Der Hobbit: Die Trilogie (Kinofassung und Extended Version) 4K (4K UHD) Blu-ray

Original Filmtitel: The Hobbit: The Trilogy

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4K - ULTRA HD
Disc-Informationen
Extended Cut, Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, 6 Discs, 4k UHD (6x), HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
HD Keep Case im Schuber
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 7.1
Englisch Dolby Atmos 7.1
Englisch Dolby TrueHD 7.1
Italienisch DD 5.1
Spanisch DD 5.1
Tschechisch DD 5.1

Kinofassungen:
Deutsch DTS-HD Master Audio 7.1
Englisch Dolby Atmos 7.1
Englisch Dolby TrueHD 7.1
Englisch Dolby Digital 5.1 (Hörfilmfassung)
Italienisch Dolby Digital 5.1
Spanisch Dolby Digital 5.1
Tschechisch Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Extended Fassungen:
Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch für Hörgeschädigte, Chinesisch (vereinfacht), Dänisch, Finnisch, Koreanisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch, Thailändisch

Kinofassungen:
Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Spanisch, Thailändisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-100 GB
Bildformat(e):
3840x2160p UHD (2.39:1) @24 Hz 4K native, Dolby Vision, HDR10
Video-Codec:
Spieldauer:
533 Minuten
Veröffentlichung:
03.12.2020
 
STORY
8
 
Bild 4k UHD
10
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
1
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Das Film-Jahr 2020 stand bedingt durch die Corona-Pandemie unter keinem guten Stern: die teils massiven Einschränkungen im Eventbereich und den daraus resultierenden Verschiebungen bei Filmstarts auf die kommenden Jahre haben leere Kinos zur Folge. Wohl dem Filmfan, der ein Heimkino sein Eigen nennen darf und hier seinem Hobby weiterfrönen kann. Nachschub besteht hier jedoch zurzeit, mangels wirklicher Neu-Erscheinungen, meist nur aus Re-Releases in Sonderverpackungen. Hinzu gesellen sich nur wenige Klassiker, die erstmals ihren Weg auf die blaue Scheibe finden. Doch genau in diesem Segment sollen zum Jahresende noch zwei Blockbuster Wieder-Veröffentlichungen im Ultra HD Format erfolgen, auf die Fans des hochauflösenden Mediums schon lange warten: Die Rede ist hier von den beiden Mittelerde-Trilogien "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit", welche unter der Ägide von Regisseur Peter Jackson entstanden. Während die Nachfrage bei ersterer gar so groß war, dass sie eine Verschiebung nach sich zog, um dem Ansturm an Käufern gerecht zu werden, schafft es letztere auf Grund geringerer Vorbestellungen jedoch pünktlich in die Händler-Regale. Auch die Redaktion hat freundlicherweise ein Exemplar aus dem Hause Warner Home Video erreicht, welches im nachstehenden Review genauer unter die Lupe genommen werden soll. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den technischen Aspekten der Ultra HD Veröffentlichung, bei der inhaltlich - sowohl in der Kinofassung, als auch in der Extended Version aller drei Filme - alles beim Alten bleibt, was wiederum den schon erhältlichen Blu-ray Veröffentlichungen der entsprechenden Schnitt-Fassungen entspricht.

