Zitat:
Zitat von hibb;5804008
War mir nicht bewusst, dass es ihn tatsächlich gab. Aber ändert nichts dran, dass Schindler einen klaren Gegenspieler bekommen hat, anstatt ein einheitliches, gesichtsloses System als Gegner
Ich denke das war hier aber tatsächlich relativ nah an der Realität. Der hat auch tatsächlich seine Villa im Lager gehabt und wohl ziemlich sadistische "Spielchen" getrieben, ähnlich widerwärtig wie Spielberg es dargestellt hat.
Den Punkt würde ich nicht kritisieren. Auch nicht, dass es eben kein gesichtsloses System war, das Spielberg hier zeigt. Letztlich wird das ja auch oft an Filmen die das dritte Reich darstellen bemängelt, insbesondere bei amerikanischen, dass eben alle nur eine stumpfe, gesichtslose Masse darstellen. Das ist ja auch ein sehr beliebtes Stilmittel ist, um Stimmung zu erzeugen. Die Propaganda bedient sich dessen ja auch regelmäßig, egal in welcher Epoche. Und es funktioniert ja sogar aktuell heute noch, wie man leider sieht.
Dass die "Nachkriegs-Kriegsfilme" das so machen, finde ich auch sehr verständlich, dass Spielberg es hier nicht tut, finde ich sehr lobenswert. Dass er es dabei manchmal ein bisschen übertreibt, liegt in der Natur seiner Sache, aber ich finde es zeigt sich hier eher auf der Betonung der "guten Seite"
Natürlich gibt es bessere Filme (oder Serien, z.B. "Holocaust"), aber ich finde für seine Intention und die Art von Filmen die er macht, hat Spielberg hier schon wirklich etwas bemerkenswertes geleistet.