Doctor Sleeps Erwachen 4K (Kinofassung und Director's Cut) (4K UHD + Blu-ray) Blu-ray

Original Filmtitel: Doctor Sleep (2019)

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4K - ULTRA HD
Disc-Informationen
Directors Cut, Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, 3 Discs, BD (2x), 4k UHD (1x), 16:9 Vollbild, HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DD 5.1
Englisch Dolby Atmos
Englisch Dolby TrueHD 7.1
Englisch (Hörfilmfassung) DD 2.0
Französisch DD 5.1
Polnisch DD 5.1
Spanisch DD 5.1
Tschechisch DD 5.1
Türkisch DD 5.1

Extended Cut (nur auf Blu-ray):
Englisch Dolby Atmos
Englisch Dolby TrueHD 7.1
Englisch DD 5.1

Blu-ray Kinofassung:
Deutsch DD 5.1
Englisch Dolby Atmos
Englisch Dolby TrueHD 7.1
Englisch (Hörfilmfassung) DD 2.0
Polnisch DD 5.1
Tschechisch DD 5.1
Thailändisch DD 5.1
Türkisch DD 5.1
Untertitel:
4K UHD:
Deutsch für Hörgeschädigte, Bulgarisch, Chinesisch (traditionell), Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Chinesisch (vereinfacht), Kroatisch, Niederländisch, Polnisch, Rumänisch, Slowenisch, Spanisch, Thailändisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch

Blu-ray:
Deutsch für Hörgeschädigte, Bulgarisch, Chinesisch (traditionell), Englisch für Hörgeschädigte, Chinesisch (vereinfacht), Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Slowenisch, Thailändisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-100 GB
Bildformat(e):
3840x2160p UHD (1.85:1) @24 Hz 4K native, Dolby Vision, HDR10+
Video-Codec:
Spieldauer:
180 Minuten
Veröffentlichung:
28.05.2020
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STORY
8
 
Bildqualität
9
 
Bild 4k UHD
9
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
5
 
Gesamt *
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Verfilmungen des amerikanischen Erfolgsautors Stephen King finden aktuell sowohl auf der großen Leinwand, als auch im Fernsehen großen Anklang. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis die Fortsetzung zu Kings Roman "The Shining" - welcher bereits 1980 von Stanley Kubrick verfilmt wurde - ebenfalls ihren Weg ins Kino findet. "Doctor Sleeps Erwachen" erscheint nun auch für Heimkino und wird dabei Vertrieb von "Warner Home Video" sowohl auf Blu-ray als auch im 4K Ultra HD Format ausgewertet. Neben der Kino-Fassung des Films, welche allein schon gut 150 Minuten lang ist, liegt dem Set auch eine separate Disk mit dem Director's Cut im Full HD Format bei, welche es auf eine Laufzeit von 180 Minuten bringt. Zum Leidwesen der deutschen Zuschauer liegt die längere Fassung aber lediglich im Originalton vor - O-Ton Fans dürfen sich hier - wie auch in der Kino-Fassung - hingegen auf einen modernen Dolby Atmos Mix freuen. Im nachfolgenden Review wurde aufgrund dessen lediglich die Kino-Fassung als Basis für die Bewertung herangezogen - schließlich richten man sich hier in erster Linie an die deutsch-sprachigen Zuschauer. Was die Fortsetzung des Klassikers nun zu bieten hat, ergründen die nachstehenden Zeilen.

