem stargespickten Ensemble und der dichten Inszenierung lebt der Thriller vor allem von seiner akustischen Atmosphäre. Der Soundtrack von Carter Burwell ist ein absolutes Meisterwerk und gehört zweifellos zu den besten Filmscores die ich je gehört habe. Burwell verzichtet auf klassische Orchesterelemente und setzt stattdessen auf ein treibendes, minimalistisches und industriell angehauchtes Klangbild. Die Mischung aus düsteren Synthesizern und harten Rhythmen untermalt die Kaltblütigkeit des Schakals perfekt. Sie treibt den Puls verlässlich in die Höhe.
Regisseur Michael Caton-Jones modernisiert das klassische Motiv des Originalromans für das Thriller-Zeitalter der späten 90er-Jahre. Wer einen intelligenten Thriller mit starker Besetzung, nervenaufreibendem Finale und einem unvergesslichen Soundtrack sucht, kommt an diesem Klassiker nicht vorbei.
„Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ bringt die legendäre Saga zu einem visuell atemberaubenden und emotional versöhnlichen Abschluss. Nach den unverzeihlichen „kreativen“ Entscheidungen von Rian Johnson in „Die letzten Jedi“ übernahm J.J. Abrams erneut das Regiezepter. Seine Hauptaufgabe bestand spürbar darin, die Wogen in der Fangemeinde zu glätten und die Sequel-Trilogie wieder in vertraute Bahnen zu lenken. Das Ergebnis fühlt sich wie eine gelungene Kurskorrektur an, die die weit, weit entfernte Galaxis wieder rund und stimmig wirken lässt.
Der Film besticht vor allem durch seine visuelle Wucht. Abrams inszeniert epische Bilder, die die Brücke zwischen Nostalgie und moderner Kinomagie schlagen. Die Reise führt den Zuschauer durch extrem abwechslungsreiche und starke Settings. Von den düsteren, atmosphärischen Weiten des Sith-Planeten Exegol bis hin zu farbenfrohen, lebendigen Welten bietet die Kulisse eine ständige Augenweide. Jeder Planet versprüht eine eigene Identität, die durch erstklassige Actionsequenzen und perfekt dosierten Humor zum Leben erweckt wird. Besonders das dynamische Zusammenspiel der Truppe um Rey, Finn und Poe überzeugt. Ihre Chemie trägt den Film und erinnert an die Dynamik der klassischen Original-Trilogie.
Im Zentrum steht das finale Duell zwischen den Jedi und den Sith, verkörpert durch den ewigen Kampf um das Schicksal der Skywalker-Linie. Die Rückkehr des Imperators Palpatine bringt die dunkle Bedrohung auf den Punkt. Allerdings liegt hier auch eine der Schwächen des Films: Der Imperator hätte definitiv mehr Screentime verdient gehabt. Seine plötzliche Präsenz rüttelt zwar an den Grundfesten der Geschichte, bleibt erzählerisch aber etwas blass. Hier hätten in Episode VIII bereits Hinweise geschürt werden müssen.
Generell leidet das Werk an einer Handvoll Ungereimtheiten. Das hohe Erzähltempo versucht so viele lose Enden hastig zu verknüpfen, dass logische Lücken entstehen und manche Wendungen nicht ganz zusammenpassen. Ein Bodenangriff auf dem Anführer-Sternenzerstörer? Oder tausende Sternenzerstörer, die zusehen müssen, wie sie von kleinen Widerstandsschiffen zerschossen werden? Rey, die mit ihrer kürzlich erlernten Jedi- und Schwertkunst alles und jeden besiegen kann?
Wer über diese holprigen Plot-Elemente hinwegsehen kann, bekommt jedoch ein packendes Finale geboten.
Achja, audiovisuell werden hier erneut alle Register gezogen. John Williams´ Score ist wieder perfekt gewählt (ich LIEBE die verspielten Flötenklänge in Rey´s Musikthema) und auch die CGI-Effekte sind noch besser geworden.
„Der Aufstieg Skywalkers“ ist vielleicht nicht perfekt, aber er versöhnt die Fans mit genau den Elementen, die Star Wars großgemacht haben: Herz, bildgewaltige Schlachten und ein runder Abschluss für eine legendäre Skywalker-Saga.
Der Film wurde größtenteils auf analogem 35mm-Film gedreht. Die 4K-UHD-Scheibe transportiert diesen Look hervorragend. Details auf Gesichtern (wie Reys Schweißperlen), die feinen Texturen der Droiden (wie D-O und BB-8) und die feinen Sandkörner auf Pasaana sind absolut brillant und spürbar schärfer als auf der Standard-Blu-ray.
Ein Großteil des Films spielt im Dunkeln oder im Weltall. Das tiefe Schwarz auf dem Sith-Planeten Exegol oder im Sternenmeer bietet einen fantastischen Kontrast, ohne dass Details im Schatten verloren gehen.
Ein feines, organisches Filmkorn ist durchgehend sichtbar. Es wirkt zu keiner Zeit störend, sondern verleiht dem Sci-Fi-Epos einen filmischen Look.
Spitzlichter gibt’s immer wieder in Form von Lichtschwertern, Blastern oder spiegelnden Oberflächen. Insgesamt eine Top 4K UHD-Disc.
Wie bei vielen Disney-Veröffentlichungen dieser Zeit leidet auch dieser DD+ 7.1-Ton unter einer leicht komprimierten Dynamik. Um die volle Wucht des Films zu spüren, musst man den Lautstärkeregler des AV-Receivers ein paar Dezibel höher drehen als gewohnt – dann passts auch. Sobald die Lautstärke angepasst ist, zeigt der Ton seine Stärken. Die Ausnutzung der hinteren-Surround-Kanäle ist hervorragend. Ob vorbeifliegende TIE-Jäger, das Prasseln der Meerespeitschen auf dem Todesstern-Wrack oder die Echos in den Hallen von Exegol – die Räumlichkeit ist extrem einhüllend während Dialoge aus dem Center glasklar bleiben.
Der Bass ist satt und sorgt bei Lichtschwert-Duellen oder Macht-Blitzen für den nötigen Wumms. Allerdings fehlt dem Tiefbass im Vergleich zur englischen Dolby-Atmos-Spur das letzte Quäntchen aggressive Brutalität.
Ein Ehepaar steigt für eine romantische Heißluftballonfahrt über den Dolomiten in einen Korb, doch eine mysteriöse Frau namens Julia taucht plötzlich auf. Was zunächst nach einem unangenehmen Zwischenfall aussieht, entwickelt sich in rund 5.000 Metern Höhe zu einem Kampf ums Überleben. Dazu kommen Geheimnisse, Eifersucht, Gewalt und die Erkenntnis, dass man in einem Heißluftballon nicht einfach aussteigen kann. Eigentlich eine starke Idee, aber die Umsetzung ist schlecht.
Zunächst muss man dem Film zugutehalten, dass die Idee funktioniert. Ein Heißluftballon ist als Schauplatz für einen Thriller interessant, weil die Möglichkeiten der Figuren extrem begrenzt sind. Kein Fluchtweg, kaum Platz, Wetter und Höhe als zusätzliche Gefahren und dazu die ständige Angst, dass etwas mit dem Ballon schiefgeht.
Obwohl sich die Figuren buchstäblich tausende Meter über dem Boden befinden, hatte ich nur selten das Gefühl, dass sie tatsächlich in Lebensgefahr schweben. Es gibt zwar vereinzelne Szenen, aber die werden schnell abgehandelt und die Gefahr ist schnell vorüber.
Besonders störend ist, dass vieles vorhersehbar ist. Der Film versucht zwar, Geheimnisse und Wendungen einzubauen, doch kann man viele Entwicklungen bereits erahnen. Das nimmt dem Film einen Großteil seiner Wirkung. Auch die Konflikte zwischen den Personen haut keinen aus den Socken.
