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Oscars 2017 - Die Academy Awards

Gestartet: 24 Jan 2017 20:05 - 198 Antworten

Geschrieben: 27 Feb 2017 17:14

hibb

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Zitat:
Zitat von Steve-O;5901755
Was dieses Jahr bei den Oscars passiert ist, kann ich nur als eine riesige Sauerei bezeichnen.

Moonlight ist vielleicht kein schlechter Film, aber eindeutig durch seinen Inhalt politisch gepusht. Nur weil es zwei Jahre lang "zu wenig" schwarze Nominierte und Gewinner gab und deswegen rumgeheult wurde, muss man jetzt aus vollen Rohren ballern. Mit 7,9 Sternen bei imdb ist er wohl auch bei den Zuschauern weit vom "besten Film" entfernt. Dafür ist und bleibt es ein Mitleidsoscar...

Schon damals bei 12 Years A Slave konnte ich nur den Kopf schütteln. Das war und ist für mich einer der langweiligsten Filme der letzten Jahre - trotz der super Leistung von Chiwetel Ejiofor (er wurde komischerweise übergangen). Da gab es in der Vergangenheit weitaus bessere Filme mit denen man die Quote hätte verbessern können.

Dazu noch die Tatsache, dass man Cast und Crew von La La Land erst noch auf die Bühne kommen lässt und die Dankesreden abwartet. Das war eine unnötige Demütigung und meiner Meinung nach Absicht. Auf dem Umschlag steht groß und fett drauf was drin ist und auf der Karte stand "Emma Stone". Die beiden Presenter sahen noch nicht so senil aus, dass sie das nicht bemerken können. Ich hoffe, dass man den Verursacher findet oder überhaupt sucht. Da habe ich die größte Achtung vor Jordan Horowitz, dass er diese Situation mit so viel Würde hingenommen und sich als guter "Verlierer" gezeigt hat.
Alles klar, Sherlock! Danke dass du dich so rational und argumentativ an der Diskussion beteiligst hast. Ich denke es ist offensichtlich, dass hiermit nur die Einschaltquoten gesteigert werden sollten... und natürlich nur zur Demütigung der weißen Bevölkerung vertreten durch die La La Land Crew. Würdest du es auch begrüßen, dass alle Oscars, die jemals an Schwarze gingen, wieder zurückgenommen werden? Wäre ja logisch, mit deren Leistung hatte das ja sicher nie was zu tun. Ich bin auch dafür dass wir alle nächstes Jahr auf die Veranstaltung pfeifen und nur dich nach deiner Meinung fragen. Wenn du sagst dass 12 Years a Slave langweilig ist, dann glaube ich dir natürlich. Außerdem sollte die 7,9 von IMDB automatisch jede Auszeichnung verbieten. Vielleicht sollte man allgemein mal darüber nachdenken nur noch die Topfilme von IMDB zu nominieren. Oder man wählt sie nach der Laufzeit oder der Anzahl Wörter im Titel aus. Da gibt es sicher ein paar logische Zusammenhänge.

Leute, an der Qualität der schwarzen Preisträger lässt sich wenig Politisches hineininterpretieren. Das sind alle (objektive) Favoriten gewesen, die so auch in vielen Predictions bekannter Filmmagazine genannt wurden. Ich fand da eher den LLL-Hype im Vorfeld kontraproduktiv. So viele Nominierungen produzieren Unverständnis und Trotzreaktionen. Manchmal kann die Academy auch rebellisch sein. Das hat aber nix zwangsläufig mit einer politischen Haltung zu tun.
Geschrieben: 27 Feb 2017 17:23

Ripper

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Zitat:
Zitat von xy78;5901763
sorry, aber so etwas wie am Ende darf nicht passieren.
da haben Beide geschlafen.
auf der Karte steht klar "Actress in a Leading Role" - sowas sollte der Verkünder schon sehen.
vor allem stand ja auch Emma Stone als Erstgenannte - sowas sollte ihm schon stutzig machen, wenn er Bester Film anpreisen soll, und dann eine Schauspielerin genannt wird :silly:

Naja ich glaube in dem Moment hast du andere Gedanken im Kopf und bist nervös. Ich meine man hat ja gesehen dass beide gestutzt haben. Wer bitte rechnet bei einer derartigen Veranstaltung mit so einem Fehler? Ich würde als Host auch nicht den Umschlag aufmachen und erstmal überlegen ob der Gewinner auch überhaupt sein kann.

