Der Boll, der Uwe geht gar nicht, da sind wir uns ja schon mal einig :D
M. Bay macht breitenwirksames Popcornkino mehr aber auch nicht. Der einzigste Film, in dem er sowas wie einen Versuch gemacht hat, einem seiner Filme Sinn und Verstand zu geben ist "Die Insel".
Leider hat er sich da wieder von seinem Credo "Höher - Schneller - Blödsinniger" einholen lassen, weil er wohl gemerkt hat, das der Film sonst nicht mehr als Bay-Film zu erkennen gewesen wär.
Das hätte ihm seine (ja nicht gerade kleine) Fangemeinde wohl nicht verziehen.
Von daher ist er auch ein Stück weit Gefangener seiner eigenen, früheren Filme und Machart. Denn selbst wenn er nun andere Filme drehen wollte, könnte das (finanziell) sehr nach hinten losgehen, weil die Zuschauer mit einer gewissen Erwartungshaltung in die Filme hineingehen, oder eben diese deswegen auch meiden.
Emmerich beschreitet einen ähnlichen Weg. Zwar hat er mit seinem ersten Werk "Das Arche Noah Projekt" auch bewiesen, das er einen Film drehen kann, in dem er nicht alle möglichen amerikanischen Bauten zerstört, aber die Art kommt halt besser an.
Wenn man mich allerdings vor die Wahl stellt, ob ich lieber einen Bay, oder Emmerich Film sehen will, würde die Wahl eher auf letzteren fallen.
Del Torro hat auch Filme gedreht, die nicht der allerletzte Kracher sind, z.B. "Chronos".
Aber er hat sich auch mit Filmen wie "Hellboy" oder Pans Labyrinth hervorgebracht, wie ich finde, obwohl man beide Filme natürlich nicht mit einander Vergleichen kann.
Ähnlich ist auch Peter Jackson. Auch wenn der Film "Bad Taste" wohl vielen ein Begriff sein dürfte ist dieser nicht wirklich gut. Er erreichte nur einen zweifelhaften "Kultstatus" in den 80ern durch... ja was eigentlich?
Aber auch von Jackson erwarte ich noch so einiges, obwohl mit "District 9" schon wieder eher ein mittelmäßiger Film entstanden ist (ok, da hat er auch keine Regie geführt).
Gruß von QuantumStorm
"Man kann einen guten Film 3x sehen, aber muss ihn nicht 3x
drehen!" --- "Irgendein Multiversum wirds schon richten"