Zitat:
Zitat von Mr.Incredible;3163615
Ich hab mich mit nichts vertan. Meine Meinung hab ich kund getan.
Ist es nicht viel eher so, dass viele durch die Masse an Filmen auch vergessen wie gut ein Film wirklich war oder wegen zu hoher Erwartungen anschließend enttäuscht sind, der Film aber beim 2. Mal schauen doch gefällt?
Wenn ich hier frage "Welchen Shrek-Film fandet ihr den Besten?" kommt mit Sicherheit die Antwort DER ERSTE. Und ja, er war was neues und besticht durch seinen Humor. Doch viele haben vergessen, dass der gestiefelte Kater erst in SHREK 2 auftaucht. Daher sag ich beispielsweise Teil 2 ist noch einen Ticken besser.
Also um den Bogen zu Bond zu schließen:
Auch ich saß im Kino in EIN QUANTUM TROST und fand die Wackelkamera in der Anfangssequenz too much, doch im weiteren Verlauf des Films hält sich der Effekt angenehm zurück. Also was soll das gejammer?
Die Action-Sequenzen sind einfach Atemberaubend, sei es die "Seilakrobatik" (sowas gab es bisher noch in KEINEM Film) oder der Showdown im brennenden Haus.
Ich sag nicht, dass der Film keine Schwächen hätte, aber eine solche Krücke wie Moonraker beispielsweise ist hier ja wohl weit aus schlimmer. Also ich fühle mich von dem Film gut unterhalten, auch weil er die Story von CASINO ROYALE weiter erzählt.
Aber die Seilakrobatik gib durch das gewackel total verloren, dieser Effekt hielt sich nie wirklich zurück.
Auch die Flugzeugverfolgungsjagd war total verwackelt.
Mir stiß das gewackel extrem störend auf und da bin ich nicht der Einzige.
Wozu überhaupt in einem Bond Film eine Wackelkammera, wer hat sich diesen Mist ausgedacht.
Ohne Wackelkammera wären die Szenen gut gewesen, mit ging ihre Größe, ihre Kraft komplett verloren.
Da gibt es einfach viel bessere Actionfilme, die viel mehr Stil haben.
Z.B. die John Woo Actionfilme oder Goldeneye wo er mit nem Panzer durch St. Petersburg brettert.
Auch Casino Royal hat da mehr zu bieten, man denke da nur an die Parkurszene.
Was die Aussage angeht das viele erst durch späteres schauen Filme besser finden, greift hier nicht so ganz.
Bei Shrek hast du ja den Punkt des Katers.
Teil 1 ist besser , Teil 2 hat, den Kater, das gleicht es aus und macht es schwieriger.
Für mich ähnlich wie der Pate.
An für sich finde ich den ersten Teil weit besser, aber der 2. holt durch die Rückblenden mit Robert Deniero auf, so sind sie fast auf Augenhöhe.
Quantum Trost hat zu wenig Details, Inhalr, Rafinesse, das er wirklich besser wird, denn viel mehr neues kann man nicht in ihm entdecken.
Ja Moonraker war too much, ist aber immer noch ein Bond und ist unterhaltsam, hat ja den Beißer:D
Zitat:
Zitat von Mr.Incredible;3163615
So, etliche Vorgänger waren härter??? Beispiele bitte.
Ich habe Bond nie so sehr bluten sehen wie in Casino Royale. Allein sein Einstand mit der zweiten Tötung die ihn zum doppel-null-Agenten macht ist ja mal ultrahart! Oder wie er im Auto liegt und stirbt (und gerettet wird). Oder wie er gefoltert wird.
So gab es weder Roger Moore, noch Pierce Brosnan je zu sehen und auch keinen der anderen Bonddarsteller. Zumindest meines Wissens nach nicht. Und ist der Härtegrad eines Films in der Reichweite von spritzendem Blut zu messen??? Sorry, aber da greif ich den erwähnten begriff TOTALAUSFALL in einem anderen Zusammenhang auf.