Story

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Der kleine Danny (R.D. Floyd) ist auch drei Jahre nach den Ereignissen im Overlook Hotel in sich gekehrt und schweigsam. Immer noch verfolgen ihn die Dämonen aus dem schrecklichsten Winter seines bisherigen Lebens und das obwohl er zusammen mit seiner Mutter Wendy (A. Essoe) ins ferne Florida gezogen ist. Doch mit Hilfe des Kochs Dick Hallorann (C. Lumbly) lernt er, gegen die Geister der Vergangenheit zu bestehen und dabei sein Shining wirksam unter Kontrolle zu bekommen. Doch dies alles kann nicht verhindern, dass Dan (E. McGregor) als Erwachsener wie sein Vater dem Alkohol verfällt und rastlos von Ort zu Ort zieht. In dem kleinen verschlafenen Örtchen Frazier findet er jedoch scheinbar seine Berufung: als Hausmeister in einem Hospiz verhilft er den Sterbenden dank seiner Gabe zu einem friedlichen Übergang in den Tod. Eines Tages nimmt er jedoch per Shining den Hilferuf der jungen Abra (K. Curran) wahr, welche von der Gruppe des "Wahren Knoten" und deren Anführerin "Rose The Hat" (R. Ferguson) verfolgt wird. Die Gruppe macht schon seit Jahrhunderten Jagd auf Kinder mit der Shining-Gabe, da ihnen deren spezielle Fähigkeit - von ihnen "Steam" genannt - zu einem langen Leben verhilft. In Abra sehen sie eine unermesslich große Quelle, die ihren bitter nötigen Nachschub lange sichern würde. Nach anfänglichem Zögern beschließt Dan jedoch Abra zur Seite zu stehen, doch um den "Wahren Knoten" und seine Mitglieder zu besiegen, muss sich Dan noch einmal seinen Dämonen stellen. Dazu ist eine Rückkehr ins Overlook unumgänglich, was das Leben aller Beteiligten einmal mehr verändern soll.
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Die Verfilmung des ersten Shining-Romans durch Stanley Kubrick - welche im vergangenen Herbst erstmals in ihrer Langfassung im Full HD und Ultra HD Format erschien - spaltete die Meinung der King-Fans: attestierte man Kubrick zwar einen sehr guten Psycho-Thriller, der den aufkeimenden Wahnsinn - hervorgerufen durch die Abgeschiedenheit in einem eingeschneiten Hotel - seines Hauptprotagonisten zeigt, so kreidete man ihm gleichzeitig die wenig werkgetreue Umsetzung des Erfolgsromans an. Zu viele Änderungen ließen das eigentliche Shining in den Hintergrund treten, womit auch die mystischen Elemente auf ein Minimum reduziert wurden. Daher stellt sich nun bei der Fortsetzung erneut die Frage: was ist vom eigentlichen Roman diesmal übriggeblieben? So viel schon einmal vorab: Auch hier gibt es wieder einige Unterschiede, die jedoch diesmal nicht ganz so gravierend ausgefallen sind. Nachdem man zunächst Akiva Goldsman mit der Umsetzung beauftragte, von dessen Arbeit scheinbar aber nicht ganz überzeugt war, setzte sich Regisseur Mike Flanagan in und schrieb das Drehbuch komplett um. Für ihn ist es dabei schon die zweite Adaption eines King-Romans, geht doch auch die Verfilmung von "Das Spiel (original: Gerald's Game)" auf sein Konto. Die entstandenen Unterschiede zum Buch im Falle von "Doctor Sleeps Erwachen" kamen jedoch auch bei Stephen King sehr gut an, was man im Übrigen auch dem Bonus-Material entnehmen kann. Flanagans Fassung wirkt hier etwas passender, vor allem im Hinblick auf eine Kino-taugliche Umsetzung. Doch Roman-Fans sollten hier keine Angst haben: die wesentlichen Grundzüge sind auch in der Flanagan-Interpretation des Stoffes vorhanden, wurden jedoch mit einem erneuten Besuch im Overlook-Hotel sehr gut erweitert und bilden damit die perfekte Brücke zu Kubricks Klassiker. Doch der Reihe nach: Zuschauer, welche den Erstling nicht kennen, werden anfänglich so ihre Schwierigkeiten haben. Denn einige Dinge, wie zum Bespiel das Shining selbst, aber auch viele der alten Charaktere werden hier nicht näher beschrieben - hier scheint man wirklich davon auszugehen, dass nur "Kenner" zu den Zuschauern zählen. Zwar ist der Film auch ohne Vorkenntnisse nicht völlig "unschaubar", dennoch büßt man so jede Menge Atmosphäre und Anspielungen ein, die ein besseres Verständnis im Hinblick auf die gezeigten Ereignisse bringen würden. Aber auch Zuschauer die den Fortsetzungsroman noch nicht gelesen haben, wird der Einstieg zunächst recht schwerlich gemacht. Denn die ersten 45 Minuten fragt man sich des Öfteren, was einem der Film überhaupt erzählen will. Hinzu kommt, dass hier einige Figuren vorgestellt werden, die später eigentlich gar keinen bzw. kaum Auswirkung auf die Handlung haben. Doch hat man dies erst einmal "überstanden", nimmt einen der Film fortan mit auf eine mysteriöse und spannende Reise. Das Shining steht hier deutlich mehr im Vordergrund, als es noch bei Kubricks Verfilmung war. Auch merkt man hier deutlich, dass King in der Fortsetzung seinen Fokus auch auf die Kinder ausgelegt hat - sicher nicht ganz so, wie es zum Beispiel in der ebenfalls recht aktuellen Neuverfilmung von "ES" der Fall ist, dennoch ist die Jungdarstellerin hier fast gleichberechtigte "Partnerin". Der Film ist dabei in