For Honor

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Erscheinungsjahr:
Kategorie:
Sprachen:
Menüsprache:
Altersfreigabe:
HD-Auflösung:
-
Tonformat(e):
Dolby 5.1
Netzwerkfähig:
Ja
Trophäen:
Ja
Veröffentlichung:
14.02.2017
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Story
5,0
 
Grafik
9,0
 
Sound
9,0
 
Singleplayer
5,0
 
Multiplayer
8,0
 
Gesamt
7,2
Die Closed-Beta und Open-Beta von For Honor hatten es bereits erahnen lassen, das mit Ubisofts neuem Online-Hack-and-Slay-Spiel, etwas Großes – allerdings anderes Spielerlebnis auf alle Gamer zukommt. Bei dem Schwertkampf-Titel, in welchem sich Ritter, Samurai und Wikinger ordentlich eins auf die Mütze geben, werden nämlich nicht nur einfach stupide irgendwelche Angriffstasten gedrückt, sondern hier ist taktisches Geschick gefragt. Wir haben uns das fertige Spiel angeschaut und berichten, ob es sich lohnt, für den Sieg, den Tod und für die Ehre zu kämpfen.

Story

For Honor ist eigentlich als reines Mulitplayer-Spiel konzipiert worden, bietet allerdings auch für Solisten eine Einzelspieler-Kampagne, welche sich sehr schnell erklären lässt: Die Kampagne ist zeitlich einige Jahre vor den Mehrspieler-Schlachten angesiedelt, nachdem eine Katastrophe vor tausend Jahren jegliche Zivilisation nahezu ausgelöscht hat. Die Reiche waren ausgeblutet, Kontinente standen in Flammen und ganze Völker setzten sich in Bewegung, um inmitten unaufhörlicher Kriege das eigene Überleben zu sichern. Aus der Asche dieser Katastrophe erhoben sich drei Fraktionen - die Ritter, Samurai und Wikinger, allesamt wild entschlossen, ihre Kultur wieder aufzubauen und den Ruhm ihrer Vorväter weiter erstrahlen zu lassen. Ihr schlüpft dabei in die Rolle eines der größten Kriegers der jeweils gewählten Fraktion und erhaltet so einen Einblick in die Schlüsselmomente dieses uralten aufs Neue entfachten Krieges, in welchem es zudem gilt, die Pläne der Kriegsfürstin Apollyons und deren Schwarzfels-Legion zu vereiteln, um das Überleben eures Volkes zu sichern.

Grafik

Visuell kann sich For Honor in jeder Hinsicht auch auf der PS4 sehen lassen. Klar, verglichen mit einem leistungsstarken PC, gepaart mit einer aktuellen Grafikkarte, zieht die Konsolenfassung definitiv den Kürzeren, wer das Spiel aber nicht vom PC her kennt, wird sich über die Fülle an Details freuen, welche das Spiel in der Einzelspieler-Kampagne genauso wie im Mehrspielermodus bietet. Angefangen beim Charakterdesign jeder Fraktion, deren insgesamt zwölf verschiedene Kämpferklassen – vier pro gewählter Fraktion – das sich optisch in Bezug auf die Ausrüstung komplett seinen individuellen Wünschen anpassen lässt. Die Bewegungs- beziehungsweise Kampfanimationen wurden ebenfalls erstklassig umgesetzt, sind butterweich animiert und vermitteln stets einen authentisch Look. Möglich war dies über das eingesetzte Motion-Matching, welches es ermöglicht, sämtliche Bewegungen die beim Motion-Capturing eingefangen wurden, nahtlos in die Spiel-Engine zu übertragen. Folglich ist dadurch jede Bewegung im Spiel von einer realen Person ausgeführt worden und unterliegt somit realen physikalischen Gesetzmäßigkeiten, was man auch mühelos erkennen kann und in jeder Spielsekunde zu spüren bekommt. Sehr überzeugend präsentiert sich zudem das Leveldesign, das ebenfalls sehr detailliert und abwechslungsreich gestaltet wurde, ganz gleich ob man sich nun in Aschfeld, dem Land der Ritter, Myre, dem Herkunftsort der Samurai oder eben Valkenheim, dem frostigen Gebiet der Wikinger aufhält. Viele tolle Effekte wie beispielsweise realistisch wehende Fahnen im Wind, prasselndes Fackelfeuer oder nieselnder Regen verdichten zudem die ohnehin schon sehr stimmige Atmosphäre, die ganz nebenbei, vor allem während der Kampagne immer wieder von sehenswerten, kinoreifen Zwischensequenzen begleitet wird. Die opulente Optik geht natürlich etwas zu Lasten der Spielperformance, die hier nicht über die 30-FPS-Marke hinausschießt, selbst dann nicht, wenn man im Besitz einer PS4-Pro ist. Negativ werten sollte man dies aber nicht, denn ganz so verkehrt ist die etwas gedrosselte Spielgeschwindigkeit gar nicht, denn dadurch kann man in den actiongeladenen und manchmal ausufernden Kampfgefechten auch nicht den Überblick verlieren.