Story

Der Hobbit: Eine Unerwartete Reise
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Bilbo Beutlin (M. Freeman), ein Hobbit aus dem Auenland, wird eines Tages vom Zauberer Gandalf (I. McKellen) und 13 Zwergen besucht, die sich gemeinsam aufgemacht haben, um einen Schatz aus dem Berg Erebor zurück zu erobern. Der Schatz wurde von Smaug gestohlen, einem mächtigen Drachen. Obwohl Bilbo eigentlich keine Risiken mag, sich aber gerade in abenteuerlicher Stimmung befindet und die Zwerge ihm ein Vierzehntel des Schatzes als Belohnung für seine Hilfe versprechen, schließt er sich der Truppe an und reist mit ihnen in den Osten von Mittelerde ... Der Hobbit: Smaugs Einöde
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Nach der erfolgreichen Flucht aus dem Nebelgebirge reisen der Hobbit Bilbo Beutlin (M. Freeman) und seine Gefährten, die Zwerge und der Zauberer Gandalf (I. McKellen), weiter in Richtung Einsamer Berg. Dort wollen sie den Goldschatz vom Drachen Smaug (B. Cumberbatch) zurückstehlen. Doch nicht nur die Macht des gigantischen Drachen steht ihnen dabei im Weg. Auch die Orks und andere dunkle Wesen, sowie die unwegsame Passage durch den Düsterwald müssen vorher gemeistert werden. Als sich die Wege der Gruppe trennen, drohen sie zu scheitern. Doch unerwartete Hilfe in Form der kriegerischen Silvanelbin Tauriel (E. Lilly) und des widerstrebenden Elbenprinzen Legolas (O. Bloom) bringt neue Hoffnung ... Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere
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Nachdem der Drache Smaug (B. Cumberbatch) von den Zwergen um Thorin Eichenschild (R. Armitage) und dem Hobbit Bilbo Beutlin (M. Freeman) in seinem eigenen Reich herausgefordert wurde, macht er sich auf, zur Strafe Seestadt zu zerstören. Nur Bard der Bogenschütze (L. Evans), ein Erbe der Fürsten von Thal, stellt sich der mächtigen Kreatur entgegen, um die Menschen und seine Heimat zu retten. Während um Seestadt eine Verteidigungsschlacht tobt, verfällt Thorin der Gier und verrät Freunde und Weggefährten, um den Goldschatz im Berg allein zu haben - und damit die Macht. Doch nicht nur von Thorin geht Gefahr aus... Unbemerkt von Menschen und Zwergen hat Sauron Legionen von Orks unter Führung von Bolg (L. Makoare) entsandt, um die Gunst der Stunde zu nutzen und sowohl den Schatz zu sichern als auch die Menschen, Elben und Zwerge ein für alle Mal zu vernichten. Lediglich Gandalf der Graue (I. McKellen) und Bilbo erkennen die Gefahr für die freien, aber zerstrittenen Völker Mittelerdes. Die Angegriffenen müssen sich also entscheiden: entweder sie vereinigen sich und lassen ihre Konflikte hinter sich - oder sie werden alle untergehen... Testbericht: Der Hobbit: Eine Unerwartete Reise Knapp zehn Jahre nach Beendigung der „Ring“-Trilogie erlebt auch Tolkiens „Der Hobbit“ seine filmische Wiedergeburt. Und einmal mehr ist es Peter Jackson (ursprünglich sollte Guillermo del Toro das Zepter schwingen), der nach Mittelerde reist. Es ist kaum vermessen zu behaupten, dass die drei „Herr der Ringe“-Filme zum absolut Besten gehörten, was seinerzeit das Licht der Kinoleinwände erblickte. Schlug dem Neuseeländer zehn Jahre zuvor noch erhebliche Skepsis entgegen, wandelte sich die Erwartungshaltung nun grundlegend. Jeder erhofft sich von Peter Jackson nichts weniger als drei weitere Meisterwerke. Denn Der Hobbit – Eine unerwartete Reise ist nur der Anfang einer Trilogie, die bis Dezember 2014 abgeschlossen sein soll. Und spätestens an diesem Punkt macht sich doch ein leiser Hauch von Skepsis breit. Denn eine Frage, die sich unweigerlich aufdrängt, ist nicht von der Hand zu weisen: gibt ein gut 300-seitiges Buch überhaupt genug Stoff her, um drei Kinofilme mit Überlänge zu rechtfertigen. An dieser Stelle gönnt sich der Regisseur ein gewisses Maß künstlerischer Freiheit. Mussten bei der Verfilmung der ersten Trilogie noch Szenen des Buchs ausgelassen werden (manche Fans sind immer noch enttäuscht, dass es Tom Bombadil nicht auf die Leinwand geschafft hat), so wird die Geschichte des Hobbits nun um einige Elemente erweitert. Doch ist diese Erweiterung auch eine Bereicherung? Durchaus, denn Jackson bleibt dem Tolkien-Kanon treu. Zum Beispiel nimmt Gandalfs Zauberer Kollege Radagast der Braune eine größere Rolle ein, als sie ihm in der Vorlage zugestanden wurde. Prima, denn die Istari-Zauberer gehören zweifellos zu den mysteriösesten Wesen des Tolkien-Universums. Denn obwohl Gandalf eine tragende Rolle spielt, ist über den Orden nur wenig bekannt. Und als wäre Gandalf nicht schon ein kauziger Typ, so legt Radagast nochmal eine Schippe drauf.