Noch schlimmer ist, dass einige Entscheidungen der Figuren einfach nicht besonders glaubwürdig wirken. Man sitzt teilweise vor dem Bildschirm und fragt sich, warum eine Person gerade so handelt.
Olga Kurylenko spielt Julia, die mysteriöse Frau, die die ohnehin schon angespannte Situation im Ballon endgültig eskalieren lässt.
Julia soll eine Figur sein, bei der man nie genau weiß, was sie vorhat und welche Geschichte sie mit Zach verbindet. Dadurch hätte sie das Zentrum des Films bilden können.
Kurylenko hat zweifellos Präsenz, aber die Figur wirkt teilweise so offensichtlich auf Geheimnis und Bedrohlichkeit getrimmt, dass kaum echte Spannung entsteht.
Auch die Beziehung zwischen Julia und Zach wird nicht überzeugend genug aufgebaut. Aber die Figuren besitzen dafür zu wenig Tiefe. Dadurch bleiben die Enthüllungen emotional ziemlich wirkungslos.
Zach wirkt über weite Strecken arrogant und unsympathisch. Emmy bleibt zunächst erstaunlich passiv, während Julia wiederum so stark als problematische Figur inszeniert wird, dass man ihr kaum vertrauen kann. Die Figuren sind schwer sympathisch zu finden.
Turbulence spielt größtenteils in einem Heißluftballon. Ein Blick nach unten sollte Schwindel verursachen. Ein wackelnder Korb sollte Panik auslösen. Eine Beschädigung am Ballon müsste sich wie eine unmittelbare Katastrophe anfühlen.
Stattdessen wirkt der Ballon häufig erstaunlich künstlich. Das fällt besonders deshalb auf, weil die Landschaft rundherum teilweise wunderschön aussieht. Die Aufnahmen der Dolomiten sind ohne Frage ein Pluspunkt des Films. Gleichzeitig entsteht aber ein deutlicher Unterschied zwischen den beeindruckenden Außenaufnahmen und den Szenen im Ballon. Man sieht eindeutig die Bluescreens. Das sieht einfach nicht sccön aus.
Die Figuren wirken im Ballon teilweise, als würden sie vor einer riesigen Videowand stehen. Dadurch verliert die Situation viel von ihrer Glaubwürdigkeit.
Feuer, Beschädigungen am Ballon, gefährliche Situationen und Auseinandersetzungen sorgen dafür, dass gegen Ende deutlich mehr Bewegung in die Handlung kommt.
Die Idee ist gut. Die Dolomiten sehen beeindruckend aus. Einige Actionszenen sind ordentlich gemacht. Der Score passt teilweise zur Atmosphäre und gegen Ende nimmt der Film spürbar Fahrt auf. Auch die Tatsache, dass sich der Film auf einen ungewöhnlichen Schauplatz konzentriert, verdient zumindest Anerkennung.
Allerdings bekommt man eine vorhersehbare Geschichte, Figuren, die kaum Sympathie erzeugen, teilweise unglaubwürdige Entscheidungen und eine Inszenierung, die das Gefühl von Höhe nicht überzeugend vermittelt.
Gesehen auf Amazon Prime in HD.
Alexandre Aja kennen wir als Regisseur diverser Horrorfilme, hier versucht er sich mal im Bereich des Creature Horror. Wobei Horror ist der Film jetzt eigentlich nicht wirklich, sondern eher ein packender Actionthriller. Gefrässige Alligatoren hatten wir so in der Form noch nicht, reihen sich aber ein bei Haien und Piranhas. Mit dem realen Verhalten haben diese Alligatoren hier jedenfalls wenig zu tun, was dem Unterhaltungswert aber keinen Abbruch tut. Das liegt vor allem am sehr guten Setting, mitten in einem Hurricane. Das Element Wasser spielt dabei eine zentrale Rolle, denn nicht nur die Alligatoren werden zur Bedrohung sondern, auch die Umgebung die von Minute zu Minute lebensbedrohlicher wird. Gerade das Setting macht den Film dann auch ziemlich spannend, denn die Alligatoren taugen als Widersacher nur bedingt. Das liegt auch daran das man deren CGI-Herkunft leider etwas zu deutlich sieht und ihr Handeln zu vorhersehbar ist. Schade das man hier nicht genug Budget hatte für ein paar echte Props, das hätte sicherlich einen noch besseren Eindruck hinterlassen.
Das ist aber meckern auf hohen Niveau, denn der Film ist durchweg packend inszeniert mit einigen Schauwerten. Lange keinen Film aus dem Genre mehr gesehen, der nach dem x-ten Killerhai auch mal wieder ein paar neue Akzente setzen kann. Der Fokus auf einen Handlungsort wird hier ebenfalls gut ausgenutzt und die eingewobene Vater-Tochter Beziehung erfüllt ebenfalls ihren Zweck. Alexandra Aja hat hier mal wieder gezeigt das er sein Handwerk versteht und hier einen schön kurz-knackigen Thriller hingezaubert der mitreißen kann, wenn man auf sowas steht. 3,5/5
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Bild 4K: Das Bild weißt zwar eine durchweg sehr gute Schärfe auf, im Dunkeln - wo der Film ja über weite Strecken spielt - reizt der die Möglichkeiten im HDR aber nicht aus. Da wurde in meinen Augen doch das volle Potential nicht ausgenutzt. 4/5
Ton: Hierzulande leider nur ein 5.1 Track, dem auch etwas der Bums fehlt. 4/5
Ein Auftragskiller, dessen Gedächtnis zunehmend versagt, muss sich mit den Konsequenzen seiner eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. Dazu kommen Korruption, Menschenhandel und ein persönlicher Rachefeldzug.
Statt eines wirklich packenden und intelligenten Thrillers bekommt man über weite Strecken einen erstaunlich zähen Film.
Die Handlung selbst wirkt teilweise unnötig kompliziert, ohne tatsächlich besonders komplex zu sein. Es gibt zahlreiche Figuren, Verbindungen und Nebenhandlungen, die zunächst wichtig erscheinen, am Ende aber eher wie zusätzliche Hindernisse wirken. Der Film möchte offensichtlich ein großes Netz aus Korruption und Verbrechen aufbauen, schafft es aber nicht immer, dieses Netz interessant oder glaubwürdig zu gestalten. Einige Entwicklungen sind zudem so vorhersehbar, dass man ihnen schon lange vor den Figuren auf die Spur kommt.
Liam Neeson versucht der Geschichte mit seiner Stärke Gewicht zu verleihen. Als Alex Lewis funktioniert er grundsätzlich, denn Neeson bringt die notwendige Mischung aus körperlicher Härte, Erschöpfung und Verletzlichkeit mit. Gerade die Momente, in denen seine Figur merkt, dass sie ihrem eigenen Gedächtnis nicht mehr vertrauen kann, gehören zu den besseren Szenen des Films.
Allerdings wirkt Neesons Figur gleichzeitig wie eine Variante von Rollen, die man von ihm bereits mehrfach gesehen hat. Wieder ist er der schweigsame, erfahrene Mann mit einer gewalttätigen Vergangenheit, der sich auf einen persönlichen Feldzug begibt. Aber irgendwann stellt sich zwangsläufig eine gewisse Ermüdung ein.
Auch die Action hat mich nicht vollständig überzeugt. Es gibt durchaus einige brutale und ordentlich inszenierte Szenen und wer Liam Neeson in einem härteren Thriller sehen möchte, bekommt selbstverständlich entsprechende Szenen geboten. Allerdings fehlt vielen dieser Szenen das gewisse Etwas. Sie sind einfach da, aber selten wirklich aufregend. Einige Kämpfe wirken zudem überraschend schwerfällig, was zwar zur körperlichen Verfassung non Neeson passen soll.