Sound

Die soundtechnische Umsetzung kann ebenfalls nur als gelungen bezeichnet werden. Das Spiel wurde komplett lokalisiert und wartet mit professionellen deutschen Sprechern in jeder der jeweils gewählten Fraktion auf. Zwar klingen die Samurai nicht japanisch und auch die Wikinger hören sich keinesfalls nordisch an, für eine tolle Spielatmosphäre wird dank der professionellen und hörbar engagierten Sprecher aber trotzdem gesorgt. Die authentischen Kampfgeräusche wie beispielsweise aufeinandertreffende Schwertklingen im Zweikampf, Pferdegetrappel oder feindlicher Beschuss, der gleich ganze Burgmauern zum Einsturz bringt, hören sich ebenfalls großartig an und bieten ein gutes sowie gleichermaßen ausgewogenes Balancing. Darüber hinaus begleitet die musikalische Untermalung der zwei Komponisten Danny Bensi sowie Saunder Jurriaans, welche sich bereits mit einigen Filmen wie 'Bluebird' oder 'The Wolfpack' einen Namen gemacht haben, das Spielgeschehen stets stimmig und wartet mit vielen passenden und abwechslungsreichen instrumentalen Stücken auf.

Singleplayer

Obwohl For Honor eigentlich als reines Online-Spiel für Mehrspielerschlachten konzipiert wurde, hat dieses dennoch eine Einzelspieler-Kampagne mit an Bord, welche wahlweise zudem auch kooperativ spielbar ist. In Bezug auf die Aufmachung ist die Kampagne sehr schön gestaltet worden und geizt auch nicht mit tollen Effekten und Videosequenzen, rein inhaltlich bietet dieser Modus jedoch nicht allzu viel, denn überwiegend dient dieser dazu, sich mit dem Kampfsystem sämtlicher im Spiel vorkommenden Kämpferklassen vertraut zu machen. Diese unterteilen sich wie folgt: Bei den Rittern gibt es den Wächter, welcher mit einem schweren Zweihandschwert bewaffnet ist, den Eroberer, der einen Flegel im Kampf einsetzt, den Gesetzesbringer mit seiner mächtigen Streitaxt sowie den flinken Friedenshüter, welcher in der einen Hand ein Kurzschwert und in der anderen einen Dolch führt. Bei den Wikingern teilen sich die Klassen in Plünderer, Kriegsfürst, Berserker und Walküre auf, während bei den Samurai der Kensei, Shugoki, Orochi sowie der Nobushi in die Schlacht ziehen. Jede Klasse verfügt dabei über andere Waffen und unterscheidet sich in Agilität, Ausdauer sowie Stärke, weshalb jede der insgesamt zwölf Kämpfer – wahlweise männlich oder weiblich, ein anderes Spielerlebnis bietet. In der Kampagne könnte man also eher von einem etwas ausufernden Tutorial-Kampftraining sprechen, bei dem ihr mit der Ritter-Fraktion startet und diese anschließend mit den Wikingern und letztlich den Samurai abschließt. Die linearen Missionen und Kämpfe gestalten sich dabei überwiegend recht anspruchslos, da man eigentlich immer dasselbe macht und gegen Bots antritt – lediglich die Bosskämpfe gestalten sich hier abwechslungsreicher und fordernder. Etwas unverständlich ist, dass die Einzelspielerkampagne eine permanente Online-Anbindung voraussetzt. Ebenfalls schade ist, dass man die Stufenaufstiege seiner Einzelspieler-Charaktere nicht in den Mehrspielermodus übernehmen kann und man mit seiner Kämpferklassen wieder komplett von Level 1 beginnen muss. Folglich lässt sich die Kampagne eher als größerer Trainingsmodus bezeichnen, der zwar eine nette Dreingabe ist, das Herzstück des Spiels stellt aber zweifelsohne der Mehrspielermodus dar. Alle Online-Kämpfe in For Honor können eigentlich nicht durch stupides Button-Smashing gewonnen werden, denn erstens ist hier taktisches Geschick gefragt und zweites, geht euch vorher sowieso die Puste aus, was euch auch anfälliger für Paraden und Gegenangriffe macht. Gesteuert wird euer Held mittels des linken Analogsticks, während ihr durch Halten der L2-Taste und die Richtungstasten des rechten Analogsticks anzeigt, ob ein Angriff von links, rechts oder oben abgeblockt werden soll - natürlich gelingt ein erfolgreicher Block allerdings nur dann, wenn alles zusammen im richtigen Moment gedrückt wird. Eine Gegenangriff oder normalen, schnellen Angriff startet ihr hingegen mit der R1-Taste, wohingegen mit R2 ein härterer allerdings auch langsamer Schlag ausgeführt wird. Wer das Timing gut hinbekommt, kann auch ohne weiteres die Deckung und den sicheren Stand des Gegners ins Wanken bringen, diesen werfen oder auch schubsen, beispielsweise in brennende Objekte oder tiefe Abgründe. Durch das Einbeziehen der Umgebung gestalten sich die Zweikämpfe nicht nur sehr abwechslungsreich, sondern lassen sich bei einem gezielten Einsatz auch deutlich schneller beenden. Nach den Kämpfen werden Erfahrungspunkte, verschiedene Talent-Perks und eine Stahl-Währung für ausgeführte Aktionen angerechnet, mit denen man den jeweiligen Helden noch besser personalisieren und seinen Bedürfnissen anpassen kann. Aber nicht nur die Attribute wie Angriff, Verteidigung oder Ausdauerkosten-Verringerung lassen sich verändern, sondern beispielsweise auch die Erschöpfungs-Regeneration oder die Dauer des Rage-Zustands, mit dem man deutlich verheerendere Angriffe ausführen kann. Ähnlich wie in einem Ego-Shooter können auch Perks wie Rauchbombe, Nagelbombe oder Langbogen hinzugeschaltet werden, mit denen ihr euch einen taktischen Vorteil auf dem Schlachtfeld verschaffen könnt. Und natürlich kann man auch das Aussehen seiner Helden spezialisieren, unter anderem im Bereich Helm, Arme, Brust und Waffen und dort mit neuen Gegenständen wie Rüstungs-Harnische, Parier-Stangen oder Schwert-Schäfte sowie verschiedenen Klingen, noch mehr individualisieren – die Möglichkeiten sind hier wirklich sehr vielfältig, selbst Muster und Bemalungen stehen zur Verfügung. Langweilig dürfte es hier folglich so schnell nicht werden.

