Da ich mal wieder nicht richtig aufgepasst habe dachte ich heute
könnte ich Stranger Things zuende schauen. Glücklicherweise habe
ich noch bis zum 01.01. Zeit Spannung und Vorfreude zu genießen.
Gleichzeitig bin ich traurig, dass diese fantastische Geschichte
dann erzählt sein wird. Dass in der letzten Staffel auch Frank
Darabont seinen kleinen Anteil daran hat verwundert auch nicht mehr
wirklich - der Mann, der den besten Film aller Zeiten gedreht hat
laut IMDb.
Es war ein Erlebnis den übernatürlichen Vorgängen in Hawkins
beiwohnen zu dürfen und mit der exquisiten Besetzung mitzufiebern.
Die Story finde ich richtig geil, aber ich werde nichts zur
Handlung schreiben, sondern einfach nur meine Begeisterung
teilen.
Diese Serie spricht ganz andere Bereiche im Hirn an als
beispielsweise
Pluribus, eine Serie welche ich ebenfalls
feiere. Wahrscheinlich kann man es nicht erklären, obwohl Pluribus
Sciencefiction ist gibt rationale und vernünftige oder
philosophische Aspekte mit denen man sich auseinandersetzen
kann.
Könnte man bei Stranger Things auch, wenn auch nicht in gleichem
Maße, aber diese Serie trifft meinen Geschmack so auf den Punkt,
dass ich einfach mitgerissen wurde, es spricht Instinkte und
Emotionen an und weckt Erinnerungen. Ich bin in den Achtzigern
aufgewachsen und habe viele Filme geliebt, die zitiert werden.
Fantasy war immer mein Genre und in der Zeit wurde mein Geschmack
geprägt, Stranger Things ist eine grandiose Hommage und fängt den
Zeitgeist perfekt ein. Es sind aber weit mehr als nur Anspielungen,
es ist eine originäre Geschichte - wie eine Stephen King Verfilmung
von Steven Spielberg, die es nie gegeben hat. Nur dass diese
Verfilmung sehr viele Stunden dauert.
Und ich habe jede Sekunde genossen. Es ist die erste Serie, die ich
ein zweites Mal geschaut habe, eigentlich versuche ich immer neues
zu sehen. Obwohl ich das meiste wusste war das Erlebnis genauso gut
wie bei den Premieren der jeweiligen Staffeln, ein Eindruck als
wäre man 35 Jahre jünger, ein Gefühl welches am ehesten an meinen
unvergessenen ersten Lesedurchgang von Stephen King's ES
herankommt. Es erwischt einen nicht nur emotional - die ganze
Palette, von Freude, Spaß und Triumph bis Enttäuschung, Trauer und
Niederlage - man ist dabei.
Egal wie es ausgesehen wird bin ich den Machern und den
Schauspielerinnen und Schauspielern dankbar für das Erlebnis und
hoffe ein paar andere können das nachvollziehen. Natürlich
10/10
Edit: Wenn die Serie auf Disc erscheinen sollte muss sie in die
Sammlung, bis dahin muss als physische Edition das hier den Platz
freihalten:
Immerhin schön geprägt. Eine kleine Eleven im Maßstab 1/10 von Iron
Studios gibt es auch noch. Nö, ich bin überhaupt kein Nerd...