101 Dalmatiner
Story 8
Bild 9
Ton 5
Ausstattung 5
Gesamt 6
2012 ist das Jahr der Disney-Animationsfilme. Neben
Aristocats,
Bernhard & Bianca,
Tarzan und Co. erwarten uns dieses Jahr noch weitere Klassiker wie
Cinderella,
Peter Pan und sogar ein
Weihnachtsspaß mit Donald. Eines der Highlights der aktuellen Katalog-Titel ist sicherlich Disneys
101 Dalmatiner aus dem Jahr 1961. Disney arbeitet seine erste Xerox-Produktion in HD auf und präsentiert den Animationsfilm fachgerecht für ein neues Jahrtausend.
Story
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Der Dalmatiner-Rüde Pongo (R. Taylor) trifft während des Gassi-Gehens mit seinem Herrchen Roger (B. Wright) auf die Frau Anita (L. Davis) sowie ihre Dalmatinerin Perdy (C. Bauer). Pongo ist von Perdy hin und weg. Um sie wiederzusehen, bewerkstelligt er es sogar, dass sich sein Herrchen Roger in Anita verliebt. Wenig später sind sowohl das Hunde- als auch das Menschenpaar verheiratet. Bei den Vierbeinern hat sich gar Nachwuchs in Form von 15 kleinen Hundewelpen eingestellt. Doch auch die reiche Cruella De Vil (B. L. Gerson) hat enormes Interesse an den Hunden. Ihr Plan ist so diabolisch wie kurios: Sie will sich aus Dalmatiner-Fell einen Mantel schneidern lassen und entführt die Welpen.
Auf den ersten Blick wirkt die Story von
101 Dalmatiner geradezu absurd. Denn es gehört schon viel dazu, sich aus Hundefell einen Mantel schneidern lassen zu wollen. Sollte ein reicher Exzentriker allerdings doch einmal auf diese Idee kommen, gäbe es sicher einfachere Wege an die armen Vierbeiner zu gelangen, als sie ausgerechnet glücklichen Besitzern abzuluchsen. Die skurille Note der Geschichte sorgte entsprechend auch für zahlreiche Parodien, die bekannteste wohl in der Folge “25 Hundewelpen” der Serie Die Simpsons. Doch gerade durch die bizarre Grundidee macht
101 Dalmatiner sehr viel Spaß und hebt sich dabei von anderen Disney-Filmen ab. Zudem ist Cruella De Vil wohl eine der charismatischsten Schurkinnen im Disney-Universum. Im zweifelhaften Realfilm-Remake wurde sie nicht umsonst von der Charakter-Darstellerin Glenn Close verkörpert.
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101 Dalmatiner ist eine warmherzige Mischung aus Komödie und Musical mit Krimi-Elementen, die trotz (oder gerade wegen) ihrer abstrusen Grundidee, Jung und Alt zu unterhalten weiß. Alle Hundebesitzer und Disney-Fans sollten diesen Animationsfilm-Klassiker zumindest einmal gesehen haben. Zumal der Film für Disney den historischen Wendepunkt markiert, an dem das Studio zum umstrittenen Xerox-Animations-Verfahren wechselte. Im Fall von
101 Dalmatiner schadet das allerdings weder der Qualität der Animationen, noch der des Films. So wundert es nicht, dass
101 Dalmatiner mit 4 Mio. Dollar Budget durch mehrere Wiederaufführungen bis heute über 215 Mio. US-Dollar einspielen konnte.
Bildqualität
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Videocodec MPEG4-AVC, Ansichtsverhältnis 1,33:1, Auflösung 1080p
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scharfes, detailreiches Bild trotz teilweise ungeschliffener Animationen
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kräftige Farbgebung und stabile Kontrast- und Schwarzwerte
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hervorragende Codierung / Kompression frei von digitalen Anomalien
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sehr wenige Aufnahmen sind ein wenig weicher und detailärmer
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101 Dalmatiner stellt einen Wendepunkt in der Disney-Geschichte dar. Mit diesem Film wechselt das Studio zum günstigen Xerox-Verfahren, bei dem die Zeichnungen der Künstler nahezu 1:1 auf die fertigen Filmzellen übertragen wurden. Die aufwändige Säuberung der einzelnen Bilder entfiel. Der daraus entstehende, rauere Zeichenstil funktioniert bei
101 Dalmatiner besser als bei Aristocats und passt zum Material. Technisch hat Disney aus dem über 50 Jahre alten Film das Optimum herausgekitzelt, obwohl es sich hier nicht um eine Diamond Edition handelt. Das Bild gefällt mit einer sehr guten Schärfe und Plastizität, sowie kräftigen Farben. Da auch die Kompression tadellos arbeitet, überzeugt
