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Der kleine Nick macht Ferien Blu-ray Review

Gestartet: 17 März 2015 18:42 - 1 Antworten

#1
Geschrieben: 17 März 2015 18:42

Jason-X

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Blu-ray Papst
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Der kleine Nick macht Ferien Blu-ray Review

Story 7
Bildqualität 9
Tonqualität 8
Ausstattung 6
Gesamt * 8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.

Wenn man den Begriff Comicverfilmung hört, denkt man zunächst dabei an Produktionen wie The Avengers, X-Men oder The Dark Knight, also quasi an die ganzen Marvel und DC Comic Verfilmungen, die aktuell Milliarden einspielen. Kommt ergänzend noch als Ursprung Frankreich hinzu, fällt der erste Gedanke auf den kleinen Gallier Asterix. Tatsächlich reichen die Abenteuer des kleinen Nick noch weiter zurück, schließlich erschufen Texter René Goscinny und Zeichner Jean-Jacques Sempé bereits 1956 Comics mit dem kleinen französischen Jungen. Nachdem bereits 2009 die erste Leinwandadaption Der kleine Nick erfolgreich in den Kinos lief, folgt nun mit Der kleine Nick macht Ferien eine Fortsetzung.

Story
Was hat sich der kleine Nick (M. Boisselier) auf die Sommer-Ferien gefreut, denn auch wenn sich seine Eltern (V. Lemercier und K. Merad) immer um das Urlaubsziel streiten, hat er dort immer viel Spaß. Diesmal geht es an den Strand und kaum angekommen, hat der Kleine wieder eine Menge Freunde gefunden, mit denen er den ganzen Tag spielt. Die Freude endet aber schnell, als er auf die kleine Isabelle (E. Malatier) mit ihren Eltern trifft. Denn in ihm wächst der Verdacht, dass deren und seine Eltern vorhaben, die beiden miteinander zu verheiraten und das geht nun wirklich nicht. Zusammen mit seinen Freunden heckt er so einen Plan nach dem anderen aus, um diese Pläne zu vereiteln, denn irgendwie ist das kleine Mädchen mit ihren großen Augen und der eisigen Mine auch gruselig.

Laurent Tirard zeichnet sich bei diesem Sequel erneut für die Regie und den Posten als Co-Autor verantwortlich. Auch wenn Valérie Lemercier (Asterix & Obelix - Im Auftrag Ihrer Majestät) und Kad Merad (Willkommen bei den Schties) wieder in ihren alten Rollen als Eltern des Protagonisten zu sehen sind, wird der kleine Nick in dieser Fortsetzung nicht mehr vom mittlerweile 16-jährigen Maxime Godart, sondern von Mathéo Boisselier gespielt. Dieser fügt sich aber ebenfalls gut in die Rolle ein. Insgesamt schafft es das Sequel nicht ganz, das hohe Niveau des Vorgängers zu erreichen, was mitunter auch daran liegt, dass nicht nur die Abenteuer des kleinen Nick im Fokus liegen, sondern auch die Eltern mehr in den Mittelpunkt gerückt werden. Das nimmt dem Film zwar etwas kindlichen Charme, zeigt aber keinerlei Schwächen, was den Humor betrifft, denn die Gagdichte ist immer noch sehr hoch. Erfreulicherweise werden da nicht, wie es mittlerweile fast schon üblich ist, alle gelungenen Späße bereits im Trailer verbraten. Konsequent reiht sich ein Lacher an den anderen, auch wenn dem Zuschauer mal die Möglichkeit geboten wird, zwischendurch kurz zu verschnaufen.

Lediglich zwei, drei Gags wollen nicht so ganz zünden, wobei der Nebenplot mit Nicks Mutter und dem italienischen Filmproduzenten doch über das Ziel hinausschießt und somit auch stark vom Konzept abweicht, denn schließlich heißt der Film Der kleine Nick macht Ferien und nicht „Die Mutter vom kleinen Nick wird Schauspielerin“. Abgesehen davon gibt es aber immer wieder einige eingestreute und gut platzierte Späße, die über die wenigen Mankos hinwegtrösten und somit dennoch für gute Unterhaltung sorgen. Die einzelnen Figuren grenzen sich charakterlich deutlich voneinander ab, was vor allem bei den Kindern bemerkbar ist. Dadurch wird eine ausgewogene Dynamik in der Charakterzeichnung entwickelt, die dadurch nicht nur einen kindgerechten Touch erhalten, sondern auch für zusätzliche Lacher sorgen. Dabei wird auch vereinzelt die Grenze zur Überzeichnung ein wenig überschritten, was aber den Zuschauern des ersten Teils bekannt vorkommen sollte. Denn gerade das Spiel mit Stereotypen sorgt für einen angenehmen Charme sowie eine stimmige Atmosphäre im Rahmen des zeitlichen Settings.