Außerdem war La La Land auch in dieser Kategorie mit Sicherheit ein Favorit, daher hätte ich über die Art und Weise wie der Zettel geschrieben ist auch nicht weiter nachgedacht.
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Gruß Mark
Geschrieben: 27 Feb 2017 17:38

gelöscht

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@hibb: Ich sage nicht, dass alle Preise die je an Schwarze gingen ungerechtfertigt waren. Vor einigen Jahren war die Hautfarbe einfach weniger oder gar kein Thema. Es ist schon eigenartig...kaum hat zwei Jahre in Folge kein Film mit/über/von Schwarzen gewonnen und schon wird es überall thematisiert und Druck ausgeübt. Die Academy ist leider so beeinflussbar, dass das nun Auswirkungen hatte. Wenn man Monatelang immer wieder behauptet, dass Schwarze bei den Oscars unterrepräsentiert sind und es dann Oscars hagelt dann hinterlässt es nunmal einen faden Beigeschmack. Hollywood ist nun mal "weiß-lastig" genau so wie das Kinopublikum auch. Warum sollten dann nicht auch die Gewinner von Awards "weiß-lastig" sein? Es beschwert sich ja auch Niemand, dass zu wenig Weiße bei Awards für Genres wie Rap/Soul oder Jazz abräumen.

Und an ein Versehen mit der Verwechslung glaube ich einfach nicht. Der Umschlag geht durch dutzende Hände bis er endlich auf der Bühne landet und da sehen noch zwei Personen, dass bei der Aufschrift auf dem Umschlag und auf der Karte etwas nicht passt. Dann wartet man danach noch mehrere Minuten bis man den "Fehler" auflöst. Ich hätte sofort das Mikrofon ausgeschaltet und damit der Situation Vieles an Brisanz genommen.

Die 7,9 Sterne für sich allein bedeuten natürlich nicht viel. Man muss sowas aber auch "lesen" können. Bei einem Film mit 99% positiven Kritiken erwartet man eher ~9,X Sterne. Viele Kritiker neigen leider dazu Filme mit politisch brisanten Themen etwas besser abschneiden zu lassen.
Geschrieben: 27 Feb 2017 17:42

Nikeraphael

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Welcher dunkelhäutige Darsteller hätte denn deiner Meinung nach dieses Jahr den Oscar nicht verdient gehabt bzw. welcher weiße Darsteller wurde deiner Meinung nach übergangen?
Gruß Raphael

Geschrieben: 27 Feb 2017 17:57

gelöscht

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Beim besten Film hätte ich eher mit Manchester by the Sea, Arrival oder La La Land gerechnet. Okay MbtS ist ein ziemlicher downer, Arrival ist Sci-Fi und damit bei den Oscars fast sofort disqualifiziert. Der Fakt, dass 3 von 9 nominierten Filmen nur das "Schwarze haben es schwerer als alle Anderen" zum Thema haben, spricht nicht gerade für diversity.

Ansonsten wirst du dich vielleicht wundern, dass ich denke Denzel Washington hätte den Oscar für den besten Hauptdarsteller mehr verdient als Casey Affleck. Der Oscar für Emma Stone geht für mich absolut in Ordnung und der für Ali auch. Nur bei Viola Davis habe ich wieder gestutzt. Die geht mir mit ihrem Rumgeheule und overacting auf die Nerven. Für mich ist sie völlig überbewertet aber das ist meine persönliche Meinung und hat auch nichts mit ihrer Hautfarbe zu tun.
Geschrieben: 27 Feb 2017 18:05

Crunkey

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Zitat:
Zitat von Nikeraphael;5901782
Welcher dunkelhäutige Darsteller hätte denn deiner Meinung nach dieses Jahr den Oscar nicht verdient gehabt bzw. welcher weiße Darsteller wurde deiner Meinung nach übergangen?

Für mich hätte Moonlight keinen einzigen Oscar bei dieser Verleihung verdient gehabt. Einer der wenigen Filme, die ich am liebsten vorher ausgeschaltet hätte. Meiner Meinung der schwächste alle Vertreter der Best Picture Kategorie.

Dass dann auch noch ein Nebendarsteller gewinnt, der sowas von unspektakulär gespielt und vielleicht 15 Minuten screentime hatte, hat mich schon stutzig gemacht.
Natürlich bekommt dieser dann auch noch den ersten Oscar des Abends, Symbolkraft lässt grüßen :o

Übergangen wurden bspw. Dev Patel und Michael Shannon, die ihre Filme wirklich aktiv mitgetragen haben, trotz ihrer Nebendarstellerrolle. Aber ähnliches ist in dieser Kategorie schon letztes Jahr mit Bridge of Spies passiert, aber naja ist halt meine Meinung.

Alle anderen Oscars für Dunkelhäutige waren verdient, allen voran der für Viola Davis.