Also die Härte misst man unter Anderem in Blut das spritzt und anderen Dingen und wie lange das gezeigt wird. Das ist eben Gewalt und da ist das nette Gekloppe ohne Blut in Casino Royale und Quantom nicht viel.
Es gibt noch psychologische Härte, aber das ist jetzt auch nur leicht vorhanden, da Bond ja nicht wirklich soviel Tiefe hat, eher reine Unterhaltung ist.
Seine 2. Tötung war jan einfacher Schuss, jemand ist vom Stuhl gefallen und vertig.
Gefoltert wurde er auch in stirb in einem anderen Tag und das nicht weniger hart. Von der Folterung bekommt man ja nicht viel mit. Er sitzt auf nem Stuhl und wird geschlagen-Nahaufnahmen gibt es auch nur wenige.
Etwas Kunstblut im Gesicht hat doch heutzutage jeder Film.
Er wurde aus nem Auto gezogen und man sah keine offenen Knochenbrüche oser sondt etwas schlimmes.
Der Film ist ab 12.
Härter sind viele Bonds.
SPOILER! Inhalt einblenden
Z.B. Feuerball, in dem Leute Haien zum Fraß vorgeworfen wrden(man sieht zwar nicht viel, aber schon ein anderes Kaliber).
Bei der Unterwasserschlacht töten sich die Agenten und Largos Armee mit Harpunen.
Oder Licence to Kill(könnte auch Livin Daylights sein, die waren gekürzt und sollen in irgend ner Fassung vor ewigen Zeiten ab 18 gewesen sein), da wird einer in eine Druckkabine für taucher gesperrt und immer weiter der Druck erhöht bis sein Kopf anschwillt und am Maximum wird mit nem Beil den Schlauch durchtrennt sodass sein Kopf platzt.
Ein Handlanger wird von einer Steinwalzturbine getötet, vergleichbar mit Stirb Langsam 4.0 nur blutiger.
Der Bösewicht wird von Bond angezündet und ist eine brennende, schreinde Fackel.
In Diamantenfieber brennt einer und fällt dann über Board.
In die Welt ist nicht genug wird Bond fast das Genick von einem folterinstrument gebrochen.
In Leben und sterben lassen werden Leute an Krokodile verfüttert
Zitat:
Zitat von Mr.Incredible;3163615
Zur Altersfreigabe: Interesse halber, welche Bonds waren denn mal zensiert oder ab 18? Hab ich noch nie gehört. Lediglich GOLDENEYE gabs für die DVD-Auswertung mal zensiert, lief aber auch im Kino ungekürzt. Und sorry, aber die Freigaben der FSK haben ja wohl nichts mit der Härte eines Filmes zu tun. Die spielen Lotto. Die Filme algemein werden immer härter und gleichzeitig gehen die Freigaben immer weiter runter.
Etliche ältere Filme waren mal gekürzt und kamen alle uncut heraus mit den Ultimate Editions.
Glaube die Dalton Bonds waren in irgend ner Fassung ab 18.
Sind auch die Härtesten und typische 80er Jahre Actionfilme.
Wie du sagst würfeln die oft.
Trotzdem gibts da paar Parameter wie Blut, dauer der Einstellungen und andere Sachen.
Casino Royal und Quantum mit ihren verdientem Freigaben würde ich deswegen nicht als die neue Härte feiern.
Sie sind nicht luschig, aber worum es mir geht ist zu sagen das Bond vorher (ab und an) schon mal hart war, sogar härter.
Die Gewalt bei CR und QT ist sehr präzise, auf den Punkt .
Aber im Wesentlichen sind es nur Schlägereien. Von der Idee her brutalere Dinge gibt es nicht mehr(Leute werden zerfetzt, aufgespißt, gefressen, etc.).
Zitat:
Zitat von Mr.Incredible;3163615
Also nochmals zu meinem Vergleich in Bezug auf Bourne, 24, Rambo, ..
