Assassin's Creed 2

Assassin's Creed 2

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Erscheinungsjahr:
Kategorie:
Sprachen:
Untertitel:
Menüsprache:
Altersfreigabe:
HD-Auflösung:
Tonformat(e):
Dolby 5.1
Anzahl-Spieler:
1
Netzwerkfähig:
Nein
Trophäen:
Ja
Veröffentlichung:
19.11.2009
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Story
9,0
 
Grafik
8,0
 
Sound
8,0
 
Einstieg
9,0
 
Singleplayer
9,0
 
Gesamt
8,6
Mit „Assassin’s Creed“ erschuf Ubisoft im Jahre 2007 ein neues Franchise, welches ein Raunen durch die Spielwelt wandern ließ. Der Titel wurde bereits im Vorfeld in höchsten Tönen gelobt und zum Spiel des Jahres erklärt. Zu Unrecht? Mitnichten, rund zehn Millionen verkaufte Einheiten sprechen ihre eigene Sprache. Die Presse hingegen war gespalten und siedelte den Titel oft im Mittelmaß an, da es trotz durchdachtem Spielprinzip sowohl technische Probleme, als auch Einbußen beim Spielspaß gab. Letzteres vor allem durch die sich immer wiederholenden Aufgaben. Nun, zwei Jahre später, steht der Nachfolger bereit und behauptet von sich, alles besser zu machen als der Vorgänger.

Story

Ihr habt „Assassin’s Creed“ nie gespielt? Kein Problem, hier ein kleiner Rückblick: Die Rahmenhandlung dreht sich um den Barkeeper Desmond Miles, der in naher Zukunft von Mitgliedern eines modernen Templerordens entführt wird. Sie sehen in ihm das Potenzial, Hinweise auf den „Edensplitter“ zu erhalten, ein mächtiges Artefakt. Die Story in „Assassin’s Creed II“ knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Man findet sich gleich zu Beginn in der Rolle von Desmond wieder, der mit Hilfe von Lucy Stillman aus dem Forschungslabor fliehen kann. Sie bringt ihn in ein Versteck von Assassinen, wo er auf Shaun und Rebecca trifft. Mit ihrer Hilfe soll Desmond seine Fähigkeiten steigern und ihnen zum nächsten Edensplitter verhelfen. Zu diesem Zwecke haben sie ihren eigenen Animus gebaut, den „Animus 2.0“. Die Reise in das Leben seiner Vorfahren führt ihn dieses Mal nach Italien im 15. Jahrhundert, zur Zeit der Renaissance. Er wird 1476 in Florenz als junger Adliger Ezio Auditore da Firenze wiedergeboren.

Grafik

Imposante Bauwerke, belebte, detailverliebte Straßen und geschmeidige Animationen – ja, die technische Seite des Titels kann sich absolut sehen lassen. Wenn man das erste Mal eine Kathedrale erklimmt und sich einfach mal die Stadt von Oben ansieht, vergisst man für kurze Zeit völlig seine Mission. Die Entwickler haben sich große Mühe gegeben die historischen Bauten so originalgetreu wie möglich umzusetzen. Innerhalb der Städte benötigt der Titel keine zusätzlichen Ladezeiten und die Areale sind komplett begehbar. Zwar reicht die Weitsicht nicht, um stets die gesamte Landschaft zu zeigen, doch das Gebotene kann man schlichtweg als bombastisch bezeichnen. Auch die Performance knickt dabei, anders als im Vorgänger, nicht ein. Man muss sich nicht mit nervigen Ruckeleinlagen herumschlagen. Lediglich leichtes Tearing und ein paar Pop-Ups sind zu vernehmen, gerade bei Kameraschwenks in luftiger Höhe, doch damit kann man angesichts des Umfangs definitiv leben. Die Charaktere und ihre Mimik überzeugen ebenfalls, auch wenn man schon bessere Varianten zu Gesicht bekommen hat.

Sound

Passend zur Bildsprache, gesellt sich die akustische Seite des Spiels. Die Atmosphäre wird durch erstklassige Sprecher untermalt, die fast ausnahmslos zu ihren Figuren passen. Auf den Straßen wird getratscht und gelacht und Wachen drohen Ezio energisch. Zwar wiederholen sich viele Textpassagen nach einer Weile, aber die Auswahl ist annehmbar. Wahlweise lässt sich die deutsche Version auch mit englischer Sprachausgabe spielen. Musikalisch verantwortlich zeigt sich Jesper Kyd, der sich bereits durch seine Soundtracks für „Hitman“, „Splinter Cell“ und „Assassin’s Creed“ einen Namen gemacht hat. Mal tragend und ruhig, dann wieder laut und aufregend während der Kampfszenen – der Mann ist ein Meister seines Handwerks.