Was aber funktioniert, ist die düstere Atmosphäre. Der Film versucht, eine kalte und pessimistische Welt zu zeigen, in der kaum jemand wirklich vertrauenswürdig erscheint. Das passt gut zur Geschichte und zu Alex zunehmend unsicherer Wahrnehmung. Auch einige Schauplätze und die insgesamt eher dunkle Bildgestaltung unterstützen diesen Eindruck.
Was mir dagegen weniger gefallen hat, ist das Erzähltempo. Der Film fühlt sich erstaunlich lang an, obwohl die eigentliche Geschichte gar nicht so kompliziert ist. Dadurch entsteht kein wirklich flüssiger Rhythmus. Man wartet teilweise darauf, dass der Film endlich zu dem Punkt kommt, auf den er die ganze Zeit hinarbeitet.
Trotzdem ist der Film nicht komplett schlecht. Liam Neeson ist weiterhin charismatisch und trägt viele Szenen allein durch seine Anwesenheit. Die düstere Stimmung funktioniert, einige Actionszenen sind durchaus sehenswert. Wer grundsätzlich Gefallen an Liam Neeson Filmen hat, wird vermutlich auch hier seinen Gefallen finden.
Für mich ist der Film Einheitsbrei von Neeson. Kennt man einen, kennt man alle. Er kennt keine anderen Rollen mehr und das hat sich stark abgenutzt.
Gesehen im HD TV.
Regisseur Sidney J. Furie ist bekannt für seinen Trash, und „Iron Eagle“ ist sogar sein bester Film. Sein bekanntestes Werk ist allerdings „Superman IV“. Der zweite Teil der Düsenjet-Reihe versucht, den Vibe des ersten Teils zu übernehmen, ging aber prächtig in die Hose.
Der Grund ist nicht mal, dass diese Fortsetzung unnötig ist, sondern dass man nur Louis Gossett Jr. als Chappy beibehalten hat – und das noch in der Hauptrolle und mit einem anderen Synchronsprecher. Der erste Teil war so etwas wie „Karate Kid“ oder „Karate Tiger“ in den Lüften: Teenager mit einer Jetjagd und einer hirnverbrannten Handlung. Dennoch war das Ganze noch sehr unterhaltsam und hatte sehr gute Actionszenen. Popmusik und die Coolness eines Walkmans und einer Vokuhila-Frisur prägten den Film.
Chappy war eher eine wichtige Nebenfigur, während die Teenager, vor allem Doug Masters (Jason Gedrick), im Vordergrund standen. Der zweite Teil ist nur noch der Versuch, etwas auszuprobieren, was nicht funktioniert. Jason Gedricks Figur stirbt am Anfang, und ein neuer Bursche übernimmt. Doch er steht eher im Hintergrund und konnte nicht überzeugen. Jetzt fehlt schon mal das Wichtigste: die Hauptfigur des ersten Films, die man für diese Reihe nicht ersetzen kann.
Louis Gossett Jr. übernimmt wieder, doch nicht mehr mit derselben Energie wie im ersten Film. In manchen Szenen ist er zwar stark als Schauspieler, vielfach wirkt er aber auch lustlos. Der Film hat überhaupt nicht mehr den Charme, den der erste Teil hatte. Das Budget wurde für diese Fortsetzung extrem gekürzt, und das merkt man durchgehend. Auch die Luftaufnahmen mit den Jets haben nicht die nötige Wirkung.
Kaum zu glauben, dass es noch zwei weitere Fortsetzungen davon gibt, die ich mir aber nie anschauen werde.
Fazit:
„Iron Eagle II“ ist ein lahmer Jet-Film ohne spektakuläre Flugszenen. Die Handlung dient nur dazu, um irgendwann in die Luft zu gehen, und dann passiert doch nicht viel. Das USA-Sowjet-Konfliktthema ist ein Bestandteil dieses Films, wird jedoch nur oberflächlich und naiv behandelt.
Der erste Teil wurde bis heute nie ganz vergessen, und man könnte meinen, es existiert auch nur ein „Iron Eagle“, obwohl Oscar-Preisträger Louis Gossett Jr. an Bord ist, der immerhin noch dabei ist.
Lord of Illusions ist ein spannender Horror-Thriller, der von einem genialen Regisseur (Clive Barker) umgesetzt worden ist… Hinzu kommt eine raffiniert eingefangene Optik, für das sich dieser Film ein Platz in der oberen Horrorliga verdient hat!
Für jeden Horror-Fan ist der Film optisch vom Feinsten, aber auch die Story ist bis auf wenige Ausnahmen gelungen und filmisch gut umgesetzt worden. Ein technisch brillanter Film mit einem sehr guten Bild und qualitativ guten Ton in deutsch! Alles verpackt in einem Super schicken & sehr gut Verarbeiteten Mediabook auf UHD + Blu-ray inkl. 24-seitigem Booklet!
Capelight Pictures steht für Qualität und läßt den UHD-Horrorfilm auf die geneigte Kundschaft los und ohne Umschweife kann man diese 4K Scheibe allen Horrorfans oder jene die es werden wollen nur an's Herz legen!
Revenge ist (für mich) ein sehr guter Rache-Thriller mit sehr starken Bildern... Von einer genialen Regisseurin inszeniert und alles verpackt in einem sehr schönen Steelbook!
Matilda Lutz glänzt in ihrer Rolle… Der Film wurde fantastisch inszeniert und die Musik sehr gut ausgewählt. Coralie Fargeat hat hier hervorragende Regiearbeit abgeliefert. Das Bild der Blu-ray bietet meiner Meinung nach eine deutliche Verbesserung der Schärfe im Vergleich zur DVD, auch die Farben sind Intensiver. Der Ton kann auch vollsten überzeugen… Das Steelbook selbst ist sehr hochwertig verarbeitet und einfach nur fantastisch anzusehen… Es gibt einfach Filme, die nicht für den Mainstream geeignet sind, dieser ist einer davon… Für mich hat sich der Kauf definitiv gelohnt!
Revenge hat alles, was ein Film zu diesem Thema braucht - Danke dafür... Ich selbst bin Happy und kann diese Blu-ray Edition uneingeschränkt nur jeden Fan empfehlen!
Jagd auf Roter Oktober (1990) von Regisseur John McTiernan ist ein absoluter Klassiker des Polit- und U-Boot-Thrillers. Der Film basiert auf dem Bestseller von Tom Clancy und besticht durch eine packende Inszenierung. Besonders Sean Connery als charismatischer sowjetischer Kapitän Marko Ramius und Alec Baldwin als kluger CIA-Analyst Jack Ryan liefern herausragende Schauspielleistungen ab.
Das Bild ist in Anbetracht des Alters gut gelungen. Die Schärfe stimmt in den Nahaufnahmen. Der Ton wirkt zu dünn.
Die Bestseller-Adaption THE HOUSEMAID ist grundsätzlich ein wendungsreicher und edel gefilmter Thriller mit starker Besetzung. Leider bremst die lange Laufzeit den Spannungsbogen teilweise aus. Die zweite Filmhälfte sowie das Ende retten hier noch verdiente 4 Punkte.
Das Bild sieht richtig gut aus. Knackige Schärfe und satte Farben. Der Sound könnte druckvoller und räumlicher sein. Die Dialoge sind stark.
Absoluter Klassiker!
Das Bild könnte, meiner Meinung nach, besser sein. Kontrast und Schwarzwert sind schwach. Der Ton hat meist ein deutliches Hintergrundrauschen, hier wäre ebenfalls deutlich mehr möglich gewesen! Schade… So loh t sich ein Upgrade nur für absolute Fan‘s!