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Den hyperaktiven Waldschrat bei seiner „Arbeit“ zu bestaunen, ist wirklich eine Schau. Auch auf der Gegenseite offenbaren sich einige Veränderungen. Größter Widersacher der munteren Reisegesellschaft ist der Ork Azog, der in der literarischen Vorlage ein frühes Ende nimmt, hier aber von Rachegelüsten erfüllt den Zwergen hart auf den Fersen bleibt. Apropos Zwerge. Die sind nun wirklich genauso, wie man sie sich vorgestellt hat. Ein chaotischer, liebenswerter Haufen, die ihrem Anführer, dem melancholischen Thorin Eichenschild bis ans Ende der Welt folgen würden. Zum Glück widersteht Jackson aber der Versuchung, die Zwerge durchgehend als komödiantisches Element zu missbrauchen. Dieses Schicksal widerfuhr Gimli in der ersten Trilogie leider zu oft. Natürlich bietet sich die bunte Truppe dazu an, das Zwerchfell des Zuschauers zu strapazieren. Doch gerade das Schicksal des Stammes vom Einsamen Berg fußt doch in großer Tragik. Seit sie vom Drachen Smaug aus ihrer Heimat vertrieben wurden, sind es letztlich heimatlose Wesen, die sich mit ihrem Schicksal jedoch niemals abgefunden haben. Die Motivation für ihre Reise zurück nach Erebor, erhält damit eine zutiefst glaubwürdige emotionale Erdung, die sie weit über den zu befürchteten „Comic Relief“ erhebt. Der titelgebende Hobbit wird vom Engländer Martin Freeman verkörpert. Seine Darstellung des unfreiwilligen Helden ist schlicht brillant. Es sind die kleinen Gesten und seine Mimik, die sein Schauspiel so glaubwürdig mit Leben füllen. Selbstverständlich sind auch einige bekannte Gesichter aus der „Ring“-Trilogie wieder mit von der Partie. Ian McKellen ist natürlich wieder als Gandalf dabei. Diese seine jüngere Inkarnation des Zauberers legt er sogar noch kauziger an, als in den Vorgängern. Eine der Schlüsselszenen des Films (neben der Konfrontation mit den hungrigen Trollen) ist natürlich Bilbos Ratespiel mit Gollum, der abermals von Andy Serkis „gespielt“ wird. Diese Begegnung ist für das aktuelle Abenteuer zwar eher nebensächlich, aber natürlich fällt Bilbo im Verlauf ein besonders wichtiger Gegenstand in die kleinen Hände, der später für das Schicksal von Mittelerde entscheidend sein soll. Alle diese kleinen Abenteuer, die vorher nur in der Vorstellung des Lesers lebten, transformiert Peter Jackson wieder einmal äußerst gelungen in bewegte Bilder. Das Mittelerde aus Der Hobbit schließt sich nahtlos an das Mittelerde aus Der Herr der Ringe an. Bekannte Gesichter und vertraute Orte machen es dem Zuschauer leicht, sich sofort wieder „heimisch“ zu fühlen. Natürlich profitiert Der Hobbit auch vom technischen Fortschritt der letzten zehn Jahre. Was ist echt, was wurde am Computer erschaffen? Diese Frage lässt sich kaum noch beantworten. Fakt ist, dass auch im Jahr 2012 die wunderschöne Landschaft Neuseelands von keiner Computeranimation übertroffen wird. (ml) Der Hobbit: Smaugs Einöde Grundsätzlich sei vorab noch einmal darauf hingewiesen, dass man als Filmfan gut daran tut, die "Hobbit Trilogie" nicht mit der "Herr der Ringe Trilogie" zu vergleichen. Während die Abenteuer des kleinen Hobbits bereits in der Buchvorlage nicht sonderlich viel Tiefe besaßen, war alleine die Charakterzeichnung sowie die Verzweigung in zahlreiche Subplots bei der Ring Geschichte um Frodo und Sam wesentlich diffiziler und komplexer. Das macht sich auch bei Der Hobbit – Smaugs Einöde wieder bemerkbar, bei dem vor allem die Action wieder großgeschrieben wird. Dennoch mangelt es wie gewohnt ebenfalls nicht an Humor, Herz und auch dem typischen Tolkien Flair, den Regisseur Peter Jackson mittlerweile aus dem Effeff beherrscht. Naja, solche aufwändige und epische Schlachten wie bei Der Herr Der Ringe gibt es hier leider nicht, was aber dafür durch einige spektakuläre Szenen (Stichwort: In den Höhlen des Erebor oder die Flussfahrt) wieder sehr gut wettgemacht wurde. Allerdings nur wenn man sich auf die Geschichte unvoreingenommen einlässt und die nostalgischen Werte der Filme von vor 10 Jahren beiseitelegt.
