Ich bin grundsätzlich immer offen dafür, wenn Serien etwas Neues ausprobieren und sich nicht einfach an bekannten Genre-Formeln orientieren, bei Below hätte ich mir am Ende aber tatsächlich lieber ein traditionelleres Creature Feature gewünscht. Gerade zu Beginn schlägt die Miniserie noch eine Richtung ein, die an Jaws erinnert und durchaus Lust auf einen spannenden Kampf gegen eine unbekannte Bedrohung macht. Mit fortschreitender Handlung werden jedoch immer mehr Themen aufgemacht, darunter Familiendrama, Klimawandel, Zwangsumsiedlung und Ressourcen-Ausbeutung. Zusätzlich kommt noch eine mystische und übernatürliche Komponente hinzu, wodurch die Geschichte für meinen Geschmack zunehmend überladen wirkt und sich zu sehr in verschiedene Richtungen verliert. Das ist zwar grundsätzlich ein interessanter Ansatz, allerdings hatte ich irgendwann das Gefühl, dass die Serie vieles ansprechen möchte, ohne sich wirklich auf eine ihrer Ideen zu konzentrieren. Trotzdem muss man Below zugutehalten, dass die Atmosphäre und das Setting auf der Insel wirklich gelungen sind und immer wieder für eine unheimliche Grundstimmung sorgen. Auch die schauspielerischen Leistungen können sich sehen lassen, während die Effekte zwar nicht herausragend, aber durchaus solide sind. Darüber hinaus gibt es einige richtig starke Sequenzen, die spannend inszeniert sind und zeigen, welches Potenzial in der Serie steckt. Am Ende bleibt für mich eine durchaus anschaubare, aber konzeptionell nicht ganz überzeugende Miniserie, die ich mit einer
6/10 bewerte. Kann man sich anschauen, ist meiner Meinung nach aber definitiv kein Must-see.