Fazit

Mit For Honor hat sich Ubisoft endlich mal wieder getraut, nicht nur ständig Fortsetzungen zu veröffentlichen, sondern einmal etwas gänzlich anderes. For Honor lässt sich zwar nicht wirklich mit anderen Titeln vergleichen, ähnelt aber im Grunde genommen sehr einem Ego-Shooter, nur eben das man hier aus einer anderen Perspektive in die Schlacht zieht und zum Kämpfen keine Ballermänner, sondern Schwerter, Äxte, Flegel sowie Lanze einsetzt. Durch das drei-Trefferzonen-Prinzip und das ausgeklügelte Abwehr- und Angriffs-System spielt sich der Titel zudem sehr taktisch und man muss wirklich überlegt vorgehen, denn durch stupides Tastengehämmere lassen sich hier keine Zweikämpfe gewinnen - zumindest nicht im Mehrspielermodus. Da die Einzelspieler-Kampagne eher als größeres Kampftraining für sämtliche Klassen angesehen werden kann, wird man die meiste Zeit online verbringen, um Kampferfahrung zu sammeln empfiehlt es sich hier aber zunächst gegen Bots anzutreten, denn durch das manchmal etwas unausgewogene Matchmaking sieht man anfangs kaum Licht. Stattdessen gibt es neben den vielen positiven Aspekten, wie beispielsweise der opulenten Optik, den abwechslungsreichen Locations und Helden-Klassen sowie dem herausragenden Kampfsystem auch einige Schatten. Diese machen sich in Form von ziemlich langen Ladezeiten bemerkbar, da der Titel eine ständige Online-Verbindung erfordert – selbst in der Einzelspieler-Kampagne. Hinzu kommt auch, dass es manchmal zu Verbindungsproblemen kommt, was sich allerdings mit dem letzten Update auf Version 1.02 wesentlich gebessert hat. Wenn Ubisoft die kleinen Makel noch weiter ausbessert, werden taktische Spieler an dem anspruchsvollen Titel vermutlich noch sehr lange ihre Freude haben.
  • gut durchdachtes Kampfsystem
  • taktisch sehr anspruchsvoll
  • opulente Aufmachung
  • realistische Bewegungsanimationen
  • abwechslungsreiche Schauplätze
  • Kampagne kooperativ spielbar
  • fordernde Bosskämpfe
  • stimmiger Soundtrack
  • inhaltlich schwache Einzelspieler-Kampagne
  • Onlinepflicht in der Kampagne
  • teils unausgewogenes Matchmaking
  • gelegentliche Verbindungsunterbrechungen
  • lange Ladezeiten
(Roland Nicolai)
(weitere Reviews anzeigen)
geschrieben am 01.03.2017

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