Dass auch bei Turbine anscheinend in Sachen 3D -BDs wieder etwas in Gang kommt, ist natürlich sehr erfreulich.
Jurassic World - Rebirth ist gerade in 3D eine durchaus ansprechende, nette Sache, auf die man sich freuen kann. Ich freue mich bereits...:-)
Dabei sollte freilich das in Sachen 3D eine geradezu essentielle Stütze bildende 3D-Filmarchiv in den USA (https://3dfilmarchive.com/) nicht übersehen werden.
Seit 2014 sind dort 71 historische 3D-Spiel- und Kurzfilme aus den Jahren 1922 bis 1984 restauriert und somit für Interessierte erhalten worden. Erst jüngst ist dort die Dean-Martin/Jerry-Lewis-Filmkomödie
Money from Home * Der tollkühne Jockey (Paramount 1953) äußerst
&liebevoll in 3D restauriert worden. Der Film ist einer von nur insgesamt zwei Filmen im von Technicolor stammenden "
Dynoptic-Technicolor-3D-Prozess" aufgenommen worden, wobei bei jeder Einstellung für jedes Teilbild ((links und rechts) drei, damit insgesamt sechs Rollen 35-mm-Schwarzweiß-Negativfilm (versehen mit Rot-/Grün-/Blau-Filterung) durch die Kamera liefen. Entsprechend mussten dafür insgesamt rund 16500 m Schwarz-Weiß-Negativfilm in 4K gescannt und anschließend die
&Rot-/Grün-/Blau-Auszüge wieder Bild für Bild
&korrekt übereinander gelegt werden. Diese hochkomplexe und mühevolle Arbeit benötigte nicht bloß, wie sonst in aller Regel, einige Monate, sondern beanspruchte rund zweieinhalb Jahre Arbeitszeit.
Lesenswert ist dazu das Interwiev das
Jeffrey Kauffman von Blu-ray.com mit Robert Furmanek vom 3D-Archive geführt hat:
https://www.blu-ray.com/news/?id=38594
Gefragt nach der dreidimensionalen Zukunft im Kino äußert sich Furmanek m.E. auch absolut treffsicher: ...
Ich glaube, dass sich 3D-Filme in Zukunft auf spezielle Filme beschränken werden, die sich für ein besonders intensives Kinoerlebnis eignen. Wie der verstorbene Dan „Mr. 3-D“ Symmes immer zu sagen pflegte: „3D-Filme sind wie der Zirkus; sie machen Spaß, aber würdest du jede Woche hingehen wollen?"...
Also zukünftig bloß kein 3D mit der Gießkanne mehr, denn da will eh keiner hingehen. Nein! Unzulängliches, lieblos aufgenommenes 3D verspielt den Event-Charakter, den das Ganze unbedingt braucht um zwischendrin Zuschauer immer wieder einmal in den Bann zu ziehen. Derartiges ist letztlich nur dazu geignet Kinobesucher zu verprellen und abzuschrecken.