Der Hohe Rat der Jedi schickt den Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn (Liam Neeson) und seinen Padawan Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) zwecks Friedensverhandlungen nach Naboo, denn der eigentlich friedliche, von der Königin Amidala (Natalie Portman), regierte Planet, wird von der geldgierigen Handelsföderation besetzt. Doch noch bevor die Jedis auf Naboo ankommen, werden sie von Kampfdroiden der Handelsföderation angegriffen. Qui-Gon und Obi-Wan kämpfen sich durch und schaffen es in die Hauptstadt von Naboo, befreien dort die Königin und fliehen gemeinsam mit ihr. Die Flucht führt sie nach Tatooine, einem Wüstenplaneten. Dort treffen sie auf den Sklavenjungen Anakin (Jake Lloyd), in dem Qui-Gon eine ungewöhnlich starke Begabung für die Macht erkennt...
Schon Anfang der 1990er-Jahre hatte „Star Wars“ Schöpfer George Lucas angedeutet, er wolle seine beliebte Science-Fiction Reihe ausbauen und die Vorgeschichte zu den Episoden 4-6 erzählen. Die Erwartungen der Fans, die 16 Jahre nach einem neuen „Star Wars" Film gelechzt hatten, erreichten kurz vor der Premiere von „Episode 1" angefeuert von Lucas‘ Marketing-Maschine ungeahnte Dimensionen. Als er im Jahre 1977 den ersten (bzw. vierten) Teil seiner Saga auf die Leinwand brachte, begeisterte er Jung und Alt gleichermaßen. Diese Begeisterung schaffte er mit Episode 1, die rund 30 Jahre vor Episode 4 spielt, nicht ganz. Denn viele Fans konnten unter anderem mit der Figur Jar Jar Binks und der politischen Story nicht viel anfangen. Aber dennoch ist der Film unterhaltsam, vor allem dank des großartigen Kampfes am Ende und der Geschichte um Anakin.
Technisch ist die 4k Blu-ray gut.
Bild 8/10
Ton 8,5/10 (Deutsch - Dolby Digital plus 7.1)
Das ist ein sehr guter Film und den sollte man mögen, wenn man etwas mit Sally Field und Burt Reynolds anfangen kann, bzw. diese Schauspieler kennt. Der erste Schlitzohr Film war, ist und bleibt der beste Teil. Ein ausgekochtes Schlitzohr hatte ein extrem geringes Budget von gerade einmal 4,3 Millionen US-Dollar. Der Film entwickelte sich zu einem der profitabelsten Kassenschlager der Kinogeschichte und spielte insgesamt rund 300 Millionen US-Dollar weltweit ein.
Die Bildqualität der Blu-Ray Universal Erstauflage ist sehr gut geworden und wie ich heute weiss, sogar besser als die 4K Version. Mit dem Ton kann man auch zufrieden sein.
Leider kein Bonus-material. Ein Trailer hätte ich schon ganz gerne gehabt. Trotzdem, der Film ist das wichtigste. Volle Kaufempfehlung.
„Star Wars: Die letzten Jedi“ ist kein mutiger Schritt nach vorn, sondern der unkreative Abschwur eines einst glorreichen Franchises. Wer wie ich dieses filmische Desaster im Kino erlebte, verließ nach dem Abspann den Saal fassungslos. Beim Heimkinorelease keimte Hoffnung auf Besserung auf – vergeblich. Beim wiederholten Sichten bleibt endgültig die bittere Erkenntnis: Hier stimmt schlichtweg gar nichts. Regisseur Rian Johnson bricht nicht mit Konventionen, er demoliert das Fundament der Saga.
Das größte Verbrechen des Films ist die Demontage von Luke Skywalker. Der einstige Hoffnungsträger der Galaxis wird zum feigen, verbitterten Einsiedler degradiert. Dass er sein legendäres Lichtschwert achtlos über die Schulter wirft, verkommt zu einem billigen Slapstick-Gag. Gekrönt wird diese Charakterherabwürdigung durch die absurde Szene, in der er grüne Milch direkt aus dem Euter einer Seekuh trinkt. Es ist ein bizarrer Fremdkörper, der jede mühsam aufgebaute Würde im Keim erstickt.
Gleichzeitig verliert die Handlung jegliche Bodenhaftung. Leias Überleben im Vakuum des Weltalls, bei dem sie wie Mary Poppins schwerelos zurück zum Schiff schwebt, zieht das Franchise ins Lächerliche. Visuell unfreiwillig komisch, erzählerisch ein absoluter Tiefpunkt. Trotz solcher pseudo-innovativen Fehltritte entpuppt sich die Kernhandlung als dreister Diebstahl an der Original-Trilogie. Die Parallelen zu Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter sind unübersehbar, nur eben schlechter inszeniert. Ein dreitägiger, gähnend langweiliger Verfolgungsflug im Schneckentempo ersetzt echte intergalaktische Bedrohung.
Auch hätte man sich storymäßig den kompletten Ausflug von Finn und Rose ins Casino zum Planeten Canto Bight schenken können, denn er trägt rein gar nichts zum Vorankommen der Handlung bei. Ob sie nun den „Meisterknacker“ finden oder nicht – es spielt keine Rolle.
Dazu gesellt sich ein Cast des Widerstands, der zu großen Teilen unpassend gewählt wirkt. Figuren wie Holdo oder Rose Tico agieren motivationslos und verwaschen. Sie nehmen Raum ein, ohne die Geschichte voranzubringen. Die Story bleibt zäh, seelenlos und wenig mitreißend.
Vom meist unpassenden Humor, dem fehlenden Charme und der viel zu langen Laufzeit fange ich erst gar nicht an.
Am Ende bleibt „Star Wars: Die letzten Jedi“ ein steriles Produkt, das die emotionale Bindung der Fans eiskalt mit Füßen tritt. Es fühlt sich einfach nicht mehr wie „mein“ Star Wars an. Es ist ein seelenloses Spektakel, das den Mythos zerstört, anstatt ihn weiterzuerzählen. Alte Fans wurde geprellt und neue Fans wurden gar nicht erst gewonnen. Episode 8 ist eine endlose Enttäuschung auf ganzer Linie.
Das 4K UHD-Bild hat, ebenso wie der direkte Vorgänger, eine hohe Detailtiefe bei feinen Texturen wie Reys Kleidung, Stormtrooper-Rüstungen und den Grashalmen auf dem Ozeanplaneten Anch-To. HDR sorgt für echtes, tiefes Schwarz im Weltall und perfekt abgegrenzte, strahlende Spitzlichter bei Explosionen oder Blasterschüssen.
Das organische, analoge Filmkorn der 35mm-Aufnahmen bleiben erhalten und bieten fein aufgelöstes Filmkorn. Dunkle Szenen gewinnen durch HDR an optischer Struktur.
Auch der deutsche Dolby Digital Plus 5.1 Ton überzeugt und liefert eine überraschend kraftvolle sowie dynamische Kulisse, die dem Soundtrack und den Effekten absolut gerecht wird.
Der Subwoofer kommt tief herunter und die Dialoge sind jederzeit glasklar.
Regisseur Renny Harlin inszeniert eine packende Mischung aus Agenten-Thriller und Buddy-Movie.
Geena Davis überzeugt als harmlose Vorstadt-Lehrerin, die sich in eine tödliche Kampfmaschine zurückverwandelt. Die Chemie mit Samuel L. Jackson ist fantastisch. Ein rasanter, brutaler und extrem unterhaltsamer Film, der perfekt in die Weihnachtszeit passt.
Das Bild der Blu-ray zeigt sich in einer ordentlichen, aber nicht überragenden Qualität. Da es sich um ein älteres Master handelt, entspricht die Optik dem typischen Look von Kinofilmen der späten 90er-Jahre.
Die deutsche Synchronisation klingt sauber und die Dialoge sind jederzeit glasklar verständlich. Bei Action-Szenen baut die Spur zwar Raumklang auf, es fehlt dem komprimierten Dolby-Digital-Format jedoch spürbar an Bass-Druck und Dynamik.
