Ich hab den Film gestern auch beim Cinemaxx Männerabend gesichtet
und bin ziemlich begeistert!
Der Film beginnt mit einer starken Anfangssequenz in einem
russischen Gefängnis, die schon den Tenor des Films andeutet. Der
große Vorteil von Mission Impossible 4 ist nämlich, dass der Film
mit einer immensen Portion Selbstironie aufwartet, was, so war's
zumindest in meinem Fall, für ein andauerndes Grinsen sorgte.
Die Darstellerriege weiß besonders zu begeistern. Hier findet man
natürlich den franchiseprägenden Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon
Pegg, Michael Nyqvist, Paula Patton und Vingh Rhames (kurzer
Auftritt). Jeremy Renner, auch wenn er meiner Meinung nach zu wenig
Screentime hat, kann als Agent Brandt sehr begeistern. Simon Pegg
sorgt natürlich oft für die Lacher und spielt, wie Tom Cruise,
ebenfalls hervorragend. Als Bösewicht und somit auch als einer der
Hauptdarsteller, bleibt Michael Nyqist aber hinter den Erwartungen
zurück, bedingt durch zu wenig Screentime, aber auch wegen der
Blassheit die sein Charakter ausstrahlt. Ebenfalls ist er als
Bösewicht nicht bissig genug.
Die Action ist spektakulär inszeniert, vor allem, da sie meist
schön oldschool, nämlich handmade und ohne Einsatz von CGI
inszeniert ist. Teilweise ist sie ein wenig over the top, was aber
durch die gehörige Prise Selbstironie kompensiert wird. CGI wird
zwar auch ab und zu eingesetzt, Stichwörter "Kremel" und
"Sandsturm", wirklich störend ist das aber nicht. Den Showdown
hätte man ein wenig ausbauen können, da er nicht so spannend wie
die meisten vorherigen Actionszenen des Films ist, trotzdem kann
man sehr gut damit leben!
Beim Score hat man sich, entgegen der Erwartungen nach dem Trailer,
auf alte Tugenden besinnt und präsentiert uns eine Komposition
orchestraler Filmmusik, die jetzt nicht sonderlich spektakulär,
aber aufjedenfall gut ist und immer zum Geschehen passt. Den Tiésto
Remix des Mission Impossible Themes, den man im Abspann zu hören
bekommt, finde ich sehr gut, so hab ich mir das vorgestellt. Der
Theme wurde nicht verunstaltet, sondern nur mit flotten
Elektrobeats modernisiert und aufgepeppt, was absolut gelungen ist.
Die Handschrift von Tiésto ist definitiv zu erkennen!
M:I 4 präsentiert uns eine erfrischend coole Genremixtour.....
Action, Komödie und ein klein wenig Dramaturgie. Das ganze ist so
spannend und interessant geraten, dass während der knapp 135
Minuten niemals Langeweile aufkommt. Längen sucht man vergebens und
kürzer hätte der Film auch auf keinen Fall sein dürfen.
Ein Kinobesuch, der sich gelohnt hat und den ich jedem nahe
lege, der zum Jahresabschluss nochmal einen der wenigen, richtig
Guten Blockbuster in diesem Jahr sehen will!
9/10