Einstieg

Ezios Familie ist allerdings nicht bei allen hoch angesehen, denn die Pezis sehen in den Auditores ein Hindernis auf dem Weg zu Macht und Ruhm. So kommt es dann gleich zu Beginn zu einer Auseinandersetzung, bei der man sogleich an das Kampfsystem herangeführt wird: Ezio kann Angriffen gekonnt ausweichen und kontern. Aus diesen entstehen dann wiederum elegante Parademöglichkeiten. Der junge Italiener kann seine Feinde nun auch entwaffnen und die Waffen bereits besiegter Kontrahenten aufnehmen und einsetzen. Ein Schwung mit einem großen Hammer lässt sich mit einem Schwert kaum blocken, aber eine schnelle Entwaffnung führt fast problemlos zum Sieg. Diese und weitere Techniken müssen allerdings erst erlernt werden. Nach diesem kleinen Kampf erledigt man dann erste Aufgaben wie das Überbringen von Nachrichten, Schlägereien mit untreuen Ehemännern und anderen Gefälligkeiten. Dabei leistet man auch einen Dienst für einen guten Freund der Familie – Leonardo da Vinci. Er begleitet Ezio durch das gesamte Spiel und steht ihm mit Rat und Tat zur Seite. Auch ein kleines Rennen muss man zu Beginn absolvieren, wobei man auch mit der Kletterei vertraut gemacht wird. Hin und wieder gibt es allerdings Abschnitte, bei denen die Steuerung viel zu ungenau ist und wenn man dann zum zehnten Mal vom Dach fällt, weil Ezio in die falsche Richtung springt, kann schon mal ein wenig Frust aufkommen.

