Zitat:
Zitat von Windhauch;5885327
Nur kurz, da mir gerade die Zeit für eine längere Antwort fehlt... :)
Bei den 3D-Filmen hatte ich mir tatsächlich mehr Pop-Out-Effekte erhofft, mehr das Gefühl, dass die Dinge mitten im Raum stehen als dass ich einfach nur der Illusion verfalle, ich würde durch ein Fenster in eine andere räumliche Welt zu schauen. Aus heutiger Sicht war das vielleicht etwas naiv...
Bzgl der 4k-Master muss ich zugeben, dass ich mich an der Stelle wenig mit dem Ausgangsmaterial beschäftige und insofern muss ich auch immer eingestehen, dass mein Bild vom Ergebnis geprägt wird, weniger von der Technik, die hinten dran steht. Ich wage einfach zu hoffen, dass gerade große Hollywood-Produktionen, die aktuell gedreht werden, mit bestmöglichen Kameras aufgenommen und bestmöglich von den Filmstudios technisch umgesetzt werden. Ich als Verbraucher möchte mir keine Gedanken machen, was dahinter steckt. Dafür werden andere Leute bezahlt. Ähnlich wie bei einem Auto kaufe ich mir das Produkt und entscheidende anhand einer überschaubaren Zahl von Variablen, welcher Wagen für mich infrage kommt.
Wegen des Verhältnisses von Sitzabstand zu Displaydiagonale: Ich bin Verfechter von "möglichst nah dran", so nah dran, dass das natürliche Sichtfeld der Augen möglichst wenig neben dem Display wahrnimmt. Zu nah dran wäre es für mich nur, wenn ich tatsächlich das Gefühl hätte, ich müsste den Film zwei Mal schauen, weil ich nicht mehr alles gleichzeitig sehen kann, ohne den Kopf zu bewegen. Als Beispiel: ich sitze bei meinem 78-Zoll-Fernseher nur etwa drei Meter weg... :nerd:
Das mag tatsächlich vielen Menschen wichtiger erscheinen als "nur" gutklassiges 3D präsentiert zu bekommen. Ich war z.B. auch von den Regentropfen am Anfang in Avatar begeistert. Heute finde ich aber die Tiefenstaffelung wesentlich interessanter in Kombi mit ein paar eher dezent verstreuten Popout-Effekten, welche man als solche kaum noch wahrnimmt (z.B. sehr gut beim Marsianer zu sehen). Am schlimmsten fand ich gerade diese Popout-Effekte, wo dir regelmäßig etwas direkt ins Auge geflogen kam. Die 2D Variante konnt man sich dann kaum noch anschauen, weil die ursprünglich für den 3D-Effekt gefilmte Szene als solche mehr als nur gut zu erkennen war (Jaws 3, Final Destination 4 oder 5, My bloody Valentine). Zugegeben, jedem wird man es allerdings auch nicht recht machen können.
Wer sich noch nicht einmal im einzelnen mit den verschiedenen Filmmaterial und Gegebenheiten auseinander gesetzt hat, kann aber mMn auch keine so hohe Ansprüche stellen, auf das jeder (vor allem neuere) Film von vornherein erste Sahne aussieht. Viele Regisseure wollen z.B. bestimmtes Filmmaterial verwenden oder lieben es mit Digitalkameras bei Nacht zu filmen oder benutzen gar Handkameras. Von den ganzen Stilmitteln und visuellen Tricks mal ganz abgesehen. Da kannst du auch gern hoffen, soviel du möchtest, ändert nur leider nichts an bestimmten Tatsachen. Das gilt dann im Endeffekt genauso für 4K und dem anschließenden Resultat.
Ob du dir nun Gedanken machst (machen musst) oder auch nicht, wird einem Studio oder auch dem Regisseur einen feuchten Pfurz interessieren und spielt im Endeffekt auch nur eine nebensächliche Rolle. Wenn dabei zum Ende hin ein guter Film rauskommt, wird so etwas auch eher nebensächlich. Wenn einem dann zusätzlich auch noch ein Eye Candy in Form eines erstklassigen Transfers geboten wird, dann hat dagegen wahrscheinlich auch niemand etwas einzuwenden, aber es ist keine Grundvoraussetzung. Für mich kommt an erster Stelle immer der Film selbst und dann die anderen Dinge. Sonst würde ich mir z.B. auch keine Filme wie Batman oder Interstellar anschauen, weil ich das wechselnde Bildformat nicht ausstehen kann oder mich unweigerlich frage, warum der restliche Film nicht in einer solch hohen Qualität geboten wird. Das nehme ich aber in Kauf, weil mich die Filme so sehr interessieren, dass das schon nebensächlich wird. Auf der anderen Seiten müsste ich ja jetzt von jedem Studio oder auch dem jeweiligen Regisseur erwarten können, dass jeder zukünftige Film nur noch im IMAX Format erstellt wird. Und Found Footage Filme würde sich erst recht keiner mehr geben, zu denen ich allerdings so oder so zähle, selbst wenn dabei ein guter Film rauskommen würde.
Was 4K direkt betrifft haben wir doch schon einige nette Beispiele, wo gar 16mm Filmmaterial vorkommt oder auch ältere Filme verwurstet werden, ohne sich großartig angestrengt zu haben. Wenn dabei auch noch ein 08/15 Film rauskommt, wird es schwierig, dies an den Mann zu bringen.
Dein Autobeispiel finde ich auch sweet, wenn dabei z.B. ein VW rauskommen sollte. Da hat man alle Variablen in Betracht gezogen (wobei ich angenommen habe, dass du dir als Verbraucher hinsichtlich der Produktfertigstellung keine Gedanken machen möchtest) und fällt trotzdem auf die Fresse. Ganz so einfach ist es dann ja wohl doch nicht. Gerade was 4K anbelangt habe ich oftmals das Gefühl (das muss nicht für dich gelten, es sei denn, dass du dich angesprochen fühlst), dass einzig und allein zählt, dass es sich um ein 4K Medium handelt.
Was die Bildschirmdiagonale und den damit einhergehenden Sitzabstand betrifft, maße ich mir nicht an, das für andere zu entscheiden. Das kann jeder so halten, wie er möchte (das gleiche Recht beanspruche ich aber auch für mich selbst). Ich mag z.B. nicht so nah zum Fernseher sitzen, auch wenn ich dadurch bedingt nicht vollständig in das Fernsehbild einzutauchen vermag. Insofern spielt die Diagonale für mich zwar eine nicht unwesentliche Rolle, aber ich bin dennoch bereit, die eine oder andere Einschränkung zu akzeptieren. Am wichtigsten für mich ist immer noch, wie sehr mir der ein oder andere Film am Herzen liegt.
Zusammenhängend kann man sagen, dass mich weder 3D noch 4K - UHD interessiert, wenn der jeweilige Film dahinter nicht meinen Erwartungen entsprechen wollte.
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Gruß,
Deli
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I’ve seen things
you people wouldn’t believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the
Tannhauser Gate. All those moments will be lost in time like
tears in rain.
Time to die.