drei Zeitebenen aufgeteilt und beginnt im Jahre 1982, wo er die Nachwehen aus dem ersten Teil zeigt. Hier sehen wir zunächst den jungen Danny und seine Mutter Wendy, die hier durch Roger Dale Floyd und Alex Essoe dargestellt werden. Hierdurch legt man den Grundstein für die folgenden Jahre, in denen Danny gelernt hat, mit dem Shining umzugehen. Ein Wiedersehen gibt es hier auch mit Koch Dick Hallorann, welcher diesmal von Carl Lumbly verkörpert wird. Dann macht die Geschichte zunächst einen Sprung ins Jahr 2001 und zeigt, was inzwischen aus dem erwachsenen Dan geworden ist. In dessen Haut schlüpft fortan Ewan McGregor, der sowohl den versoffenen und abgestürzten, als auch später den gestärkten und über sich hinauswachsenden Charakter sehr überzeugend spielt. Im Gegensatz zur längeren Fassung, geht man hier in dessen Entwicklung etwas schneller voran, was aber durchaus gut gelungen ist - womit man aber auch schnell im Jahr 2019 landet. Etwas schwerer hat es da schon Rebecca Ferguson in ihrer Roller der "Rose The Hat". Trotz sehr gut gelungener Performance braucht es bei ihr etwas, bis man ihren Charakter zu schätzen weiß - was jedoch auch an dem geheimnisvollen Aufbau ihrer Figur liegen könnte. Ist aber erst einmal klar, was hinter ihr und ihrer Gruppe steckt, so gelingt es auch ihr, einen komplett in ihren Bann zu ziehen. Dies weiß die junge Kyliegh Curran in der Rolle der Abra direkt von Anfang an. Sie ist mental und psychisch wesentlich stabiler und stärker, als es Danny in ihrem Alter war, was natürlich auch an dem ausgeprägteren Shining liegt. McGregor und Curran harmonieren vor der Kamera sehr gut zusammen und ergänzen sich dabei optimal. Auch die Nebenrollen sind mit Cliff Curtis als Dans Mentor Billy Freeman, Bruce Greenwood in der Rolle des Hospiz-Arztes Dr. John Dalton oder Henry Thomas, der in den Charakter von Jack Torrance schlüpft, sehr gut besetzt. Ja, richtig gelesen - auch Jack Torrance erhält hier wieder einen Auftritt, über den der Spoiler-Gefahr - zumindest für die Nicht-Kenner - an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden soll. Nur so viel: es soll nicht der einzige alte Bekannte sein, welcher Dan und Abra mit der Zeit über den Weg läuft - wer einmal ins Overlook "eingecheckt" hat, bleibt scheinbar auf Ewig Gast dieses Etablissements.
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Dieses ist dann im Finale wieder Ort des Geschehens und bringt viele Erinnerungen an den Erstling hoch. Ab hier ist man dann spätestens wirklich im Vorteil, wenn man Film oder Roman des Klassikers kennt. Hier gibt es nämlich haufenweise Anspielungen, sowohl in optischer Form, als auch bei den Handlungen. Einige Szenen wurden hier als Hommage fast 1:1 aus Kubricks-Werk übernommen. Gegenüber dem Fortsetzungs-Roman hat sich Regisseur Flanagan hier jedoch die wohl größten Unterschiede herausgenommen, spielt das Buch-Ende doch auf einem Camping-Platz, dessen Grund auf dem abgebrannten Overlook-Hotel steht. Doch Flanagans Idee passt hier wie Faust aufs Auge und rundet den Film sehr gut ab. Als Leser des neuen Romans könnte auch die alternative Film-Darstellung des "Wahren Knotens" auf kontroverse Meinung stoßen. Während diese zwar auch hier im Camping-Wagen durch die Lange reist, einer Hippie-Vampir-Kommune gleicht und Kinder quasi zum Fressen gern hat, so werden diese im Buch jedoch von einer mysteriösen (Kinder-)Krankheit befallen, dessen Heilung Abras besonders starker Steam verspricht. Davon ist im Film nicht Rede, hätte hier jedoch auch sehr gut gepasst. In Sachen der Kinder-Opferung gleicht man sich dann hingegen wieder. Eine davon wird sehr emotional und intensiv von Jung-Darsteller Jacob Tremblay dargestellt, der Zuschauern aus "The Book of Henry" oder "Predator - Upgrade" bekannt sein dürfte. Insgesamt ist Mike Flanagan hier eine sehr gute Buch-Interpretation gelungen. Man merkt ihr deutlich an, dass sie von einem "anderen" Stephen King geschrieben wurde. War der Erstling noch von Kings eigener Alkohol-Sucht geprägt, in der er seine Ängste vor den Ausmaßen der heimtückischen Krankheit verarbeitete, so ist in der Fortsetzung nun zu erkennen, dass der Autor hier in geheiltem Zustand die wesentlich positivere Seite von Jack Torrance in Form seines erwachsenen Sohnes darstellen konnte. Zuschauer denen Kubricks Film vielleicht zu unmysteriös und langatmig gewesen ist, sollten der Flanagan-Fortsetzung aber definitiv einmal eine Chance geben. Hier ist die Atmosphäre deutlich dichter, Langeweile sucht man auch trotz der gut 150 Minuten Laufzeit ebenfalls vergebens und die teils alternative Sichtweise gegenüber dem Roman passt hier auch wesentlich besser, da die wesentlichen Kernelemente hier deutlich stärker zum Vorschein kommen. Für King-Fans ist der Film sowie so ein Muss, auch sie sollten unter dem Strich voll auf ihre Kosten kommen. Diese Verfilmung gehört jedenfalls zu den guten - und das soll bei der Anzahl der eher mauen King-Adaptionen schon etwas heißen.