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Darüber hinaus befinden sich auch etliche zusätzliche Elemente im Film, die nicht aus der Originalvorlage stammen, sondern in den Köpfen der Drehbuchautoren entstanden. Dadurch wird aber eine gute Verbindung zur "Herr der Ringe Trilogie" hergestellt. Allein die Geschehnisse um den immer stärker werdenden Nekromanten tragen dazu enorm bei. Doch auch zusätzliche Figuren wie die Jung-Elbin Tauriel gespielt von Evangeline Lilly sorgen für zusätzliche Dynamik und erhöhen den Frauenanteil in der ansonsten sehr Männer-dominierten Handlung. So kommt es ebenfalls zu einem Wiedersehen mit dem Waldelben Legolas (erneut verkörpert durch Orlando Bloom), dessen Charakterisierung noch furioser dargestellt wird, als jemals zuvor. (sah) Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere Wieder einmal triff der fast schon legendäre Satz „gedreht vor den schönsten Greenscreens Neuseelands“ aus den Honest-Trailern auf Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere zu. Die visuelle Ästhetik der Hobbit-Trilogie bricht enorm mit der Herr-der-Ringe-Saga. Vergleichbar ist dies mit dem Wechsel der ersten Star-Wars-Trilogie zu den späteren Prequels. Ob man diesen künstlichen, beinahe sterilen Look schätzt oder ablehnt, muss jeder für sich entscheiden. Klar ist, dass die Effekte in Die Schlacht der fünf Heere zwar hochwertig, aber stets als solche erkennbar sind. Warum dies noch vor der Kritik an der eigentlichen Geschichte Bestandteil dieses Reviews ist? Nun, weil der Plot des Finales der Hobbit-Saga im Grunde rudimentär bleibt. Ungelogen besteht das Gros des Films aus bombastischen Kampfszenen, die in ihrer schieren Masse jedoch an Wucht verlieren. Die Art der Inszenierung erinnert an Krawallmacher Michael Bay: Es rummst und knallt zwar an allen Ecken und Enden, doch da man kaum emotionale Bindung zu den Charakteren entwickelt, ist einem als Zuschauer meistens egal, wer da gerade wem eins auf die Mütze haut.
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Zumal Regisseur Peter Jackson so sehr auf das Spektakel an sich fokussiert ist, dass er vergisst, dem Zuschauer Kontexte mit auf den Weg zu geben: Als sich immer mehr und mehr Fraktionen in die Kämpfe einklinken, hat man als Zuschauer kaum einen Überblick, wie die Motivationen der einzelnen Heere überhaupt aussehen. Gerettet wird Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere in erster Linie von seinem tollen Cast. Martin Freeman erdet das Franchise einmal mehr im Alleingang, auch wenn er weiterhin zu wenig zu tun bekommt. Ian McKellen verkörpert den Zauberer Gandalf mit der gleichen Spielfreude, welche schon jede Szene in "Herr der Ringe" mit ihm zum Genuss machte. Schwachpunkt bleiben weiterhin die Zwerge – wenn man sich auch nach drei Filmen und fast neun Stunden Spielzeit kaum einen ihrer Namen merken kann, sagt das über ihre Charaktere viel aus. Dafür können ihre Darsteller freilich wenig. Dies ist die Schuld der Drehbuchschreiber. Ist Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere nun ein würdiges Finale? Für die durchwachsene Hobbit-Saga kann man dies auf jeden Fall sagen. Als vermutlich letzter Film aus Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Filmuniversum bestärkt auch Teil 3 den Eindruck des verschenkten Potentials. Was bleibt, ist ein solider Fantasy-Film mit ambivalenter Optik, der trotz seiner Länge rasant unterhält und ausreichend Spaß und Spannung für einen Filmabend mit Freunden bietet. (anw)

