Zitat:
Zitat von Markus P.;4056173
Das die Einnahmeseite davon beeinflusst wird lässt du aussen vor.
Natürlich lasse ich die außen vor, weil es im Gegensatz zur Kostenseite kein exakt zu berechnender Faktor ist und somit reine Spekulation. Man kann nämlich ebend nicht sagen, dass von den 2,3 Millionen Euro so und soviele Euro wieder eingenommen werden. Extrinsische Motivation nur am Lohn festzumachen ist völlig falsch und definitiv der verkehrte Weg, denn wie schon weiter oben erwähnt, verpufft spätestens nach 4 Monaten der Effekt einer Lohnerhöhung. Genau das war aber meine Aussage.
Ich werde mich nicht hinreißen lassen und mich auf die einseitige Berichterstattung der Medien verlassen, um mich dann der Polemik einiger User hier anzuschließen. Dafür sind die Vorgänge im HR Bereich zu komplex und ich zu lange in diesem Bereich tätig.
Auf der anderen Seite und zwar der des Konsumenten, müsste es doch jedem klar sein, dass diese Preise nicht nur glückliche Arbeitnehmer und Handelspartner hinterlässt. Es ist doch naiv zu glauben, dass trotz aggressiver Preisgestaltung und Marktverdrängung alles eitel Sonnenschein ist. In der Branche herrscht Krieg und jeder der nach dem billigsten Preis schreit, sorgt seit Jahren dafür, dass Amazon & Co gute Unternehmen vom Markt verdrängen. Wo sind denn Froeschl und die JPC Ladengeschäfte geblieben. Von kleinen Plattenläden in jeder Stadt, dem Fachhändler um die Ecke etc. ganz zu schweigen, aber das hatte die Metrogruppe ja schon fast geschafft. Man kann nun mal keine 10€ BD-Angebote bei VÖ erwarten und der Meinung sein, dass der Händler damit auch noch Gewinn macht. Amazon legt ja da sogar noch den kostenlosen Versand mit oben drauf.
Alle Konsumenten, die nach dem billigsten Preis schauen und dafür am Besten auch noch "Full Service" erwarten, unterstützen aktiv das System der Ausbeutung. Das Problem an der Sache ist, dass der Einzelne in der Regel nicht die Schuld bei sich sucht und eventuell mal was ändert, sondern auf die Großen schimpft. Verdrängung und Schuldzuweisungen sind halt immer einfacher als eine kritische Selbstreflektion, die dann eventuell auch persönliche Konsequenzen nach sich ziehen müsste.