Zitat:
Zitat von Sawasdee1983;1849600
Wobei Iron Man ja wirklich durch den genialen Robert Downey Jr. getragen wird. Könnte keinen besseren für die Rolle geben.
Aber hast recht, wenn es auch zu nem Thriller oder nem anderen Gerne wird mit etwas mehr Anspruch habe ich auch nicht gegen. Dann würde er sich zumindest von den zig Comicverfilmungen etwas abheben.
Ganz genau so ist es!
Ich kann HAL ja auch verstehen und er hat auch Recht Jordan ist keine Abziehfigur, sondern eher komplex, aber auch ein Tony Stark ist in den Comics um einiges "ernster" gezeichnet, als in den Filmen.
Letztlich muss man dem Geist des Originals treu bleiben, aber es kommt eben auch immer darauf an, wo man die essentiellen Elemente eines Charakters sieht und diese entsprechend in einer Verfilmung zum Tragen kommen lässt.
Ich akzeptieren generell eigentlich ein recht hohes Maß an Abweichungen zur Vorlage, da es in dieser Form kaum möglich wäre einer der Figuren gerecht zu werden! Wieviele der Filme würde es bei akkurater Umsetzung auch nur zu einer Fortsetzung schaffen?
Jeder dieser Charaktere benötigt eben auch Alleinstellungsmerkmale, die über die Superfähigkeiten oder das Kostüm hinausgehen, damit sich der durchschnittliche Kinobesucher vom nächsten Superheldenfilm locken lässt.
Und gerade, wenn jeder dieser Figuren ein eigens Franchise etablieren soll, ist diese Alleinstellung unausweichlich und bei einem Film dieser Größenordnung nur durch gewisse Mechanismen zu erzeugen, die sich eben vom Medium Comic, Graphic-Novell oder gar Roman deutlich unterscheiden und ich für meinen Teil finde, dass man den Machern hier eben wirklich auch Freiheiten einräumen muss.
Superman zum Beispiel: Nimmmt man Superboy hinzu, dann fallen mir spontan ein: Die Fleischer-Cartoons, die Schwarz-weiss Serie aus den 30ern/40ern (?), die Zeichentrickfilme aus den 70ern/80ern, die Superboy Realserie, Superman Lois & Clark, 90er/2000er Superman-Zeichentrick, Smalllville und die aktuellen DC Zeichentrickfilme.
In all diesen Inkarnationen sind die Charaktere unterschiedlich interpretiert, die Kinofilme zeichnen wiederum ein eigenes Bild von Superman und Co. und die Comics haben sich in all den Jahren auch immer wieder neu erfunden - klar kam man auch immer wieder auf die wesentlichen Merkmale zurück, aber das ist es eben: Welche dieser Inkarnationen soll man in einem Film benutzen? Oder vermischt man womöglich einzelne Elemente der unterschiedlichen Fassungen? Selbst Batman aber auch Spiderman beinhalten Änderungen gegenüber den originas, bei manchen Helden kennt man die Originas auch total auswendig, obwohl man noch nie ein Comic in der hand hatte (Superman)...
Ich finde es in Ordnung und konnte daher auch die Nörgler bezüglich MJ nie so ganz nachvollziehen, denn diese Form der freien Interpretation ist für mich aus dieser Art von Film auch garnichjt wegzudenken!
Filme wie Watchmen oder 300, Sin City basieren hingegen auf eigenen Graphic-Novells, die auch nicht mit den oben genannten Superhelden-universen zu tun hat und ist entsprechend auch weniger umfangreich!
Man muss doch nur mal überlegen, wieviele Comicstorys, Hefte, Sondersammelbände, Coressovers etc. es gibt in denen Batman mitspielt, oder bei Marvel beispielsweise Daredevil, womit wir noch nicht einmal einen Marvel A-Chara hätten! Da sehen besagte Graphicnovells eben auch recht dünnbrüstig dagegen aus, rein was die Masse an Grundlagenmaterial anbelangt...