Bild 4k UHD

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Die Realszenen der "Hobbit Trilogie" wurde seinerzeit schon digital in 5K gedreht, von denen man dann ein 2K Digital Intermediate erstellte, passend zu den ebenfalls in 2K gerenderten Effekten. Für die Ultra HD Umsetzung griff man nun allerdings wieder auf die Originaldaten der Realszenen zu, fertigte von diesen ein 4K Digital Intermediate an, in welches man dann hochskalierte Effekte integrierte. Zur Verbesserung des Kontrastverhältnisses und zur Erweiterung des Farbraums nutzte man dann sowohl HDR10 als auch Dolby Vision. Das Endergebnis gehört nun zum Besten, was man derzeit im Ultra HD Format kaufen kann und bietet somit fast durchgehend Referenz-Material. Bei keinem der drei Teile hat man auch nur ansatzweise das Gefühl, dass es sich hierbei um "ältere" Titel handeln könnte, nein - hier spielt man ganz oben auf dem Niveau aktueller Produktionen mit. Noch nie hat man Mittelerde so detailliert, farbenprächtig und scharf gesehen. Man entdeckt die Filme förmlich neu und kann sich gar nicht satt genug sehen, seien es die saftigen grünen Wiesen des Auenlandes, die kargen und felsigen Steppen, der von Spinnen beheimatete Düsterwald, das Innere des einsamen Berges Erebors oder die zahlreichen andere Höhlen, Dörfer und Städte, die auf der Reise der Gemeinschaft durchschritten werden. Hier werden sämtliche Töne der Farbpallette wiedergegeben, welche stets in ihren einzelnen Schattierungen voneinander zu unterscheiden sind. Blumenwiesen, Felsmassive oder die herbstlichen Blätter der Baumspitzen - hier hat man vor allem bei den zwischendurch eingestreuten Naturaufnahmen öfters das Gefühl, einen Ausschnitt aus einem neuen "Planet Erde" Teil zu sehen. Die Kostüme der verschiedenen Charaktere sind nun bis ins kleinste Detail zu erkennen, ja sogar einzelne Fasern und Fussel kommen hier nun zum Vorschein. Das eigensetzte Dolby Vision verrichtet seine Arbeit hier auf allerhöchster Güte und zaubert selbst an den dunkelsten Orten noch feine Details auf den Schirm. Während es sonst bei dessen Einsatz schon mal zu einem abgedunkelten Bild kommt, passt hier alles perfekt zu einander. Auch die hochskalierten Effekte integrieren sich nahezu unbemerkt ins Gesamtbild, wirklich nur selten kann man ihre Computer-Herkunft ausmachen. Sicher, mit Abschnitten, in denen Elben federleicht durch die Bäume oder von Fels zu Fels hüpfen, muss man auch hier Vorlieb nehmen - diese "Design-Entscheidungen" sorgten aber ja auch schon beim Kino-Release der einzelnen Filme für Kritik und haben an sich nichts mit der Bild-technischen Umsetzung zu tun. Während die ersten beiden Teile noch wie aus einem Guss wirken, so neigen beim dritten Teil vor allem die am helllichten Tag spielenden Abschnitte etwas zu Überstrahlungen. Auch fällt natürlich hier am meisten auf, dass man in den Reihen der verschiedenen Armeen teils mit "Copy & Paste" gearbeitet hat, womit also auch an diesen Stellen die CGI nicht völlig unbemerkt bleiben kann. Dennoch hat man die Filme bisher noch nicht in solch einem Glanz gesehen. Schön auch, dass es Bild-technisch keinen Unterschied zwischen Kino-Fassung und Extended Version gibt. Hier scheint man wirklich die längere Version als Ausgangsbasis genommen zu haben, um daraus dann vermutlich durch erneutes Schneiden die kürzeren Varianten zu erstellen. (jp)

