Die dritte Staffel von Shrinking war für mich ganz leicht schwächer als Staffel 2, bleibt aber insgesamt auf einem ähnlich hohen Niveau und unterhält weiterhin wunderbar, wobei der typische Kitsch der Serie erneut präsent ist, diesmal aber kaum stört, weil er längst Teil ihrer Identität geworden ist. Inhaltlich bewegt sich die Staffel wieder sicher durch ihre Kernthemen wie Trauer und Verlust, Ehrlichkeit, Elternschaft, Freundschaft und persönliche Weiterentwicklung, ohne dabei an emotionaler Wirkung einzubüssen, während gleichzeitig das Therapie-Setting weiterhin als spannender Rahmen dient, um die Figurenentwicklung voranzutreiben. Besonders hervorzuheben ist dabei auch der Umgang mit dem Thema Parkinson, was sensibel integriert wird und durch den Gastauftritt von Michael J. Fox eine zusätzliche emotionale und authentische Ebene erhält. Jason Segel überzeugt erneut als Hauptfigur mit seinem gewohnten Charme, doch das klare Highlight bleibt Harrison Ford, der hier mit spürbarer Spielfreude auftritt und seiner Rolle eine besondere Präsenz verleiht, wie man es von ihm lange nicht mehr gesehen hat. Auch wenn einige Handlungsstränge etwas vorhersehbarer wirken als in der vorherigen Staffel, schafft es die Serie dennoch, ihre Balance aus Humor und emotionaler Tiefe aufrechtzuerhalten. Besonders gelungen ist zudem das Ende, was die Entwicklung der Figuren konsequent weiterführt und gleichzeitig deutlich darauf hindeutet, dass die nächste Staffel stilistisch neue Wege gehen könnte, was durchaus neugierig macht. Insgesamt vergebe ich für Staffel 3 eine
8/10 Bewertung und kann die Serie klar weiterempfehlen, vor allem für Fans von Scrubs, Ted Lasso oder der neuen HBO-Serie Rooster.