Bildqualität

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Bei der Adaption des Fortsetzungs-Romans setzte man auf komplett digitale Aufnahme-Techniken, die man hier und da durch Stilmittel etwas auf alt getrimmt hat, um vor allem den Übergang zwischen den beiden Teilen besser zu vollziehen. So sind die Anfangsszene etwas weicher, ja manchmal schon ein wenig verwaschener, was sich aber mit fortschreitender Zeitlinie immer mehr neutralisiert. Immerhin verzichtete man auf ein nachträgliches Einfügen von Filmkorn, was bei dessen Gegners sicherlich auf Zustimmung trifft. Im "Hier und jetzt" präsentiert sich das Bild dann gestochen scharf und sehr detailliert, mit einer sehr natürlichen Farbgebung. Später, wenn man noch mal ins Overlook-Hotel wechselt, werden die Farben der historischen Teppiche und Einrichtungen dann noch einmal etwas intensiviert um den Look der 1980er Jahre zu vermitteln. Der Schwarzwert liefert hier eine sehr gute Arbeit und verhindert Detailverluste in weniger gut ausgeleuchteten Abschnitten, die es vor allem Richtung Finale gibt. Die CGI-Elemente wurden alles in allem sehr gut integriert, nur hin und wieder ist das "effektvolle" Ableben der Mitglieder des "Wahren Knoten" doch als Computer-Effekt erkennbar. Bei Close-Ups werden dann einzelnen kleine Härchen und feine Grübchen gut sichtbar, ebenso ist es bei den filigranen Rissen an der Tafel in Dans Zimmer der Fall.

