Zitat:
Zitat von Sly;5254098
Der Realisimus der Serie ist unglaublich. Es gibt keine Szene, bei der man sich denkt, dass die jetzt total übertrieben gewesen wäre.
:eek:
Also die Story ist schon
sehr konstruiert. Was hast Du für eine Meinung von Realität, wenn Du diese Serie für sehr nah an der Realität hälst? Die aller wenigsten Serien sind auch nur annähernd an der Realität gebaut, es sei denn es gibt einen dokumentarischen Hintergrund. Serien müssen über einen langen Zeitraum unterhalten/Spannung aufbauen, das geht nur wenn eine entsprechende Story konstruiert wird.
Ich hab öfter mal gelesen, dass "The Wire" ziemlich realistisch sein soll, konnte mich bisher leider noch nicht selbst davon überzeugen. Es gibt aber viele Meinungen, die die Serie als etwas langweilig und langatmig bezeichnen, weshalb ich der Serie einen realistischen Touch auf jeden Fall zutraue. Hatte mal S01E01 geschaut, aber schon ne Weile her und dann keine Zeit mehr gehabt, das Sehvergnügen mit weiteren Folgen zu vertiefen. :confused:
Übrigens, auch wenn es sich nicht so liest, aber ich bin schon ein BB-Fan. Es ist die erste und bisher einzige Serie, die mir hinterher beim Review im Kopf besser gefallen hat, als beim eigentlich Anschauen. Beim Anschauen fehlte mir immer irgendwie ein bischen die Action, ein richtiger Knall-Effekt.. das gibts bei anderen Serien auch nicht, z. B. Game Of Thrones aktuell. Game Of Thrones lebt aber von einer sehr vielschichtigen Story, sehr vielen interessanten Charakteren und sehr ausgefeilten Dialogen, deswegen war das bei GoT nie so das große Problem für mich, zumal es ja in der jeder Staffel auch einige, sehr krasse (Action)-Momente gibt. Die gibt es bei BB nicht wirklich. BB lebt von seinen wenigen, aber sehr guten Charaktern und den Darstellern dahinter sowie dem Zusammenwirken dieser Charaktere untereinander und BB lebt ganz klar von dem Gefühl "jetzt gleich wird was passieren". Es gibt nicht wenige, die sagen, die letzte Staffel hat endlich das gebracht, worauf, man die ganze Zeit gewartet hat. Genau so ging es mir auch. Im Nachhinein sehe ich das aber nicht mehr so. Für mich lebte die Serie vom Zusammenspiel zwischen den 2 Hauptdarstellern, was besonders in Staffel 1/2 sehr interessant und unterhaltsam anzusehen war. Den Handlungsstrang um Frau und Sohn fand ich hingegen meist anstrengend und fad, aber beide waren letzten Endes wichtig und unerlässlich, damit die Serie sich so darstellen und entwickeln konnte, wie es auch beabsichtigt und dafür eben nötig war.