Vielleicht trifft der Begriff Realismus nicht so ganz. Old School ist vielleicht passender. Wie ich erklärt hab ging die Action-Ära vor 2001 immer mehr in Richtung SciFi-Action und Effekte-Spektakel. Und plötzlich wollte man wieder klassische Action mit harten Schlägen, Kämpfen und realistischen Schießereien. Und so folgte eine Veränderung die eingeläutet wurde von JACK BAUER und JASON BOURNE. Rambo als Vertreter jener Zeit war wieder gefragt und THE EXPENDABLES sehe ich als Homage an die Old School Action inklusive deren Vertreter (Stalone, Schwarzenegger, Willis, ..). Das wäre nie entstanden ohne diesen Wandel. Und den darf man auch in den Bondfilmen von Sean Connery bis Daniel Craig verfolgen.
Größtenteils habe ich mit dieser Unterscheidung kein Problem .
Nur als du Rambo, Expendables und Bourne in einem Atemzug nanntest ging das in eine komplett andere Richting.
Wenn man so will haben wir 3 Actionrichtungen:
80er actionkino, welches Hart, überdreht und mit Humor gewürzt war.
90er Actionkinob was dem folgte aber weitere Details hinzufügte(manchmal ist da die Unterscheidung auch schwer da es in verschiedene Genres abdriftet) und der neue Pseudorealismus.
Dieser ist sehr verkürzt, weniger brutal und schneller geschnitten, manchmal mit Wachelkammera.
Verfolgungen und schlägereien stehen im Vordergrund statt epischen Explosionen, Blutlachen und Onelinern.
Und weil viele die Nase vill haben von den Hochglanzblockbustern die aus dem 90er Kino entstanden und dem unblutigen Realismus kommen Pseudo80er Revival filme die wieder brutaler sind und sich selbst weniger ernst nehmen.
Aber Rambo hat einen anderen Stil als Bourne, die kann man nicht in einen Topf werfen.
Bond entwickelt sich auch weiter, aber interessantwerweise kam diese Entwicklung genau nach Bouene und vom stil sind sehr viele elemente übernommen.
Deswegen sehe ich da mehr als eine allgemeine Entwicklung, nämlich das die sich vieles sehr genau abgeschaut haben, statt selbst eigene Wege zu gehen.
Zitat:
Zitat von Mr.Incredible;3163615
Noch ne Abschließende Frage:
Wenn du mit Daniel Craig nichts anfangen kannst, wieso hoffst du dann, dass Mendes einen besseren Bondfilm macht? Einen massiven Umbruch im Stil, der meiner Meinung nach hervorragend zu Craig passt, wirst du sicher nicht zu sehen bekommen.
Nun ich erwarte mir zumindest einen guten Film.
Mit Casino Royal bekamen wir zumindest das.
Und es geht ja weniger um Craig, als um alles um ihn herum.
Craig ist noch das geringste Übel.
Ein stilumbruch ist nicht unwarscheinlich, den gabs ja schon zwischen CR und QT.
Während CR noch übersichtlich von den Actionszenen war, eine Handlung mit einem normalen Spannungsbogen hatte, lief Quatum aufs nichts bhinaus und die Actionszenen waren chaotisch, verwackelt und hektisch geschnitten.
Und dann gibt es noch Punkte wie Atmosphäre, Gadgets, Bösewichrer und Humor.
Auch da könnte Mendes Film in ne andere Richtung gehen.
Skyfall hat ja inhaltlich nichts mit seinem vorgängern zu tun bzw. führt deren Storyline nicht zuende.
Weiter stand mal in einer Zeitschrift der Drehbuchautor wille Bond wieder Humor einhauchen.
Das wäre sinnvoll, denn bod hat(muss) sich weiteentwickelt haben und es gab viel Kritik wegen dem fehlenden Humor.
Nachdem jeder Bonddarsteller seinen eigenen Humor hatte, warum sollte nicht Craig auch einen entwickeln ?
So ein trockener, zynischer Humor wäre recht passend.
Das Ursprungskonzept war es ja eine Charakterentwicklung zu zeigen, wie aus einem unerfahrenen, groben Killer der Geheimagent ihrer Majestät wurde.