Zitat:
Zitat von Schakal;5486360
Das sind 2 Stunden nur RumsBums und das quasi durchgehend ;)
Wieso sagt das immer jeder? Das stimmt nicht. Es gibt ruhige Momente in dem Film, wo darauf eingegangen wird, wie die Welt früher gewesen ist, dass Menschen mal TV Serien gesehen haben, dass es mal Bäume, Wasser und anderes in Hülle und Fülle gab, dass es Clans gegeben hat und einiges andere wird erzählt.
Allerdings sind diese Momente nicht lang gezogen wie in anderen Actionfilmen sondern Miller drückt direkt wieder auf das Gaspedal, wenn es zu ruhig werden könnte, und trotz sehr viel Action wird da eine Geschichte über einen Unterdrücker, über Religion, Gesellschaftskritik, über Hoffnungslosigkeit erzählt, wo man seinen Kindern nichts in dieser Welt bieten kann, weil es einfach nichts mehr gibt. Gleichzeitig wird aber auch immer, vor allem später, eine Hoffnung auf eine bessere Welt erzählt. Auch die beiden Endsätze, wenn der Film aus ist, sollten zu Denken geben. Nur es wird einem nicht wie in zig anderen (Action) Filmen der letzten Jahre alles auf dem Silbertablett serviert. Es wird nicht alles haarklein dem Zuschauer erklärt. Die Welt funktioniert für sich.
Wer das alles nicht sehen, wahrnehmen will, sieht eben nur reinen Rumms Bumms und das ist wirklich schade. Noch was macht den Film einzigartig. Bei Blockbuster Kino hat man sich mittlerweile an Drehbuch Formeln gewöhnt. Wann was passieren muss, wann jemand was sagen muss, weil das gerade passen sollte, und wann jemand einen Witz machen sollte oder ein Drama Moment kommen muss. Die meisten Filme sind vorhersehbar geworden.
Der hier scheißt drauf, wirft einfach alles durcheinander und setzt es am Ende irgendwie wieder ein wenig zusammen aber nicht ganz. Das ist ein Blockbuster Film, der mich immer wieder neu überraschen konnte.
Und selbst wenn man nicht mehr als dieses Rumms Bumms sehen will, ist dieses Rumms Bumms mal nicht wie schon 100 gefühlte Male, dass New York oder eine Stadt zerstört wird sondern völlig anders.