Zitat:
Zitat von Kuma;2059852
Und ob die Anzahl der Pop-Outs über die 3D-Qualität etwas aussagen, naja. Kann man sich drüber streiten.
Das tun sie
eben schon - wenn man das Wort ansich mal richtig verstehen würde. Viele hier missverstehen das Wort "Pop-Out" offensichtlich. Die meisten asoziieren "Pop-Out" nämlich mit schnell aus dem Bildschirm herausfliegenden Objekten. Eigentlich beschreibt es aber das vordergründige Platzieren von Objekten (also das es so wirkt, als wäre das vorderste Objekt im Film nicht mehr innerhalb des TVs). Mir ist schon klar, das hier manche schon wieder voreingenommen im Vorfeld abwinken, aber damit hab ich kein Problem, denn - Entschuldigung - wenn sich bei einem 3D-Film 90% der Zeit Objekte deutlich sichtbar
vor dem TV befinden und
gleichzeitig der Blick ins Bild hinein eine enorme Tiefe aufweist, dann spreche ich guten Gewissens von einer sehr guten 3D-Qualität. Denn genau das wäre die eigentliche Aufgabe von 3D. Und genau diese Aufgaben erfüllt der Film als erster Film überhaupt zu 100%.
Dadurch, das die vorderen Objete vor dem Bildschirm platziert sind wirkt das Bild extrem plastisch und greifbar. Was sonst sollte einen guten 3D-Effekt ausmachen? Beispiel: wenn die kleine Schildkröte schwimmt, dann ist die Perspektive zu ca. 70% frontal von vorne. Das bedeutet, sie schwimmt dann jedesmal langsam aus dem Bildschirm heraus. Bei dem Film schwimmt jedoch sehr viel, was bedeutet, das nahezu alles was frontal "gefilmt" wurde einem entgegen schwimmt. AUs der Tiefe nach hinten hinein wird so jedesmal eine "Umkehr". Und genau das wirkt so fantatsisch. Man muss sich das Ganze jetzt noch mit Referenzbild vorstellen. Und zum Film: war "Findet Nemo" gut? Ich denke, das ist Geschmackssache. So in etwa ist der Film, wenn auch nicht ganz so facettenreich und actionreich.
Es gibt viele Filme, die sehr gute Effekte haben. Diese sind aber leider immer nur punktuell zu sehen oder nur gering ausgeprägt. Das hier ist halt wirklich durch und durch ein 3D-Film. Jedes einzelne Bild wirkt hier zum greifen nah, weil sowohl die Tiefe nach hinten als auch nach vorne stimmt. Letzteres ist sehr selten anzutreffen, während nach "innen hinein" quasi alle Filme etwas tolles bieten. Problem war bis jetzt immer das herausstehen von Gegenständen. Wenn es denn eingesetzt wurde, dann waren es eher schnelle Szenen (solche wo man sich ducken muss). Hier ist das aber anders. Es gibt nicht viele schnelle Schnitte. Alles geht langsam und der Zuschauer kann dem Effekt mitunter mehrere Sekunden lang folgen. Natürlich gibts auch ein paar schnelle Effekte, wo einem was entgegen fliegt. Das wirklich faszinierende ist aber das kontinuierliche herausstehen von Objekten ohne dabei heraus "geschossen" zu kommen.
Man kann das nicht sehr gut erklären. Das muss man sich anschauen, da es keinen vergleichbaren Film gibt der dies erreicht. Ich würde hier nicht voreilig nur aufgrund des Wortes "Pop-Out" gleich abwinken.
Ich bin der Meinung, wer das hier nicht anschaut, kennt lediglich 10% dessen, was 3D zuhause überhaupt zu leisten im Stande ist. Wenn ich diesem Film hier auf den Effekt 100% gebe, dann hat Avatar im Vergleich vielleicht noch gerade so 10-20% das maximal möglichen. Andere Filme entscprechen weniger (Ausnahme: Legende der Wächter). Ich finde, das heisst schon was.