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Snowden (von Oliver Stone)

Gestartet: 24 Feb 2015 14:32 - 42 Antworten


Veröffentlichung:
07.04.2017
Laufzeit:
135 Minuten
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Altersfreigabe:
Geschrieben: 10 Okt 2016 13:34

TrondeAkjason

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Bedankte sich 919 mal.
TrondeAkjason How do you go on... when in your heart you begin to understand... there is no going back? There are some things that time cannot mend... some hurts that go too deep... that have taken hold.

Ich war dann auch in Snowden, bisher gab es ja fast keine Meinungsäußerungen zu dem Film.

Meine Meinung zum Film

Durch seinen Erzählstil bekommt der Film durchaus den Charakter eines Dokumentationsfilms, dies muss man mögen – mir hat das gefallen. Wird aber sicherlich Leute geben, für die das eher nichts ist.
Ansonsten wird die Geschichte durchweg gut erzählt, die einzelnen Etappen von Snowdens Leben werden interessant dargestellt und man merkt immer wieder welche Auswirkungen diese Situationen für seine spätere Entscheidung gehabt haben. Der Film vermittelt die Geschehnisse dabei auf zwei Zeitebenen. Zum einen, wie die einzelnen Tage in Hongkong, bis zur Veröffentlichung seiner Daten, abgelaufen sind. Zum anderen wird aus seiner Vergangenheit berichtet und der Film zeigt die einzelnen Etappen aus seinem Leben, die ihn am Ende nach Hongkong geführt haben.
Gut gefallen hat mir , dass der Film sich nicht nur mit seiner beruflichen Entwicklung beschäftigt, sondern dass auch sein Privatleben einen großen Raum innerhalb der Geschichte bekommt. Dabei wird gezeigt, wie dieses durch die beruflichen Dinge leidet bzw. wie auch dieses seine endgültige Entscheidung, zum Whistleblower zu werden, beeinflusst hat.
Obwohl der Film die Geschichte sehr ruhig erzählt, war ich keine Minute gelangweilt und auch wenn mir natürlich der Ausgang bewusst war, war er auch durchaus spannend. Allerdings wird zu Beginn des Films bereits klar gesagt, dass die Geschehnisse "dramatisiert" werden.
Der Film lässt natürlich kein gutes Haar an den politischen Entscheidungsträgern und denen die es umsetzen, allerdings beschäftigt er sich meiner Meinung nach zu unkritisch mit Snowdens Rolle dabei. Immer und immer wieder wird einem gezeigt das er mit den Dingen nicht einverstanden ist, am Ende macht er es aber eben häufig trotzdem.
Mit Gordon-Levitt hat man einen guten Darsteller für die Rolle von Edward Snowden gefunden, auch Shailene Woodley hat mich überzeugt. Der restliche Cast bekommt relativ wenig Raum, ob Quinto unbedingt Greenwald spielen muss sein dahingestellt – optisch passt es aber. Auch Cage hat ein paar Szenen bekommen.

Insgesamt ein wirklich guter Film – werde ich mir auf jeden Fall wieder anschauen

Ich würde wohl so 8,25-8,5 Punkte vergeben.

Nachdem das Kinojahr bisher imo eher schwach war, endlich ein Titel der das bringt was ich von ihm erwartet habe. Nach jetzigem Stand hat er gute Chancen auf meine Top 10 des Jahres.
Alex

How do you go on... when in your heart you begin to understand... there is no going back? There are some things that time cannot mend... some hurts that go too deep... that have taken hold.

When you find that one person who connects you to the world, you become someone different, someone better. When that person is taken from you, what do you become then?
Geschrieben: 19 Nov 2016 13:02

hibb

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Bedankte sich 234 mal.


Auch wenn es sich hier um eine Dramatisierung der Ereignisse handelt, wie uns der Film eingangs erklärt, war er mir zu theatralisch erzählt. Besonders die bekannten Stone'schen Stilmittel wie digitale Effekte, theatralische Musikuntermalung und das pathetische Finale haben mich gestört. Hätte mir lieber eine nüchterne Erzählweise der Geschehnisse gewünscht.

Das größte Problem ist aber noch Snowden ansich, der leider außer seinem Gerechtigkeitssinn keine Charakterisierung spendiert bekommt. Diese Heroisierungen ist man ja mittlerweile aus autobiographischen Stoffen gewöhnt, aber wenn ein Film sich auch anschickt sein Privatleben mit zu Thema zu nehmen, dann wäre mehr als Oberflächlichkeiten erwünscht gewesen. Gerade weil sich Stone sehr viele Freiheiten bei Darstellung der Geschehnisse nimmt, hätte er aus seiner Hauptfigur mehr als den eigenbrötlerischen IT-Freak mit zwischenmenschlichen Defiziten machen können. J. Gordon-Lewitt kann dafür am wenigstens, der seine Sache ausgesprochen gut macht.

So richtig langweilig ist Snowden nie, dennoch fällt es mir schwer diese Version der Wahrheit ernst zu nehmen. Dafür ist er in seiner Darstellung zu oft drüber. Als bestes Beispiel dient die Szene, in welcher Snowden letztendlich die Beweise aus einer versteckten Einrichtung schmuggelt. Auch wenn dies in der Realität vermutlich kein leichtes Unterfangen war, so wirkt es hier nur künstlich übertrieben, besonders in dem Wissen, dass er es ja geschafft hat, was Stone auch vorweg nimmt. So gesehen wird dieses Unterfangen nur für ein paar simple Thrills missbraucht, wo es doch vom tatsächlichen Interesse gewesen wäre, zu wissen wie man solche sensible Daten aus einer hochgesicherten Einrichtung entführt. So haben viele Szenen den faden Beigeschmack, dass man vieles kritisch hinterfragt, was bei einer autobiographischen Geschichte möglichst vermieden sollte.

Das ist auch die Problematik des Films: Stone nimmt lediglich ein paar bedeutende Stationen in Snowdens Leben, angefangen von seiner Zeit beim Militär, über die Einstellung beim CIA zu der letztendlichen Veröffentlichung der Beweise, vermisst es aber uns zu verdeutlichen, welche tatsächlichen Beweggründe er hatte, sein gesamtes Leben aufzugeben (und warum er absichtlich einen digitalen Fingerabdruck hinterlies). Die angedeuteten Gründe (Gerechtigkeitssinn und Sicherheit für Freundin und Familie) wirken da sehr ausredenhaft.

Guckt euch lieber Citizenfour an. Der ist deutlich besser, geschichtlich akkurater und tatsächlich spannender. Spannung braucht keine moderne Inszenierung und reißerische Mittel, wenn die Geschichte spektakulär genug ist.

(6/10)
Geschrieben: 29 März 2017 15:59

Lutz_1983

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https://www.youtube.com/watch?v=qGnHbBZ1Jc4


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