So, zurück aus der 2D Vorstellung mit Auros und XD Screen.
Der Film ist eine tolle Comicverfilmung voller frischer Ideen,
extremer Nähe zu den Comics der 90er und wirklich kreativen
Setpieces.
Tom Holland bringt den 15jährigen Peter Parker richtig klasse
rüber. Das gesamte junge Ensemble versprüht Charme, Chemie und jede
Menge teenage angst kombiniert mit Anwandlungen von Hysterie,
Übermut und großer Klappe. Genau wie Teens so sind.
Dieser Spider-Man ist der erste schuladäquate Spidey. Sein Leben
ist Unterricht, ist Kurse. Und während er da als Peter meist
brilliert, hat er als Spider-Man richtig zu kämpfen. Gut so.
Endlich sieht man Spidey verzweifeln weil er nichts hat mit dem er
einfach schwingen kann. Der realistischere Spidey macht Fehler,
handelt vorschnell, liegt mal daneben, trifft dumme Entscheidungen,
auch bei kleinen Dingen. Was passiert wenn man einfach durch Gärten
rennt? Er findet es raus :rofl:
Der Film zeigt einen ersten Lernprozess eines Jungen. Er hat noch
nichts raus. Er kommt kaum mit sich selbst klar. Und das ist klasse
umgesetzt.
Die Mitschüler und Freunde sind auch klasse. Jeder hat seine
Momente, keiner fällt aus der Rolle. Generell der erste Marvelfilm
nach Iron Man, der wieder ohne Humor um den Humor willen lustig
ist. Hier passieren eben auch lustige Sachen. Aber Peter ist keine
Witzmaschine. Übertreibt er es, kriegt er auf den Deckel, verbal im
Alltag und auch im Kampf. Gestaltet ist der Film mit einer
gründlichen Ehrlichkeit der Charaktere - auch gegen sich selbst.
Top.
Die Iron Man und Co. Szenen sind sinnvoll und binden Spidey gut in
die Welt der Avengers ein. Nur so ist es auch realistisch, denn
Peter ist eben kein Alleskönner.
Klasse fand ich Michael Keaton, insbesondere ohne Kostüm. Das ist
ein greifbarer Mensch. In einer Szene fragt
SPOILER! Inhalt
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ihn Spider-Man: "Warum erzählen Sie mir das?"
Antwort: "Ich will, dass du mich verstehst."
Optisch ist The Vulture ein echtes Sahnestück. Welch klasse Design
:thumb: Bedrohlich, anders, gut für die abwechslungsreichen
Szenen.
Die Nebendarsteller sind erfrischend anders als die anderen
Iterationen. Der Tante Mae running gag :rofl: Aber auch
verständlich.
Es gibt 2-3 richtig gute Twists oder Szenenauflösungen. Mehrfach
ging ein erstauntes 'wooh' durchs Publikum.
Der Film hat auch einen hohen Takt. Ständig ist was los. In sich
absolut schlüssig und mit vielen kleinen goodies für Fans und
Insider. Für Sequels gibt es reichlich gestellte und ungestellte,
aber angedeutete Fragen. Die Neugier auf das Folgende ist groß. Um
es mit Mae zu sagen: "What the f...?"
9/10, ein großer, unterhaltsamer Spass
PS: ich kann mir nicht denken, dass es mehr als 30 Sekunden für 3D
gibt. 2D reicht komplett.
agentsands
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