Bildqualität
Beim Bild kommen wie auch bereits beim Vorgänger einige stimmige Farbfilter zum Einsatz, die sich aber als Stilmittel keineswegs störend bemerkbar machen. In erster Linie handelt es sich dabei um einen grundsätzlichen leichten Gelbstich, der dem Film einen nostalgischen 50er, respektive 60er Jahre Look verleihen soll. Das wird ergänzt durch knallige und bunte Farben, die aber dennoch durchweg natürlich erscheinen, dabei aber eine starke Sättigung aufweisen. Der Kontrast ist in diesem Zusammenhang stets ausgewogen, wenn gleich ein klein wenig erhöht, was aber gut in den optischen Kontext passt. Der Schwarzwert ist ebenfalls sehr kräftig. Es fällt deutlich auf, dass die Szenen in der Dunkelheit bei Tag aufgenommen wurden und nachträglich digital angepasst wurden, da die Dunkelheitsübergänge nicht gleichmäßig ausschauen, was aber schon das einzige deutlich erkennbare Manko ist. Abgesehen davon erreicht auch die Schärfe stets gute bis überwiegend sehr gute Werte, so dass dem Zuschauer ein hoher Detailgrad geboten wird. Kompressionsspuren sind nicht aufgefallen.

Tonqualität
Der kleine Nick macht Ferien ist deutlich dialoglastig ausgefallen, lässt aber keine mangelnde Räumlichkeit erkennen. Denn gerade in den vielen Außenszenen machen sich doch recht häufig weiträumig abgemischte Hintergrundgeräusche auf sämtlichen Kanälen bemerkbar, die für eine natürliche Surroundatmosphäre sorgen, auch wenn keine klaren direktionalen Effekten vorhanden sind. Dessen ungeachtet ist die Abmischung natürlich und klar ausgefallen. Die Dialoge sind durchgehend sehr gut zu verstehen und erscheinen dabei ein wenig betont, so dass die Hintergrundgeräusche ein wenig leiser erscheinen. Das einzige Manko ist die zurückhaltende Basswiedergabe, denn der Subwoofer kommt nur ansatzweise zum Einsatz.

Ausstattung
  • 4 entfallene Szenen (HD; ca. 3 min.)

  • Making ofs

    • Das kleine Making of 1 – Die Kinder (HD; ca. 2 min.)

    • Das kleine Making of 2 – Die Erwachsenen (HD; ca. 2 min.)

    • Das kleine Making of 3 – Der Regisseur (HD; ca. 2 min.)

    • Das große, super-duper Making of von „Der kleine Nick macht Ferien“ (HD; ca. 23 min.)


  • Interviews mit Cast & Crew (HD; ca. 33 min.)

  • Urlaubserinnerungen (HD; ca. 5 min.)

  • Original Kinotrailer in Deutsch (HD; ca. 2 min.)

  • Trailershow (HD)

Wie bereits beim ersten Teil hat Universum auch bei der Fortsetzung nicht an Bonusmaterial gespart. Zwar wurde in diesem Fall auf ein Audiokommentar oder auch verpatzte Szenen verzichtet, wobei aber dafür eine Menge an Interviews, Making Ofs (jawohl, Plural) sowie weitere Featurettes dennoch zahlreiche Informationen zum Film bieten. Sämtliche Beiträge liegen dabei komplett in HD sowie deutsch untertitelt vor. Ein Wendecover ist ebenfalls vorhanden.

Fazit
In technischer Hinsicht wird dem Käufer dieser Blu-ray eine gute Qualität geboten, wobei vor allem das Bild zu überzeugen weiß. Gerade die überwiegend sehr gute Schärfe sowie die satten Farben sind dabei auf der Haben Seite zu verzeichnen, dem nur wenige Mankos entgegenzusetzen sind. Beim Ton punkten vor allem die klaren Dialoge und die natürliche räumliche Klangkulisse, auch wenn die Bässe nur schwach wahrzunehmen sind. An Bonusmaterial mangelt es ebenso wenig, so dass ausreichend Informationen zum Film geboten werden. Der kleine Nick macht Ferien ist eine gelungene Fortsetzung zur 2009er Comic- bzw. Literaturverfilmung der Vorlage aus den 1950er Jahren. Zwar erreicht Regisseur und Co-Autor Laurent Tirard nicht ganz das Niveau des Vorgängers, schafft es aber dennoch, dem Zuschauer gute Unterhaltung zu bieten, was vor allem aufgrund der zahlreichen lustigen und gut pointierten Gags gelingt. Fans von französischen Komödien machen dennoch nichts verkehrt. (sah)
Kaufempfehlung
7 von 10
#2
Geschrieben: 22 März 2015 13:31

ronny2097

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Danke für das Review... scheint ein Titel zu sein, den ich mir für meine Familie mal vormerken sollte.


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