Eine ähnlich politische Motivation sehe ich beim fehlenden Oscar für Toni Erdmann (der super war).
Natürlich gewinnt dann der Film aus dem Iran, dessen Produzenten vom bösen bösen Trump nicht ins Land gelassen wurde.;)

Zuletzt gesehen :

// Call me by your Name (8/10) // Three Billboards (9/10) // Blade Runner 2049 (9/10) //

Geschrieben: 27 Feb 2017 18:20

keyser_soze

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Ich fand die gesamte Verleihung auch eher lahm, bis auf den peinlichen Patzer am Schluss. Liegt vielleicht auch daran dass der einzige Film den ich bisher gesehen haben LaLa land war, welchen ich allerdings großartig fand. Hätte gerne gesehen das er den Oscar für den besten Film bekommt. Das war am Schluss wirklich eine Enttäuschung, vor allem für diejenigen die den Oscar schon in den Händen hielten.

Ich glaube das letzte Mal das mich die Verleihung wirklich richtig interessierte war zu Zeiten von Herr der Ringe. Einfach weil ich die Filme liebe und sie sowohl künstlerisch etwas zu bieten hatten und zugleich ein breites Publikum begeisterten. Solche Filme gibt es ja heute kaum noch. Entweder ist es Mainstream und findet, oft zurecht, bei der Verleihung kaum Beachtung, oder aber es sind kleine Filme, die man aber schnell wieder vergisst.




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Geschrieben: 27 Feb 2017 21:04

vanKreuzeck

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Zitat:
Zitat von hibb;5901482
Mir gefiel vor allem der Spruch gegen Mel Gibson im Eröffnungsmonolog. Solchen Biss wünsche ich mir öfter von den Oscars, die sind leider immer noch zu zahm und steif.

Und was wurde hier genau gesagt, rein interessehalber? Hatte leider noch keine Zeit mir das ganze reinzuziehen.....
Geschrieben: 27 Feb 2017 21:08

EnZo

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Zitat:
Zitat von shellshockzzzz;5901619
Wieso war Afflecks Gewinn überraschend? Er hat doch vorher fast alle anderen Preise abgeräumt und seine Leistung im Film war auch klasse? Wegen Denzels Leistung und den paar Awards die er geholt hatte?

Ganz ehrlich ?
Fand sein Schauspiel ging in Richtung Overacting, darum.






Es gibt nur zwei Männern denen ich vertraue.
Der eine bin ich und der andere sind nicht Sie...

NICOLAS Cage ( Con Air )
Geschrieben: 27 Feb 2017 21:23

agentsands

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@vanKreuzeck:
Jimmy sagte zu und über Mel:
“Let’s just get something straight off the top; there’s only one Braveheart in this room and he’s not going to reunite us either,” und “You look great. I think the scientology is working,”

Ersteres bezieht sich darauf, dass Mel Gibson Donald Trumps Repubikaner unterstützt und Meryl Streeps dämliche Rede von den Globes ablehnte (und sie hatte ja auch nicht Recht, denn sie hat überhaupt nicht begriffen was sie da sagte und beleidigte den Mann, den Trump angeblich beleidigte, selbst als minderbemittelt, was er nicht ist. Der Mann hat lediglich einen missgebildeten Arm und ist sonst fit und frisch an Körper und Geist.)
Zweiteres bezieht sich darauf, dass Mel kürzlich einige Millionen an seine erzkatholische Stiftung überwies. Die sind so streng katholisch, die werden als katholische Sekte eingestuft.

Kimmel ist da ne arme Sau, denn unter vier Augen würde er sich das nicht trauen, denn dann kriegte er ordentlich aufs Maul, denn nichts daran war netter Spaß wie mit Matt Damon. Mel seinerseits ging da entspannt lächelnd drüber weg.


Zu der Diskussion über Hautfarbe: mir fallen da Sir Michael Caine, Denzel Washington und Morgan Freeman ein, die dazu alles was richtiges sagten (könnt ihr gerne youtuben zu SJW und BLM)
Denzel: hört auf zu meckern, schreibt schwarze Geschichten und fertig, dann kommt der Rest von allein.
Morgan: es gibt keinen Rassismus gegen schwarze Nominierte. Asian Americans und Latinos beschweren sich auch nicht. Es gibt nur nicht genügend Stoffe aus den eigenen Federn, zu wenig schwarze Schreiber, Regisseure, Produzenten. Das ist nicht die Schuld der anderen.
Michael: man kann niemandem einen Preis nach Quote geben, es geht einzig und allein um die Leistung.
Und sie haben alle Recht. Mahershala hat verdient gewonnen in sehr starker Konkurrenz. Viola Davis ist da nicht anders.
agentsands
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