Zitat:
Zitat von Brathering;5592291
Bisschen verquer die Logik, oder?
Nach der Definition wäre ja alles Mainstream, was nicht einzigartig da stünde. Das wiederum schiene mir eine Auffassung zu sein, mit der man selbst unter Elitisten als elitär gelten würde. Zumal der Beweis existierender Einzigartigkeit ja erst einmal erbracht werden müsste.
Bisschen holprig eventuell, ja, aber schon passend, weswegen mich die meisten Filme des Unterhaltungskinos völlig anöden, aber meine Vorzüge in Sachen Film sind sowieso weit jenseits von gängigen Filmen.
Enemy ist ein Film, der will so unglaublich verkopft sein, ist aber formal und inhaltlich völlig gewöhnlich. Villeneuve musste sogar das Spinnenmotiv einführen, nur um noch mehr dem Zuschauer etwas vorzugaukeln.
Das Motiv des Doppelgängers ist auch längst veraltet und deswegen muss man da neue Wege gehen. Die Filme von Refn ab Walhalla Rising sind genau das, absolut einzigartig in ihrer Bildsprache und ihrem inhaltlichen Vorgehen (auch, da man an 1. und selbst 2. Oberflächenschicht auf eine Handlung verzichtet, diese aber durch eine schier überwältigende Inszenierung und ästhetische Komponente fast beiläufig eben doch stattfindet)
Aber sei's drum, hier geht's um Sicario und dazu habe ich ja bereits was geschrieben.
Worum's mir letztlich ging, ist auch eher, dass Filme ja nicht unbedingt alleinstehend in der Filmgeschichte sein müssen. Aber Enemy ist selbst als einzelner Film ohne Querverweise oder Vergleiche, ein in meinen Augen schwacher Film, ebenso Sicario (den ich noch schwächer als Enemy fand)
Meine Top-3 2016(so
far):
1.
The Assassin
2.
The Revenant
3.
Anomalisa
Most Wanted:
It's Only the End of the World, Son of Saul, The Neon
Demon, Der Nachtmahr, Der Schamane und die Schlange, Arabian
Nights, A Lullaby to the Sorrowfull Mystery