Den Heiligen Abend habe ich direkt am Morgen damit begonnen Pluribus zuende zu schauen. Damit zum einzig negativen, was ich dazu schreiben werde - es gibt kein Ende und jetzt muss man sich gedulden bis es weitergeht, eine weitere Staffel ist ja bestätigt. Ich hoffe inständig mir wird irgendwann eine finale Auflösung präsentiert.
Für mich hält die Staffel das Niveau durchgehend und nutzt das Potential dieser irren Story komplett aus. Man stellt sich ständig Fragen nach dem Sinn und danach, was den Menschen eigentlich ausmacht. Die Serie kratzt auch an meinen Überzeugungen.
Das ganze ist erdacht von Vince Gilligan, der damit nach Breaking Bad und Better Call Saul für mich die nächste 10/10 abliefert. Nachdem Rhea Seehorn in letzterer an der Seite von Bob Odenkirk glänzte trägt sie hier die Handlung in einer Form, die jeden Preis rechtfertigt. Aber auch Karolina Wydra als Zosia ist toll.
Ich kann jeden verstehen, der meine Begeisterung nicht teilen kann aber für mich ist das so ein kluger Ansatz und so eine facettenreiche Betrachtung, was es bedeutet Mensch zu sein, dass ich während der ganzen Staffel zwischen staunen, schmunzeln, stirnrunzeln vom Geschehen gefesselt war und mit großer Faszination erwartet habe, was als nächstes passiert. Und hier brauchte ich wirklich Pausen zum verarbeiten und nachdenken, nicht so viele wie ich bekommen habe aber deutlich mehr als üblich. Großartige Idee großartig umgesetzt.