Mit Shutter Island liefert Meisterregisseur Martin Scorsese ein atmosphärisches Meisterwerk ab. Unterstützt von einem starken Nebencast um Mark Ruffalo und Ben Kingsley baut der Film eine fast unerträgliche Spannung auf. Das düstere Insel-Setting und die handwerklich perfekte Inszenierung gipfeln in einem der spektakulärsten Plot Twists der Filmgeschichte. Ein packendes, zeitloses Meisterwerk, das man nach dem Finale sofort ein zweites Mal sehen möchte.
Bildqualität: Düster, scharf und atmosphärisch Das Bild der Blu-ray (codiert in MPEG-4 AVC) fängt die bedrohliche Stimmung des Films hervorragend ein. Die Detailzeichnung ist auf einem sehr hohen Niveau. Gesichter, die Texturen der Kleidung und die verwitterten Mauern der Heilanstalt werden knackscharf dargestellt.
Der deutsche Ton liegt in einer verlustfreien DTS-HD Master Audio 5.1-Spur vor. Die Tonspur ist ein absolutes Highlight und trägt massiv zur psychologischen Spannung bei.
Die Story ist extrem vorhersehbar und bedient viele Klischees. Dennoch macht der Film Spaß, was vor allem an der hohen Dynamik, den charmanten Hauptdarstellern und einem wunderbar over-the-top agierenden Dave Bautista als Bösewicht liegt. Kein Meisterwerk, aber sehr kurzweilig.
Das 3D-BildTiefenwirkung: Überraschend stark für eine Konvertierung. Große Landschaften und die Palastsäle bieten eine plastische, klar gestaffelte Tiefe.
Die Tonspur ist extrem lebhaft und druckvoll. Bei den zahlreichen Kämpfen und Explosionen packt der Subwoofer kräftig zu.
Lindy leidet unter einer seltenen neurologischen beziehungsweise psychischen Störung, die dazu führt, dass sie starke aggressive Impulse bekommt. Um diese unter Kontrolle zu halten, nutzt sie eine spezielle Vorrichtung, mit der sie sich elektrische Schocks verabreichen kann. Dadurch kann sie ihre Wut unterdrücken und verhindern, dass sie anderen Menschen gefährlich wird.
Lindy lernt einen Mann namens Justin kennen und scheint zum ersten Mal eine Möglichkeit zu haben, ein normales Leben zu führen. Dadurch entsteht zumindest für kurze Zeit eine andere Seite der Figur. Sie versucht, ihre Impulse zu kontrollieren und eine Beziehung aufzubauen.
Diese Idee ist wahrscheinlich der interessanteste Aspekt des Films. Eine Actionheldin, die sich selbst mit Stromstößen kontrollieren muss, ist zumindest ungewöhnlich und neu. Dadurch entsteht theoretisch eine Figur, die sich deutlich von klassischen Actionhelden unterscheiden könnte.
Lindy ist grundsätzlich eine interessante Figur. Sie ist körperlich extrem fähig, intelligent und gleichzeitig emotional instabil. Dadurch kann der Film eine spannende Mischung aus Action und Charakterdrama entwickeln.
Kate Beckinsale macht aus der Rolle sicherlich das Beste. Sie wirkt überzeugend in den Actionszenen und besitzt die notwendige Präsenz, um eine solche Figur zu spielen. Gerade körperlich merkt man, dass sie Erfahrung mit Actionrollen hat. Die Kämpfe wirken bei ihr relativ glaubwürdig und sie vermittelt durchaus das Gefühl, dass Lindy gefährlich sein kann.
Lindy ist über weite Strecken eher eine Ansammlung von coolen Eigenschaften als ein vollständig ausgearbeiteter Charakter. Sie ist stark, wütend, sarkastisch und kompromisslos, aber ihre emotionale Entwicklung bleibt begrenzt.
Die Actionszenen selbst sind dagegen teilweise gelungen. Wenn Jolt funktioniert, dann meistens in den Momenten, in denen Lindy kämpfen darf. Die Choreografien sind dynamisch und die Kämpfe haben teilweise eine angenehm brutale Härte. Lindy setzt ihre körperliche Überlegenheit kompromisslos ein, wodurch einige Sequenzen durchaus Spaß machen.
Wenn eine Hauptfigur nahezu jeden Gegner problemlos überwältigen kann, geht irgendwann die Spannung verloren. Gerade weil Lindy so mächtig dargestellt wird, fragt man sich häufig nicht, ob sie einen Kampf gewinnen wird, sondern nur, wie schnell.
Auch der Humor ist für mich sehr wechselhaft. Jolt versucht, einen lockeren und teilweise schwarzen Humor einzubauen. Einige Sprüche und Situationen funktionieren durchaus, andere sind eher schmeichelhaft. Der Film möchte gleichzeitig brutal, cool, witzig und emotional sein, findet dabei aber nicht immer die richtige Balance.
Jolt weiß teilweise selbst nicht genau, was für ein Film er sein möchte. Mal wirkt er wie eine brutale Actionkomödie, dann wie ein Mysterythriller und anschließend wieder wie eine romantische Geschichte.
Visuell ist der Film hingegen ordentlich. Die Actionszenen sind sauber produziert und die Kamera schafft es meistens, den Überblick zu behalten. Auch die Schauplätze sehen solide aus. Es handelt sich zwar nicht um einen außergewöhnlich aufwendig produzierten Blockbuster, aber handwerklich gibt es wenig, was wirklich katastrophal wäre.
Kate Beckinsale trägt den Film mit ihrer Präsenz. Sie hat sichtbar Spaß an den Actionsequenzen und passt grundsätzlich gut zu einer Figur wie Lindy. Auch die Kampfszenen sind teilweise wirklich unterhaltsam.
Jolt ist aber schnell geschaut und wahrscheinlich ebenso schnell wieder vergessen. Standarkost von der Stange.
Gesehen im HD TV.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine gefährliche Technologie, mit der sich praktisch jedes elektronische System kontrollieren beziehungsweise manipulieren lässt. Eine solche Waffe darf natürlich nicht in die falschen Hände geraten. Deshalb müssen mehrere Agentinnen aus unterschiedlichen Ländern zusammenarbeiten, um die Technologie aufzuspüren und ihre Nutzung durch internationale Verbrecherorganisationen zu verhindern.
Ein Problem ist die handlung. Wer bereits viele Agenten gesehen hat, wird zahlreiche Entwicklungen vermutlich früh erkennen. Es gibt die geheime Technologie, verschiedene Geheimdienste, konkurrierende Agenten, Verrat, überraschende Wendungen und natürlich die obligatorische große Bedrohung. Das alles funktioniert grundsätzlich, fühlt sich aber selten wirklich neu an. Sowas kennt man aus so vielen anderen Filmen, sodass die Überraschungen ausbleiben.
Die unterschiedlichen Agentinnen kommen aus verschiedenen Ländern und haben unterschiedliche Hintergründe. Eigentlich könnte daraus ein interessanter Konflikt entstehen, weil jeder Geheimdienst seine eigenen Interessen verfolgt.
Jessica Chastain spielt Mace, eine CIA-Agentin, die als eine Art Anführerin des Teams fungiert. Chastain ist grundsätzlich eine sehr starke Schauspielerin und macht auch aus ihrer Rolle das Beste. Trotzdem wirkt ihre Figur teilweise wie eine typische Actionheldin, die man bereits aus zahlreichen anderen Produktionen kennt. Sie ist kompetent, selbstbewusst, körperlich stark und immer bereit, ins nächste Abenteuer zu ziehen. Leider fehlt ihr dabei etwas die emotionale Tiefe.
Auch Diane Kruger als Marie kann schauspielerisch überzeugen, bekommt aber ebenfalls nicht genügend Raum, um ihre Figur wirklich interessant zu entwickeln. Ihre Rivalität mit Mace ist grundsätzlich eine gute Idee, doch der Film hätte daraus deutlich mehr machen können.