101 Dalmatiner optisch auf ganzer Linie.
Tonqualität
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Deutsch (DTS-HD High Resolution Audio 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1), uvm.
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auf Deutsch nur Neu-Synchronisation aus dem Jahr 1980
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man hört der Spur das Alter deutlich an
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insgesamt teilweise blecherner Klang
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sehr frontlastiger Mix mit nahezu keiner Surround-Aktivität
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englische Spur klingt sowohl klarer, als auch kräftiger
Während man
101 Dalmatiner das Alter optisch nicht anmerkt, kann die deutsche Neu-Synchronisation aus dem Jahr 1980 ihre Herkunft kaum verhehlen. So klingen sowohl Stimmen als auch Umgebungsgeräusche relativ blechern. Auch der tolle Soundtrack von George Bruns büßt einiges an Atmosphäre ein. Wie gewohnt, weiß die Original-Spur dies auszugleichen und macht einen wesentlich frischeren Eindruck, speziell bei der Geräuschkulisse und der Musik.
Ausstattung
Wer bereits eine der DVD-Ausgaben besitzt, erlebt bei den Extras nichts Neues. Das gesamte Material ist bereits bekannt und liegt nur in Standardauflösung vor. Immerhin gibt es ein 34-minütiges Making-Of, in dem die Macher des Films zu Wort kommen und unter anderem über das damals neuartige Xerox-Verfahren berichten. Die Schurkin des Films, Cruella De Vil, erhält zudem ihr eigenes, siebenminütiges Special. Mit Freundlichen Grüßen von Walt Disney erlaubt in rund 12 Minuten Einblicke in den schriftlichen Gedankenaustausch Walt Disneys mit der Autorin der Romanvorlage Dodie Smith. Weiterhin gibt es noch ein paar eher belanglose Radio Spots sowie Trailer und das abschreckende Musikvideo „Cruella De Vil“ der Schauspielerin / Sängerin Selena Gomez. Unter dem Punkt Musik und Mehr sammelt man schließlich verschiedene Lieder des Films in teils abgewandelten Versionen und reichert sie mit Zusatzinformationen an.
Fazit
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Disney bereitet
101 Dalmatiner bildtechnisch genau so spektakulär auf wie seine Diamond Editions. Trotz Xerox-Verfahren macht das Bild eine erstklassige Figur und punktet mit ausgezeichneter Schärfe und kräftigen Farben. Leider hört man dem Film das Alter dafür umso deutlicher an. Die deutsche Tonspur klingt relativ blechern und weist keinerlei Surround-Aktivität auf. Hier stellt nur der Originalton Fans wirklich zufrieden. Das Bonusmaterial ist bereits von den DVDs bekannt und bietet ein paar kurzweilige Dokus und zusätzliche Musikstücke.
101 Dalmatiner war für Disney ein wichtiger Film, denn er markiert einen Paradigmenwechsel hin zu kostengünstigeren Animationsfilmen. Diese markierten zwischen den 1960ern bis Ende der 1970er für Disney eine Durststrecke.
101 Dalmatiner war einer der Höhepunkte zwischen Disneys Hochphase, die bis in die 1950er andauerte, und der Disney-Renaissance, die 1989 mit Arielle die Meerjungfrau ihren Anfang nahm. Die aberwitzige Grundidee von
101 Dalmatiner ist typisch für die Filme der 1960er und macht auch über 50 Jahre später noch immensen Spaß. Alle Freunde kurzweiliger und warmherziger Animationsfilme dürfen zuschlagen. (anw)
Kaufempfehlung7 von 10
Die Kaufempfehlung der 101 Dalmatiner Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.
Testgeräte
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