Two Point Hospital

 
Grafik
8,0
 
Sound
7,5
 
Singleplayer
8,5
 
Steuerung
8,0
 
Gesamt
8,0
Vor mehr als 20 Jahren entwickelte das mittlerweile geschlossene Studio Bullfrog mit dem Titel „Theme Hospital“ ein Krankenhaus-Aufbau-Strategie-Spiel, welches bereits damals auf Grund der leichten Zugänglichkeit, und nicht zuletzt wegen seines Humors, zahlreiche Fans fand. An den damaligen Erfolg möchte nun das kleine Entwicklerstudio „Two Point Studios“ mit dem neuen Titel „Two Point Hospital“ anschließen. Das Spiel, welches bereits seit 2018 in der PC-Version erhältlich ist, wurde nun auch für Konsolen veröffentlicht. Wie sich dabei diese Konsolen-Version schlägt, und welche Veränderungen es gegenüber der PC-Version gibt, versuchen wir im nachfolgenden Test zu ergründen.

Story

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Die Story ist eigentlich relativ schnell erzählt, da es im eigentlichen Sinne keine gibt. Als Besitzer der „Two Point Corporation“ ist es unsere Aufgabe, in „Two Point County“ insgesamt 21 Krankenhäuser aufzubauen und diese wirtschaftlich zum Wohlstand zu führen. Hier tritt auch gleichzeitig eine erste Veränderung zur PC-Version ein, denn die ehemaligen PC-DLCs „Bigfoot“ (Schneeregion) und „Pebberley Island“ (Tropenregion) sind in der Konsolen-Version bereits integriert und pushen somit die verfügbaren Krankenhäuser von 15 auf 21. Der Weg bis zum letzten Krankenhaus wird uns allerdings nicht einfach gemacht. Ziel eines jeden Krankenhauses ist es, durch die Bewältigung von vorgegebenen Zielen, mindestens eine „1 Sterne Bewertung“zu erhalten. Hat man diese „Mindestanforderung“ geschafft, schaltet man ein weiteres leeres Krankenhaus frei und darf sich einer neuen Herausforderung stellen. Bei jedem Krankenhaus ist eine maximale „3 Sterne Bewertung“ möglich. Innerhalb der bereits freigeschalteten Krankenhäuser darf man problemlos wechseln und kann somit frühere Krankenhäuser mit Hilfe der neu erworbenen Fähigkeiten ebenfalls auf eine „3 Sterne Bewertung“ bringen.

Grafik

In Sachen Grafik kann „Two Point Hospital“ durchaus überzeugen. In der isometrischen Ansicht, die sich Konsolen-exklusiv bis zur Vogelperspektive stufenlos zoomen lässt, entdeckt man liebevoll animierte Charaktere, witzige Behandlungsapparate und ein stellenweise sehr quirliges aber nie ruckelndes Krankenhausleben. Auch für Individualisten wird einiges geboten. So können beispielsweise die Räumlichkeiten mit verschiedensten Wand- und Fußboden-Materialien umgestaltet, oder auch die Bekleidung des Personals individuell angepasst werden.

Sound

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Auch im Bereich Sound wird man „anfänglich“ seine Freude haben. Komplett und professionell in Deutsch vertont - Spielcharaktere besitzen keine Sprachausgabe - darf man sich dabei über lustige Krankenhaus-Durchsagen wie beispielsweise: „Wir bedanken uns für ihren Müll den Sie in unserem Krankenhaus verteilen“ - als Hinweis auf mangelnde Sauberkeit - freuen. Auch die musikalische Untermalung, die in Form des Radiosenders „Two Point Radio“ vorhanden ist, bietet gelegentlich Abwechslung, Besonders der manisch depressive Radiomoderator, der an den depressiven Roboter aus „Per Anhalter durch die Galaxis“ erinnert, hat anfänglich seinen Reiz. Anfänglich, denn im Verlauf der Zeit wiederholt sich das bereits gehörte und wird auf Dauer dann eher als störend empfunden.