Lupita Nyong'o spielt Khadijah, die technische Spezialistin des Teams. Ihre Rolle ist interessant, weil sie nicht nur auf körperliche Stärke reduziert wird. Allerdings wird auch sie teilweise auf bestimmte Eigenschaften festgelegt. Man bekommt zwar einen Eindruck davon, was ihre Fähigkeiten sind, aber ihre persönliche Geschichte hätte meiner Meinung nach stärker in die Handlung integriert werden können.
Penélope Cruz bringt als Graciela etwas mehr Verletzlichkeit in die Gruppe. Ihre Figur unterscheidet sich deutlich von den klassischen Actionagentinnen und wirkt dadurch zunächst interessant. Gleichzeitig passt sie teilweise nicht ganz zur restlichen Dynamik des Films.
Immerhin stimmt die Chemie zwischen den Hauptdarstellerinnen. Gerade die unterschiedlichen Persönlichkeiten sorgen für einige humorvolle Momente.
Die Action ist wahrscheinlich der Bereich, in dem The 355 am ehesten überzeugen kann. Es gibt zahlreiche Schießereien, Verfolgungsjagden und Nahkämpfe. Einige Sequenzen sind durchaus spektakulär und unterhaltsam. Besonders die internationalen Schauplätze sorgen dafür, dass die Action abwechslungsreich bleibt.
Allerdings fehlt auch den Actionszenen teilweise die Eigenständigkeit. Man hat immer wieder das Gefühl, ähnliche Sequenzen bereits in anderen Filmen gesehen zu haben.
Auch die Spannung konnte mich nicht durchgehend überzeugen. Stattdessen wird eine Situation etabliert und relativ schnell durch eine Actionsequenz aufgelöst. Dadurch entsteht zwar Unterhaltung, aber nicht unbedingt echte Nervenkitzel.
Die Bösewichte bleiben eher blass. Ein guter Agentenfilm braucht meiner Meinung nach einen Gegenspieler, dessen Motivation zumindest teilweise nachvollziehbar oder interessant ist. Bei The 355 bleibt die Bedrohung jedoch relativ abstrakt. Die Figuren auf der Gegenseite wirken häufig eher wie Hindernisse, die überwunden werden müssen, als wie wirklich überzeugende Charaktere.
Trotzdem würde ich The 355 nicht als schlechten Film bezeichnen. Die Besetzung ist stark, die Schauplätze sind interessant und die Action sorgt dafür, das der Film noch im Mittelfeld landet.
Der Film ist eher klassische Unterhaltung und setzt auf bekannte Zutaten, die man aus sehr vielen anderen Filmen schon kennt.
Gesehen im HD TV.
Mit „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ aus dem Jahr 2004 bricht Regisseur Alfonso Cuarón („Children of Men“) meisterhaft mit der kindlichen Naivität der ersten beiden Teile. Das dritte Schuljahr in Hogwarts präsentiert sich etwas düsterer, reifer und visuell absolut atemberaubend. Cuarón verpasst der magischen Welt eine dringend notwendige Frischzellenkur, die das gesamte Franchise nachhaltig geprägt hat.
Die Atmosphäre rund um Hogwarts hat sich spürbar gewandelt. Die vertrauten, liebgewonnenen Charaktere stecken mitten in der Pubertät, und mit ihnen wächst auch die Bedrohung im Schloss. Harry, Ron und Hermine wirken deutlich erwachsener, was sich eins zu eins in den starken schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller widerspiegelt. Das Trio agiert emotionaler, komplexer und tiefgründiger als je zuvor.
Inszenatorisch ist dieses Fantasy-Abenteuer eine absolute Klasse für sich. Cuarón nutzt lange, dynamische Kamerafahrten und eine entsättigte Farbpalette, um die Bedrohung durch die Dementoren physisch spürbar zu machen. Die Welt fühlt sich realer und weniger nach klassischem Märchen an. Ein echtes Highlight sind dabei die Spezialeffekte. Die gezeigten Zaubereien wirken extrem cool, modern und organisch in die Umwelt eingebettet. Ob das rasante Erscheinen des „Fahrenden Ritters“, der majestätische Ritt auf dem Seidenschnabel oder die bedrohlichen Animationen der Dementoren – die Effekte dienen hier stets der düsteren Geschichte.
Einen kleinen Kritikpunkt gibt´s im letzten Drittel, denn mit einer Laufzeit 142 Minuten zieht sich die komplexe Zeitreise-Handlung gegen Ende minimal. Der Film wirkt an manchen Stellen eventuell etwas zu lange, da er versucht, extrem viele Handlungsstränge der Buchvorlage detailgetreu zu verknüpfen.
Dennoch bleibt das dritte Jahr in Hogwarts ein meisterhaftes Kinostück. Cuarón gelingt die perfekte Balance zwischen Coming-of-Age-Drama und epischer Fantasy. Ein rundum klasse inszeniertes Fantasyfilm.
Der Film basiert auf einem 2K-Upscale, weshalb man keinen massiven Sprung in der Detailtiefe erwarten darf. Die Schärfe zeigt sich im Vergleich zur alten Blu-ray nur minimal besser. Feine Texturen auf den Hogwarts-Roben oder in den Gesichtern der Darsteller wirken lediglich einen Tick knackiger.
Dank HDR10 liefert der Film großartige, kräftige Farben und spielt hier seine Vorteile aus. Die ohnehin herbstlich-düstere Palette von Alfonso Cuarón gewinnt spürbar an Tiefe.
Der Schwarzwert ist sehr satt. In den vielen Nachtszenen, wie der Flucht im Fahrenden Ritter oder dem Finale im Dunklen Wald, säuft (meist) kein Detail im Schattengrau ab. Die Highlights (wie leuchtende Zauberstäbe oder der Patronus-Hirsch) setzen sich fantastisch vom dunklen Hintergrund ab.
Eine Vorzeige UHD ist der Film zwar nicht, dennoch eine Steigerung, vor allem bei den Farben und den Highlights, ist zur Blu-Ray zu erkennen.
Im Gegensatz zur Blu-Ray gibt es nun einen klareren, dynamischeren Ton. Vorbei sind die Zeiten der komprimierten DD 5.1 Tonspur. Auf der UHD gibt’s glasklaren DTS-HD MA 5.1 Ton, der Dialoge sauber und direkt aus dem Center zaubert. Evtl. muss man am Verstärker die Lautsprecherlautstärke etwas anheben, aber dann klappt´s auch mit den Dialogen. Effekte gibt’s immer wieder über die hinteren Lautsprecher und auch der Subwoofer bekommt einiges zu tun. Wer lieber in der Originalfassung schauen möchte, bekommt sogar den noch dynamischeren DTS:X Ton auf die Ohren.
Im Mittelpunkt steht Paul Safranek, gespielt von Matt Damon. Paul ist ein eher durchschnittlicher Mann, der mit seinem Leben nicht wirklich unzufrieden ist, aber trotzdem das Gefühl hat, dass ihm etwas fehlt. Gemeinsam mit seiner Frau Audrey entscheidet er sich dafür, sich auf wenige Zentimeter Körpergröße verkleinern zu lassen. Der entscheidende Grund dafür ist zunächst finanzieller Natur: In einer Welt, in der Menschen nur noch einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Ressourcen benötigen, kann man mit relativ wenig Geld plötzlich sehr wohlhabend sein. Eine kleine Wohnung wird zum luxuriösen Anwesen, Lebensmittel reichen wesentlich länger und allgemein scheint das Leben in der sogenannten „kleinen“ Welt deutlich einfacher und komfortabler zu sein.