Tonqualität

Neben einigen europäischen Sprachfassungen (die es abgesehen vom dritten Teil nur in der Kinofassung gibt) wurde den beiden folgenden Tonspuren während des Tests die Hauptaufmerksamkeit geschenkt: - Deutsch DTS-HD Master 7.1 - Englisch Dolby Atmos (inkl. Dolby True HD 7.1 Kern)
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Auf Seiten der deutschen Tonspur gibt es leider kein Upgrade: hier beließ es der Publisher weiterhin bei den schon bekannten HD-Tonspuren. Sieht man davon ab, dass diese ein wenig zu gering im Grundpegel abgemischt wurden und auch im Tiefbass-Bereich noch deutlich Luft nach oben lassen, so machen sie ihre Sache dennoch recht solide. Die Effektkanäle werden hier immer wieder sehr gut eingebunden und sorgen vor allem in den action-reichen Momente für die richtige Atmosphäre. Zu dieser tragen auch die tollen Soundtrack-Stücke bei, in denen das Maintheme der Hobbit-Trilogie oftmals in unterschiedlichen Interpretationen dargeboten wird. Die Dialoge sind stets gut zu verstehen und gehen auch im Getöse von Wellen, im Kampf mit dem Drachen Smaug oder eben während der finalen Schlacht der fünf Heere nicht unter. Dass man das alles aber noch mal locker toppen kann, zeigt dann der neue Atmos-Mix bei der englischen Originalspur: während man bei anderen nachträglichen mit 3D-Sound abgemischten Filmen nur hier und da ein paar Akzente setzt, liefert die Hobbit-Trilogie auch hier Referenzwerte. Angefangen beim wesentlich höheren Pegel, über einen deutlich bessern Tiefbass (der aber hier und da immer noch etwas an Druck vertragen könnte) als auch beim Einsatz der Effekt-Kanälen, die hier nun passende Unterstützung von den Deckenlautsprechern bekommen. Vogelgezwitscher im Auenland, Gandalfs Feuerwerk schnellt gen Himmel, in den Höhlen hallen nun die Rufe der Zwerge, Smaugs tiefe Stimme hüllt den Zuschauer ein, sind dabei nur einige Beispiele der zahlreichen Atmos-Einsätze. Bei der schnellen Flucht in den Weinwässern über den Fluss brechen nun die Wellen wortwörtlich über den Köpfen der Zwerge zusammen und im Kampfgetümmel sausen Schwerter und Pfeile über den Zuschauer hinweg. Nein, hier hat man wirklich nicht das Gefühl, es wäre etwas auf Biegen und Brechen auf einen 3D-Sound getrimmt wurden - hier passen die Effekte wie die Faust aufs Auge. Ein wenig Luft nach oben bleibt zwar auch hier, denn ab und an hätte man sich sogar noch mehr Überkopf-Effekte gewünscht. Alles in allem wäre das aber Meckern auf sehr hohem Niveau und ist auch abhängig vom Geschmack des Zuschauers. Wirklich sehr schade, dass man dieses Erlebnis nicht auch für alle anderen Tonspuren liefern kann. Wann begreifen die Publisher, dass auch der Ton zum Gesamtpaket gehört und man sich nicht nur aufs Bild konzentrieren sollte. Denn auch wenn man durch Up-Mixer eines AV-Receivers noch etwas herausholen kann - das gleiche Ergebnis erzielt man damit nicht. Insofern erhält die deutsche Tonspur, die maßgebend für die abschließende Bewertung ist, aus heutiger Sicht dann auch zwei Punkte Abzug, im Vergleich zur damaligen Full HD Bewertung. O-Ton Fans dürfen hier also die volle Punktzahl berechnen. (jp)