Singleplayer

In vorgegebenen Grundrissen unserer jeweiligen Klinik, im späteren Verlauf können auch zusätzliche Gebäudegrundrisse hinzugekauft werden, gilt es nun diverse medizinische Einrichtungen zu erbauen und zahlreiche skurrile Krankheiten zu heilen. Hier setzt auch der Humor ein, denn den meisten Patienten sieht man ihre Krankheit auch an. Beispielsweise Patienten mit „Rock-an-Roll-itis“ sehen Elvis Presley oder Freddy Mercury verdammt ähnlich und bewegen sich auch so, wie es ihre Vorbilder taten. In der „Psychiatrie“ dürften solche Patienten wohl Linderung finden.
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Der Beginn einer Klinik, beziehungsweise die „Ersteinrichtung“, ist fast immer gleich. Mit vorgegebenen finanziellen Mitteln erstellt man aus Grundrissen, die man individuell anpassen kann, diverse Krankenhaus-Räumlichkeiten. Angefangen von einer Patientenannahme, einem Arztzimmer und Diagnose-Abteilungen, bis hin zu Spezial-Abteilungen, die im späteren Spielverlauf freigeschaltet werden. Selbstverständlich müssen diese Räumlichkeiten noch mit dem passenden Inventar ausgestattet werden. Keine Angst, jede Räumlichkeit hat dabei ein entsprechend vorgegebenes „Mindest-Inventar“, kann aber zusätzlich noch, je nach finanziellen Mitteln, aufgepeppt werden. Neben den Behandlungsräumen gilt es allerdings auch die Wartebereiche für Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten. Angefangen von Sitzmöglichkeiten, Müllkübeln, Getränkespendern und Snack-Automaten, bis hin zu hygienischen WC-Einrichtungen und einem Kiosk wollen die Patienten bei Laune gehalten werden. Ein weiterer wichtiger Bereich unseres Krankenhauses ist das Personal. Von Assistenten für den Empfang, über Hausmeister die sich um die Sauberkeit in der Klinik und Wartung der Gerätschaften kümmern, über Krankenpfleger bis hin zu Ärzten, die unsere Patienten hoffentlich richtig behandeln will alles finanziell gemanagt sein. Zusätzlich muss man das Personal aber beispielsweise auch in Sachen Leistungsfähigkeit, Motivation und Ausdauer bei Laune halten. Ein ansprechender Pausenraum, eine Weiterbildungsmaßnahme, eine Beförderung und nicht zuletzt eine Gehaltserhöhung können da einiges bewirken. Allerdings muss hier im Sinne des Spiels auf das richtige Maß geachtet werden. Denn wir haben nur begrenzte finanzielle Mittel und nur durch die richtige und erfolgreiche Behandlung unserer Patienten erhalten wir zusätzlich Geld, welches wir dann in weitere Maßnahmen stecken können. Wichtig dabei ist auch der Ruf unseres Krankenhauses. Fühlen sich die Patienten wohl und wurden geheilt, steigt der Ruf und wir dürfen uns über sprudelnde Einnahmen freuen. Sinkt der Ruf, weil beispielsweise unser Personal wenig motiviert ist, die Hygiene in der Klinik zu wünschen übrig lässt oder gar Patienten sterben, bleibt kurz oder lang die Aufnahme eines Kredits nicht aus. Allerdings verursacht dies zusätzliche Zinsen, die die Einnahmen nicht unbemerkt schmälern. Gott sei Dank steht uns im späteren Verlauf eine eigene Marketing-Abteilung zu Verfügung. Hier lassen sich gezielt, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten, diverse Werbemaßnahmen ergreifen die unser Krankenhaus hoffentlich sehr begehrlich machen.

Multiplayer

„Two Point Hospital“ ist derzeit ein reines Singleplayer-Spiel. Allerdings hat Entwickler Two Point Studio für Ende März 2020 mit dem „Initiative-Modus“ einen kostenlosen Multiplayer-Modus für alle Plattformen angekündigt, bei welchen Spieler weltweit zusammenarbeiten müssen um verschiedene Ziele abzuschließen. Ein „Sandbox-Modus“ soll ebenfalls kostenlos Ende März 2020 bereitgestellt werden.

Steuerung

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Die Steuerung ist Controller-mäßig sehr angenehm und relativ simpel. Beispielsweise lässt sich auf Druck von L3 die Spielzeit anhalten um in aller Ruhe seine Räumlichkeiten einzurichten. Mit der X-Taste werden Grundrisse gezogen und Gegenstände platziert, mit Viereck gelangt man in die gewünschten Menüs etc. Positiv gegenüber der PC-Version, per Menü kann man eine bereits bestehende Räumlichkeit kopieren und sie an anderer Stelle im Krankenhaus duplizieren. Das erspart einem zum Beispiel den kompletten „Neubau“ einer weiteren Arztpraxis.

Fazit

Entwickler „Two Point Studio“ hat es geschafft, mit „Two Point Hospital“ den Charme des mittlerweile in die Jahre gekommenen „Theme Hopitals“ punktgenau einzufangen. Sei es die humoristisch veranlagte Führung einer Klinik, skurrile Krankheiten, witzige Feinheiten und ansprechende lustige Grafik. Besonders hervorheben möchte man die Qualität, die man bei dieser Konsolen-Umsetzung walten ließ. Keinerlei auffallende technische Probleme, selbst im größten „Gewusel“ gibt es keine grafischen „Ruckler“ oder Einbrüche. Als kleiner Kritikpunkt sei angemerkt, dass im Verlauf des Spiels der Sound, auf Grund der Wiederholungen, dann doch eher etwas störend angesehen werden könnte. Allerdings liegt der Fokus des Spiels nicht auf dem Sound, sondern am Spielprinzip und das ist Spitze. Im späteren Spielverlauf steigt die Schwierigkeit allerdings gehörig an. Schade wenn man da nach 2-3 Stunden Aufbauarbeit feststellen muss: „Das wird so nichts!„ und den Level mit neuen Ideen im Kopf neu beginnen muss. Dennoch ist „Two Point Hospital“ ein erstklassiges Spielerlebnis im Bereich der Aufbau-Strategie-Spiele! Bitte mehr davon. (Dirk Sperling)
geschrieben am 04.03.2020

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