Diese Ausgangsidee gehört meiner Meinung nach zu den größten Stärken des Films. Die Vorstellung, dass man sich freiwillig schrumpfen lässt, um Geld zu sparen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen, ist gleichzeitig skurril und faszinierend. Besonders interessant ist dabei, dass der Film nicht einfach nur die positiven Seiten dieser Erfindung zeigt. Stattdessen macht er schnell deutlich, dass sich menschliche Probleme nicht automatisch lösen, nur weil die Menschen kleiner werden. Auch in der Miniaturgesellschaft gibt es Reichtum und Armut, Luxus und Elend, Egoismus und Hilfsbereitschaft.
Gerade diese gesellschaftskritische Ebene macht Downsizing für mich so sehenswert. Der Film stellt die Frage, ob technische Innovationen tatsächlich dazu führen können, dass Menschen glücklicher und die Welt besser wird. Die Idee des Schrumpfens wird zunächst als große Lösung für die Umweltprobleme der Erde präsentiert. Doch je länger man den Film betrachtet, desto deutlicher wird, dass die eigentlichen Probleme nicht allein durch Ressourcenverbrauch entstehen. Sie liegen auch im Verhalten der Menschen selbst. Gier, Gleichgültigkeit, Ausbeutung und soziale Ungerechtigkeit verschwinden schließlich nicht dadurch, dass man die Menschen kleiner macht.
Matt Damon spielt seine Rolle sehr überzeugend. Seine Darstellung von Paul ist bewusst zurückhaltend. Paul ist kein klassischer Held und auch kein besonders außergewöhnlicher Charakter. Gerade dadurch wirkt er glaubwürdig. Er ist ein Mensch, der versucht, irgendwie das Beste aus seinem Leben zu machen, dabei aber immer wieder mit Situationen konfrontiert wird, die er nicht kontrollieren kann. Seine Entwicklung ist deshalb weniger die eines großen Actionhelden als vielmehr die eines Menschen, der langsam erkennt, dass materieller Wohlstand allein kein erfülltes Leben garantiert.
Auch Christoph Waltz sorgt als Dusan Mirkovic für einige der unterhaltsamsten Momente. Seine Figur ist charismatisch, selbstbewusst und moralisch nicht immer eindeutig. Gleichzeitig bringt Dusan eine gewisse Leichtigkeit in die Geschichte und bildet einen interessanten Kontrast zu Paul. Hong Chau als Ngoc Lan Tran ist ebenfalls eine wichtige Bereicherung. Ihre Figur bringt eine andere Perspektive auf die Welt mit und gehört für mich zu den interessantesten Charakteren des Films. Gleichzeitig ist ihre Darstellung teilweise bewusst überzeichnet, was sicherlich nicht jedem Zuschauer gefallen dürfte.
Visuell kann Downsizing ebenfalls überzeugen. Die Idee einer Welt, in der Menschen nur wenige Zentimeter groß sind, wird kreativ umgesetzt. Besonders die Miniaturstädte sind beeindruckend gestaltet. Riesige alltägliche Gegenstände bekommen plötzlich eine völlig andere Wirkung und die Welt wirkt gleichzeitig vertraut und fremd. Die Inszenierung schafft es dadurch, die zentrale Idee des Films nicht nur erzählerisch, sondern auch visuell zu vermitteln.
Auch der Humor trifft man hier sher gut. Downsizing ist zwar keineswegs eine reine Komödie, besitzt aber immer wieder trockene und teilweise absurde Momente. Der Humor entsteht häufig gerade aus dem Kontrast zwischen der absurden Situation und der ernsten Reaktion der Figuren. Dadurch wirkt der Film nicht wie eine typische Hollywood Komödie, sondern deutlich eigenständiger.
Allerdings hat Downsizing auch einige kleiner Schwächen. Der Film wirkt etwas unentschlossen. Er hat unglaublich viele Ideen und Themen, möchte gleichzeitig Science Fiction, Komödie, Gesellschaftskritik, Liebesgeschichte und Drama sein. Dadurch verliert die Geschichte stellenweise ihren roten Faden. Besonders im späteren Verlauf verändert sich der Fokus sehr stark.
Auch das Erzähltempo ist nicht immer ideal. Einige Passagen ziehen sich etwas, während andere interessante Aspekte relativ schnell abgehandelt werden. Ich hätte mir teilweise gewünscht, dass bestimmte gesellschaftliche und politische Themen noch ausführlicher behandelt werden.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte stellt man sich aber doch einige Fragen selbst. Was ich an Downsizing besonders schätze, ist seine Bereitschaft, ungewöhnliche Fragen zu stellen. Man fragt sich: Was macht ein Leben eigentlich wertvoll? Ist ein großes Haus wirklich besser als ein kleines? Macht mehr Geld automatisch glücklicher? Können wir unsere Umwelt retten, ohne unser Verhalten grundlegend zu verändern? Und was bleibt einem Menschen, wenn die großen Pläne für das eigene Leben plötzlich nicht mehr funktionieren?
Genau diese Fragen machen den Film für mich nachhaltiger. Downsizing liefert nicht auf jede Frage eine perfekte Antwort, aber er bringt den Zuschauer dazu, selbst darüber nachzudenken. Und meiner Meinung nach ist das eine der größten Stärken eines guten Films.
Besonders interessant ist auch die Botschaft, dass ein erfülltes Leben nicht unbedingt von Größe, Reichtum oder gesellschaftlichem Status abhängt. Paul beginnt seine Reise mit dem Wunsch nach einem besseren und komfortableren Leben. Im Laufe der Handlung erkennt er jedoch zunehmend, dass es andere Dinge gibt, die wesentlich wichtiger sind. Beziehungen, Mitgefühl, Verantwortung und die Bereitschaft, anderen Menschen zu helfen.
Insgesamt ist Downsizing für mich ein außergewöhnlicher Film, der sich nur schwer einem einzigen Genre zuordnen lässt. Er ist witzig, nachdenklich, teilweise absurd, stellenweise emotional und gleichzeitig gesellschaftskritisch. Nicht jede Idee funktioniert perfekt und gerade die vielen Richtungswechsel können den Film etwas unausgeglichen wirken lassen. Trotzdem finde ich die Mischung ausgesprochen interessant.
Gesehen im HD TV.
Der Film gefiel mir nicht so sehr wie der erste Teil. Leider wird die vorhandene Story fast nur durch die Action getragen. Die war zwar sehr gut, aber so manches Mal viel zu lang geraten, sodass das nachher irgendwie langweilig wurde. Etwas gekürzt hätte dem Film gut getan.
Das Bild ist sehr gut und erreicht nahezu Referenz. Da kommt der Ton mit DD 5.1 nicht hinterher. Die Abmischung ist zwar sehr gut, aber es fehlt doch noch ein bisschen. Extras bewerte ich nicht, daher Mittelwert.
Mein Fazit: Es ist zwar eine gelungene Fortsetzung, aber für meinen Geschmack sind die Action Szenen etwas zu lang geraten. Trotzdem wird der Film mal wieder im Player landen. Empfehlenswert.
D-Day 1944, eine Einheit der 101. Airborne Division springt über Frankreich ab und soll dort einen Störsender der Deutschen zerstören. Dabei stossen sie zusätzlich auf ein geheimes Labor mit Menschenversuchen, um Supersoldaten zu erschaffen. Dies zur Story.
Die ersten 10 Minuten des Filmes behandeln den Flug über den Kanal und den Absprung der Soldaten bzw. den Abschuss ihrer C 47 Skytrain.
Was hier schon der deutsche Atmos Track leistet ist einfach nur geil bzw. Referenzqualität. Hier hat man wirklich das Gefühl man wäre selbst beim D-Day dabei. Ebenfalls sind schöne Overhead-Effekte dabei, abstürzende Flugzeuge usw... Das hohe Niveau der Atmos-Tonspur wird über den kompletten Film gehalten. Für mich einer der besten deutschen Atmos-Tracks (Mit Kern Dolby TrueHD 7.1) überhaupt.