Bild 4k UHD

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Durch die komplett digitale Aufzeichnung wurde aus den Aufnahmen ein vollwertiges 4K Digital Intermediate erstellt, welches dann mit sämtlichen HDR-Formaten (HDR10, HDR10+ und Dolby Vision) zur Verbesserung des Kontrastverhältnis und zur Erweiterung des Farbraums versehen wurde - Dolby Vision wurde dabei für das hier vorliegende Review verwendet. Dies macht sich insgesamt in einem etwas dunkleren Bild im Vergleich gegenüber der Blu-ray bemerkbar. Überhaupt wirkt das Bild der Full HD Fassung hier wieder etwas harmonischer, riesige Verbesserungen sollte man hier von der Ultra HD nicht erwarten. Zwar liefert diese aufgrund der höheren Auflösung wieder einige Detailverbesserungen, diese fallen aber nicht besonders gravierend aus. Auch die Tiefenschärfe könnte hier noch etwas ausgeprägter sein, liefern einige andere 4K Fassungen doch oftmals schon fast dreidimensionale Ansätze. Damit ist die 4K natürlich keines Weges schlecht - sie wird vermutlich ihr ganzes Können vor allem auf großen Diagonalen ausspielen. Auf dem hier verfügbaren 55 Zoll OLED machten sich aber hingegen keine allzu großen Unterschiede bemerkbar - was allerdings auch für eine sehr gute Full HD Umsetzung spricht.

Tonqualität

Neben zahlreichen Europäischen Tonspuren wurden die folgenden beiden Hauptspuren, die jeweils auf Blu-ray und 4K UHD vorhanden sind: - Deutsch Dolby Digital 5.1 - Englisch Dolby Atmos (inkl. Dolby True HD 7.1 Kern)
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Auf dem Papier bekommen Zuschauer der deutschen Synchronisation zunächst einmal wieder nur eine klassische Dolby Digital Spur "vorgesetzt", während die englische Originalspur mit einem modernen Dolby Atmos Mix daherkommt. In der Praxis sieht das ganze dann aber bei weitem nicht so schlimm aus, wie es sich liest, denn die klassische Tonspur zeigt hier noch einmal eindrucksvoll, was in ihr steckt. Hier schwirren die Stimmen während der Shining-Kommunikationen losgelöst durch den Raum, immer wieder flankieren Umgebungsgeräusche den Zuhörer und der Subwoofer darf auch des Öfteren beherzt eingreifen. Vergleicht man hier die reine 2D-Ebene mit dem englischen Atmos-Mix, so kommen nur marginale Unterschiede in Punkto Pegel auf - das Original hat hier leicht die Nase vorn. Die heimischen Dialoge sind jederzeit klar verständlich, was auch an den motivierten Sprechern der deutschen Synchro liegt, welche bei der Berliner RC Production Kunze & Wunder GmbH & CO. KG, unter der Dialogregie von Tobias Meister entstanden ist. Den größten Vorteil spielt der O-Ton dann bei der Unterstützung der Deckenlautsprecher aus, deren Einsatz die intensive Atmosphäre noch einmal steigern kann. Ebenfalls erhält hierdurch auch der Soundtrack noch einmal zusätzliches Volumen, ebenso geschieht dies bei den losgelösten Stimmen, die hier teilweise nun von der Decke kommen. Insgesamt schlägt sich die deutsche Synchro im Vergleich aber sehr gut und sollte bei der Kaufentscheide keine Rolle spielen.