Ausstattung

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Dem Ultra HD Set, welches aus insgesamt sechs Disks besteht (je eine für die Kinofassung und eine für die Extended Version) liegen ansonsten leider keinerlei Extras bei - immerhin veröffentlicht man diesmal nicht erst die Kinofassung und danach die Extended Version. Keine Spur auch von den Blu-ray Fassungen, die zumindest auf dem Cover der im Pappschuber schlummernden Amaray angekündigt wird. Auf dem Schuber selbst werden die Full HD Fassungen hingegen nicht erwähnt. Merkwürdig ist auch das blaue Case, in dem die sechs Disks stecken: Ist diese Farbe in der Regel eigentlich den Full HD Formaten vorbehalten, während man bei Ultra HD Ausgaben vornehmlich auf schwarze Cases setzt. Ob dies jetzt nur an den Review-Mustern liegt, die der Redaktion zur Verfügung gestellt wurden? Eigentlich eher unwahrscheinlich, da die Muster aus dem Hauser WARNER in der Regel immer den finalen Produkten entsprechen. Daher bleibt abzuwarten, was schlussendlich beim Händler des Vertrauens landen wird. Fakt ist hingegen, dass es lediglich die Filme im Ultra HD Format sein werden. Wer das Bonus-Material nicht missen möchte, der muss bis auf weiteres auf die bisherigen Blu-ray Ausgaben zurückgreifen. (jp)

Fazit

Mit der "Hobbit Trilogie" findet eines des größten Fantasy-Franchise nun endlich auch ihren Weg auf die Ultra HD und macht dabei einer dermaßen guten Figur, dass man sowohl Bild-technisch als auch akustisch fast ausnahmslos von Referenz-Material sprechen kann. Dass man "fast" sagen muss, liegt dabei einmal wieder an der deutschen Synchronisation, der man leider kein Upgrade zu einem 3D-Soundformat spendierte. Die schon aus der Full HD Veröffentlichung bekannten HD-Tonspuren für die heimische Sprachfassung können anno 2020 im Vergleich mit dem neuen O-Ton im Dolby Atmos Gewand leider nicht mehr mithalten. Ebenfalls schade, dass man die Ultra HD Veröffentlichung zunächst ohne jegliches Bonus-Material und überarbeitete Blu-rays in den Handel stellt. In wie weit hier im kommenden Jahr durch weitere Veröffentlichungen Abhilfe geschaffen werden kann, bleibt abzuwarten. Für Fans, die es nur rein auf die Filme in ihrer derzeit bestmöglichen Qualität abgesehen haben, ist die hier vorliegende Veröffentlichung aber auf jeden Fall jeden Cent wert. Man darf also gespannt sein, wie die Umsetzung der deutlich beliebteren "Der Herr der Ringe" Trilogie geraten ist, welche mit leichter Verspätung hoffentlich auch bald die Redaktion erreicht - es scheint aber so, als wenn sich auch hier etwas ganz Großes ankündigt. (jp) (Jörn Pomplitz, André Westphal)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 30.11.2020

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5 Bewertung(en) mit ø 4,00 Punkten
 
STORY
4.6
 
BILDQUALITäT
5.0
 
TONQUALITäT
4.4
 
EXTRAS
2.0

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