Die Zahlung der 20. Mio war meiner Meinung nach der größte Fehler von MJ. Damit hat er die Ganze Welt verunsichert und seinen Ruf endgültig ins Negative gezogen. Selbst in 20 Jahren wird es von vielen Seiten noch heissen: der Kinderschänder MJ. Klar, negatives bleibt
immer irgendwie in den Köpfen der Menschen hängen, aber die freiwillige Zahlung von 20. Mio mutet für einen "Normalbürger" schon sehr seltsam an und hat ihm keineswegs geholfen.
Viele meinen ja, er hätte gezahlt, weil er mental zu schwach gewesen wäre diese Ganzen Prozesse und das drum herum (negativ Presse) weiter durchstehen zu können.
Natürlich: auch das könnte sein (Geld war ja nicht sein Problem). Trotzdem war es kein glücklicher Schachzug von ihm.
Es ist klar, das jeder Normalebürger nun sagt, das niemand freiwillig 20. Mio bezahlt obwohl er unschuldig ist (ich kann diese Meinung verstehen). Andererseits muss man sich aber auch fragen, welches Verhältnis MJ zum Geld hatte bzw. welche Wertschätzung seines Geldes. Ob das dem des unseren gleich kommt? Dem Mann war Geld im Prinzip egal. Einen Großteil spendete er sowieso. Von daher könnte er auch gedacht haben: geb ich der Familie halt die 20. Mio "Klimpergeld" und dann hab ich meine Ruhe. Ich denke die Anschuldigungen (ob wahr oder falsch sei mal dahingestellt) haben ihn weit mehr belastet als der Verlust seiner 20. Mio Dollar.
Man weiss es nicht, aber beide Theorien finde ich absolut im Bereich des möglichen. Ich selbst war lange Zeit Verfechter der ersten Theorie (schuldig), aber mittlerweile denke ich, der Mann war
wirklich so naiv zu glauben, die Sache wäre mit 20. Mio vom Tisch und seine Weste wieder weiß.