Singleplayer

Nachdem man die ersten Aufträge erledigt hat, nimmt das Spiel dann langsam an Fahrt auf. Der Weg des jungen Ezio zum Assassinen beginnt nämlich eigentlich erst mit der Gefangennahme und Hinrichtung seines Vaters, der ebenfalls ein Assassine war und seiner Brüder. Da niemand geringeres als die Pezis sich für den Mord an der Hälfte seiner Familie verantwortlich zeichnen, sinnt Ezio auf Rache. An dieser Stelle gingen die Entwickler allerdings leider etwas zu hastig vor. Der Wandel von stürmischem Draufgänger zum kaltblütigen Assassinen geht hier definitiv zu schnell von statten. Seine Handlungen sind zwar logisch, aber nicht immer gleich nachvollziehbar. Womit der Vorgänger hart zu kämpfen hatte, war das eintönige Missionsdesign, welches hier glücklicherweise komplett überarbeitet wurde. Zwar liegt das Augenmerk wieder auf den verdeckten Attentaten, sowie dem Verfolgen und Belauschen von Personen, doch wurde es hier einfach besser verpackt und es gibt reichlich Abwechslung. Zahlreiche Nebenmissionen wie Auftragsattentate, Schlägereien und Nachrichtenübermittlungen stehen auf dem Programm. Die sind nicht nur spaßige Abwechslung, sondern lassen auch Geld in die eigenen Taschen wandern. Das gibt man z.B. in den zahlreichen Geschäften aus. Beim Schmied lässt Ezio seine beschädigten Rüstungsgegenstände reparieren oder kauft neue Waffen. Schwerter, Dolche, Wurfmesser und Rauchbomben werden dort angeboten. Weiterhin gibt es Schneider, Kunsthändler und Ärzte. Ein weiteres Highlight des Titels, ist die Architektur der Städte. Die Story führt den Spieler nebst kleiner Umwege von Florenz, durch Venedig bis nach Rom, wobei jede Stadt ihre eigenen Merkmale und historische Gebäude aufweist. Auf Märkten verkaufen Händler ihre Waren, auf offenen Plätzen herrscht reges Treiben, ein Stadtherold verkündet die neuesten Nachrichten – die Welt von „Assassin's Creed II“ ist lebendig. An vielen Straßenecken stehen Gruppen von Kurtisanen herum, die sich gegen ein kleines Entgelt anheuern lassen, um z.B. die Wachen abzulenken. Zudem hängen überall in den Städten Fahndungsplakate von Ezio, die man abreißen sollte. Oftmals ist es der bessere Weg, einem Konflikt aus dem Weg zu gehen, auch wenn Ezio im Gefecht selten Probleme bekommt. Alleine mit den Armklingen, Ezios Meuchelwerkzeuge, lassen sich Schwerthiebe leicht abwehren und der todbringende Konter gibt dem Gegenüber schließlich den Rest. Dadurch wird der Kauf von neuen Waffen allerdings auch leider etwas überflüssig. Spieler die schnell dem Sammlertrieb verfallen, kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten. Zum einen sind da die aus dem Vorgänger bekannten Federn. 100 Stück sind in sämtlichen Städten und Gebieten verteilt. Findet man alle, winkt zur Belohnung ein neues Kostüm für Ezio. Weiterhin gilt es Aussichtspunkte zu erklimmen, die auch für den Spielverlauf wichtig sind. Hingegen wieder freiwillig zu finden, sind die im Spiel versteckten Glyphen. Dies sind diverse Zeichen, die an Gebäuden in allen Städten verteilt sind. Sichtbar werden sie nur, wenn Ezio sein „Adlerauge“ einsetzt. Entdeckt man ein solches Symbol, muss man diverse Rätsel lösen. Diese reichen von Bilder- und Zahlenrätseln, bis hin zu Puzzeln und stellen eine weitere nette Abwechslung zum Meuchelmörderalltag dar. Erfolgreich gelöste Rätsel schalten kurze Videosequenzen frei. Alle Sammlerei hat aber auch noch einen weiteren Zweck. In einer kleinen Stadt, außerhalb von Florenz, besitzt die Familie Auditore ein heruntergekommenes Familienanwesen. Im späteren Verlauf ist es möglich, gemeinsam mit einem Architekten viele Gebäude und Geschäfte zu renovieren. Dadurch steigt der Wert der Stadt und somit die Einnahmen der Hauseigenen Kasse. Weiterhin nützlich: renovierte Geschäfte bieten dem Assassinen Rabatte an und senken die Preise für Reparaturen, Kleidungsstücke und Arznei. Das Spielgefühl im 15. Jahrhundert ist einfach prächtig und atmosphärisch eigentlich kaum zu übertreffen. Auf der Strecke bleibt leider die eigentliche Weiterführung der Geschichte um Desmond. Es gibt zwar im Mittelteil des Spiels und am Ende noch mal kurze Szenen mit ihm, diese bringen die Story aber nicht voran. Das Ende liefert zudem einen mächtigen Cliffhanger und lässt den Spieler relativ unbefriedigt zurück. Das Geschehen in der Zukunft ist also ganz klar darauf ausgelegt, im dritten Teil der Assassinen-Saga seinen Höhepunkt zu erleben.

Fazit

Ubisoft Montreal haben auf die Fans gehört, und herausgekommen ist dabei ein fantastisches Abenteuer mit einer unglaublich intensiven und mitreißenden Bildsprache. Die frei begehbare Spielwelt, die Entscheidungsfreiheit des nächsten Schrittes, die unzähligen Nebenaufgaben und natürlich die spannend erzählte Story, fesseln den Spieler stundenlang vor den Fernseher. Sammler werden nicht ruhen, bis auch die letzte Feder gefunden ist. Mit den Rätseleinlagen, sowie der Möglichkeit, seine eigene kleine Stadt auszubauen, ist der Abwechslungsreichtum ebenfalls gewährleistet. Schnitzer im Storyverlauf, beziehungsweise bei der Nachvollziehbarkeit einiger Taten fallen zwar auf, trüben aber keineswegs den Gesamteindruck. Auch winzige Abstriche bei der Technik sind zu minimal, um wirklich ernsthaft an der Wertung zu nagen. Ein wenig Feinarbeit bei den Kletterkünsten darf es beim nächsten Abenteuer allerdings noch sein, denn hier können einige Stellen dann doch an den Nerven zehren. Alles in allem ist „Assassin’s Creed II“ aber ein Pflichttitel und darf sich mit Blockbustern wie „Uncharted 2“ um den Thron zum Spiel des Jahres streiten.(ah)
(weitere Reviews anzeigen)
geschrieben am 05.01.2010

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118 Bewertung(en) mit ø 4,66 Punkten
 
GRAFIK
4.6
 
SOUND
4.6
 
SPIELSPASS
4.8
 
SPIELDAUER
4.7

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