Zitat:
Zitat von derschalker71
Alle die eine Bestätigung zu den bestellten Blu-rays bekommen haben,haben einen "vorerst" rechtsgültigen Kaufvertrag abgeschlossen.
Schlicht und ergreifend: NEIN!
Zitat:
Desweiteren habe ich alle bestätigten E-Mails & die bestätigten Kundendaten aus dem Kundenkonto ausgedruckt!
Da kann amazon nicht einfach alles löschen und so tun,als sei nichts gewesen!!!
Schlicht und ergreifend: DOCH!
Zitat:
Wer eine Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung von euch besitzen sollte,dem wünsche ich viel Spass mit seinen neuen Filmen !!!
Schlicht und ergreifend: NEIN!
Rechtsschutzversicherungen übernehmen nicht automatisch die Kosten für jeden noch so hanebüchenen Rechtsstreit. Der Versicherungsnehmer bzw. der Anwalt fragt dort an, ob die Kosten übernommen werden und bekommt dann eine Deckungszusage oder eben nicht.
Ein Kaufvertrag kommt alleine durch die Bestellung bei amazon nicht zustande, dazu sind nämlich zwei Willenserklärungen nötig, eine vom Käufer und eine vom Verkäufer. Die vom Käufer haben wir zwar, der möchte gerne die eine oder andere Blu-ray für unter 2 EUR kaufen (ich schließe mich da ausdrücklich mit ein). Amazon als Verkäufer gibt alleine durch das Einstellen eines Films auf der eigenen Webseite noch keine Willenserklärung ab. Auch die Bestätigungsmail ist keine Willenserklärung, ergo: kein Vertrag.
Deshalb braucht Amazon auch nicht zurückzutreten, zu widerrufen, anzufechten oder sonstwas.
Und weil es hier im Thread wieder anklang, dass auch bei Preisfehlern geliefert werden müsse:
Es gibt zwei Urteile des AG Fürth, danach musste Quelle Fernseher günstiger abgeben, ich glaube, da war das "," um eine Stelle nach links verrutscht. Hier war ein Vertrag zustande gekommen. Denn: die Käufer hatten von Quelle nach der automatisch generierten Bestätigungsmail eine weitere E-Mail mit einer Zahlungsaufforderung (über den niedrigeren Preis!) erhalten. Hierin hat der Richter dann eine Willenserklärung seitens Quelle gesehen und ist, nachdem der fehlerhafte Betrag vom Käufer gezahlt wurde, zu dem Schluss gekommen, dass hier ein Vertrag zustande gekommen ist.
Grundsätzlich hätte Quelle den Vertrag wegen Irrtums anfechten können. Aber der Preisfehler war bei Quelle bemerkt worden, bevor die Zahlungsaufforderung an den Kunden geschickt wurde, so dass aufgrund der Kenntnis kein Irrtum bei Quelle mehr vorlag.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Die Amazon-Preisfehler von gestern sind nicht mit den Quelle-Urteilen vergleichbar. Einen Rechtsanspruch auf die Filme hat hier wohl niemand. Auch wenn einige Rechtsanwälte das vielleicht anders sehen.
P.S. Meine Bestellungen sind aus meinem Kundenkonto entfernt worden, eine Stornomail habe ich noch nicht bekommen.
[sarcasm]
Nach reiflicher Überlegung und einer schlaflosen Nacht bin ich zu der Überzeugung gelangt, amazon dieses Mal mit der Nummer davonkommen zu lassen und sie nicht mit einer Klage zu überziehen. War aber ne knappe Entscheidung.
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Nothing in this world, that's worth having, comes
easy!