Naja, ich denke, am besten ist es sich selbst ein Urteil zu bieten.Das Testequipment spielt ja auch ne grosse Rolle. Denke mal das die auf der ch Seite die DD Spur eher in Vergleich zu andere Filmen mit DD gesetzt haben und auf dvd-forum.at der Vergleich zu der engl. True zu stark gewichtet wird.
Desweiteren ist ja beim sogenannten HD Sound auch nicht alles Gold was glänzt und er bleibt oft gaaanz weit hinter dem technisch Möglichen.
Hier mal ein netter Bericht zu der Problematik, für Interessierte.
Autor: Michael aus dem heimkinonetz.de Forum
Es wird langsam einmal Zeit, die neuen Tonformate bzw. ihre Gewichtungauf Blu-ray Disk näher zu beleuchten. Werbeslogans wie "kristallklarer HD Sound" oder "HighDef Sounderlebnis" werden gern genutzt, um neue Filme auf BD zu bewerben. Diese `Versprechen´ prangern fast auf jedem Cover. Doch wie sieht es in der Praxis aus ?
Zuersteinmal betrachten wir die für das jeweilige Tonformat festgelegten, maximalen BD-Datenraten :
Dolby Digital : 640 Kbps (auf DVD in der Regel nur die halbe Datenrate)
Dolby Digital + : bis 6.000 Kbps
TrueHD (variable Bitrate) : bis 18.000 Kbps
DTS : 1.509 Kbps (auf DVD nur die halbe Datenrate)
DTS HD HR : bis 6.144 Kbps
DTS HD MA (variable Bitrate) : bis 24.500 Kbps
Zu Zeiten des `Formatkrieges´ wurde es von Seiten der blauen Fraktion als enormer Vorteil der BD vermarktet, aufgrund einer höheren Datenübertragungsrate (wie wir heute wissen, ist diese nicht existent) DTS mit bis zu 24.5 Mbps auszugeben - auf HD DVD wären dies "nur" max. 18 Mbps. Das nur zur Erinnerung, damit wir die `langen Nasen´ nicht vergessen...
Nachdem wir nun wissen, welche Bitraten für die HD-Scheiben geplant bzw. als Grenzen festgelegt wurden, schauen wir einmal in die Realität.
Dabei halten wir uns vor Augen, daß eine Musikdatei per MP3 gerade einmal ab 192 Kbps erträglich wird und für halbwegs hochwertigen Klang 256 Kbps (besser mehr) als `Schmerzgrenze´ gelten dürfte. Wohlgemerkt für ein Stereo Signal - also 2 statt 6 Kanäle...
Fangen wir mit den Sündern an.
Twenty Century Fox
Fox verwendet auf Blu-ray die identische Tonspur der DVD. DTS ,mit 768 Kbps - also die halbe Standard DTS Datenrate und somit auch weniger als im Kino... HD-Sound gibt es bei Fox nur in Form von Buchstaben auf dem Cover.
Warner
Bei Warner herrscht ein wenig Chaos, da Filme die von Warner nur vertrieben werden, oft von der ansonsten üblichen Regel abweichen. Auf HD DVD setzte Warner fast ausnahmslos Dolby Digital + ein. Allerdings gewöhnlich mit nur 320 Kbps. Weniger also noch, als man Dolby Digital auf der DVD gönnt. DD+ hat zwar angeblich eine verbesserte Codierung, dies dürfte aber deutliche Unterschiede bei der Bitrate kaum ausgleichen. 320 Kbps statt der möglichen 6.000 Kbps.
Auf Blu-ray wird in der Regel Standard DD eingesetzt. Die Bitrate reicht von 448 Kbps bis 640 Kbps. Es gibt nur wenige Ausnahmen. Der von Millenium Film stammende Warnertitel `John Rambo´ markiert mit DTS HD MA und Datenraten von 4.000 - 5.000 Kbps, in den Spitzen gar knapp 6.000 Kbps den derzeitigen Rekord.
Paramount
Mit Standard DD und einer Bitrate von 640 Kbps nichts Nennenswertes.
Universal
In Deutschland auf HD DVD gerade einmal DD+ mit 448 Kbps. Auf BD künftig DVD Ton (DTS mit 768 Kbps). `Ton in Perfektion´ würde anders klingen...
Disney/Touchstone/Hollywood Pictures
Auch hier gibts nur Standard Ton. Der DTS Ton hat immerhin die volle Datenrate von 1.5 Mbps (DTS Kern). Keine Spur von HD-Tonformaten.
Das es auch anders geht beweist Sony. Hier wird mittlerweile durchgehend Dolby TrueHD eingesetzt. Mit Datenraten um 4 Mbps im Vergleich zu den Mitbewerbern sehr ordentlich. Dabei setzte Sony vom Start weg auf HD-Sound. Ältere Scheiben beinhalten PCM 5.1 mit 4.6 Mbps.
Erfreulicherweise setzen auch kleinere Filmvertriebe wie Concorde, Constantin, Splendid, VCL, Kinowelt, EMS, Koch Media usw. auf die neuen Tonformate. Bis auf VCL (einen TrueHD Titel) wird immer DTS HD HR oder DTS HD MA eingesetzt. Allerdings liegen die Bitraten sehr niedrig jeweils um gerade einmal 2.000 Kbps - also nur wenig über Standard DTS mit voller Datenrate. Vermutlich liegen insgesamt die deutschen Masterbänder auch kaum in 96 kHz Abtastfrequenz vor, was generell niedrigere Datenraten erklärt - nicht jedoch derart niedrige Raten, wie wir sie bei diesen Filmvertrieben finden. Eine wirkliche Klangverbesserung gegenüber dem DTS-Kern wird kaum zu bemerken sein.
Zu beachten ist ebenso, daß aus den Bitraten von DD und DTS nicht direkte Klangunterschiede abgeleitet werden können, da Dolby Digital gegenüber DTS den wohl leistungsfähigeren Codec nutzt und somit weniger Platzbedarf hat.
So sieht es in Deutschland also derzeit - fern der Werbeversprechen - mit dem HD-Sound aus. Reine Mangelware. Das sich die neuen Tonformate trotzdem lohnen, beweisen derzeit vorwiegend die Sony-Veröffentlichungen, an denen sich alle anderen Studios ein Beispiel nehmen sollten.
Gruß,
Michael
http://www.perfect-cinema.de
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