Das WE in den USA geht eigentlich bis einschließlich heute weil heute ist in den USA Labor Day und somit Feiertag. Somit endet heute auch offiziell der Kinosommer und auch heute entscheidet es sich ob es der erfolgreichste Kinosommer in den USA aller Zeiten wird. Erste Hochrechnungen zeigen dass es eine Verdammt knappe Geschichte wird.
Um aber besser vergleichen zu können bleiben wir aber im 3 Tagesrytmus ohne den heutigen Feiertag. Insgesamt wurden hier letztes WE 88 Mio Dollar eingespielt. Weiterhin gab es keinen großen neuen Blockbuster Start und tatsächlich ist es das schlechteste Einspiel seit Mitte März. Der Erstplatzierte hat gerade mal 18 Mio eingespielt, während man um in die Top 10 zu kommen zumindest noch 2,7 Mio Dollar einspielen musste.
Auf Platz 1 und inzwischen in der 6. Woche ist der neue
Spiderman Film mit 2408 Mio Dollar Einspiel weltweit hat aktuell unangefochten auf Platz 1 der Jahrescharts mit einem Abstand von fast 800 Mio. Damit hat er fast mehr eingespielt als Platz 7-10 der Jahrescharts zusammen und ist gleichzeitig aktuell auf Platz 3 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, wobei Platz 2 schon etwas weiter entfernt ist, aber man ist nicht mehr weit davon entfernt der Erfolgreichste Film in den USA aller Zeiten zu werden. Das Budget war natürlich mit 225 Mio Dollar plus Werbung sehr hoch, aber trotzdem kann man sagen, man hat es am ersten WE bereits locker in die Gewinnzone geschafft und von den Merch Verkäufen will ich gar nicht erst anfangen.
Auf Platz 2 ist
The Odyssey inzwischen in der 8. Woche mit inzwischen 1631 MIo Dollar Einspiel weltweit und auf Platz 2 der Jahrescharts. Dieser Film ist der Erfolgreichste Nolan Film ever und noch der Erfolgreichste R-Rated Film aller Zeiten und auf Platz 14 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten überhaupt. Budget waren 250 Mio plus Werbung und somit der teuerste R-Rated Film aller Zeiten, aber die Gewinnzone ist definitiv erreicht und dieser Film ein voller Erfolg.
Auf Platz 3 ist
Coyote Vs. Acme, ein Film der eigentlich von Warner abgeschrieben wurde aber dann von einem Indie Studio vertrieben wurde. Das Einspiel ist bei 44 Mio. Wikipedia gibt das Budget zwischen 70-72 Mio plus Werbung an. Laut Deadline hat Warner die Rechte für 50 Mio Dollar an Ketchup Entertainment verkauft. So oder so ist man aber nicht in der Gewinnzone auch wenn die Kritiken und die Zuschauerreaktionen positiv sind. Aber für die Gewinnzone ist definitiv noch ein Lange Atem nötig. Wobei Merch sicherlich auch ein großer Faktor sein wird.
Auf Platz 4 kommt der einzige Neueinsteiger in den Top 10 diese Woche und zwar der Mark Wahlberg Film
By Any Means mit 9,1 Mio Dollar Einspiel nur aus den USA. Die Kritiken sind nicht ganz so dolle und das Budget war 29 MIo Dollar plus Werbung. Also wird man einen extrem langen Atem brauchen für die Gewinnzone
Auf Platz 5 ist der neuste Ableger von
Insidious mit 139 MIo Dollar Einspiel weltweit. Budget waren 18 Mio Dollar plus Werbung. Letzteres soll aut Variety um die 35 Mio betragen haben. Damit wäre man in der Gewinnzone.
Auf Platz 6 ist ein Alter bekannter den
Cars hat einen ReRelease gekriegt und noch mal eben 9,5 Mio Dollar zusätzlich eingenommen. Budget waren damals 120 Mio + Werbung und man ist da natürlich schon längst in der Gewinnzone und hat sich mit den Merch dumm und dämlich verdient.