Ausstattung

Das Bonus-Material liegt sowohl auf Blu-ray als auch auf der Ultra HD vor: - Von Shining zu Sleep (4:56 Min.) - Making-of Stephen Kings Doctor Sleeps Erwachen: Eine neue Vision (13:57 Min.) - Rückkehr zum Overlook-Hotel (14:59 Min.) - Bonus Disk mit Director's Cut (nur im O-Ton)
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Den Auftakt macht ein Interview mit Regisseur Mike Flanagan und Stephen King. Der Autor gibt hier noch einmal zu Protokoll, dass "Shining" seinerzeit von einem Mann geschrieben wurde, der Angst hatte, unter Alkohol-Einfluss seiner Familie etwas antun zu können. Bei "Doctor Sleeps Erwachen" ist der gleiche Mann nun abstinent und hat seine Angst überwunden, was einen losgelösteren Roman zu Tage brachte. King attestiert Flanagan eine tolle Verfilmung seines Fortsetzungs-Romans, aber auch eine passende Weitererzählung von Kubricks "Shining". Im Making-Of erzählt King noch einmal, dass er sehr angetan von Flanagans Script zur Verfilmung war. Dessen großer Wunsch es war wiederum, den Roman auf die Leinwand bringen zu dürfen. Man erfährt hier auch, dass "Abra" aus einer Anzahl von fast 1000 Bewerberinnen ausgewählt wurde. Die Idee zu "Doctor Sleep" kam King, als er viel zwischen Florida und Main reiste - hier hatte er auf einem der zahlreichen Rastplätze den Gedanken, dass in den vielen Wohnmobilen Teufelsanbeter leben könnten - und so kam eines zum anderen. Weiter geht es mit den Darstellern des "Wahren Knoten", die hier den Hintergrund zu ihren Figuren erklären. Sehr emotional war dabei der Dreh der Tötungsszene des "Baseballjungen", in der Jacob Tremblay bei allen für Gänsehaut sorgte und bei vielen Abwesenden gar Unbehagen auslöste. Im dritten Feature erinnert sich Flanagan an Kubricks "Shining" und was man alles unternahm, um das Set zum Overlook-Hotel wiederherzurichten. Das Set wurde in nur 6 Wochen neu gebaut, dabei konzentrierte man sich auf einige Haupträume, wie die Lobby oder die Gänge vor den Aufzügen aus dem Klassiker. Man nahm sich zwischendurch auch immer wieder Zeit für einige Späßchen, wie zum Beispiel einer Tour auf einem Riesen-Dreirad durch das Overlook-Set. Viel Mühe gab man sich auch bei den "Bewohnern" des Overlook, die hier quasi ihren zweiten Frühling erleben. Ebenso versuchte man manche Momente aus dem Original 1:1 wiederzugeben. Dazu gehörten natürlich auch das berühmte Hecken-Labyrinth oder Zimmer 237. Vor allem Kings Sicht ist hier sehr interessant, sowie die Set-Bauten und Anekdoten vom Dreh. Letztendlich aber alles recht werbewirksam in Szene gesetzt und schnell durchgeschaut. Alle Beiträge verfügen dabei über deutsche Untertitel. Wie eingangs bereits erwähnt liegt für O-Ton Fans auch noch der längere Director's Cut auf einer separaten Blu-ray bei. Auf eine längere Ultra HD Fassung muss hier jedoch verzichtet werden. Die Ultra HD Fassung wird in einem schwarzen Amaray-Case inkl. Wendecover geliefert.

Fazit

Mit der Verfilmung des Fortsetzungs-Romans gelang Regisseur Mike Flanagan eine perfekte Brücke zwischen Kubricks Verfilmung und Kings Buch zu schlagen. Die Unterschiede zum Roman sind dann sehr passend gewählt und lange nicht so zwiespältig, wie es seinerzeit bei Kubrick war. Allerdings sollten Nicht-Kenner des Vorgängers - egal ob in Buch-Form oder als Film - hier damit rechnen, nicht direkt durchzublicken, dazu gibt es einfach zu viele (unerklärte) Anspielungen auf den Erstling. Hat man auch den Folge-Roman noch nicht gelesen, könnte der Einstig in den Film ebenso etwas holprig erfolgen, da man hier relativ lange über die Figuren und deren Beweggründe im Dunkeln gelassen wird. Für King-Fans ist die Verfilmung hingegen Pflicht und sollte den hohen Ansprüchen gerecht werden. Technisch gibt es nur wenig Anlass zur Kritik, Blu-ray und Ultra HD liefern hier sehr gute Werte bei Bild und Ton. Ankreiden könnte man jedoch, dass der Unterschied zwischen beiden Formaten nur sehr marginal ausfällt, was zwar ein Plus für die Full HD Fassung ist, die Ultra HD Fassung jedoch ein wenig abseits stehen lässt. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 25.05.2020

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