Beim Bild gibt es ebenfalls nicht viel zu bemängeln. Ab und an werden ein paar Details verschluckt, aufgrund der vielen Nachtszenen. Das war es dann aber auch für mich schon. Die CGI-Effekte wurden hervorragend integriert und passen sich dem Film sehr gut an.
Die Extras sind leider nur auf der beiliegenden Blu-ray dabei, welche ich nicht gesichtet habe. Hier gebe ich mal den Mittelwert.
Der Film bekommt eine uneingeschränkte Kaufempfehlung von mir, besonders mit dieser geilen deutschen Tonspur.
Das Steelbook kommt ohne Prägungen daher und ist wie immer persönliche Geschmackssache. Ein farbiger Innendruck ist ebenfalls vorhanden.
Der Film bekommt eine uneingeschränkte Empfehlung von mir, da hier sehr geschickt Action und Horror kombiniert wurden.
Eine Anmerkung noch:
Natürlich werden auch in diesem Film die Deutschen sehr einseitig dargestellt, wie in (fast) allen Hollywood-Filmen.
Diamantenfieber gehört, wie auch schon 'Man lebt nur zweimal', nicht zu den besten Bonds (8/10).
Das Bild ist einen kleinen Tick besser als bei den vorherigen Teilen, aber kaum eine Aufwertung zur regulären Blu Ray.
Der Ton scheint auch etwas wuchtiger daherzukommen, die Stimmen sind aber teilweise zumindest bei Blofeld (so scheint es mir) etwas verzerrt.
„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ aus dem Jahr 2015 markierte die lang ersehnte, spektakuläre Rückkehr in eine weit, weit entfernte Galaxis. Für viele Fans fühlt sich das Science-Fiction-Abenteuer von Regisseur J.J. Abrams zwar fast wie eine 1:1-Kopie von „Episode IV: Eine neue Hoffnung“ an. Man sieht erneut einen einsamen Wüstenplaneten, einen wichtigen Droiden mit geheimen Bauplänen und eine gigantische, planetenvernichtende Superwaffe des Todessterns…. Pardon… der Ersten Ordnung. Doch das mindert den enormen Filmspaß zu keiner Sekunde. Der fesselnde Blockbuster ist von der ersten bis zur letzten Kinominute schlichtweg grandios und extrem unterhaltsam gestaltet.
Ein absolutes Highlight des Films sind die coolen neuen Charaktere, die sofort im Gedächtnis bleiben. Die willensstarke Schrottsammlerin Rey, der desertierte Sturmtruppler Finn und der charmante Fliegerass Poe Dameron bringen eine spürbare, frische Energie in das traditionsreiche Franchise. Ihnen gegenüber steht mit Kylo Ren ein faszinierend emotionaler, unberechenbarer und tief zerrissener Antagonist. Abrams gelingt hierbei die schwierige, emotionale Staffelstab-Übergabe der alten Garde an die neuen Helden wirklich meisterhaft. Das Zusammenspiel von nostalgischen Ikonen wie Han Solo und den jungen Rebellen funktioniert perfekt und ebnet den Weg für die nächste Generation.
Auch visuell zieht das Weltraumabenteuer alle Register und entführt die Zuschauer in faszinierende Settings. Von den staubigen, riesigen Schiffsfriedhöfen auf Jakku bis hin zu den dichten, grünen Wäldern von Takodana ist jede einzelne Kulisse atemberaubend und detailreich in Szene gesetzt. Die visuellen Effekte sind durchweg toll gemacht. Sie sind eine perfekte Mischung aus handgemachten Kulissen, praktischen Kreaturen-Effekten und modernem CGI. Dadurch wirkt diese fantastische Welt physisch greifbar. Untermalt wird das rasante Spektakel von einem absolut genialen, epischen Score von Altmeister John Williams, der vertraute Klänge mit wunderbaren neuen Motiven fantastisch verwebt.
Am Ende ist dieser Film ein sehr unterhaltsamer und mitreißender Auftakt der Sequel-Trilogie. Er geht erzählerisch zwar kein Risiko ein, begeistert aber durch sein enormes Tempo und unheimlich viel Herz. Ein echtes Muss… im Gegensatz zum direkten Nachfolger… ;)
Das 4K UHD Bild hat eine hohe Detailtiefe bei feinen Texturen wie Reys Kleidung, Sturmtruppler-Rüstungen und den Sandkörnern auf Jakku. HDR sorgt für echtes, tiefes Schwarz im Weltall und perfekt abgegrenzte, strahlende Spitzlichter bei Explosionen oder Blasterschüssen.
Die roten und blauen Lichtschwerter leuchten sehr intensiv. Dennoch bleibt das organische, analoge Filmkorn der 35mm-Aufnahmen von J.J. Abrams perfekt erhalten. Dunkle Szenen, wie Kylo Rens Verhöre, gewinnen durch die präzise HDR-Abstufung massiv an optischer Struktur.
Auch der deutsche Dolby Digital Plus 5.1 Ton überzeugt und liefert eine überraschend kraftvolle sowie dynamische Kulisse, die dem epischen Soundtrack und den Effekten absolut gerecht wird.
Der Subwoofer kommt tief herunter und die Dialoge sind jederzeit glasklar.
Regisseur James DeMonaco inszeniert dieses radikale Szenario nicht als globalen Actionfilm, sondern als beklemmenden Home-Invasion-Thriller, der ohne jegliche Längen direkt an die moralischen Abgründe unserer Leistungsgesellschaft führt.
Ethan Hawke glänzt als James Sandin, ein wohlhabender Verkäufer von High-Tech-Sicherheitssystemen. Er profitiert direkt von der Angst der Menschen. Doch als sein Sohn Mitleid zeigt und einem blutenden Fremden Zuflucht im verbarrikadierten Luxushaus gewährt, bricht die Hölle los. Eine Gruppe wohlhabender, maskierter Purger belagert das Anwesen und fordert die Herausgabe des Opfers.
Hier entfaltet der Film seine Sozialkritik: Die Gewalt ist kein zufälliges Chaos, sondern ein systematisches Werkzeug. Die „Säuberung“ dient der Oberschicht dazu, die Armen und Schwachen – jene, die sich keine teuren Schutzsysteme leisten können – gezielt zu eliminieren. Es ist eine mörderische Umverteilung von unten nach oben, getarnt als kathartische Reinigung für das Vaterland.
Die dichte Atmosphäre im verfinsterten Haus sorgt für nervenzerreißende Spannung. DeMonaco verzichtet auf unnötiges Vorgeplänkel und wirft das Publikum direkt in ein ethisches Dilemma: Ist das eigene Überleben den Tod eines Unschuldigen wert? The Purge ist ein kompromissloser, brutaler Spiegel der Gegenwart. Er zeigt auf erschreckende Weise, wie dünn die Decke der Zivilisation ist, wenn der Staat die Brutalität legalisiert und Mitgefühl zur Schwäche erklärt. Ein meisterhafter, finsterer Albtraum, der lange nachwirkt.
Das Bild ist gestochen scharf, zeigt jede Hautpore der Protagonisten, etwas kühlere Farben und bietet satte schwarzwerte ohne Detailverlust in dunklen Szenen. HDR sorgt für schöne Farbverläufe und Highlights wie metallische Gegenstände oder helle Lampen. Filmkorn ist fein aufgelöst und sorgt für ein filmisches Bild.
Der deutsche DTS;X Ton steht dem in nichts nach. Dialoge kommen präzise und sauber aus dem Center, der Subwoofer sorgt immer wieder mal für den nötigen Druck in den spannenden Szenen und auch der Score verteilt sich schön im Raum. Auch die Deckenlautsprecher werden sehr aktiv zum Beispiel beim Countdown zum Purge oder wenn die Sicherheits-Rolläden heruntergefahren werden.
Ein kleines Extra gibts nur auf der beiliegenden Blu Ray.