Ich wollte diesen Film natürlich wegen Jason Statham sehen, auch wenn er praktisch nur dasselbe in seinen Filmen macht, gehört er halt zu den wenigen die Old School Action in die Kinos bringen und auch wenn ich nicht jeden Film von ihm mag, werde ich trotzdem weiterhin die Filme mit ihm schauen.
Dieser Film wurde auch groß als Stirb Langsam Rip Of beworben nur halt auf einem Frachtschiff. Also ich muss sagen so richtig Stirb Langsam ist es auch nicht und man erreicht erst Recht nicht dieses Level. Klar man ist durch das Schiff in einem begrenzten Raum, aber im Gegensatz zu Stirb Langsam wo eine Person gegen eine eindringende Übermacht sich wehren muss, ist es hier halt umgekehrt. Er ist der Eindringling und kämpft gegen eine Übermacht von Leuten die auf dem Schiff arbeiten.
In Sachen Action sollte man jetzt auch nicht so viel erwarten und man kann diesen Film in drei Abschnitten unterteilen. Das erste Drittel ist eine recht ruhige Einführung und erklärt erst mal die Ausgangslage, hier gibt es nur eine kurze Actionsequenz, diese sieht auch nicht schön aus. Es ist unübersichtlich gefilmt, hat so einige Logiklöcher drin und man erkennt hier extrem deutlich die CGI und ich muss sagen das erste Drittel ist auch nicht wirklich interessant, so dass es direkt zu Längen kommt.
Im zweiten Drittel ist man auf dem Schiff und es gibt viel rumgeschleiche und Katz und Mausspiel, ohne direkt viel Action zu zeigen, nur immer wieder kurze Momente mit kurzen brutalen Kills in typischer Jason Statham Manier. Besser als das erste Drittel aber immer noch nicht das große Actionbrett, was man erwarten würde. Hatte irgendwie das Gefühl in einem Videospiel zu sein.
Im Letzten Drittel gibt aber dann dieser Film endlich Gas. Hier darf sich Statham in gewohnter Statham Art dann in gewohnter Statham Manier, durch die Gegnerwellen ballern, schnetzeln und prügeln. Kennt man so aus gefühlt 50 anderen Statham davor also nichts neues. Spaß hat das Ganze für mich aber trotzdem gemacht. Aber ich muss auch direkt sagen, die Action in Stirb Langsam oder Olympus has Fallen oder Alarmstufe Rot war da deutlich spektakulärer.
Das Ende selbst kommt dann plötzlich sehr schnell und man hatte eine komplette Story für die andere es auf einen weiteren Film gestreckt hätten mal eben in einen 5 Minuten Epilog abgehandelt. Definitiv mal was anderes. Ob ich das jetzt gut oder schlecht finde, weiß ich noch nicht so genau.
Positiv zu erwähnen ist noch Annabelle Wallis als „Sidekick“, die hier genau die richtige Typ Frau war. Keine nervige Dummbratze die nichts gebacken kriegt und ständig gerettet werden muss aber auch kein Bossweib die ständig rumzicken und rumkommandieren muss und alles besser weiß. Sie macht das, was getan werden muss genau zu den richtigen Momenten. Labert kein dummes Zeug und kann auch mal schön mit der Faust zuschlagen und gleichzeitig ist sie noch bildschön anzuschauen, also genau die Art von Frau die man seinen Eltern vorstellen möchte und man weiß Mama und vor allem Papa werden definitiv ein Daumen hoch zeigen.
Der Rest des Casts ist dagegen komplett austauschbar und komplett zum vergessen und praktisch halt nur Kanonenfutter.
In der Summe muss ich sagen ist es natürlich wieder einmal ein typischer Statham Film, nach dem Motto kennt man eines kennt man alle. Wer diese Art von Filmen mag wird sich unterhalten fühlen. Man erfindet das Rad absolut nicht neu. Es ist nicht der schlechteste Film von Statham aber auch nicht der Beste. Ich persönlich mochte was die letzten Statham Filme angeht, Working Man und Beekeeper deutlich lieber, aber ich finde Mutiny deutlich besser als Shelter. Halt irgendwie grundsolides Mittelmaß.
5,25/10 Punkte
MfG Pierre
Letterboxd: Sawasdee1983
Sawasdee1983
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