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Zitat von DrDoom;4515418
Kritik:
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The Conjuring ist aktuell ausgestattet mit einer imbd Bewertung von 8,0/10 und verspricht noch besseres als den erst für seine neue Ausrichtung überhypt umfeierten Cabin in the Woods. Ist Conjuring der beste Horrorfilm der letzten 3 Jahre oder eher des Jahrzehnts oder gar der beste Horrorfilm überhaupt? Zumindest empfinden dies die Kinojünger von Heute so.
SAW Erfinder James Wan heisst der Meisterregisseur, der auch zuletzt mit der Low Budget Produktion Insidious für sehr viele meist junge Horrorfans den besten Horrorfilm 2011 heraus brachte, er schafft mit dem nun teurer produzierten The Conjuring erneut einen Kassenerfolg, Wan’s bis dato größter Erfolg was die Kinoauswertung angeht, größer noch als sein Kultfilm SAW, die meisten jungen Kinofans die Horror nicht abgeneigt sind, haben ihn also gesehen.
Der Beginn zeigt eine Puppe die Unheil gestiftet hat, so richtig ist der Beginn mit einer Pressekonferenz über dämonische Erscheinungen zunächst nicht zuzuordnen, was sich im Verlauf aber schnell ergibt. Die nun vorgestellte 70er Familie wird samt Kindern in einem abgelegenen Haus vorgestellt, was neu bezogen wird. In diesem Haus wird schnell ein verschlossenes Kellerloch beim spielen der Kinder entdeckt. Es stellt sich dann heraus, dass der Hausherr rituelle Gegenstände sammelt, darunter befindet sich auch die Dämonen-Puppe die zu Beginn gezeigt wird und die später noch wenig überraschend für besonderen Spuk gedacht ist.
Symptomatisch für den Film. Es gibt hier eine Bettszene alla Poltergeist, dort wird das Mädel im Bett von irgendetwas gezogen, so dass es erschrickt. Anschließend schaut das Mädel unter das knacksende Bett und es passiert nichts mehr (Gähn!). Bei Poltergeist wurde mit dieser Kinder-Bettszene eine gruselige Stimmung erzeugt, ohne das es zunächst zu einer Aktion kam, aber der Zuschauer verspürte, dass etwas Unheimliches auf das Kind und den Zuschauer wartet. Wo dann das Kind unter das Bett schaut und in dem Moment greift das Unheimliche gewaltig an, was dann eine intensivere Schockwirkung erzielte.
Die Darsteller um Kinderstar-Püppi Joey King (Quarantäne, Battle Los Angeles, Dark Knight Rises, Fantastische Welt von Oz) wirken hier gestylt, kantenlos und angepasst lieb, so dass sie einem alle egal bleiben. Die Story ist alles andere als Neu, nur das man den Humor und die Spezialeffekte von der Hauptvorlage eines Poltergeist vergessen hat.
Der Ablauf ist zu ernst und zu artig, lange Zeit passiert gar nichts an Spuk. Die Spezialeffekte fehlen also, somit der Unterhaltungswert nur durchwachsen ist und man fragt sich, wo das nicht zu knappe Budget geblieben ist, zumindest für die Effekte wurde nicht viel ausgegeben. Die Sounduntermalung ist kalt und an sich brauchbar. Optisch werden die 70er vor allem durch die Elvis-Frisuren widergespiegelt, die mausgrauen Kleider hätte man aber teils bunter und lockerer gestalten können, dadurch wirken die blassen Darsteller nur zusätzlich noch depressiver und eingestaubter als sie Schauspielern. Erst im Finale, wenn das Geschehen plötzlich stark an Der Exorzist und Die Vögel erinnert, nimmt der Film auch mal fahrt auf und es gibt ein paar seichte Schauereffekte, es wirkt allerdings auch etwas zu hektisch dabei.
Liebloser, umfeierter Genre-Mix aus Altbekanntem, zerkaut aufgekocht. Es ist zu vergleichen mit der Disco-Partymusik Mixtour von Heute, die jüngere Abfeiern, also schnell konsumierendes alles in einem statt das einzelne Original. Somit ist Conjuring von der Masse total überhypt. Es ist nichts weiter als ein arg durchwachsener, eingestaubter, leicht bekömmlicher Gruselfilm, der vom Sound her noch am ehesten überzeugen kann und von der schmalzigen „Ich hab dich so lieb“ Besetzung das wenigste Interesse weckt. Ein paranormaler Gruselfilm mit wesendlich weniger Intensität als Paranormal Activity, den man nach einmal schauen somit schnell wieder vergessen darf. Dann lieber noch das durchwachsene Evil Dead Remake schauen.
3/10
Ganz so schlimm fand ich ihn nicht, ich würde 6,5/10 geben.
Für mich war das ein ganz normaler Haunted House Film der mit ein wenig Exorzismus geschmückt wurde, was man schon gefühlte 100 mal gesehen hat.
Das Ganze ist auch ziemlich vorhersehbar und voller Klischees.
Das Setting und der Score wissen jedoch zu gefallen und können eine schöne Atmosphäre aufbauen.
Außerdem finde ich den Film auch Handwerklich sehr gut, vor allem manche Kamerafahrten wissen zu gefallen :thumb:
Den "Hype" bzw. die ganzen Lobeshymnen kann ich aber absolut nicht nachvollziehen.
Angst hab ich auch nicht wirklich verspürt und die Jump-Scares konnten mich ebenfalls nicht vom Hocker reißen.
"Insidious" von Wan fand ich dagegen um einiges besser bzw. gruseliger und "Paranormal Activity" bleibt für mich persönlich auch weiterhin der Maßstab des "modernen Horrorkinos".