Auf Platz 7 ist der Low Budget Horrorfilm
Buddy mit 15,7 Mio Dollar Einspiel nur aus den USA. Budget waren 3 Mio plus Werbung. Damit wäre man theoretisch in der Gewinnzone. Beim Marketing ist wohl auch nicht groß Geld geflossen und hat es nur über Social Media beworben.
Auf Platz 8 ist der neueste
Paw Patrol Film mit 138 Mio Dollar Einspiel weltweit. ußerhalb der USA läuft dieser Film deutlich besser als in den USA. Budget waren 40 Mio Dollar plus Werbung, somit hat man wohl die Gewinnzone erreicht. aber bei Paw Patrol kann man wohl sagen dass die Merch Verkäufe am Ende eh alles rausholen werden.
Auf Platz 9 st die Romanverfilmung
The End of Oak Street , aktuell in Woche 4 mit ca. 115 Mio Dollar Einspiel weltweit. Die Kritiken sind ganz gut. Budget waren aber 92 Mio Dollar plus Werbung. Also sind die Chancen sehr gering dass dieser Film noch in die Gewinnzone kommen wird. Dieses Jahr wird also kein Gutes Jahr für Warner Bros.
Auf Platz 10 ist der neuste Film von Ridley Scott,
The Dog Stars mit 33 Mio Dollar weltweit, die Kritiken waren recht mittelmäßig und die Zuschauerreaktionen nicht gut. Das Budget wird zwischen 70-110 Mio Dollar plus Werbung angegeben, je nachdem welche Quelle man benutzt. Was am Ende stimmt weiß ich aber persönlich jetzt nicht genau, Fakt ist aber in die Gewinnzone zu kommen wird extrem schwer und somit der nächste große Ridley Scott Flopp.
Diese Woche startet die Fortsetzung vom
Practical Magic, der aber bereits schlechte Kritiken einfährt, aber da der Erste Film sehr beliebt ist, könnte es sicherlich für eine Top 10 Platzierung reichen, ansonsten kommt diese Woche der Nächste Robin Hood Film
The Uprising, ein neuer Alan Ritchson Film
Runner, Liam Neeson darf mal wieder in nen Actionthriller ran mit
The Fix. Also viele Titel mit Top 10 Potenzial auch wenn ich persönlich keines davon mit Potenzial für einen Blockbusterstart sehe.
Um den Break Even Point zu berechnen, wurde das Budget mal Faktor 3 genommen.
Viele Filme haben zusätzlich zum Budget noch mal ungefähr 50% von den Budgetkosten in Marketing. Bei einer Mischkalkulation von 50% der Einnahmen der Ticketverkäufe beim Studio landen ist man so auf einer ziemlich sicheren Seite das man ab dem Punkt in der Gewinnzone ist, wobei gesagt werden muss, das der Break Even Point so trotzdem nur geschätzt ist.
Die Mischkalkulation von 50% vom Ticketpreis wurde der Einfachheit benutzt. Genauer kriegt ein Studio zwischen 25-64% vom Ticketpreis, abhängig welches Studio und in welchem Land das Ticket gekauft wurde. Somit ist es auch hier nur ein Schätzwert wie viel Geld insgesamt genau beim Studio angekommen ist.
Nicht berücksichtigt wurden Steuererstattungen, Einnahmen durch Productplacement, Merchverkäufe und Heimkino, Mehrkosten durch Umsatzbeteiligungen von Schauspielern und Regisseure, Weitergabe von Aufträgen an Tochterunternehmen (wodurch Ausgaben umgeschichtet werden und so Geld vom Budget in die eigene Tasche wandert)
Sollte ich da Zahlen lesen werde ich sie erwähnen.
Würde man diese Faktoren berücksichtigen, ist natürlich auszugehen das in vielen Fällen der BEP niedriger ist als Budget x 3.
Deswegen sind viele der hier genannten Zahlen hier nur Schätzungen. Genauere Zahlen weiß vermutlich nur die Finanzabteilung des jeweiligen Studios.
MfG Pierre
Letterboxd: Sawasdee1983
Sawasdee1983
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