Der tödliche Schwarm
Teil 10 der Creature Feature Reihe, und da ich ein Fan von
Tier-Horror bin (Der weiße Hai ist sogar mein absoluter
Lieblingsfilm) und ich alle bisherigen Teile der Reihe habe, musste
der natürlich auch hier einziehen:
Ich habe mich für die Langfassung des Films entschieden (der
Edition liegt eben diese und die Kinofassung bei, die LF ist ca. 40
Minuten länger). Meine Bewertung lässt also die kürzere Fassung
außen vor, da ich diese erst in ein paar Monaten nachholen werde.
Das ist insofern wichtig, da ich glaube, dass die kürzere Fassung
die bessere Version ist, da sich viele Kritikpunkte explizit auf
die LF konzentrieren.
Negativ: Die Lauflänge! 152 Minuten, und der Film schafft es leider
nicht, konstant Spannung zu generieren oder gar zu halten.
Hinzukommend wurden die Szenen der LF nie übersetzt, sodass hier
munter zwischen Deutsch und Englisch mit Untertiteln gewechselt
wird, was den Sehgenuss zusätzlich beeinträchtigt.
Alle zusätzlichen Szenen haben keinen Mehrwert für den Film, es
sind zu 100% Erklärbär-Szenen, teilweise kommen die
Gesprächsinhalte dieser Szenen 1:1 später wieder vor. Den ganzen
Film könnte man vielleicht mal angehenden Regisseuren zeugen, um
sie zu überzeugen, beim Schneiden langweiliger oder überflüssiger
Szenen auch mal Mut zu zeigen ;-)
- Die Effekte und die Dramaturgie sind natürlich reichlich
angestaubt, aber davon bin ich bereits im Vorfeld
ausgegangen.
- Trotz des immensen Staraufgebots (Henry Fonda, Richard
Chamberlain, Michael Caine; ja, sowas war damals sogar in B-Movies
möglich) gibt es immer mal wieder schlechte Schauspielerei zu
bewundern, teilweise fühlen sich die Akteure in ihren Rollen
sichtlich nicht wohl. Z.B. Michael Caines Rolle bleibt seltsam
emotionslos und unbeteiligt (er unterhält sich mit dem Militär
darüber, dass gerade eine Kleinstadt quasi ausgelöscht wurde,
verzieht dabei aber kaum eine Miene und wirkt so, als ob er
eigentlich was besseres zu tun hätte).
Positiv: einige gut gemachte Szenen sind schon dabei, wobei auch
hier sauer aufstößt, dass scheinbar oft echte Bienen verwendet
wurden und dann auch auf dem Bildschirm gut sichtbar zu Schaden
kamen... ist nicht meins. Auch wenn es "nur" Bienen sind, muss kein
Tier wegen eines Mittelklasse-Unterhaltungsfilm sterben.
- Einige "Desaster-Szenen" sind gut gemacht und zeigen, dass der
Regisseur vorher unter anderem Flammendes Inferno zu verantworten
hatte.
5/10. Ich denke, die kürzere, gestraffte Version könnte eine 6/10
schaffen, weil halt viel Ballast weggekürzt wurde. Als
Tierhorror-Fan kann man sich den schon ansehen, es gibt aber
deutlich bessere Vertreter im Genre.